Wieso haben die eigentlich alle ein Handy …

… die Flüchtlinge?

Weil ich die Frage schon öfter gehört habe.
Weil ich das auch schon nicht wusste, jedenfalls nicht so.
Weil Antworten können besser ist als Schweigen.

Darum hier die Antwort: Handys sind für Flüchtlinge kein Luxus

 

handshake – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

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Life on Mars!

Die Medien vermelden, man habe auf dem Mars flüssiges Wasser gefunden, das es dort eigentlich gar nicht geben dürfe (Quelle: Süddeutsche). Hurra die Waldfee, ähh, die Marsmenschen, also wieder mal eine neue Runde Spekulationen, jenseits der wissenschaftlichen Sensation?

Mein Kopf reagierte, indem er den sowieso großartigen David Bowie hervorholte, der sich das 1971 auch schon gefragt hat („Is there Life on Mars?“). Wobei es in diesem Lied um etwas ganz anderes geht, nämlich, laut Bowie, um „die Reaktion eines empfindlichen jungen Mädchens auf die Medien“, und er ergänzte: „Ich denke, sie wird von der Realität enttäuscht … obwohl sie ein trübsinniges Leben führt, erzählt man ihr, dass es irgendwo ein viel großartigeres Leben gibt, und sie ist bitter entäuscht, dass sie keinen Zugang dazu hat“ (Quelle: songfacts.com, in meiner Übersetzung).

Hier ist der Original-Songtext, hier eine gute deutsche Übersetzung, hier ist die englische Wikipedia mit mehr Infos zum Song.

 

 

Kommt gut durch den Tag!

 

Ich kann kein‘ Mond.

Blutmond! Erntemond! Die nächste Super-Mondfinsternis kommt erst in 18 Jahren, schreien mir die Zeitungen entgegen, also heb deinen Hintern aus dem Bett: Schlafen können Sie, wenn Sie tot sind! (ZEIT) Ja neeee, schönen Dank, aber was weiß ich, was 2033 für Wetter ist und ob ich dann noch lebe oder so? Irgendwas ist ja immer.

Also raus aus dem Bett, kurz nach 4:30 Uhr. Der Entschluss ist am schwersten und wird durch den auftauchenden Fellträger gefördert. Ein Blick aus dem Fenster: oh! OH! Der Mond ist ja wirklich sichtbar und wirklich rot! Wo ist die Kamera? Ich muss doch mal versuchen, ob ich nicht irgendwas hinbekomme.

Nun bin ich kein Nacht- und noch weniger ein Astrofotografierer, aber ich weiß, was man dafür braucht, um es gut zu machen. Also KANN ich sagen, dass dafür, dass ich keine Ahnung habe, mein Foto (4:51 Uhr, Hamburger Süden, Umgebungslicht durch Straßenlaterne) ein ziemlich gutes Ergebnis ist. Für mich. Und für mich sah es wirklich genauso aus. Weit weg. Und rot. Und faszinierend. Mit Sternen! Wer wissen möchte, wie ein wirklich professionelles Mondfoto aussieht, darf gern hier bei dem Herrn autopict schauen: So gehört das. Eigentlich.

 

Mondfinsternis 2015 – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROSS

 

Habt einen sonnenreichen Herbsttag!

 

Jeder I…. fotografiert Sonnenuntergänge

Ich bin also in allerbester Gesellschaft. :-)

Sankt Peter-Ording, Sonnenuntergang – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROSS

 

Bilder von gestern, Sonnenuntergang am Strand von Sankt Peter-Ording. Nein, die Welt ging keineswegs unter und auch nicht in Lavarot, als wir an den Strand kamen, lag da lediglich eine fette Wolkenbank knapp über dem Horizont, durch die hin und wieder Wolkenstrahlen brachen. Passend dazu verschönerten dann auch noch zwei Krabbenkutter die Aussicht … schön wars. Und kalt, aber was macht das schon, wenn man sich mit der Kamera in den Sonnenuntergangsrausch fotografiert ….

Sankt Peter-Ording, Sonnenuntergang – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROSS

 

Sankt Peter-Ording, Sonnenuntergang – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROSS

 

Genießt den Sonntag!

 

Bei Störungen bitte anrufen

Bilder meiner Stadt. Gestern. Hamburg lächelt manchmal schon sehr bezaubernd, finde ich. Dieses Lächeln findet sich auf einem Kasten an den Landungsbrücken …

Hamburg Hafen Stromkasten – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROSS

 

Und ja, das im Hintergrund ist ein Schiff, nämlich die brasilianische Fregatte Navia Escola Brasil mit Heimathafen Rio de Janeiro, ein Schulschiff auf einer mehrmonatigen Ausbildungsfahrt für seine Kadetten, das den Hafen bis zum Sonntag besucht (mehr Infos hier). Es gibt ein Open Ship, aber ich war nicht drauf, ich finde Fregatten (also diese modernen Blechschiffe) nämlich potthässlich. (Okay, das U-Boot, das hier auch liegt … aber das ist eine andere Geschichte.)

Hamburg Hafen NE Brasil – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROSS

 

Übrigens gehört die Telefonnummer zur Hamburg Port Authority, falls sich das jemand fragt. :-)

 

Liebe!

Bilder meiner Stadt. Gestern. Mehr kann ich auch nicht dazu sagen: Liebe ist manchmal ein karges Geschäft …

Liebe Palmaille Hamburg – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROSS

 

Mein Bild ist für diese Straße keineswegs repräsentativ und zeigt das Haus an der Ecke Palmaille/Max-Bauer-Allee. Der braune Kasten in der Wand ist ein Relief, etwas dazu sowie weitere Bilder finden sich hier.

Die Palmaille (in Hamburg-Altona) ist eine der ältesten Straßen der Stadt. Sie wurde 1638 als Spielbahn für das dem Croquet ähnliche Ballspiel Palla a maglio angelegt.

„Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts entstanden beiderseits der Straße überwiegend repräsentative Gebäude. Insbesondere die Bauten, die der klassizistische dänische Architekt Christian Frederik Hansen und sein Neffe Johann Matthias Hansen 1786–1825 errichteten, prägen das Gesicht dieser Prachtstraße. […] Im Lauf des 19. Jahrhunderts wurde die Straße zu einer bevorzugten großbürgerlichen Wohngegend. […] Der Dichter Detlev von Liliencron wohnte von 1892 bis 1901 in Haus Nr. 5 und in dem erhaltenen Haus Nr. 100.

1905 wurden die fast 200 Jahre alten Linden gefällt. Durch Nachpflanzung wölbt sich inzwischen wieder ein (allerdings nur noch zweireihiges) Blätterdach über dem breiten autofreien Mittelstreifen. […] Heutzutage ist die Palmaille eine vierspurige Hauptstraße, die die Hamburger Innenstadt und den Altonaer Fischmarkt mit dem Altonaer Rathaus und der Elbchaussee Richtung Elbvororte verbindet.“ (Quelle: Wikipedia)

Kommt gut durch den Tag!

 

Lotosblüte

Der Lotos, besonders die Lotosblüte gilt als „zentrales Symbol im Hinduismus und Buddhismus. Ihre Wurzeln ruhen im schlammigen Boden, Blätter und Blüten schwimmen auf dem Wasser, das sie nur benetzen, nicht jedoch auf ihr haften kann. Dies macht den Lotus zum Symbol der Reinheit.“ (Quelle)

Dazu habe ich ein Haiku von Kobayashi Issa gefunden (Quelle):

blooming lotuses
where sewer water
pours

Nun ist das Schreiben von Haikus eine Kunst, das gilt auch für deren Übersetzung. Aus Respekt möchte ich meine Zeile „Blühender Lotos | wo das Abwasser | fließt“ als Inhaltsangabe und keinesfalls als Übersetzung verstanden wissen.

Tatsächlich möchte ich euch aber das Ergebnis meines letzten Besuchs im Arboretum Ellerhoop vorstellen: ich habe mich mal wieder an eine große Collage gewagt. Das Arboretum ist zu Recht ziemlich stolz auf seinen Lotosteich, ich versuche, jeden Sommer dort zu sein, um die unglaublich üppige Blütenpracht auf die Speicherkarte zu bannen …

Lotoscollage 2015, Arboretum Ellerhoop – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROSS!

 

Kleine Dinge – Schlumpf

Ein Schlumpf ist:

  1. jemand, über dessen Verhalten man auf eine mehr gutmütige Weise empört ist (Gebrauch: landschaftlich)
    Beispiel: du bist aber ein Schlumpf!
  2. zwergenhafte Fantasiegestalt der Comicliteratur

sagt der Duden. Ich bin immer noch begeistert, dass sie im belgischen Original Les Schtroumpfs heißen/hießen und verweise für die Historie auf Wikipedia.

Als die Schlümpfe so richtig hypten („hypen“ steht im Duden, ich fass es nicht), fand ich sie doof (und mit Vader Abraham kann man mich jagen), aber ich hatte ein paar Figuren, die ich wiederum sehr liebte. Der Trommelschlumpf (die Trommel vor dem Bauch, nicht um den Hals) zum Beispiel passte genau als Feststeller auf meinen ersten Kassettenrekorder, um Kassetten vorwärts oder rückwärts zu spulen und nicht ständig den Finger drauf haben zu müssen … ich war schon damals manchmal durchaus praktisch ;-) Die Figuren gingen den Weg alles Irdischen und bezauberten irgendwann andere, aber JETZT habe ich dank einer großzügigen Zuwendung (ich darf sagen, von wem, danke, Bruni!) wieder einen: Voilà, der Clownschlumpf!

Natürlich habe ich ihn sofort in den Herbst gestellt, damit die Unkundigen anhand der Walnuss eine ungefähre Größeneinschätzung treffen können, und natürlich ist mir dabei das „Kleinigkeiten ohne Makro“-Projekt von cubusregio eingefallen, an dem ich mich auch im September wieder beteiligen möchte.

Das Projektlogo darf natürlich nicht fehlen: Hier gibt es mehr: https://kleinermonat.wordpress.com/tag/kleinermonat/

 

Habt also einen gemütlichen, verschlumpften Montag! :-D

Kleinigkeiten Clownschlumpf im Herbst – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

Ruhetag

Schlaf ist ein Hineinkriechen des Menschen in sich selbst.

Der Schlaf ist die Nabelschnur, durch die das Individuum mit dem Weltall zusammenhängt.

(beide Zitate von: Friedrich Hebbel, Quelle)

Den Gang rausnehmen.
Den Tag verschlumpfen.
Die Gedanken auf die Weide schicken.
Die Seele an den Strand.
Nichts müssen.
Alles dürfen.
Faul sein.
Zeit verschwenden.

Morgen ist auch noch … *chhhhhhhhhhhhhhhhrrrrrrrrpppphhhhhhhh*
Genau.

 

schlaf couch – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Herbst ist …

Rot wird das Laub am wilden Wein,
Die Luft geht schon so herbstlich kühl.
Das Eichhorn sagt: „Jetzt fahr‘ ich ein;
Schon lose wird die Nuß am Stiel,“

(aus: Johannes Trojan, Herbst, ganzes Gedicht hier)

Herbst ist, wenn die Nüsseklauer über den Walnussbaum toben, wenn es draußen keckert und Schalen auf den Boden knallen, wenn der Fellträger völlig irritiert und eingeschüchtert reingeflitzt kommt. Von Herbstfärbung kann hier noch nicht die Rede sein, aber die Eichhörnchen, oh ja, die sind sehr eindrucksvoll zu Gast. Eines hab ich mit der Kamera erwischt, ich hatte aber schon bis zu drei gleichzeitig hier …

Habt einen sonnigen Freitag und kommt gut ins Wochenende!

 

Eichhörnchen mit Walnuss – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

In fremder Sache: Ein „Virus“ namens Christoph

Christoph mag zwar verschwunden sein und immer noch durch die Bloggerwelt geistern (weiß das Katharina eigentlich?), aber Jutta Reichelt ist für den Virenschleuder-Preis 2015 nominiert, und zwar wegen der Verbreitung kreativer Christoph-Viren. ;-)

Und damit die ganze (deutschsprachige) Welt das würdigen kann, muss sie bekannter werden; und damit das so ist, muss man sie bekannter machen und zum Beispiel für sie abstimmen: logisch, oder?

Also, bitte hier entlang zu Jutta …

… oder direkt zum Preis …

Viel Glück, Jutta!

 

Daumen hoch – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Über Charakter

Das ist der abschließende Test für einen Gentleman – sein Respekt vor denjenigen, die für ihn nicht von Nutzen sein können.
(Im Original: It is the final test of a gentleman—his respect for those who can be of no possible service to him.)

William Lyon Phelps (Quelle/zur Urheberdebatte hier entlang)

Mal wieder eines aus der Kategorie „Lieblingszitate“ zum Thema Werte und Wertigkeiten. Klar passt das im Moment zur Flüchtlingsthematik wie die Faust aufs Auge, ich gebe aber zu bedenken, dass das Zitat aus dem Jahr 1935 stammt – und ich trage es auch schon länger als erst dieses Jahr mit mir herum. Und ja, es ist eng verwandt mit dem angeblichen Ausspruch unseres Dichterfürsten „Der Charakter eines Menschen lässt sich leicht daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können.“ Dieses Zitat stammt auf jeden Fall NICHT von Goethe (Nachweis, englisch).

Aber eigentlich egal. Es sagt viel über einen Menschen aus, wie er mit dem/denen umgeht, was/die für ihn nicht von Nutzen ist/sind. Menschen. Tiere. Pflanzen. Dinge.

Es geht ja gar nicht primär um eine Ver-/Beurteilung. Mir jedenfalls. Ich schleiche eigentlich immer nur (neuen, anderen) Einsichten hinterher, grübele über Werte und Wertigkeiten (meine, siehe oben), erfrage Standpunkte und schaue über Tellerränder. Gern großäugig.

Metallgesicht – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Wie auch immer, kommt gut durch euren Tag!