Dieser Zug endet hier … nicht.

Ein Ende. Mein 365-Tage-Projekt ist um. Ich muss mir nicht mehr beweisen, dass ich es schaffe, jeden Tag ein paar Zeilen in die Welt zu setzen. Ging es darum? Ja, neben allem anderen, was ich nun schon öfter dokumentiert habe, ging es genau darum, das jeden Tag zu tun. Jeden, ohne Ausnahme. Ich habe dieses Blogjahr nur um 4 sehr gut zu begründende Tage verlängert, und ich finde, das ist eine verdammt gute Quote. Ich kann‘s also. Und jetzt?

Ich will nicht cool klingen (ich bin es nicht), aber dies war nicht mein erster Versuch öffentlichen Schreibens. Neben dem Job habe ich mich über viele Jahre hinweg in Foren und Chats bewegt, mal mehr, mal weniger intensiv, mal allein, mal zu zweit, meist nicht im Mittelpunkt. Was ich daher kenne, ist dieses großartige, intensive „Wir“-Gefühl, das Gefühl von Vertrautheit, das sich aufbaut, obwohl man sich im wirklichen Leben nie begegnet ist – und ich weiß auch, was ich daraus gelernt habe. 😉

Also muss ich letzten Endes nur die Frage beantworten: Was mache ich mit diesem meinem Blog? Aufgeben? Meine Lieblingsspielwiese, mein immer geputztes Fenster zur Welt, all die tollen Männer und Frauen, die ich (teilweise überaus) mag, bei denen ich lese und kommentiere, von denen ich in vielfacher Weise profitiere und mit denen ich durchaus gern einen Kaffee oder mehr trinken würde? Am wichtigsten vielleicht diese ständige Herausforderung an mich selbst, herauszufinden, was noch alles gehen könnte? Aufgeben? Ich denke ja gar nicht daran.

Ein Anfang. Wie soll es denn nun weitergehen? Wie bisher. Vielleicht nicht jeden Tag, ich muss mal sehen, ob ich mich dann nicht zu sehr unter Druck setze, Was-auch-immer-Niveauvolles zu produzieren: die Garantie, dass sehr schnell nichts mehr geht. Schreiben ist auch eine Art, sich auf die Schliche zu kommen. 😉

Also. Ich bin hier. Auch morgen noch. Und übermorgen. Und … oh, nach reiflicher Überlegung habe ich diesen Blognamen geändert, den sich eh keiner merken konnte. Und einen neuen Header gebastelt.

Irgendwas ist schließlich immer.

 

Prellbock – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

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53 Kommentare zu “Dieser Zug endet hier … nicht.

  1. Liebe Christiane,
    da hatte ich einen feinen Kommi für Dich geschrieben u. plötzlich schaltete sich eine Seite ein, die ich zur Info einige Minuten zuvor aufgeklickt hatte u. mein schöner Kommi, mit richtig viel Herzblut geschrieben, war verschluckt worden u. nirgends mehr zu finden…

    Nun also ganz schlicht und ergreifend:

    Ich freue mich sehr darüber, daß Du bleiben wirst, daß es Dich weiter geben wird, daß ich auf Dich nicht verzichten muß, denn es hätte eine Riesenlücke gerissen, in der mir so vieles gefehlt hätte.

    Dein Header ist wundervoll liebenswert und die Nr. 5 möchte ich streicheln, ihr das schwarze Köpfchen kraulen u. darauf bauen, daß mein Fingerspitzengefühl für die Katzentierchen immer noch so funkitoniert wie all die vielen Jahre zuvor 🙂 .

    Hocherfreute Grüße
    von Bruni am sonnigen Montagmorgen

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  2. So ein bißchen beleidigt und grimmig guckt er schon trotz Love um den Hals……er wollte an erster Stelle stehen und nicht an letzter….ist doch ein Mann -:)))
    Lustig sind Deine Blogdamen und ich erbitte mir einen Blogbeitrag zu jeder, dem Typ entsprechend! -:)))
    Cri-Frou-Frou
    Cri-Ray
    Cri-Pompadour
    Cri-Debeauvoir

    hier sind es schon wieder 31° -:))))

    sei fröhlich in den Montag gegrüßt , liebe Christane,
    und ich freue mich auf jeden neuen Beitrag von Dir

    Karin

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    • Ich habe ihm schon gesagt, dass er rechts die meiste Aufmerksamkeit bekäme, liebe Karin, lächeln ließ ihn das dennoch nicht 🙂
      Deine Assoziationen zu den einzelnen Figuren finde ich interessant, danke :-D. Mal schauen, ob ich da tatsächlich was draus machen kann …
      Liebe Grüße aus dem noch fast kühlen Hamburg
      Christiane

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  3. Und jetzt drücke ich das „gefällt mir“ doppeltundreifach gern! Schön, dass wir weiterhin von dir lesen können und was du über das Bloggen schreibst, ist richtig schön gesagt 🙂
    Einen guten Neustart und Fortfahren in bewährter Weise wünscht dir
    Marlis

    Gefällt 2 Personen

  4. Da freue ich mich aber mit Ihnen murmeligkringelig! Darob, daß Sie eine Vornahme erreichten und darob, daß die Ziellinie gleich ein neuer Startschuß begleitet!
    Und klar ist irgendwas immer, ich wünsche Ihnen ganz eigennützig viele famose Irgendwasimmere, schließlich lese ich noch nicht so lange mit. Und zum Nachlesen fehlt einfach die Zeit…
    Ich habe von gestern noch ein Fitzelchen Prosecco über, das lippenbenetze ich jetzt aufihrwohlig.
    Herzliche Grüße, Ihre Käthe.

    Gefällt 2 Personen

      • Sie suchen noch Ihre Art, was zu sagen? Bleiben Sie einfach bei Christianisch, das ist schon ziemlich bonfortionös, finde ich. Und das, was zu sagen ist, haben Sie auch schon im Titel: Irgendwas! Fetzt!
        Wohlige Grüße Ihnen an diesem letzten Augusttag, der nochmal Hochsommer sein will.

        Gefällt 2 Personen

        • Ach, wissen Sie, manchmal überfällt es mich, und ich finde meinen Blog und meine Schreiberei seicht und oberflächlich und durchaus zu vernachlässigen. Die Tiefe widersetzt sich sozusagen dem Angezapftwerden. Und manchmal geht mir das ziemlich auf den Nerv.
          Lässt sich alles ziemlich einfach auf den Punkt bringen: Ich weiß nicht, was ich will, und auch (noch) nicht, wie. Und je nach Dimension, die ich diesem Satz zugestehe, ist das durchaus nicht lustig.
          Na ja.
          Späthochsommerabendliche Grüße auch von hier
          Christiane 😉

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        • Bitte entnajaen Sie sich, liebe Christiane! Ja, ich bin noch nicht lange bei Ihnen unterwegs, doch von Oberflächlichkeit sind Sie meilenweitig entfernt! Mag sein, der tägliche Veröffentlichsdruck ließ tieferes Blicken in manches Thema nicht zu, doch das steht Ihnen ja jetzt frei.

          Lassen Sie Ihre Gedanken und Ihr Sinnen frei fließen, nehmen Sie Impulse von anderen auf, ich bin sicher, Sie werden Ihren Blogpfad weiter trittsicher verfolgen.

          Gestatten Sie noch ein Wörtchen zu den Selbstzweifeln beim Schreiben? Besser gar zwei? Hier sind sie: Ich auch!

          Ihnen gernst zugetane Grüße, Ihre Käthe, zapfhahnschwenkend.

          Gefällt 1 Person

  5. Liebe, liebe Christiane,
    was für eine erfreuliche Nachricht, daß Du mit Deinem Blog weitermachst:
    „Am Ende ist man immer genau dort, wo ein Anfang ist.“
    – Wolfgang Schulze –

    Gib Dir Zeit und Raum sowie SPIELraum und publiziere nach Fügung. Ich bleibe Deine treue Leserin und Betrachterin, auch wenn es nur einmal die Woche sein wird – oder wie auch immer Dein neuer Rhythmus sein wird.

    Anhängliche Grüße 🙂
    Ulrike

    Gefällt 4 Personen

  6. …. HEY…. Supi!!! Auch wenn ich im Moment weder zum (selber) etwas schreiben komme, noch zum Kommentieren ….oftmals noch nicht mal zum Lesen *grrrr* ….
    so freue ich mich riesig, dass hier nicht der Vorhang fällt!

    Im Moment stehe ich „vollzeit“ unter Strom, sowohl in der Apotheke, als Urlaubsvertretung,
    als auch als Nachhilfelehrerin bei meinem Lieblingsknirps,
    der nun im 4. Schuljahr ist, wo es „um die Wurst“ geht….
    WAS ich eigentlich vorm Abendessen ganz schnell sagen (schreiben) wollte….. :

    Den neuen Header finde ich herzallerliebst…. der Name ist Programm und ich freue mich auf 365 PLUS!!!!

    Ganz liebe Grüße und auf bald……
    Katja

    Gefällt 1 Person

  7. Pingback: Und dann waren es drei | Irgendwas ist immer

Ja, eben. Und du so?

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