Schwimmendes Hochhaus

Bilder meiner Stadt: Hamburg gibt an. Gestern war mal wieder Halsrecken angesagt: Der bislang größte Kreuzfahrer, den Hamburg je gesehen hat, kam für letzte Arbeiten vor der offiziellen Übergabe ins Dock Elbe 17. 326 Meter lang, Platz für 4.200 Passagiere, ein Schiff der Breakaway-Plus-Klasse. Ein schwimmender Superlativ, ein Hotelhochhaus, das sich nach seiner feierlichen Taufe in Miami in der östlichen Karibik herumtreiben soll, wie man lesen konnte.

Nun finde ich die meisten Kreuzfahrer hässlich, und sie hier ist keine Ausnahme. Spannend ist jedoch immer, die Dinger beim Rangieren auf der Elbe zu beobachten, frei nach dem Motto: Kann ich anlegen, kann ich auch drehen … es ist (Zenti-) Meterarbeit und erfordert ziemlich viel Logistik, die großen Pötte in das Schwimmdock zu bekommen. Und nicht vergessen: Das ist das Hauptfahrwasser, und auch, wenn die ganz großen Containerriesen nicht an den Landungsbrücken vorbeimüssen, herrscht im Hafen an Betrieb dennoch kein Mangel. Das Dock steht nicht für die Touristen mal so eben vor den Landungsbrücken rum.

Dementsprechend waren die Landungsbrücken und die umliegenden Hänge gut gesäumt mit Schaulustigen mit und ohne Kameras. Ich war auf dem Nachhauseweg und musst natürlich anhalten und mein Handy zücken …

Für Ortsfremde: Der Torbogen ist an den Landungsbrücken, es ist einer der Durchgänge nach unten. Die Landungsbrücken sind eine riesige Pontonanlage, da Hamburg ein Tidehafen ist, steigt und fällt sie mit den Gezeiten … und ein Schiff, das so groß ist, dass es den ganzen Bogen ausfüllt, das ist schon fett! Danach bin ich nach weiter unten gegangen. Schon beeindruckend.

 

 

 

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36 Kommentare zu “Schwimmendes Hochhaus

  1. Gutes Foto. Mein Bruder arbeitet auf so ’nem Pott und hat mich mal mitgenommen für eine Woche von Hamburg nach Norwegen. Es war ein britischer Dampfer und es war herrlich, die Rituale miterleben zu dürfen, die sich die feine Gesellschaft vor 100 Jahren hat einfallen lassen, um sich auf langen Reisen die Zeit zu vertreiben. Und das Porridge war hervorragend 😉

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  2. Ein Monstrum, liebe Christiane. Ein Schiff wie ein dicker Turm, der seltsamerweise auf dem Wasser schwimmen kann.

    Ich mag keine Kreuzfahrten, obwohl meine alte Tante immer davon schwärmte. Da würde ich mich nicht wohlfühlen, inmitten von 4.199 anderen Menschen, aber die kleinen Schiffe, Segler, die meine Fantasie entzünden, die mag ich sehr.

    Im Hafen diesem Koloss zuzusehen, muß beeindruckend gewesen sein. Das Zentimetermanövrieren hätte ich zu gerne gesehen. Es muß spannend gewesen sein, wie es letztendlich doch funktionierte…

    LG von Bruni

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  3. Ich war einmal dabei als die QM II in Hamburg Station machte. Das kommt zwar oft genug vor, aber deshalb fahr ich eben nicht 8 Stunden gen Norden… Das war spannend, v.a. die bewegten Foddos. Aber was bin ich froh, da nicht rein zu müssen. Das Problem (vermute ich mal) sind nicht nur die vielen Tausend Menschen auf engstem Raum (die noch viel Geld hierfür zahlen), sondern diese Flächen mit unzähligen Gängen, zum Verlust jeder Orientierung. Ich fühl mich bereits nach einem IKEA Besuch von diesem Laden wie ausgespuckt. Wohl deshalb war ich da schon Jahre nicht mehr drin.
    Naja, ich muss ja nicht.
    😉

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    • Hamburg und die QM II, das ist die Geschichte einer Liebe, gerade als der Pott noch relativ frisch war. Ja, da strömten die Massen, ich war auch paarmal da, und was wurde nicht alles für das Fotografenvolk organisiert: Begrüßungsfahrten auf Hafenbarkassen und und und. Jaja.
      Rein möchte ich auch nicht, es sei denn für Fotos, wie vorhin schon erwähnt. Neugier stirbt zuletzt.
      IKEA: Kennst du einen, kennst du alle, oder? Oder gehörst du zu der Sorte, die sich mit Navi verfahren? 😉

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    • Wenn ich das früher gewusst hätte, hätte ich die Kamera eingepackt und mir Gedanken gemacht. Ich bin aber zu diesem Schiff gekommen wie die Jungfrau zum Kind: plötzlich war es da, und ich hatte nur Bordmittel, sprich Handy. Und da hatte ich dann auch keine Lust auf Gedöns wie Fähre.
      Liebe Grüße
      Christiane

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Ja, eben. Und du so?

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