Schmöker, Krimi, Sachbuch

Was lest ihr gerade? Wenn ihr wie ich seid, was ich fast annehme, dann lest ihr mehr als ein Buch gleichzeitig. Also schlage ich folgendes Vorgehen vor:

1. Schnappt euch drei Bücher, die ihr gerade lest, schlagt sie auf Seite 135 auf, zählt den 9. vollständigen Satz ab und postet den 9., 10. und 11. Satz.
2. Nennt Autor und Titel.
3. Sagt zwei, drei Sätze zu diesem Buch, ob ihr es (bisher) mögt, ob ihr es weiterempfehlen würdet.

Und wenn ihr die Idee (so neu ist sie nicht) als Stöckchen weiterwerfen wollt, bitte, gern!

 

Los? Los! Hier sind meine aktuellen drei Bücher:

  1. „Ich hatte an jenem Nachmittag in einem Buch über Platon eine Passage über das Göttliche gelesen, und zwar daß die alten Griechen in Augenblicken furchterregenden Unheils oder unbändiger Freude, wenn alles im Leben plötzlich blendend aufscheint in einem fast unerträglichen Licht, das Empfinden von etwas Göttlichem, unkontrollierbar Übermächtigem haben und das dann als ‚der Gott‘ oder ‚ein Gott‘ bezeichnen, also im Singular. Gemeint ist nicht der unsrige, der ohne Artikel. Handelt es sich um Liebe, so ist es Aphrodite, hat es mit Kampf und Krieg zu tun, dann Ares.“
  2. Cees Noteboom, Briefe an Poseidon
  3. Mein erster Noteboom, und ich bin insgesamt sehr angetan von seiner Art zu schreiben, die Welt zu durchwandern und von den Sprachbildern, die er malt. Von Göttern, denke ich, versteht er allerdings wenig.

 


 

  1. „Sie sahen ihm bei der Arbeit zu, blieben ihm dicht auf den Fersen, sahen entzückt und verwundert, wie Steine unter seinen Händen erwuchsen, die vorher nicht dagewesen waren. Am späten Nachmittag, als er sein schweißnasses Gesicht gegen die Steine eines Torbogens drückte, spürte er die Berührung einer fremden Kraft. Er schloß die Augen und durchwanderte eine Stille, die ihm wohlvertraut geworden war.“
  2. Patricia A. McKillip, Erdzauber – Harfner im Wind
  3. Einer meiner Dauerbrenner, dieses Buch, geliebt, geliebt, geliebt. Wer High Fantasy mag, in der es keine Elfen und Zwerge geben und wo nicht andauernd gestorben werden muss, entdeckt mit dieser ganz eigenen Autorin eine sehr zauberhafte Welt und eine wunderbare Stimme. „Erdzauber“ ist eines ihrer Frühwerke (Ende der 70er), und ich würde Fantasylesern fast alles von ihr empfehlen.

 


 

  1. „Das gibt ihm zu denken. Denn in Wahrheit verhält es sich bei Hermann Hesse genau gegenteilig zu den Vorwürfen der Mutter. Er steckt, ebenso wie Helene Voigt, bevor sie Eugen Diederichs traf, fest im Panzer seiner Jungfräulichkeit, einer verordneten Leibfeindlichkeit.“
  2. Gunnar Decker, Hesse – Der Wanderer und sein Schatten, Biographie
  3. Mich hat Hesse beeinflusst, als ich ihn las, und ich habe ihn viel und oft gelesen, auch Materialien etc. Aber dann wurde anderes wichtiger; eine komplette Biographie über diesen besonderen Mann war bisher noch nicht dabei. Ich bin noch nicht sonderlich weit, aber es scheint mir, als hätte ich mit dieser hier einen sehr guten Griff getan.

 

Herz für Bücher – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

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25 Kommentare zu “Schmöker, Krimi, Sachbuch

  1. Hat dies auf Red Skies over Paradise rebloggt und kommentierte:
    »»Dieser Schlappschwanz hat mich im Stich gelassen. Er ging nach Towerhill, um dort die neue Puritan-Filiale zu leiten … Sie sprachen eben im Plural?««

    John Brunner, Schafe blicken auf

    Dieses Buch verfolgt mich nunmehr seit 30 Jahren. 1982 das erste Mal gelesen. Nachdem ich mich anfänglich an den Stil des Buches gewöhnt hatte, las ich es dann in einer Nacht der Nachtwache als Wehrpflichtiger der Bundeswehr in einem Rutsch aus. Dieses Buch erzeugt einen Sog, dass es einen immer schneller, sozusagen strudelartig, lesen lässt. Anfang der 1970er Jahre geschrieben, nimmt dieses Buch so viel vorweg, was sich heute in Amerika und der Welt abspielt. Der Autor irrte sich zwar (noch?) in den Gründen der Ereignisse, vornehmlich in den USA, die Schafe in England aufblicken lassen werden, aber erschreckenderweise scheinen Gründe kaum eine Rolle für die Folgen zu spielen. Sie treten ein. Ein Buch, das jede*r gelesen haben sollte.

    … | … … | … … | … … | …

    »GvB: Ich weiß, dass Sie sich ein preußisches Herrenhaus nach Oberbayern gesetzt haben, dass Sie zwei Möpse haben oder hatten. Leben die noch? Loriot: Die ersten beiden nicht mehr.«

    Gero von Boehm, Begegnungen – Menschenbilder aus drei Jahrzehnten

    Einer der besten Interviewer, Gero von Boehm, hat hier Interviews der letzten 30 Jahre veröffentlicht. Chronologisch. Es ist eine atemberaubende Zeitreise geworden und diese Reise lässt einen Prominente und Berühmte, sehr oft bereits Verstorbene, begegnen und diese Begegnungen können die Augen für bislang Verschlossenes öffnen. Das Buch gibt viele Anregungen Dinge anders zu sehen und birgt die Chance, das Denken die Richtung wechseln zu lassen. Sehr empfehlenswert.

    … | … … | … … | … … | …

    »Die bedrohliche Situation gehört zum »Tatort« im Ersten, jetzt sehe ich im Zweiten einen Tierfilm, die Angst hatte nichts mit mir zu tun, nur mit einem Film. Das ist eine Form der Abspaltung, die nicht dazu führen kann, dauerhaft Ängste jener Frau zu beseitigen. Eine Scheinbewältigung, die langfristig gesehen zu einer ständig wachsenden Verunsicherung führt, was die eigenen Bewältigungsfähigkeiten betrifft.«

    Georg Piper – Überleben oder Scheitern – Die Kunst, in Krisen bestehen und daran zu wachsen

    Da ich in diesem Buch noch keinen großen Lesefortschritt gemacht habe, zitiere ich den Klappentext:
    »Jeden kann es treffen, aus heiterem Himmel: eine Kündigung, ein Unfall, der Verlust eines geliebten Menschen, eine schwere Krankheit. Wie geht das Leben nach einem solchen Schicksalsschlag weiter? Der Mensch ist zum Überleben geboren, davon ist der Psychologe und Experte für Krisenintervention, Georg Pieper, überzeugt. Wir haben gleichsam eine Art Überlebensfaktor in uns, eine Reihe von ureigenen Schutzmechanismen, die uns helfen, sogar das Schlimmste zu überstehen. Pieper, der seit 20 Jahren Angehörige und Opfer von Katastrophen wie dem Grubenunglück in Borken, dem ICE-Unglück in Eschede oder dem Amoklauf in Erfurt therapiert, zeigt anhand seiner eindringlichsten Fälle, welche physischen und psychischen Überlebensmechanismen in und nach Extremsituationen greifen und wie wir besser mit persönlichen Krisen und Lebensängsten umgehen können.«
    Angesichts der aktuellen Katastrophen und der noch schlimmer zu erwartenden, verspreche ich mir nach dem Lesen des Buches mehr Gelassenheit und Distanz zu den globalen und persönlichen Katastrophen des Lebens.

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    • Wow, das ist klasse! Und es scheint genau das einzutreten, was ich mir still erhofft hatte: Lesetipps …
      Zumindest Gero von Boehm (über den wir schon mal sprachen) kommt auf meine Leseliste, ich danke dir fürs Erinnern!
      Und danke fürs Rebloggen! 🙂

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  2. Hat dies auf Der kleine Philosoph rebloggt und kommentierte:
    „Ein normaler Spielfilm wird etwa im Verhältnis zehn zu eins (oder mehr) gedreht, dass heißt zehn Meter belichtetes Material für jeden schließlich verwendeten Meter. Die Technik des Filmschnitts vereinfacht sich im starken Maße, wenn die Aufnahmen digitalisiert vorliegen. CBS hat Mitte der Siebziger Jahre das erste computerisierte Schneidesystem eingeführt.“

    – James Monaco: Film verstehen + langer Untertitel 😀

    Ja, diese 3 Sätze klangen wahrscheinlich total langweilig und dieses Buch mag auch für viele, wenn nicht die Meisten, langweilig sein, aber ich finde es einfach super interessant, da ich mich unglaublich für Film/Fernsehen interessiere. Also, wer Film(e) cool findet: Ab in den Buchladen und dieses Standardwerk besorgen 😉

    „In diesem Fall, antwortete ich, werde ich leider keine Zeit finden, um bei Ihnen Vorträge zu halten. Innerhalb weniger Tage informierte man mich, dass alles meinen Wünschen gerecht eingerichtet worden war. Und so fuhren wir an einem wundervollen klaren Abend den Berg zum Observatorium hinauf.“

    – Jack Kornfield: Das weise Herz

    Ich glaube, noch nie hat es ein Autor geschafft, die buddhistische Psychologie so gut einem westlichen Publikum nahe zu bringen. Und dafür bin ich sehr dankbar. Den dieses wunderbare Buch zeigt, wie man in unserer hektischen Welt ruhiger und achtsamer wird, seinen Zorn bekämpft und Liebe für all die wunderbaren Geschöpfe auf unserer schönen Erde zeigt.

    „Wenn wir etwas erkennen, dann ordnen wir die Dinge in verschiedenen Gruppen oder Kategorien ein. Ich sehe ein Pferd, dann sehe ich noch ein Pferd – und noch eins. Die Pferde sind nicht ganz gleich, aber es gibt etwas, das allen Pferden gemeinsam ist und das, was allen Pferden gemeinsam ist, ist die „Form“ des Pferdes.“

    – Jostein Gaarder: Sofies Welt

    Ein Buch, das ganz wunderbar und leicht, die Geschichte und Theorien der Philosophie erklärt und das alles in eine innovative und interessante Geschichte verpackt. Ein Muss für alle Philosophiefans, die nicht nur trockene Fachliteratur im Regal stehen haben wollen.

    Vielen Dank an „Jeden Tag, ein Zitat, Gedanke oder Bild“ für diese wunderbare Idee.

    PS: Beim Schreiben fiel mir auf, dass bei James Monacos Buch in den 3 Sätzen 2 kleine Rechtschreibfehler waren, zum Beispiel wurde „das“, anstatt „dass“ geschrieben. Nananna 😛

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    • Hey, Chris, danke für deine Bücher! Und danke fürs Rebloggen! Und willkommen auf meinem Blog! 🙂
      Falsche Rechtschreibung kann ein Problem sein, manchmal wird ein Buch gar nicht oder schlampig Korrektur gelesen, mich ärgert das auch schon mal. Kommt bisschen auf den Verlag an. Und dann haben wir ja auch noch diese verdammte Rechtschreibreform, da können Bücher, die vorher bzw. währenddessen erschienen sind, schon mal Macken haben. Von wann ist deine Ausgabe, und/oder wann ist das Original erschienen?
      Allerdings muss es bei „gedreht, dass heißt zehn Meter belichtetes Material“ eigentlich „gedreht, das heißt, zehn …“ heißen. Ich würde eventuell über das Komma diskutieren, nicht aber über das einfache -s.
      (Nichts für ungut, ja?)
      Liebe Grüße, Christiane 😉

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  3. Eine schöne Idee, Christiane, da schnapp ich mir doch mal drei Bücher. Ich gehöre zu denen, die immer gerne ein Buch lesen, nicht drei gleichzeitig. Da es neben einem Roman jedoch meist auch ein Fachbuch gibt und irgendetwas Kleines zum Stöbern, komme ich auch auf aktuelle drei Bücher.

    „Voll aufgedreht, ging es im Slalom zwischen den weißen Streifen hindurch, Friday I`m in Love von Cure als Hymnus – sorry, ich drehe die Lautstärke etwas runter – an dieses wunderschöne Wochenende, Commom People von Pulp, die uns mehr Englisch beigebracht hatten als alles Lehrer zusammen. Eine fantastische Version von I Will Survive (Musica Nuda) und eine andere, ziemlich rauhe, von Funny Valentine (Angela Mc Cluskey). Von derselben ein Don`t Explain, das noch dem größten Schürzenjäger die Tränen in die Augen treiben würde.

    aus: Ein geschenkter Tag von Anna Gavalda.

    Die Autorin wird den meisten bekannt sein von ihrem Buch „Zusammen ist man weniger allein.“ In dem kleinen Buch „Ein geschenkter Tag“ lässt sie Geschwister einen wunderbaren Sommertag miteinander erleben. Die Geschwister sind auf dem Weg zu einer Hochzeit und entscheiden spontan, dort nicht aufzukreuzen, sondern sich diesen Tag zu schenken. In ihrem Buch schwingt viel Heiterkeit mit. Es ist ein dünnes Buch und wird bald ausgelesen sein, doch der feine Zauber und die Lust auf geschenkte Tage wird bleiben.

    ***************************************
    (In dem folgenden Buch stehen keine 11 Sätze pro Seite, deshalb wähle ich den 3., 4. und 5. Satz.)
    Die Vorfreude, dass da eventuell was gehen könnte, heute Abend.
    Unersättliche Gier nach elektronischen Liebesbotschaften.
    Die Befriedigung über den ersten Sonnenbrand des Jahres.

    aus: 1000 Gefühle für die es keinen Namen gibt von Mario Giordano.

    Bezauberndes Buch zum Immer-wieder-mal-reinblättern. Wie der Titel verrät, tauchen hier alle möglichen Gefühle auf, die bisher keinen Namen hatten. Eine poetische Sammlung der Gefühle. Sehr fein und weckt zudem die Lust, weitere Gefühle zu erfinden und ihnen einen Namen zu schenken.

    ***************************************

    Am Ende des Abends bieten die beiden Intendanten Morgenstern und Rühmann um eine Gabe in selbst gewählter Höhe: „Und wenn Sie jetzt einen Beitrag vor Ihrem inneren Auge stehen sehen, dann legen Sie doch bitte noch mal das Gleich drauf.“ Am Ausgang sammelt eine Mitarbeiterin das Geld ein. Manche geben viel, andere stehlen sich so hinaus.

    aus: Glücksökonomie, Wer teilt hat mehr vom Leben von Annette Jensen und Ute Scheub.

    Ein gutes Buch, das interessante Menschen und Projekte nahe bringt, die Lebenszufriedenheit im Fokus stellen. Ich bin erst am Anfang des Buches und freue mich auf die weiteren Seiten. Ein inspirierendes Buch, das zeigt, nicht Geld und Eigentum fördern das Glücksempfinden, sondern Teilen und Teilhaben.

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    • „Glücksökonomie“ ist ja mal ein interessanter Titel. Mir sind all diese Bücher über das Glück reichlich fremd, wie ich festgestellt habe, oder aber einfach: nicht mein Thema.
      Danke auch für Gavalda, von der ich tatsächlich nur „Zusammen ist man weniger allein“ kenne (Buch, nicht Film), was ich allerdings sehr mochte.
      Liebe Grüße
      Christiane

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      • Es gibt eine Menge Bücher zur Glücksthematik, einiges erscheint mir als flacher Ratgeber oder rosaroter Wölkchen Blickwinkel, gerade bei der Thematik gibt leider es eine große Bandbreite. Doch es gibt viele andere sehr gute Bücher hierzu, die fundiert sind und großartige Ansätze in sich tragen.
        Von Anna Gavalda habe ich nach „Zusammen ist man weniger allein“ weitere Bücher gelesen, die mir gefielen.
        Einen schönen Tag dir, ob mit oder ohne Bücher (vermutlich mit).

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        • Wie schön, du kennst dich anscheinend aus! Dann sag doch mal, was an „Glücksbüchern“ du empfehlen würdest … das Thema taucht immer wieder mal auf, ich bin nicht drin und ich wäre dir echt dankbar.
          Mein Tag wird Bücher haben, ja. 🙂
          Dir einen schönen Samstag!
          Liebe Grüße, Christiane

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        • Gerne, Christiane. Hier kommen meine Empfehlungen zur Thematik Glück. Die Bücher haben alle einen etwas anderen Schwerpunkt. Ich denke, wenn du dich näher interessierst, wirst du recherchieren oder frag gerne nochmal nach. 🙂

          Csikszentmihalyi Mihaly – Lebe gut! Wie Sie das Beste aus ihrem Leben machen
          Csikszentmihalyi Mihaly – Flow: Das Geheimnis des Glücks
          Hüther Gerald – Was wir sind und was wir sein könnten, Ein neurobiologischer Muntermacher
          Seligmann Martin E.P.- Der Glücks- Faktor, Warum Optimisten länger leben
          Seligmann Martin- Flourish, Wie Menschen aufblühen, Die positive Psychologie des gelingenden Lebens
          Schmidt Wilhelm- Glück; Alles, was sie darüber wissen müssen, und warum es nicht das Wichtigste im Leben ist
          Florian Langenscheidt – Langenscheidts Handbuch zum Glück
          Titus Müller – Glück hat tausend Farben
          Ricard Matthieu – Glück

          Bei den folgenden Büchern liegt der Fokus auf Glück und Schule bzw. auf Pädagogik:
          Burow Olaf-Axel- Positive Psychologie, Sieben Wege zu Lernfreude und Schulglück
          Fritz-Schubert Ernst – Schulfach Glück, Wie ein neues Fach die Schule verändert
          Fritz-Schubert Ernst – Glück kann man lernen, Was Kinder stark fürs Leben macht
          Fritz-Schubert Ernst – Dem Glück auf die Sprünge helfen, Das Geheimnis der Lebensfreude

          Gefällt 3 Personen

        • Kleines Glück: die zusammengerollte Katze im Schlaf schmatzen zu hören. 🙂
          Davon kenne ich den Langenscheidt und Herrn Schmid, Hüther habe ich in anderem Zusammenhang schon mal gehört, und den Herrn mit dem Flow auch ….
          Vielen Dank für deine Mühe und diese sehr ausführliche Liste!
          Schönen Samstag dir
          Christiane

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        • Schönes kleines Glück da neben dir 🙂
          Berufsbedingt habe ich natürlich Literaturlisten zur Thematik, insofern ist das schnell und gerne zusammen gestellt.
          Dir auch einen schönen Samstag mit dem Wahrnehmen der Glücksmomente!

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  4. Ja, eine schöne Idee, sage ich auch und wie heimelig fühlt es sich an, bei Dir die Patricia McKillip zu finden mit dem Erdzauber und bei Chris Jostein Gaarder mit Sofies Welt, denn beide eindeutig Lieblinge von mir.
    I
    Ich lese im Moment eines, das viele kennen *g*
    „Die Frau des Zeitreisenden“
    *Dann gehen wir langsam die Treppe hinunter und zur Haustür hinaus. Auf der Einfahrt wende ich mich zu Grandma: „Wohin möchtest du?“
    „Gehen wir zum Obstgarten“, sagt sie.

    Zuerst war ich etwas verwirrt, aber dann hatte ich mich eingelesen und ich freute mich auf jede Begegnung der beiden. Nun habe ich etwa die Hälfte gelesen und ich mag Henry sehr, aber Clare noch mehr *lächel*

    ****************************************************************************
    Dann liegt da geduldig der 2. Band von Ralf Isaus Kreis der Dämmerung „Der Wahrheitsfinder“ u. wartet ab, bis ich endlich beginne, in ihm zu lesen, aber ich warte aus einem wichtigen Grunde noch ab damit… 🙂
    Nun tue ich es hier und dann gleich auf Seite 135 und ich merke schon, wie er mich in seinen Bann zieht…
    * „Aus dir wäre enmal ein prächtiger Mensch geworden“, sagte David zärtlich zu dem reglosen Kind. “ Ich weiß nicht, ob es dich tröstet, aber derjenige, der dir das angetan hat, lebt nicht mehr.
    Ich wünschte, wir könnten die Uhr noch einmal um vier Stunden zurückdrehen, mein Kleiner, dann…“ *

    ***************************************************************************
    Das driitte Buch, in dem ich immer wieder lese, kann bei mir nur ein Gedichtband sein. Wundervolle und nicht sehr romantische Gedichte der größen Lyrikerin Polens, Wislawa Szymborska.
    Ein Büchlein, das nur 75 Seiten hat „Auf Wiedersehn. Bis morgen.“ und ich suche mir aus einem bestimmten und gleich erkennbaren Grunde die Seite 22 aus und nehme die ersten vier Sätze, weil ich es nicht über´s Herz bringe, mit dem ditten Satz schon aufzuhören *lächel*

    „Sterben – das tut man einer Katze nicht an.
    Denn was soll die Katze in der leeren Wohnung.“
    [Rest des Zitats entfernt nach Absprache mit Bruni.]

    Liebe Grüße zum Tagesabschluß von Bruni

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    • Liebe Bruni,
      vielen lieben Dank für deine Bücher und natürlich auch für den Anfang des Katzengedichtes, das ich mir sofort in Gänze gesucht habe und hier verlinken möchte, weil es so unglaublich schön ist. Wisława Szymborska hat ja sogar den Nobelpreis bekommen! Wie wenig ich doch weiß.
      Ich habe allerdings Bedenken, ob man es aus Copyright-Gründen sogar in diesem Umfang zitieren darf (ich mache mir bei Buchrezensionen wenig Gedanken, weiß aber, dass das bei Gedichten anders gesehen wird). Ich würde dein Zitat gern auf die beiden ersten Sätze kürzen, Bruni, darf ich, oder sprichst du dann nicht mehr mit mir?
      Liebe Morgengrüße bei trübem Himmel
      Christiane

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      • *lach*, tue es, liebe Christiane. Es ist das einfachste…
        In ihrem Fall wären es die Erben, die monieren könnten, und da sie keine Kinderchen hatte, so viel ich weiß, würde es höchst schwierig…
        Oh ja, sie ist eine Nobelpreisträgerin und wie sehr hatte sie es verdient! Ich kam vor Jahren auf sie durch das Katzengedicht, es hing ausgeschnitten aus einer Zeitung unter einem Magnet lange meist unbeachtet am Kühlschrank, bis ich aus irgendeinem Grunde mal auf die Suche nach dieser Szymborska (diese Form ist eine Liebkosung ihres Namens) ging und siehe da. Sie wurde eine überaus wertvolle Fundgrube für mich

        LG von mir, noch ist der Himmel graubläulich u. die Sonne scheint

        Gefällt 2 Personen

  5. Hat dies auf inerlime rebloggt und kommentierte:
    „Man kann hiernach verstehen, dass bei zwanghaften Persönlichkeiten der Zweifel in allen möglichen Varianten eine große Rolle spielt. Er ist ein Schutz vor gefährlicher Spontaneität, vor dem Sich-zu-etwas-hinreißen-Lassen, was man bereuen müsste. So kann sich das Zweifeln mehr und mehr verabsolutieren, zum Selbstzweck und damit zum Ersatz für lebendiges Tun werden.

    Grundformen der Angst
    Eine tiefenpsychologische Studie
    Fritz Riemann

    Das Buch (ein Klassiker) befasst sich mit dem Grundwesen Angst und betrachte sie jeweils im Aspekt der schizoiden, der depressiven, der zwanghaften und der hysterischen Persönlichkeit. Inmitten jeder Zeile spürt man die starke Sympathie des Autors zum Wesen Mensch, in wunderbar neutraler, wertfreier und zugleich empathischer Weise erlebt man als Leser die Aspekte, kann jeden durch die Beschreibung nachvollziehen, erkennt eigene Anteile und vermag die der Anderen eher anerkennen. Ich mag es. Ich würde es empfehlen.
    —————–
    Ich hasse mich!
    Selbstakzeptanz und Selbstwertgefühl fördern
    Die sechsjährige Chloe rannte vom Spielplatz und versteckte sich im Gebüsch. Sie hasste sich selber, weil sie keine Freunde fand.

    Innere Starkmacher
    Wie Kinder Angst und Stress in Freude und Selbstvertrauen verwandeln
    Charlotte Reznick

    Das Buch lese ich, weil ich an die Kraft innerer Bilder glaube und fest davon überzeugt bin, dass man damit Befinden, Geschehnisse und Situationen bessern kann. In dem Buch werden 9 Techniken vermittelt, wie man Kindern den Zugang dazu vermittelt und ihnen damit ein wirksames Werkzeug für das ganze Leben an die Hand gibt. Ich denke, sowas würde auch Erwachsenen gut tun. Ich mag die Idee, bin aber noch nicht sicher, ob sich die Techniken in der (angeblich leichten) Form an Kinder vermitteln lassen. Für alle, die mit Kindern zu tun haben auf jeden Fall interessant. Es kann auch für den Leser selbst Gutes bringen.

    ———
    Im Gegensatz zu denen, die Dir raten, mit geschlossenen Augen zu vergeben, lade ich Dich ein, mit weit geöffneten Augen zu vergeben, um deutlich zu sehen und bei Deinem Schuldiger Aspekte zu entdecken, die Dir bis dahin unbekannt waren.
    Den Schuldiger verstehen, schließt ein, ihn nicht mehr anzuklagen
    Die Demütigung und der Schmerz, den die Kränkung verursacht hat, beeinflussen die Wahrnehmung, die man von dem Schuldiger hat und können sie verfälschen.

    Vergeben lernen
    in zwölf Schritten
    Jean Monbourquette

    Fernab allen ‚Positiv Denken‘ und Vergeben leicht gemacht befasst sich dieses Buch mit echter Vergebung. Wer den Weg auf scih nehmen will um letztendlich sich selbst zu befreien, findet hier eine fundierte Anleitung. Würde ich nur jemandem empfehlen, der es ernst meinst mit der Änderung.

    Sehr schöne Idee, meinen Dank an Christiane!

    Gefällt 2 Personen

    • Das sind Zitate einer ganz anderen Art. Jedes einzelne deiner Bücher scheint mir nach diesen Zitaten wert, gelesen zu werden. Ich danke dir sehr, dass du dich beteiligt hast, und natürlich auch fürs Rebloggen!
      Liebe Grüße
      Christiane

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      • Dieses Riemann-Buch ist toll. Allerdings würde ich es weniger als Buch über Angst sehen, sondern über Menschentypen. Nach dem Lesen versteht man einiges besser. Allerdings reicht einmal lesen nicht. Ich hab’s da stehen und werde es bald wieder lesen. Es ist sehr erhellend, auch um sich selber besser kennenzulernen.

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  6. Teilnehmen kann ich leider nicht … das Buch, das ich gerade lese, hat auf dieser Seite eine Karte und auf der davor gerade mal neun Sätze. Aber viele der Sätze haben es in sich, denn der Autor Helmut Frangenberg hat ein Stadtwanderungsbuch mit vielen städtebaulich interessanten kritischen Anmerkungen geschrieben. Das interessiert natürlich nur Kölner.

    Den Schmid habe ich neulich entdeckt, ein Buch über Gelassenheit im Alter, auch nicht für jedermann und jederfrau interessant 😉 aber vielleicht seine anderen Bücher, die ich schon auf meine Liste gesetzt habe.

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Ja, eben. Und du so?

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