Über das Innerste der Erde

Das Innerste der Erde ist fest. Das weiß man, seit eine Dänin namens Inge Lehmann das 1936 bewiesen hat. Genauer gesagt, die Erde hat einen festen Mittelpunkt, den inneren Erdkern. Darüber liegt der äußere Erdkern (flüssig), der recht fette Erdmantel, eine schmale Übergangszone (Asthenosphäre) und die vergleichsweise hauchdünne, nur wenige Kilometer dicke, Erdkruste. Hier gibt es eine Grafik dazu. Die tieferen Schichten der Erde jedoch lassen sich nur mit mithilfe von seismischen Wellen untersuchen, Bohrungen sind derartig tief nicht durchführbar. Das heißt, irgendwie ist/war alles, noch dazu in Zeiten, bevor es Computer gab, Datensammeln mit unterschiedlichsten Möglichkeiten und Interpretation. Ziemlich viel mühselige Kleinarbeit. Soweit der Nachhilfeunterricht für mich, danke, setzen.

Das ist nicht das, was mich vordringlich umtreibt, ich gebe es ja zu. Aber Herr G., die Suchmaschine, macht heute wieder mal auf eine Frau aufmerksam, nämlich auf besagte Inge Lehmann, heute vor 127 Jahren in Kopenhagen geboren, Geodätin und Seismologin, sie wurde 104 (!!!) Jahre alt und hat, wissenschaftlich gesehen, Ungewöhnliches und Herausragendes geleistet. Hier kann man mehr über sie lesen, und hier ist eine sehr ausführliche Würdigung (englisch) eines Kollegen, Professor Bruce Bolt an der University of California, Berkeley.

Außerdem hat man einen Asteroiden nach ihr benannt: (5632) Ingelehmann. Ich gehöre auch zu den Leuten, denen man einen Stern schenken könnte, ich würde das romantisch finden 🙂

Gefühlt hört man, gerade in den Wissenschaften, immer nur von Männern. Daher möchte ich das Bewusstsein dafür und das Wissen darum unterstützen, dass viele Frauen wissenschaftlich arbeiten und gearbeitet haben, dass viele Frauen für ihre Interessen, ihre Begabungen und auch für ihre Träume brennen und gebrannt haben. Selbst wenn es sich um … Erdbeben … handelt.

 

Lava auf Hawaii – 365tgeasatzadayQuelle: Pixabay

 

14 Kommentare zu “Über das Innerste der Erde

  1. Dankeschön, liebe Christiane, für diesen interessanten Bericht!
    Ich hatte mich schon beim Google-Aufruf gewundert, was es mit der Inge Lehmann so auf sich hat(te) und mich informiert…
    und nun noch dein toller Post…klasse!

    Liebe Abendgrüße
    vom Lu

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    • Weißt du, man interessiert sich (ich interessiere mich) für zu wenig von dem, was jenseits vom Tellerrand ist, denke ich manchmal.
      So nehme ich die Doodles gern als Anlass, mich mal anderswo umzuschauen.
      Danke fürs Mögen!
      Liebe Grüße, Christiane

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  2. und nicht nur sie ist eine vergessene Wissenschaftlerin, liebe Christiane. So viele gibt es. Die Männer sind bekannt, die Ehefrauen weniger, obwohl sie Gedanken lieferten, Ergebnisse fanden, die z.B. auch zu einem Nobelpreis führten, wie bei Albert Einstein.

    (Bei Malerinnen ist es ähnlich, die ebenso talentierten Ehefrauen traten zurück, wenn die Ehemänner es forderten oder es ihnen geschickt nahelegten.)

    Marie Curie ist eine wundervolle Ausnahme

    Liebe Grüße in die Nacht von Bruni

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    • Ich weiß, Bruni. Rollenvorstellungen undsoweiter. Und eine musste sich ja um die Kinder kümmern … wie privilegiert sind wir, dass wir keine Kinder mehr haben MÜSSEN, um im Alter überleben zu können.
      Ansonsten, immer dran denken: Hinter fast jeder begabten Frau schläft eine ziemlich schlaue Katze. 🙂

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  3. Oh ja, es gibt großartige Frauen, auch im Kunstbereich. Und meist mussen sie kämpfen in dieser Männerwelt und bekamen nicht die Anerkennung, die ihnen zusteht. Gut, wenn man heutzutage noch ab und zu an diese bewundernswerten Frauen erinnert wird.

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