Unterwegs an der Elbe

Jeder kennt den Hamburger Hafen. Jeder? Na gut – aber es ist einer der Plätze, an die sowohl der Einheimische als auch der Tourist leicht kommt. Genauso wie flussabwärts, wo die ausgebaggerte und vertiefte und verbreiterte Elbe sich noch eine Stunde Richtung Nordsee wälzt und schon ganz schön maritim tut (siehe letztes Bild, die weißen Flecken in der Mitte im Dunst ganz hinten, das ist der Hamburger Hafen, allerdings stammt es nicht von diesem Jahr).

Wohin man normalerweise eher selten kommt, ist flussaufwärts, also hinter den Elbbrücken ins Land hinein Richtung Osten. Ich hatte in den Vier- und Marschlanden (alles noch Hamburger Stadtgebiet, wir sind nicht umsonst ein Bundesland) ein bisschen Zeit totzuschlagen und fuhr die Elbe mit der Kamera auf und ab. Unglaublich, wie ländlich der Fluss dort ist. Ich kenne den Rhein von früher, das fühlte sich plötzlich erheblich vergleichbarer an. Erinnert sich noch jemand an meinen Post mit den Anglern? Genau. Die Tour. Und ich habe noch längst nicht alles gesehen.

Hier also ein paar Ferienbilder aus meiner Stadt. (Anklicken macht größer.)

 

 

 

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Regenfrust

Es regnet und stürmt. Es ist kühl, die Temperaturen liegen aktuell bei 13 °C und sollen heute wohl nicht über 15 °C klettern. So ein Wetter kenn ich auch von Weihnachten :-/ Eine andere Bloggerin hat gestern Rumtopf angesetzt.

Was regst du dich eigentlich auf, frage ich mich, hast du irgendwas durch das Wetter auszustehen, außer dass der Fellträger missgelaunt mit nassen Füßen reinkommt? Nein, habe ich nicht, zugegeben, aber es ist doch SOMMER! 30. Juli! Ich brauche wirklich keine 35 °C, um mich wohlzufühlen, aber ich möchte vor die Tür gehen und oh, schön warm heute sagen!

Na schön. Ich habe einen offenen Brief an Petrus erwogen, aber mein Draht dorthin ist nicht der Beste, und wer weiß, was bei den ganzen Poststreiks so liegenbleibt. Dann habe ich mal geschaut, warum Petrus eigentlich für das Wetter zuständig ist (Urlaubsvertretung, falls Petrus überhaupt Urlaub hat, man muss sich ja informieren), und habe entdeckt, dass sich das eigentlich nur auf dieses Bibelwort gründet, dass Petrus die Schlüssel des Himmels übergeben wurden und er von daher entschied, was/wer reinkam und wer rausging, was man offensichtlich auch aufs Wetter bezog.

Ich finde das jetzt nicht so logisch, aber okay, das Christentum gab es nicht immer, hat man Petrus den Job also von irgendwelchen Göttern, die verdrängt wurden, untergeschoben? In der Tat, das besäße eine gewisse Logik, mensch möchte doch nicht auf seine Ansprechpartner für die alltäglichen Sorgen verzichten.

Bei den Germanen hatte Thor den Job des Wettermachens inne (wobei er, der klassische Donnergott, wohl mehr mit Gewitter/Regen assoziiert wurde, und obwohl wir davon gerade auch genug haben, geht es mir eigentlich nicht darum), die Römer, die in diesem Zusammenhang auch immer wieder genannt werden, hatten Janus. Das ist nun allerdings ein höchst interessanter Geselle, war er doch ein Gott allen Ursprungs, der Gott der Türen und Tore, des Anfangs und des Endes. Daher der Januskopf, er schaut in beide Richtungen, ein Gott der Dualität. „Auf […] Bildern hatte er in der Rechten einen Stab, in der Linken einen oder mehrere Schlüssel, als Symbol der Gewalt des Wächters der Himmelspforte, des Bewegers der Angeln des Weltalls, des Aufschließers und Zuschließers des Himmels, der Wolken, des Landes und des Meeres“ (Quelle: Wikipedia).
Wenn man nun also davon ausgeht, dass das Christentum mit seinen Vorstellungen im römisch geprägten Reich entstand, dann erscheint mir die teilweise Übertragung von Janus auf Petrus als ziemlich plausibel.

Also bitte ich den Öffner der Wege um ein wenig mehr sommerliche Wärme, wenn es denn ins große Wettergefüge passen möge. Über Sonne würde ich mich auch freuen.

Und weil es bei jedem Wetter gute Laune macht: Nehmt dies hier und freut euch mit dem verliebten Gene Kelly!

 

 

 

Ruhe und Frieden

Kennst du das, das Gefühl, dass du alles so satt hast, dass du denkst, wenn dir jetzt schon wieder so ein Vollpfosten dumm kommt, dass du dann nur noch schreist und mit allem wirfst, was bei dir rumsteht, um keinem den Schädel einzuschlagen, und dir scheißegal ist, dass du sowieso diejenige bist, die die Sauerei wieder wegmachen muss? Dieses Gefühl, dass heute alle den Kopf nur deswegen oben tragen, damit es in den Hals nicht reinregnet, aber ansonsten vergessen haben, was sie damit anfangen sollen? Erst Mittag und jede rote Ampel dein persönlicher Feind, heute sind wirklich nur Idioten unterwegs, und dann gerätst du auf der Fahrt durch die Stadt in einen Stau, das musste ja passieren, und heulst beinahe, weil alles, was du willst, ist deine Ruhe und deinen Frieden und Vorwärtskommen und Fertigwerden und kein locker-flockiges Dummgeschwätz aus dem Radio, kein Gegrinse aus der Angeberkarre neben dir, und, wenn es dann endlich doch weitergeht, erst recht keine quietschenden Reifen. Sollen die sich doch an der nächsten Laterne zerlegen, für die wäre ein Baum echt zu schade.

Oh Ruhe, Ruhe, himmlische Stille, könnt ihr nicht mal alle euren Kram erledigen, ohne dass man euch extra dafür an die Hand nehmen muss und mich einfach nur zufriedenlassen? Los jetzt, beeilt euch, ihr müsst euch nicht an der Kasse über das Gör von Jennifer-Jasmin die Mäuler zerreißen und die ganze Schlange aufhalten, ihr habt alle die Haare schön, Mädels, seht zu, dass ihr Land gewinnt, ich will es gar nicht wissen, kapiert ihr das denn nicht? Oh, wenn ich jetzt nicht bald einen Kaffee und was Süßes bekomme, dann rege ich mich richtig auf, und dann ist es bestimmt besser, wenn ihr nicht in meiner Nähe seid, es ist gesünder, ich garantier es euch.

„Luca? Weißt du, was mit der Chefin ist? Die sitzt draußen und raucht und guckt so komisch.“
„Bring ihr ihren Kaffee und sprich sie besser nicht an. Hast du ihre Schokobombe schon fertig?“

Er ist klug, mein Luca. Er muss mich nur ansehen, dann weiß er, was es geschlagen hat. Dass ich jetzt mein Lieblingseis brauche. Und einen doppelten Espresso. Und keine Fragen. Ich glaube, ich habe ihn im letzten Sommer ganz schön geschockt. Aber die Renovierung ist gut geworden. Und von der Versicherung würden wir auch nicht nochmal so viel Kohle bekommen. Ich seh die Fresse von dem Bullen immer noch: „Und das war in der Eisdiele?“ Junge, glaub mir, du willst es nicht wissen.

 


 

Auch ich bin bei Gedanken an Eisdielen, speziell die meiner Kindheit, eher weichgespült und gefräßig. Von daher versetzte mich Juttas Schreibanregung „Und das war in der Eisdiele?“ eher in ein gepflegtes Gähnen als in ein erwartungsfreudiges Oh ja.
Bis, ja, bis meinem Kopf jene Frau entstieg und ich entschied, dass es zu ihr passen würde, Chefin einer Eisdiele zu sein.

 

Schoko-Eisbecher – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

 

Lieder zum Dienstag

Letzte Runde der Wochentagslieder! Popcorn, heiße Würstchen … noch jemand ohne?

Heute fröne ich der heimlichen Liebe meiner Jugendzeit: Cat Stevens. Wer jemals miterlebt hat, wie auf einem Schulausflug ein ganzer Bus (die Jungs natürlich heimlich und augenverdrehend, war ja Mädchenkram) Cat Stevens in Dauerschleife mitsang, der weiß, was ich meine :-) Und ja, auch Cat Stevens hat ein Wochentagslied: Tuesday’s Dead! (Originaltext, Übersetzung)

 

Und dann musste ich mich zwischen den Stones mit Ruby Tuesday und … Mr. Stevie Wonder (yeah!) entscheiden, und dreimal dürft ihr raten, wen ich genommen habe … genau!

Stevie Wonder: Tuesday Heartbreak (Originaltext) von seinem Talking Book-Album (1972)

 

Groovt gut durch den Dienstag! Und hier, zum letzten Mal, der Verweis auf DIE LISTE!

 

Lieder zum Montag

Tell me why … I don’t like Mondays. Muss ich nicht fragen, ich weiß mich da in guter Gesellschaft. Und wenn ich dieses Lied nicht letzten Montag schon verbraten hätte, wäre es heute mit in meiner Auswahl, da könnt ihr ganz sicher sein.

Also, es ist unwiderruflich Montag, und selbst The Mamas and the Papas beklagen mit Monday, Monday in wohlgesetzten Worten (Originaltext, Übersetzung), dass der Abend nicht hält, was der Morgen versprach.

 

Karen Carpenter von The Carpenters schließlich hat das, was ich auch nur zu gut kenne: den Blues. Sie hat es an Rainy days and Mondays besonders (Originaltext).

Nothin‘ is really wrong, feelin‘ like I don’t belong | Walkin‘ around, some kind of lonely clown | Rainy days and Mondays always get me down.
(Nichts läuft wirklich falsch, ich fühle mich nur, als ob ich nicht dazugehöre | Laufe herum wie eine Art einsamer Clown | regnerische Tage und Montage machen mich immer fertig. (Meine Übersetzung))

 

Natürlich darf auch heute der Link zu DER LISTE nicht fehlen. Kommt gut und leicht in die Woche! :-)

 

 

Lieder zum Sonntag

Und? Was kommt? Wenn ihr mal auf DIE LISTE schaut … Lieder mit Sonntag im Titel sind echt Legion. Und alle, okay, ziemlich viele, sind FriedeFreudeEierkuchen oder Herz&Schmerz. Klar. Sonntag halt. Ich geb es zu, ich bin oft genug harmoniebedürftig, ich mag Lieder, die man mitsingen kann, aber manchmal ist mir alles zu nett … und zu unehrlich. Aber schließlich ist die Liste lang.

Also, hier ist dann U2 mit Sunday bloody Sunday (na klar, musste sein) (Originaltext, deutsche Übersetzung). Vielleicht immer noch ziemlich Mainstream, aber der Anlass war es nicht.

 

Dass der „Bloody Sunday“ ein historisches Vorbild in der neueren Geschichte hat, dürfte allgemein bekannt sein, Stichwort: Nordirlandkonflikt 1972. Wer das jetzt nochmal genauer nachlesen möchte, dem sei zum Einstieg der zugehörige Wikipedia-Artikel und dieser hier über Popsongs und ihre Hintergründe empfohlen.

 

Noch eins, mit seinem ehrwürdigen Alter von 50 Jahren immer noch höchst aktuell … oder doch nicht? … ist Franz Josef Degenhardt mit Deutscher Sonntag. Ich frage mich, ob sich die besungenen Strukturen nicht einfach nur ein modernes Mäntelchen umgehängt haben. Tante Pop fragt sich das auch … viel besser, als ich es könnte.

 

Habt dennoch einen schönen, je nach Geschmack ruhigen oder aufregenden Sonntag!

 

Lieder zum Samstag

Nachdem gestern jeder den Freitag geliebt hat, gehen wir nun in die Vollen und bereiten uns auf die Samstagnacht vor. Ich habe Cat Stevens (Another Saturday night) genauso übergangen wie Elton John (Saturday night’s alright for fighting) und mich auch nicht von Saturday Night Fever verlocken lassen.

Oh nein! Mein Herz gehört heute Tom Waits: (Looking For) The Heart Of Saturday Night (Original-Songtext), ein Lied von der gleichnamigen Platte, das als „Tribute to Jack Kerouac“ geschrieben wurde.

 

Erwähnenswert ist von dieser Platte auch noch ein zweiter Samstags-Song, The Ghosts Of Saturday Night (After Hours at Napoleone’s Pizza House), zu dem es einen langen Artikel auf songplaces.com (noch so eine Fundgrube) gibt.

 

Und schließlich noch ein quasi klassisches Schätzchen: Louis Jordan mit Saturday Night Fish Fry, eine Aufnahme von 1949, (ein Song, der auch sehr viele Interpreten gefunden hat). Hier gibt es noch ein paar Infos.

 

Last but not least der Link zu DER LISTE ;-)

 

Lieder zum Freitag

Nachdem mich für heute zwei Musikwünsche (auf unterschiedlichen Wegen) erreichten, kann ich es eigentlich ganz kurz machen …

The Cure mit Friday I’m in love in einer Acoustic Version …

 

… und für meine liebste Frankfurter Freundin die Easybeats mit Friday on my mind  von 1966. Meine Güte …

 

… und damit es so richtig ins Wochenende reinfetzt und die Harmonie nicht überhand nimmt, sind hier irisch, laut und schnell Flogging Molly mit Black Friday Rule … und schön die Lautsprecher aufdrehen!

 

Kommt gut ins Wochenende, in die Ferien oder wohin auch immer ihr möchtet! :-)

Für den Gesamtüberblick sei auch erneut auf die wunderbare Liste verwiesen, die gern ergänzt werden darf.

 

Lieder zum … die Liste zu den Wochentagen

Auch hier noch einmal meinen überschwänglichen Dank an Herrn Ärmel, der geschätzte 85 % zu dieser Liste beigesteuert hat. Kommentare bitte bei den aufrufenden Beiträgen, zu finden hier.

 

Montag:

Mark Almond: Monday Blues Song
Boomtown Rats: I don’t like mondays
Calexico: Maybe on Monday
The Carpenters: Rainy days and Mondays
Fats Domino: Blue Monday
Fleetwood Mac: Monday Morning
Duran Duran: New moon on monday
Ihre Kinder: Das Wort zum Montag
Hildegard Knef: Ich möchte am Montag mal Sonntag haben
Leningrad Cowboys: Manic Monday
The Mamas and the Papas: Monday Monday
Marillion: Chelsea Monday
Mary Roos: Blauer Montag
T-Bone Walker: Stormy Monday Blues (hat zahlreiche Interpreten)

 

Dienstag:

David Bowie: Love you till Tuesday
Feine Sahne Fischfilet: Dienstagnacht
Adam Green: Losing on a Tuesday
Gitte Haenning: An diesem Dienstag
Kermit Ruffins: Do the Fat Tuesday
Cat Stevens/Yusuf Islam: Tuesday’s dead
Rolling Stones: Ruby Tuesday
Stevie Wonder: Tuesday heartbreak

 

Mittwoch:

The Beatles: She’s leaving home (Wednesday morning at five o’clock)
Johnny Cash: A Wednesday car
Jukka Tolonen Trio: Windy Wednesday
Simon & Garfunkel: Wednesday morning 3 am
Status Quo: Spring, summer and Wednesdays

 

Donnerstag:

David Bowie: Thursday’s Child
Jim Croce: Thursday
Donovan: Jersey Thursday
Brian Eno: Thursday afternoon
Giles, Giles & Fripp: Thursday morning
Udo Jürgens: Donnerstag
Morphine: Thursday
Pet Shop Boys: Thursday
Wings of Joy: Thursday

 

Freitag:

J.J. Cale: Friday
The Cure: Friday I’m in love
Easybeats: Friday on my mind
Flogging Molly: Black Friday rule
Genesis: Get ‚em out by Friday
Reinhard Mey: Ankomme Freitag, den 13.
Chris Spedding: Friday 13th
Die Toten Hosen: Freitag der 13.

 

Samstag:

Bee Gees/John Travolta: Saturday night fever
Barry Blue: Dancing on a Saturday night
David Bowie: Drive-In Saturday
Chicago: Saturday in the park
Lee Clayton: Saturday night special
Cockney Rebel: Saturday night at the fair
The Eels: Saturday Morning
Elton John: Saturday night’s alright for fighting
Dr. Feelgood: Waiting for Saturday night
The Flys: Saturday sunrise
Jefferson Airplane: Won’t you try Saturday afternoon
B.B. King: Saturday night fish fry (zahlreiche Interpreten)
Alexis Korner: Saturday sun
Massive Attack: Saturday come slow
Cat Stevens/Yusuf Islam: Another Saturday Night
Tocotronic: Samstag ist Selbstmord
Tom Waits: (Looking For) The Heart Of Saturday Night

 

Sonntag:

Herb Alpert & Tuijana Brass: Never on Sunday
Badesalz: Sonntagnachmittag
Balkan Beat Box: Sunday Arak
Ginger Baker: Sunday on the Hill Crest
Beirut: A Sunday smile
Wolf Biermann: Kleinstadt-Sonntag
Blondie: Sunday girl
Philipp Boa: Smile only on Sunday
Daniel Boone: Beautiful Sunday
Nick Cave: Sunday’s slave
Crusaders: Lazy Sundays
Franz Josef Degenhardt: Deutscher Sonntag
Donovan: Sunday Morning after church
Dropkick Murphys: Sunday hardcore matinee
Exuma: Thirteenth Sunday
Flogging Molly: Whisky on Sunday
The Flow: Sunday night randoms
G66: Sunday evening
The Go-Betweens: Palm Sunday
The Go-Betweens: Sunday night
Billie Holliday: Gloomy Sunday
Etta James: Sunday kind of love
Jefferson Airplane: Young girl Sunday blues
Jethro Tull: My Sunday feeling
Knut und die herbe Frau: Blutiger Sonntag
Kraudn Sepp: Es muss ein Sonntag gwesen sein
The Lords: Late last Sunday
Magna Charta: Sunday on the river
The Maharajas: Sunday girl
Dany Mann & Old Merry Tale Jazzband: Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehn
Branford Marsalis: Gloomy sunday
The Monkees: Pleasant valley Sunday
Queen: Lazing on a Sunday afternoon
Rodrigo y Gabriela: Sunday neurosis
Buffy Sainte-Marie: Blue Sunday (u. a. auch The Doors)
Tommy Shames & The Shondells: Sugar on Sunday
Small Faces: Lazy Sunday
Die Toten Hosen: Sonntag im Zoo
Die Toten Hosen: Wort zum Sonntag
Trio: Sunday you need love Monday be alone
Tritonus: Sunday waltz
U2: Sunday bloody Sunday
Velvet Underground: Sunday morning

 

Diese Liste umfasst deutsche und englische Einträge. Herr Ärmel hatte auch noch Französisch und Spanisch im Angebot, die sind hier nachzulesen.

Lieder zum Donnerstag

Da bitte ich ganz harmlos darum, mir Lieder mit den Wochentagen im Titel zu nennen, und was passiert? Etwas, womit ich nie gerechnet hätte, schaut gestern in die Kommentare: Herr Ärmel öffnet seinen Fundus, genannt sein „Musikalarchiv“, und überschwemmt mich mit einer Liste (und heute früh nochmal mit einem Nachschlag zum Frühstück). Zusammen mit der Aufzählung von Bernd von Red Skies over Paradise könnte ich meinen Bauchladen eigentlich nun schließen und die nächste Zeit Musik hören, speziell sonntags. :-) Schönen Dank, das ist viel viel mehr, als ich jemals erwartet hatte.

Also möchte ich euch aufrufen, mir (aus dieser Liste oder neu, gern deutsch und nein, keine Schlager, hallo Birgit, ich ziehe die Grenze bei Howie) eure Lieblingslieder mit einem Wochentag im Titel zu nennen.

Meine Lieder zum Donnerstag wusste ich allerdings schon, bevor Herr Ärmel und Bernd damit rüberkamen.

Es sind David Bowie, der Unvergleichliche, mit Thursday’s Child (ein Titel der sich, wie er erzählt, auf eine Autobiographie von Eartha Kitt bezieht)

 

und Jim Croce mit Thursday, von dem ich früher Lieder wie Time in a bottle bis zum Abwinken gehört und mitgesungen habe. Hier ist ein Link zu seinem Greatest-Hits-Album. Und obwohl er schon 1973 im Alter von 30 Jahren bei einem Flugzeugabsturz starb, unterhält seine Familie eine Webseite für ihn: jimcroce.com

 

 

Lieder zum Mittwoch

Ich suche Songs/Lieder mit den Wochentagen im Titel (eigentlich), kennt ihr welche? Heute: Mittwoch. Wenn ich die Idee vor zwei Tagen schon gehabt hätte, hätte ich mit Montag angefangen, aber der nächste Montag kommt bestimmt. Natürlich hab ich schon mal angefangen rauszusuchen, aber unter der Woche sind die erheblich dünner gesät als am Wochenende.

Hier sind zwei Mittwochs-Lieder über das Verlassen: Simon & Garfunkel mit Wednesday Morning 3 AM (hier ist der Original-Songtext)

 

und die Beatles mit She’s leaving home

 

das mit den unsterblichen Zeilen beginnt

Wednesday morning at five o’clock | As the day begins | Silently closing her bedroom door | Leaving the note that she hoped would say more (Quelle)
(Mittwoch morgens um 5 Uhr früh | als der Tag beginnt | schließt sie leise ihre Schlafzimmertür | hinterlässt den Brief, von dem sie hofft, dass er mehr aussagt (meine Übersetzung))

Würde mich freuen, wenn ihr was beizusteuern hättet. Die anderen Wochentage kommen auch noch :-)

 

Wenn es nur einmal

Wenn es nur einmal so ganz stille wäre.
Wenn das Zufällige und Ungefähre
verstummte und das nachbarliche Lachen,
wenn das Geräusch, das meine Sinne machen,
mich nicht so sehr verhinderte am Wachen –

Dann könnte ich in einem tausendfachen
Gedanken bis an deinen Rand dich denken
und dich besitzen (nur ein Lächeln lang),
um dich an alles Leben zu verschenken
wie einen Dank.

(Rainer Maria Rilke, Stundenbuch, Quelle)

Da hat sich mein schlecht begonnener Tag gestern am Abend unerwartet in eitel Freude und Wohlgefallen aufgelöst und selbiges hat mich durch die Nacht begleitet, sodass ich am Morgen lächelnd vom Lärmen auf dem Dach erwachte. (Mau! Mau? Maaaaaau? Ich habe Hunger, kannst du mich reinlassen?)

Und nun sitze ich über meinem Vormittagskaffee und denke über „das Geräusch, das meine Sinne machen“ nach, über den Lärm in meinem Kopf, über das, womit ich mir selbst den Blick verstelle bzw. überhaupt die Tatsache, dass ich es tue.

Ich mag das, wie Rilke immer oder fast immer etwas Höheres im Blick hat, stelle ich immer wieder fest. Und dass er nicht behalten, sondern die Fülle, den Überreichtum verschenken will.