Kleines Wunder am Mittag

Das Thermometer zeigt -8 °C, die Wetter-App gefühlte -17 °C, überall ist es weiß und was mache ich? Genau, ich schnappe mir meine Kamera und ziehe los auf meine Lieblingsrunde, um ein paar Schneefotos zu machen. Man weiß ja nicht, wie lange es anhält (angeblich soll es zum Wochenende schon wieder deutlich über Null sein), und ob der Schnee nochmal wiederkommt. In Hamburg kann man da nicht sicher sein.

Der Wind war KALT, ich kann jedes einzelne gefühlte Minusgrad bestätigen, ich friere immer noch trotz Tee und Decke. Aber es gab ein paar traumhafte Motive (dazu vielleicht bald mehr) und es gab ein kleines Wunder: gedankenverloren, frierend aber hellwach tappte ich vor mich hin und hörte eine wunderhübsche Vogelstimme, die mir nicht vertraut war (hier nachhören). Ich sah genauer hin, sah einen Vogel im Teich plätschern und sich dann auf einen Ast setzen. Er leuchtete BLAU. Ich wagte kaum zu atmen, trotz diversem Geäst in Sichtlinie nahm ich die Kamera hoch, zielte und drückte ab … Nach dem dritten Bild verschwand er im Unterholz. Ein EISVOGEL! Zum zweiten Mal in meinem Leben in freier Natur gesehen, und diesmal hatte ich sogar die Kamera dabei!

Und voilà, hier präsentiere ich euch mein absolutes Jagdglück. Das Bild ist nicht besonders (schlechtes Licht, keine optimalen Einstellungen, weit weg und so), aber ich muss es euch zeigen, die Biester sind echt selten und scheu und ich halte immer nach ihnen Ausschau, weil sie so unglaublich schön sind …

 

Eisvogel – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst, superstolz&glücklich

 

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49 Kommentare zu “Kleines Wunder am Mittag

  1. DAS war wirklich ein Wunder, liebe Christiane. Ein kleiner leuchtend blauer Vogel, der einfach da so auf dem Ast sitzt, so, als würde er da täglich sitzen.

    Fast sieht er durchsichtig aus, so leuchtet sein Blau.
    Das war Glück und auch die Erinnerung daran ist weiter so leuchtend blau wie sein Federkleid.

    Ich erinnere mich heute noch, nach einigen Jahren, ganz genau an den, den ich da in dem kleinen Flüsschen, das durch Weinheim fließt, auf einem Stein sitzen sah.
    Ich glaube, da blieb mir der Mund offenstehen vor Staunen und ich hatte Angst, wenn ich es jemandem erzählen würde, daß er es nicht glauben könnte. *lach*

    Herzliche Grüße von Bruni

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  2. Was für ein schöner BLICKFANG, liebe Christiane!
    Einen Eisvogel habe ich erst ein einziges Mal gesehen und zwar beim Blick aus dem Fenster der Wuppertaler Schwebebahn: Da flog dieser blaue Blitz quer über die Wupper, die mitten durch die Stadt fließt, aber dennoch ziemlich wildgrüne Ufersäume hat.
    Ich war sehr fasziniert von der LEUCHTKRAFT des Gefieders.
    🙂

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  3. Ich erblassen vor Neid. Oder so.
    Gaaaaaanz grooooo´ß. Mein Trtaum. Ein Eisvogel. Dewr Herr Alois Absenger aht ga tolle Fotos gemacht. Bei Bedarf teile ich den lonk mint, vie3lleicht kennste den soch. Sorry. ich lann heut nicht anders,
    Meine Herrn. war das ein schöner Abemd.

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    • Hihihihihihi. Neee, ich kannte den nicht, hab gerade mal gesucht. „Fotografiere mit Canon EOS – 1 D Mark III 16mm—600mm“. Außerhalb meiner Reichweite in jeder Beziehung, das Vögelchen ist mit meinem 200er entstanden, allerdings kein Vollformat.
      Komm gut in den Tag 😉
      Liebe Grüße
      Christiane

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      • Der Alois hat vor längerem mal eine wunderbare Eisvogel Serie fotografiert, konkurrenzlos gut, muss man echt gesehen haben.
        Ich finde den auch außerordentlich klasse und kenne auch ein paar Stellen, wo er gerüchteweise zu finden sein soll, jedoch noch ohne Erfolg. Man muss da wohl echt die Augen offen halten um das kleine Vögelchen zu sehen. Von daher bin ich immer noch erblasst in Anbetracht deines Fundes. Schön auch mit der Spiegelung.
        Ansonsten, ja, der Tag ist auch zu mir gekommen. Puhhh 😉
        LG!

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  4. Da tappe ich ahnungslos hierher, um den Kalender nochmals blickzuwürdigen und dann: Wooooohoooo!!!!!

    Liebe Christiane, was für ein Schatz haben Sie denn da gefunden! Den kleinen blauen Vogel des Glücks! Und dann teilen sie dieses Schillerndleuchtblauscheuglück so freigiebig mit uns! Hach, ich möchte jubilieren vor Freude. Als Kind im Gehöft an der Biegung des Flusses, da erzählt Ominkel immer vom kleinem blauen Glücksvogel. Wer ihn zu Gesicht bekommt, der wird selbst zum Glücksschwingenträger und dem erfüllen sich alle Wünsche…
    Ach und hach, ich sah seit Kindertagen keinen mehr! Gleich nochmal hinsehen und nochmal und nochmal…

    Vielen Dank für dieses Wunderding und alles Liebe Ihnen, Sie sind jetzt eine Pupillenglückbeküßte! Gratuliere, herzerfreut, die Ihre.

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  5. Ich strahle mit allen und Dir um die Wette liebe Christiane, so möge das Jahr täglich einen Glücksmoment für Dich bringen!
    Die Wunder der Natur, die uns immer noch beglücken, wenn wir die Augen offenhalten. 😊😊😊

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  6. Pingback: Wer bin ich? | Irgendwas ist immer

  7. ich kann dein Glück nachfühlen, Christiane! Eisvogel – Alkyon – Zaubervogel. Hier in Griechenland haben wir die „Alkyoniden“, gerade jetzt in der zweiten Januarhälfte. Da ist es beseligend warm, damit die Alkyone, die eigentlich verzauberte Liebende sind (Ovid, Metamorphosen), brüten können.

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Ja, eben. Und du so?

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