Träume, verloren

November

Bin heut im erstarrten Garten gewesen,
Wo ich in Deinem Auge einst Lieder gelesen;
Wo die Biene den Tropfen Seligkeit sog,
Und wie ein Stückchen Himmel der Schmetterling flog.
Wo der Mond aufstieg wie der Liebe Lob,
Wie ein Herz das sich von der Erde hob,
Und wo jetzt die Wurzeln der Blumen verwesen,
Hab ich in toten Blättern noch Lieder gelesen.

(Max Dauthendey, Quelle, wie immer suche ich nach einer besseren)

 

gartenabfall | 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

(Ziemlich lange nach einem Text für dieses Bild gesucht. Eigentlich bin ich gern melancholisch … solange ich mir dabei nicht selbst auf den Nerv gehe.)

 

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30 Kommentare zu “Träume, verloren

  1. Passt schön zusammen. Bild und Text und November.Mal wieder was gelernt… Brennender Kalender, noch nie gehört, klasse.
    Melancholisch? Also mit Begeisterung sanft leiden? Die richtige Musik hilft. Ja, immer. Erst neulich. Ich leide so schön.
    Hach.

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  2. Das eine Auge wahrscheinlich deswegen, weil es nur SIE erfaßt, bei zwei Augen sieht man(n) schon wieder zuviel drumherum -:)))
    Wunderschön Deine Bebilderung zu diesem Text….ach Novemberschmachten hat auch was -.:))

    Gefällt 1 Person

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