Little Sun – Kleine Sonne gefällig?

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich ein Idealist bin? Dass ich gern bereit bin, Menschen und Projekte zu unterstützen, die etwas für das Wohl aller (oder zumindest vieler) tun und nicht primär für den eigenen Geldbeutel wirtschaften? Marion hat mich gestern dran erinnert und neulich kam eine Freundin damit um die Ecke: es gibt Momente, wo man Licht braucht und keinen Strom zur Hand hat.

Das Problem: 1,2 Milliarden(*) Menschen leben dauerhaft ohne Zugang zu elektrischem Strom, meist in Afrika und Südostasien. Wenn es dunkel ist, leben sie mit Petroleum-/Kerosinlampen, was stinkt, flackert und reichlich ungesund ist.
Die Lösung: Dort ist meist sehr viel Sonne. Warum nicht was mit Solar machen? Eine kleine Solarlampe zum Beispiel?

Das Projekt: Little Sun. Little Sun ist (laut der leider englischen Homepage, Übersetzung von mir):

  • Eine attraktive, qualitativ hochwertige, solarbetriebene LED-Lampe, entwickelt von Olafur Eliasson (Künstler) und Frederik Ottesen (Ingenieur).
  • Ein Social Business, das sich zum Ziel gesetzt hat, den, 1,2 Milliarden(*) Menschen, die keinen Zugang zu Elektrizität haben, sauberes, verlässliches und erschwingliches Licht zu verschaffen.
  • Ein globales, durch das Teilen von Licht die Welt verbindendes Projekt.

Hier ist ein Interview mit den Entwicklern (Rubrik: „Die Idee des Jahres“) auf arte.tv.

Natürlich kann man sich die kleine Sonne auch nach Hause holen, das ist die Idee eines globalen Projektes. Prima für alle, die an Orten unterwegs sind, wo es dunkel ist oder sein kann … mit dem Fahrrad, mit dem Hund, beim Wandern, auf dem Campingplatz, am Strand etc.

Ich finde die kleine Sonne noch dazu eine hübsche kleine Blume. Nein, sie ist keine Sonnenblume, ihr Vorbild ist die äthiopische Meskel-Blume, „ein nationales Symbol der Positivität und Schönheit“. Also habe ich mich der Frage gewidmet, woher bekomme ich eine? Online über die Seite, klar, man kann über PayPal bezahlen (EUR 22,- + Versand EUR 3,50). Über Amazon (teurer). Oder vor Ort in z. B. diversen Museen. Die Webseite listet Verkaufsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf, einfach in der Karte auf das Land klicken.

Wem ich helfen soll, Texte auf der englischen Webseite zu verstehen, der möge sich melden, ich übersetze gern.

 

 

(*) Ja, auf der Little Sun-Webseite steht „Billionen“. Da die Erde aber „nur“ eine Bevölkerungszahl von ca. 6,9 Milliarden Menschen hat, gehe ich davon aus, dass diese Zahl an amerikanische Verhältnisse angepasst ist, wo nicht mit „Milliarden“ gerechnet wird.

29 Kommentare zu “Little Sun – Kleine Sonne gefällig?

  1. Ich freue mich sehr, liebe Christiane, dass der gestrige „Solarsatz“ dich angeregt hat, das Little Sun Projekt in deinem Blog vorzustellen! Wunderbar, wenn solche Ideen dazu auftauchen! Eine wertvolles, leuchtendes Projekt. Fühl dich gegrüßt, Marion.

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  2. Liebe Christiane, ich hoffe, du nimmst mir ein offenes Wort nicht übel, aber ich finde, diese ‚Lampe‘ treibt den Teufel mit dem Beelzebub aus. Sie ist aus Plastik 😦 Wenn es keine Alternative gäbe, würde ich meinen Mund halten (vielleicht) 😉 aber es gibt eine Lampe aus Glas, mit Metalldeckel und Bügel und natürlich Solarzelle, die man zudem schön dekorieren kann:
    http://www.sonnenglas.net
    Sie ist auch fair gehandelt und nicht nur für Europäer, sondern auch für Menschen gedacht, die nicht ans Stromnetz angeschlossen sind.
    Liebe Grüße (und ’nichts für ungut‘ – hoffentlich),
    Ingrid

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    • Liebe Ingrid,
      das hat mich zuerst auch gestört. Aber weißt du, ich habe mir dann überlegt, dass es wichtiger ist, dass das Ding auch mal runterfallen kann, als dass es europäische Vorbehalte gegen „böses“ Plastik befriedigt.

      Ansonsten geht die FAQ auf der „Little Sun“-Webseite unter „Production“ (ganz unten) unter: „Why is Little Sun made with plastic? Wouldn’t another material be more sustainable?“ und „What kind of plastic and other materials is Little Sun made from?“ ein, aber das hast du bestimmt gelesen (?).

      Für ein globales Projekt reichte mir das, für einen angedachten Vertrieb nur in Europa wäre es mir auch nicht genug gewesen.

      Liebe Grüße und danke für deinen Einwand, Christiane

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  3. Nein, ich hatte die etwas versteckte FAQ nicht gelesen, aber jetzt. Dann musste ich erst mal gucken, was für ein Kunststoff ABS ist. Schön, dass er aus Recyclingmaterial hergestellt wird und Weichmacher enthält er auch nicht. Das ist schon mal gut falls Kinder so etwas in den Mund nehmen.
    Nur bei der Produktion … da wird stark mit giftigen Materialien gearbeitet, s. folgendes pdf:

    Klicke, um auf greenpeace_Giftigkeit-von-kunststoffen.pdf zuzugreifen

    Tja, es ist nicht so einfach und ich bin natürlich auch nicht für Kunststoffverweigerung um jeden Preis. Man entkommt ihm sowieso nicht: Kühlschrank (mit Weichmacher) etc.

    LG, Ingrid

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    • Hört sich auch nach einer interessanten Idee an. Frage mich, wie und ob das in Dritte-Welt-Ländern einsetzbar ist, in Hütten, die normalerweise ohne Fenster gebaut werden …
      (Ich frage mich: was ist das für eine Vorstellung von „Haus“, die kein Fenster hat? Muss sehr anders sein als bei uns.)

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        • Wie kann es? Das ist, wenn, eine ganz andere Auffassung von Haus. Braucht man kein (natürliches) Licht innen? Dann sind die Türöffnungen sehr groß, und es ist vermutlich sehr warm. Wenn es nicht warm ist, käme durch Fenster zusätzlich Kälte, wenn ich mal davon ausgehe, dass Glasfenster keine Option sind. Aber auch dann braucht man Licht.
          Hm. Ich merke gerade, dass ich mich an der Definition von „Haus“ aufhänge.
          Okay, ich schwenke zu „Hütte“ über. „Hütte“ ist alles, und wesentlich provisorischer. Aber da würde ich dann auch keine Solarzelle als Fenster einbauen, nicht mal gedanklich.

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    • Ja, ich finde auch, dass das nach einer runden Sache klingt. Du hast in Berlin die meisten Möglichkeiten überhaupt, die kleinen Sonnen irgendwo vor Ort zu kaufen, hast du vielleicht gesehen. (?)
      Liebe Grüße, Christiane

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