Katzentrost – Montag, 17. November 2014

In düsterer Nacht macht auch das kleinste Glühwürmchen helle Freude.

(Weisheit aus China)

 

Einer jener Tage, wo ich über jeden aus dem Nest gefallenen Vogel Tränen vergießen könnte und es auch tue. Das ist dann die Zeit, wo die Katze beschließt, dass ich seines Trostes bedarf.
Sitze ich am Rechner, schafft er es irgendwie, auf meinen Schoß zu klettern, sich dort zu etablieren und zu schlafen (für beide Parteien ziemlich unbequem, ich werde dann auch angemault, wenn ich mich bewege), liege ich, läuft er zu großer Form auf. Setzt sich auf meine Brust, fixiert mich mit seinen großen, gelb-grünen Augen und donnerschnurrt bis alles vibriert. Wenn ich dann nicht sehr schnell bin und ihn in andere Regionen verfrachte, habe ich ein halbes Halblanghaarkatzenfell im Gesicht, weil er sich dann nämlich unter meinem Kinn zusammenrollt (nach dem Motto: eine Katze hat überall Platz) und so tut, als sei er komplett bewegungsunfähig.
Bewege ich mich daraufhin, zieht er irgendwann irritiert von dannen oder justiert seine Position nach, je nachdem, für wie bedürftig er mich gerade hält. Ich muss zugeben, dass er sich selten irrt, frage mich allerdings, woran er merkt, dass es mir nicht gut geht, denn von Tränen ist dieses Kümmern nicht abhängig.

Wie dem auch sei: vielen Dank, kleiner Tiger, es (be-) rührt mich jedes Mal.

 

Maine-Coon – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

4 Kommentare zu “Katzentrost – Montag, 17. November 2014

  1. So ist es mir mit unserem Hund auch ergangen. Wenn er merkte, dass etwas nicht stimmte, war er immer um mich herum. Unddann der fragende Blick: Na? Besser? Und ja, es war dann meist schnell besser :-). Danke für den Spruch und deine Gedanken, christiane, Danke euch empfindsamen Tieren :-).

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    • Ja, ist ohne Zweifel auch bei Hunden so, klar. Vermutlich immer wenn sich ein Tier in die Seele „seines“ Menschen einklinkt. Ja, danke unseren Begleitern.
      Liebe Grüße – Christiane

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