Ich kann kein‘ Mond.

Blutmond! Erntemond! Die nächste Super-Mondfinsternis kommt erst in 18 Jahren, schreien mir die Zeitungen entgegen, also heb deinen Hintern aus dem Bett: Schlafen können Sie, wenn Sie tot sind! (ZEIT) Ja neeee, schönen Dank, aber was weiß ich, was 2033 für Wetter ist und ob ich dann noch lebe oder so? Irgendwas ist ja immer.

Also raus aus dem Bett, kurz nach 4:30 Uhr. Der Entschluss ist am schwersten und wird durch den auftauchenden Fellträger gefördert. Ein Blick aus dem Fenster: oh! OH! Der Mond ist ja wirklich sichtbar und wirklich rot! Wo ist die Kamera? Ich muss doch mal versuchen, ob ich nicht irgendwas hinbekomme.

Nun bin ich kein Nacht- und noch weniger ein Astrofotografierer, aber ich weiß, was man dafür braucht, um es gut zu machen. Also KANN ich sagen, dass dafür, dass ich keine Ahnung habe, mein Foto (4:51 Uhr, Hamburger Süden, Umgebungslicht durch Straßenlaterne) ein ziemlich gutes Ergebnis ist. Für mich. Und für mich sah es wirklich genauso aus. Weit weg. Und rot. Und faszinierend. Mit Sternen! Wer wissen möchte, wie ein wirklich professionelles Mondfoto aussieht, darf gern hier bei dem Herrn autopict schauen: So gehört das. Eigentlich.

 

Mondfinsternis 2015 – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROSS

 

Habt einen sonnenreichen Herbsttag!

 

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22 Kommentare zu “Ich kann kein‘ Mond.

  1. Das ist schon toll, aber … ich finde, ein Foto kann nie das ausdrücken, zeigen, rüberbringen. Den roten Mond muss man selber mit seinen Augen sehen (hab‘ ich allerdings auch nicht, weil ich trotz innerem Befehl nicht wach geworden bin).
    LG, Ingrid

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  2. Gut, dass du dich aufgerafft hast. Ich bin liegen geblieben. Meine Mondfotos haben mich bisher auch immer enttäuscht. Da steht der Mond blass und bleich im Antennenwald, ich zücke die Kamera und heraus kommt ein winziger Punkt über einer nächtlichen Stadtlandschaft. Ein Fotograf hat mir mal erklärt, dass das Foto die richtige Größe wiedergibt und uns der Mond, weil er ja so ein alter, mysteriöser Bekannter ist, aber immer viel größer erscheint, als er ist.

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    • Ach weißt du, es gibt eine ganze Menge Handwerk, das man beherrschen sollte und eine ganze Menge Ausstattung, die man verbraten kann, wenn man sein Hobby professionell betreibt. Teleobjektive, um das gewünschte Objekt zu vergrößern, gehören unbedingt dazu.
      Ich habe irgendwann für mich festgestellt, dass ich kein Nachtfotografierer bin. Dämmerung, blaue Stunde, ja, alles meins. Aber ich stehe nicht mit klammen Fingern frierend mitternächtlich hinter einem Stativ, um spannende Lichter der Großstadt einzufangen. Ich kenne einige, die das tun und finde die Ergebnisse sehr oft atemberaubend. Aber ich habe nachts anderes vor. Und wenn es nur Schlafen ist. 😉
      Liebe Grüße
      Christiane

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  3. nachdem ich um 2,30 wach war, bin ich wieder eingeschlafen, und das gaaanz fest… Verpasst, verpasst!! Nix zu machen und ich bin traurig, doch selbst schuld…

    Wunderschön ist Dein Foto.
    Ich finde, gerade weil er so klein ist, gefällt er mir hier sehr,
    zeigt sich mir doch das, was auch ich als Ergebnis hätte zaubern können, wäre ich nicht, verdammt noch mal, wieder eingeschlafen u. kein Mond, auch kein blutigroter, bekam mich noch wach…

    Liebe Grüße an Dich, liebe Christiane

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    • Ja, und genau das war der Grund, weshalb ich meinen inneren Schweinehund getreten und mir den Wecker gestellt hatte, von dem freundlichen, uneingeplanten Fellträger mal abgesehen.
      Ich wollte es sehen. Live. Selbst. Klein. Nicht im Fernsehen.
      Das Foto ist Zugabe zum Erlebnis. Andere machen bessere Bilder, schon klar, ist auch okay. Aber dies hier ist meins. Mein Mond. 😀
      Sei getröstet, liebe Bruni, immerhin grämst du dich, weil du es verpasst hast und bist keiner von den Dickfelligen, die „der Mond ist rot, na und?“ sagen. Shit happens, wie der Lateiner sagt.
      Liebe Grüße
      Christiane

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  4. Seitdem ich versucht habe, mit dem Handy die Sonnenfinsternis zu fotografieren, überlasse ich das lieber anderen mit guter Ausrüstung ;-). Ist ein bei Dir gutes Bild geworden, und interessant für mich zu wissen, wie es über Hamburg aussah, denn ich habs komplett verpennt. Ich danke deshalb fürs Foto. Lieben Gruß, Sarah

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    • Oh bitte, freut mich, dass du es magst! Ich habe bei der Sofi mit dem Handy immerhin eine ganz anständige Sonnensichel hinbekommen und war ganz überrascht. Allerdings habe ich heute Nacht nicht mit dem Handy fotografiert, da musste schon meine Große ran.
      Liebe Grüße
      Christiane

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  5. Da komme ich doch mal zu einem Gegenbesuch. Das Foto ist doch sehr schön geworden, es vermittelt auf alle Fälle das was man gesehen hat. Und das war ein über weite Strecken dunkler Nachthimmel mit einem schönen verfinstert-leuchtenden Mond.
    Die Stimmung die man hierbei entwickelt, häufig steht man ja alleine da und schaut, ist ohnehin nicht zu beschreiben.
    Meine Fotos kommen meinem Wunschbild schon sehr nahe und nach einigen Mondfinsternissen habe ich endlich mal brauchbare Fotos hinbekommen. Oh happy day.
    Ich will vielleicht noch ergänzen, dass ich mich seit über 30 Jahren mit Astronomie beschäftige und dies ohne ein halbwegs leistungsstarkes Teleskop und /oder viel Geduld nicht hinbekommen hätte. Das steckt natürlich auch einiges an Investition dahinter. Es war jetzt eine tolle Sache, so viele Menschen (und Blogger) waren nachtaktiv und haben ihr Bild erstellt, es wird gezeigt was man gesehen hat, was beeindruckt. Die Fotos sind das Sahnehäubchen, das Erlebnis ist aber nicht zu toppen.
    Unerreicht, nachts unter den Sternen zu stehen und auf die eine oder andere Art die große Freiheit zu spüren, die Unendlichkeit, das wunderschöne All und damit eins zu werden. Naja, vielleicht etwas pathetisch, aber es ist eben mehr als Hobby-Wissenschaft.
    Nach einer Weile dann den herrlichen Orion im Osten erspäht, den Stier und das Siebengestirn weit oben und manches mehr.
    Es war einfach nur großartig und ich könnte jetzt noch stundenlang weiterlabern.
    laberlaberlaber
    😀

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    • Ein Lob aus berufenem Mund, danke schön! 🙂 Ich denke, ich schätze mein Foto und meine Nachtknipser-Künste schon richtig ein; ich freue mich, dass es mir so gelungen ist, wie es ist.
      Ich bin nachts oft draußen und verrenke mir den Hals und bewundere in stiller Ehrfurcht die Sterne, dafür muss der Mond nicht rot sein. Fühle mich als ein kleines Sandkorn und gleichzeitig ein Teil des Universums … du scheinst das zu kennen.
      Mir reicht es, mich mit bloßem Auge am Nachthimmel orientieren zu können, den Polarstern zu finden, Orion zu grüßen, die beiden Bären, Kassiopeia, natürlich die Plejaden, den Tierkreis und vieles mehr …
      Ich verstehe deine Begeisterung, zumindest ein Stück. Denke ich.
      Liebe Grüße von Sterngucker zu Astronom 😉
      Christiane

      Gefällt 1 Person

Ja, eben. Und du so?

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