Stolpern – Sonntag, 23. November 2014

Niemand achtet auf das, was zu seinen Füßen liegt. Wir alle schauen zu den Sternen.

(Quintus Ennius)

 

Und, wie es dann nun mal ist, ich stolpere und falle auf die Nase. Egal, ob ich nun über die Katze gestolpert bin (was er übelnimmt, zu Recht) oder über einen widrigen Umstand, der sich länger ignoriert zu werden weigert: meistens tut es weh und macht mich darauf aufmerksam, dass ich etwas übersehe, und zwar nachhaltig.

Okay, aufstehen, (Krone richten,) den Umstand beseitigen, weitertappen. Klar. Die Frage ist nur, was passiert beim Weitertappen? Habe ich mir die Nase so sehr angeschlagen, dass ich mich nicht mehr traue, zu den Sternen zu schauen, und sie dann auf meinem weiteren Weg vergesse? Oder, die andere Option, kicke ich den Stein aus dem Weg und gehe weiter, den Blick weiterhin nach oben gerichtet? Dann kann ich mir an ein paar Fingern abzählen, wann ich wieder auf der Schnauze liege.

Wenn ich ehrlich bin, kenne ich mich auf beiden Wegen. Manchmal klebe ich mit den Augen nur noch am Boden und vergesse die Sterne. Manchmal will ich nur die Sterne sehen. Normal, oder?
Wenn ich es dann schon mal bewusst wahrnehme (was oft die Krux ist, wenn man was verdrängt hat), hilft MIR der Versuch, die Sachen aus einem anderen (immer individuellen) Blickwinkel anzugehen, nach Möglichkeit aus einem, der die Sterne und die Hindernisse auf dem Weg integriert.
Der große Rundumschlag: Balance. Nichts im Übermaß. Sorgen für Körper, Geist und Seele. Und niemals die Sehnsucht vergessen. Ich sag ja gar nicht, dass das einfach ist.

 

Balance – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay