Sommer

Am Abend schweigt die Klage
Des Kuckucks im Wald.
Tiefer neigt sich das Korn,
Der rote Mohn.

Schwarzes Gewitter droht
Über dem Hügel.
Das alte Lied der Grille
Erstirbt im Feld.

Nimmer regt sich das Laub
Der Kastanie.
Auf der Wendeltreppe
Rauscht dein Kleid.

Stille leuchtet die Kerze
Im dunklen Zimmer;
Eine silberne Hand
Löschte sie aus;

Windstille, sternlose Nacht.

(Georg Trakl, Sommer, Quelle)

 

Gewitter | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Sommerhitze oder nicht – kommt gut in und durch die neue Woche!

Ich erwarte ab heute Schwierigkeiten mit meinem Internetanschluss: Umstellung auf digital. Weiß nicht, wann ich wieder regulär online sein kann, hoffentlich schon Dienstag. Seht mir bitte nach, wenn ich wenig und in größeren Zeitabständen als sonst kommentiere.

 

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42 Kommentare zu “Sommer

  1. Ein wunderbares Gedicht, liebe Christiane!
    Danke für deine Präsentation mit dem schönen Foto dazu.
    Für deinen I.Anschluß drücke ich Dir die Daumen.
    Alles Liebe und einen schönen Tag,
    herzlichst Elke

    Gefällt 1 Person

  2. Ich mag den Trakl sehr und die Stimmung, die er vermittelt, steht fast im Raum…
    So langsasm komme ich wieder zu mir, liebe Christiane

    Liebe Grüße von mir

    Gefällt 2 Personen

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