Sonntag, 14. September 2014

Ich will nur wissen
ob du allein sein kannst
und in den leeren Momenten
gern mit dir zusammen bist.

(aus: Laith al-Deen, Ich will nur wissen)

 

Wieder so was aus der Reihe „die interessanten Fragen“. Allein sein müssen ist nicht dasselbe wie allein sein wollen, sich allein zu fühlen nicht dasselbe wie allein zu sein. Ja, man KANN sich weigern, mit sich zusammen zu sein, man KANN sich ständig ablenken, man KANN sich betäuben – unter anderem auch mit Gesellschaft. Die große Stille … manchmal komme ich gut mit mir klar, manchmal nicht.
Laith al-Deen hat aus derartigen Fragen Musik gemacht (hier ist das Video) (hier ist der Songtext), und dabei auf den ziemlich bekannten Originaltext von Oriah Mountain Dreamer (hier ist das Original mit Erklärung zur Person, denn sie ist keine Indianerin) zurückgegriffen.

Mich macht das Lied/der Text immer wieder nachdenklich. Ich mag so was. Ihr ja vielleicht auch.

 

if you can see beauty – 365tageasatzaday

8 Kommentare zu “Sonntag, 14. September 2014

      • Och je. Alle Forderungen oder Eigenschaften, die er in seinem Songtext erfragt, besser moralisch fordert, sind ok, wenn man so sein kann wenn man zu einem Zeitpunkt so sein will. Wenn man so ist, immer, ist es von Übel, um nicht zu sagen krank.

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        • Ich bin völlig fasziniert von deinem Einwand, weil du einer ganz anderen Ecke guckst als ich. Und vermutlich steh ich gerade schwer auf dem Schlauch. Ich bin nämlich immer noch nicht sicher, ob ich dich verstehe.
          Ich lese diesen Text als die Frage: „Wer bist du hinter all den Alltagsmasken, hinter dem (schönen?) Schein, bist du fähig, ehrlich mit dir (und zu anderen) zu sein?“ Das sind erstmal Fragen an einen selbst. Da steht NICHT, dass man das immer und jedem gegenüber sein muss. Da steht NICHT, dass man so zu sein hat, das interpretierst du. MUSS ist sowieso immer von Übel, da stimme ich dir zu.

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        • „Töte Buddha, wenn du ihn triffst“ bedeutet nichts anderes als eifere keinem (noch so schönem oder edlem) Ideal nach, sondern sei du selbst. – Ich interpretiere den Song als Aufforderung, so zu sein, oder es zumindest zu versuchen. Jeder, der versucht, einem Ideal nachzueifern, vergisst sich selbst.

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