Den Krieg Krieg sein lassen

Manchmal gibt es Lieder, die kommen einfach im richtigen Moment vorbei. Gestern bin ich wieder einmal auf die großartige Playing for Change-Bewegung gestoßen, die ich allen, die sie noch nicht kennen, sehr ans Herz legen möchte. Zwei Sachen habe ich heute:

Down by the riverside (Text hier), dieser alte Gospelklassiker, den es in so vielen überaus unterschiedlichen Versionen gibt, mit dem wunderbaren Grandpa Elliott:

I gonna lay down my sword and shield | Down by the riverside, | Study war no more
(Ich lege Schwert und Schild ab | unten am Fluss | kümmere mich nicht mehr um den Krieg)

und Gimme Shelter (ja, die Stones, Text hier). Playing for Change schreibt dazu (Text unter dem Video): „This song expresses the urgency we all face to unite together as a planet and offers us wisdom with the words, „War, children, it’s just a shot away… Love, sister, it’s just a kiss away“. It really is that simple. We dedicate this song to all the lost, homeless and forgotten people in this world. It is in the shelter of each other that the people live.“
(Dieses Lied drückt die Dringlichkeit aus, vor der wir alle stehen, als ein Planet eins zu werden und bietet uns in [seinen] Worten: „Krieg, Kinder, ist nur ein Schuss weit weg … Liebe, Schwester, ist nur ein Kuss weit weg“ Weisheit an. Es ist wirklich so einfach. Wir widmen dieses Lied allen verlorenen, heimatlosen und vergessenen Menschen dieser Welt. Menschen leben im gegenseitigen Schutz durch einander.)

21 Kommentare zu “Den Krieg Krieg sein lassen

  1. Liebe Christiane,

    Auf diese Serie bin ich durch Zufall gestoßen und war begeistert von den Menschen und ihrer Art der Musikvermittlung . Sie tut gut Deine Ablenkung auf gute Dinge, die es eben auch gibt.
    Gimme Shelter kannte ich in dieser Version noch nicht.

    Hab Dank für diese wundervolle Idee und ja: „Menschen leben im gegenseitigen Schutz durch einander“

    sei herzlich in Deinen Tag gegrüßt
    Karin

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    • Liebe Karin,
      ich finde meine Übersetzung zwar etwas holperig, aber ja, ein toller Satz, das fand ich auch. Kommt im Video vor und wird dort als „irisches Sprichwort“ betitelt. Nun.
      Freut mich, dass dir die Stücke gefallen. Ich bin ja verzaubert von der Präsenz von Grandpa Elliott …
      Liebe Grüße, Christiane

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  2. Leider wird nur Krieg den Krieg beenden. Die USA sind bereits auf dem Weg. Was bleibt ist der Krieg gegen die Menschlichkeit, den unter anderem die Weltbank unterstützt.

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    • Dass die Menschheit in Respekt und in Nächstenliebe zusammensteht, erscheint auch mir unwahrscheinlich. Was nicht heißt, dass ich mir nicht andere Zustände wünschen kann.

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      • Ohne Krieg, ohne Elend, gäbe es noch weitaus mehr Probleme auf der Welt. Das klingt vielleicht zynisch, ist es aber nicht. Die begrenzten Ressourcen müssen (um)verteilt werden, um eine Minderheit 1. satt zu bekommen und 2. deren Wohlstand zu sichern. Der Garten Eden existiert nur in schönen Büchern. Selbst dort gab es bekanntlich Schlangen. Du erinnerst dich?

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        • Du beschreibst das System, wie es zurzeit funktioniert. Ich halte Auseinandersetzungen/Kriege nicht für unvermeidbar, das zeigt die Geschichte, bin über die globale Dimension aber einigermaßen erschrocken.
          Und wünschen, dass es anders ist, kann ich mir allemal. Ganz ohne Schlange.

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        • Wenn wir (die Mächtigen der Welt) Kriege vermeiden wollen, so müssen sehr viele Dinge verändert werden. Aber Krieg ist auch ein Geschäft. Waffen bringen Geld. Gutes Geld, schnelles Geld. Auch das ist eine Art zynische BWL.

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