Regenfrust

Es regnet und stürmt. Es ist kühl, die Temperaturen liegen aktuell bei 13 °C und sollen heute wohl nicht über 15 °C klettern. So ein Wetter kenn ich auch von Weihnachten :-/ Eine andere Bloggerin hat gestern Rumtopf angesetzt.

Was regst du dich eigentlich auf, frage ich mich, hast du irgendwas durch das Wetter auszustehen, außer dass der Fellträger missgelaunt mit nassen Füßen reinkommt? Nein, habe ich nicht, zugegeben, aber es ist doch SOMMER! 30. Juli! Ich brauche wirklich keine 35 °C, um mich wohlzufühlen, aber ich möchte vor die Tür gehen und oh, schön warm heute sagen!

Na schön. Ich habe einen offenen Brief an Petrus erwogen, aber mein Draht dorthin ist nicht der Beste, und wer weiß, was bei den ganzen Poststreiks so liegenbleibt. Dann habe ich mal geschaut, warum Petrus eigentlich für das Wetter zuständig ist (Urlaubsvertretung, falls Petrus überhaupt Urlaub hat, man muss sich ja informieren), und habe entdeckt, dass sich das eigentlich nur auf dieses Bibelwort gründet, dass Petrus die Schlüssel des Himmels übergeben wurden und er von daher entschied, was/wer reinkam und wer rausging, was man offensichtlich auch aufs Wetter bezog.

Ich finde das jetzt nicht so logisch, aber okay, das Christentum gab es nicht immer, hat man Petrus den Job also von irgendwelchen Göttern, die verdrängt wurden, untergeschoben? In der Tat, das besäße eine gewisse Logik, mensch möchte doch nicht auf seine Ansprechpartner für die alltäglichen Sorgen verzichten.

Bei den Germanen hatte Thor den Job des Wettermachens inne (wobei er, der klassische Donnergott, wohl mehr mit Gewitter/Regen assoziiert wurde, und obwohl wir davon gerade auch genug haben, geht es mir eigentlich nicht darum), die Römer, die in diesem Zusammenhang auch immer wieder genannt werden, hatten Janus. Das ist nun allerdings ein höchst interessanter Geselle, war er doch ein Gott allen Ursprungs, der Gott der Türen und Tore, des Anfangs und des Endes. Daher der Januskopf, er schaut in beide Richtungen, ein Gott der Dualität. „Auf […] Bildern hatte er in der Rechten einen Stab, in der Linken einen oder mehrere Schlüssel, als Symbol der Gewalt des Wächters der Himmelspforte, des Bewegers der Angeln des Weltalls, des Aufschließers und Zuschließers des Himmels, der Wolken, des Landes und des Meeres“ (Quelle: Wikipedia).
Wenn man nun also davon ausgeht, dass das Christentum mit seinen Vorstellungen im römisch geprägten Reich entstand, dann erscheint mir die teilweise Übertragung von Janus auf Petrus als ziemlich plausibel.

Also bitte ich den Öffner der Wege um ein wenig mehr sommerliche Wärme, wenn es denn ins große Wettergefüge passen möge. Über Sonne würde ich mich auch freuen.

Und weil es bei jedem Wetter gute Laune macht: Nehmt dies hier und freut euch mit dem verliebten Gene Kelly!

 

 

 

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