Ein ganzes Leben | abc.etüden

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war? Morgen ist es zu spät. Er musste jenseits aller Ironie zugeben, dass das auf Maria und ihn zutraf. Gefrorener Schrei bei gefühlten minus 18 Grad.
Vor dem hell erleuchteten Fenster des Buchladens fiel der Schnee immer dichter. Am Arsch vorbei geht auch ein Weg: welch grandiose Erkenntnis. Wer wir waren, wen interessierte das denn noch, wenn es vorbei war? Nichts wie weg in das Café am Rande der Welt. Und nebenan warten die Sterne, boah, wie platt.
Hoffentlich hatten die dort wenigstens einen guten Rotwein.

***

KW 3/ 17: Dies ist mein erster Beitrag für die Textstaub’schen abc.etüden (wo der Mann nur immer dieser Wörter hernimmt), ein neues Schreibprojekt. Um Liebe soll es generell gehen (bei mir ist das heute nur „irgendwie auch“), 3 neue Wörter soll es pro Woche geben, und maximal 10 Sätze darf es lang sein. Letzeres ist schlimm eine gute Übung für mich. Die Wörter dieser Woche sind: Schnee, Buchladen, Rotwein.

Viel Spaß beim Lesen/Mitmachen euch und dir, wertgeschätzter Herr, vielen Dank für das neue Spielzeug.

 

abc.etueden schreibeinladung 03.17 textartprojekt | lzVisuals mit freundlicher Genehmigung von ludwigzeidler

 

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39 Kommentare zu “Ein ganzes Leben | abc.etüden

  1. Aber „irgendwie auch“ ist für manche Menschen auch Liebe, weil es auch ein weites Feld ist.

    Und es gibt ja nicht nur die eine Art von Liebe, Eltern lieben im Idealfall auch ihre Kinder, oder Leute ihre Haustiere, irgendwer irgendetwas, das andere nicht verstehen müssen… Man könnte sich ja auch beim Dschungelcamp amüsieren während es draußen schneit und sich, weil man schon älter ist, in der Werbepause erinnern, dass Amazon den sowieso nicht brauchbaren Buchladen geschluckt hat und dabei merken, dass man den beworbenen Rotwein gerne probieren will, wenn man es schafft die „Liebe“ zu diesem Fernsehformat richtig auszudrücken 😉 Wen die Vorstellung nicht so ein Albtraum wäre, dass da Weinflecken draufkommen könnte ich eine Ode an meinen Kabelhalter schreiben, das Schulkind, das ihn in den 80ern getragen hat, ist damit definitiv mal durch den Schnee gegangen und die Schulbücher, die mal drin waren in diesem, meinem Synonym für Hellblau sind nicht von Himmel gefallen… Beuys liebtwe übrigens Hüte, es gibt Bilder von ihm im Schnee, irgendwann war er sicher mal in einer Buchhandlung und dem Rotwein war er nicht abgeneigt.Guevara hat etwas geliebt, sich in einer deutschen Buchhandlung den Taschenkalender fürs Boliviansche Tagebuch gekauft, kannte Schnee und mochte Rotwein… Was ich damit sagen will, auch wenn du es längst weißt wahrscheinlich, „irgendwie auch“ gibt es gar nicht.

    Gefällt 4 Personen

    • Jajajajajajajajajaja. Das was du schreibst, klingt mir nach „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Ja, man liebt immer. Ja, dieses „irgendwie auch“ war meinerseits eindeutig zu eng gedacht, ich war in dem Moment auf eine Zweisamkeits- (oder eben Nicht-Zweisamkeits-) Geschichte gepolt.
      Guten Morgen, liebe Grüße
      Christiane

      Gefällt 2 Personen

  2. Klasse Text, liebe Christiane, na ich schaue mal, ob ich mich beteilige, ich denke fast ich erfreue mich nur an eurem, da bis zum 30.01. scon alles voll mit dem Alphabet und den Sonntagsbildern ist, aber vielleicht geht das Projekt ja noch länger …
    Herzensgrüsse von mir an dich
    Ulli

    Gefällt 1 Person

    • Also so, wie ich den Aufruf verstanden habe, liebe Ulli, soll das eine regelmäßige Sache werden (jedes Wochenende neue Worte für die nächste Woche), und je mehr Leute mitspielen, für desto wahrscheinlicher halte ich es, dass es sich etabliert.
      Wäre schön, wenn du ein bisschen Zeit erübrigen könntest, ist ja kurz vom Umfang her … ich finde es reizvoll.
      Herzliche Grüße zu dir
      Christiane

      Gefällt 3 Personen

    • Vielleicht kannst du ja auch etwas nachreichen, wenn du es zeitlich nicht gleich schaffst. (Geht zum Beispiel bei Jutta Reichelt ja auch, vielleicht sieht er das ähnlich). Wäre schön. Ich denke, er ist da nicht genau an die jeweilige Woche gebunden, denn das hätte wahrscheinlich dabei gestanden.

      Ich stimme Christiane zu mit der Etablierung. Schau mal, wenn ich zu etwas aufrufe, macht nie wer mit, deshalb kann das nichts werden. (Ist okay.) Bei ihm ist gestern eine Leserin von mir reingesprungen, die ihn zuvor überhaupt nicht kannte und so etwas ist die beste Voraussetzung, dass sich etwas etabliert und hält. Weil je mehr Leute, je mehr… (irgendwann natürlich auch Arbeit, klar…)

      Gefällt 2 Personen

  3. Guten Morgen-grüezi, liebe Christiane, oder wie die Schweizer sagen „Hoi!“
    Ich dachte mal wieder beim ersten Lesen „hä“ … himmelarschundzugenäht …

    Und schon wieder fühle ich mich inspiriert durch dieses schöne Mitmach-Schreib-Projekt … ich werde es mal in meinem Blog ankündigen … und dann mal sehen … einfach so schreiben mit 3 Worten … was ein Heidenspaß und doch „Stress“ 😉 …

    Tschüss. Draußen knackekalt … Wintersonnenwetter. Kommste mit auf einen Spaziergang :-). Wiederluege.
    Petra

    Gefällt 3 Personen

    • Hoi Petra (die Holländer sagen auch „Hoi“, übrigens, von den Schweizern wusste ich das nicht), mich reizen diese „x-Worte-eine-Geschichte“-Dinger auch immer. Die Beschränkung auf 10 Sätze ist natürlich heftig.
      Klar, mach mit, je mehr wir sind, desto bunter 🙂
      Mein Spaziergang steht für heute Nachmittag schon fest auf dem Plan, aber erst muss ich noch was tun, leider …
      Liebe Grüße ins Schneeland
      Christiane

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  4. Pingback: Sonntags. 3 Wörter. Blogaktion bei textstaub | Wesentlich werden

  5. Ja: Alle Toten fliegen hoch in Amerika bis Ach,diese Lücke, diese entsetzliche Lücke, wobei Band 1 und Band 3 die schönsten aus dieser Trilogie sind. Ich habe mich auch gewundert, dass es bisher niemand entdeckt hatte. Du hast ja eine kleine Bibliothek in diesen wenigen Sätzen untergebracht,wobei mir die anderen Titel nichts sagen, ich habe es nicht so mit Ratgebern 🤗Auf einen schönen lesevergnügten Rotweinabend bei klirrender Kälte draussen.

    Gefällt 2 Personen

    • Ich habe von den aufgeführten Büchern gerade mal eins gelesen, liebe Karin, und es war leider nicht der Meyerhoff. Die „kleine Bibliothek“ entstammt sämtlich den aktuellen SPIEGEL-Bestsellerlisten, die Titel sind so schön sprechend, es reizte so.
      Lesevergnügte Grüße auch an dich!
      Christiane, bisschen frierend, noch vor Rotwein

      Gefällt mir

  6. eine feine kürzeste Kurzgeschichte, liebe Christiane.

    Es sind Buchtitel, die Du unterbringen mußtest? Ich habe es nicht wirklich entdeckt, weil ich die Bücher nicht kenne.
    Dein Satz *Am Arsch vorbei geht auch ein Weg: welch grandiose Erkenntnis*
    hat mich ziemlich amüsiert und ich habe ihm insgeheim Beifall gespendet

    Liebe Abendgrüße von mir

    Gefällt 1 Person

  7. Pingback: Schnee von gestern (abend) | Fädenrisse

Ja, eben. Und du so?

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