Nicht zu Ende – Donnerstag, 6. November 2014

In the end, everything will be ok. If it’s not ok, it’s not yet the end.
(Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht zu Ende.)

(Fernando Sabino)

 

(Ursprünglich hatte ich dieses Zitat Oscar Wilde zugeschrieben gefunden. Seit ich aber feststellen durfte, dass mein Goethe-Zitat („Wurzeln und Flügel„) gar nicht von ihm war, versuche ich, Quellen herauszufinden. Ich bemühte also die Suchmaschine und stellte fest, dass außerdem auch noch John Lennon und Paulo Coelho als Autoren genannt werden. Ein Foreneintrag führte mich dann zu einem anderen Blogger, der einen Brasilianer als Urheber dieses Ausspruchs ausgrub.)

Also. Normalerweise macht mich „alles wird gut“, „bis zur Hochzeit ist es wieder gut“ etc. leicht rasend, weil ich mich in meinem akuten Kummer damit so gar nicht gesehen fühle. Aber die Weiterführung des Gedankens, nämlich dass etwas noch nicht zu Ende ist, weil es noch nicht gut ist, die finde ich spannend. Heißt nämlich, dass auch in dem allergrößten Mist ein Stern verborgen ist (ja, Heine), den es zu finden gilt.

Nun lässt sich natürlich darüber philosophieren, wie schwer und schier unmöglich das manchmal ist, und das kenne ich selbst auch zu Genüge. Aber mir persönlich hilft die Überzeugung enorm, dass alles einen irgendwie positiven Sinn macht, wenn ich nur aufbreche, ihn zu suchen. Es geht nicht darum, irgendwas schönzureden oder -zudenken, es geht um das Loslaufen, um das Machen. Energy follows thought, wieder mal, angewandter Optimismus oder einfach nur – Sturheit. :-)

 

auge im baum – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay