Schreibeinladung für die Textwoche 40.17 | Wortspende von Fädenrisse

So, eine ergebnisoffene und reichlich postfaktische Woche liegt hinter uns, es war ja nicht anders zu erwarten, oder hattet ihr? Da ist es doch nett, wenn man sich zur Abwechslung bei den Etüden mal mit was richtig Konkretem, Solidem, Abwegigem herumschlagen muss. Oder? Oder nicht?
Wie dem auch immer sei, in dieser Woche, der Textwoche 40.17, stammen die Wörter aus dem Gedankenarchiv von Frau dergl und ihrem Blog, den Fädenrissen (faedenrisse.wordpress.com). Sie lauten:

Interpol
Trabantenstadt
Honigpumpe.

Ich habe euch gewarnt / You have been warned. Mich überfallen erste Krimi-Assoziationen …

Bitte diese 3 Wörter in maximal! 10! Sätzen unterbringen! Euren Beitrag verlinkt ihr dann bitte hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar (oder gleich die ganze Etüde, wenn ihr keinen Blog habt oder es bei euch nicht passt), damit eure Etüde auch ganz sicher von mir, von Frau dergl und von allen anderen Mitlesern/-schreibern gefunden werden kann.

Unverkennbar stammen auch diese Illustrationen wieder von dem wertgeschätzten Herrn lz., dem Etüdenerfinder, der nach wie vor mit seiner Artpage unter ludwigzeidler.de zu finden ist. Danke, Ludwig!

 

2017_40.17_eins_lz | 365tageasatzaday

 

2017_40.17_zwei_lz | 365tageasatzaday

 

 

84 Kommentare zu “Schreibeinladung für die Textwoche 40.17 | Wortspende von Fädenrisse

  1. Wann würden die von Interpol darauf kommen, dass er in der Trabantenstadt eine neue Art von Honigpumpe erfunden hatte?
    Die Leute von dieser Polizeieinheit wussten doch alles. Die Tatsache, dass er da wohnte, wo er wohnte machte ihn für diese Menschen besonders interessant. Und etwas Werbung für seine Profession war immer gut.

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  2. Ach du Schreck, wie soll ich das bloß meiner Maria und meinem Petrus klarmachen?! Die werden ja aus allen Wolken fallen vor Schreck! Honigpumpe? Muss ich mal wieder erst googeln. Als Imkertochter kannte ich bisher nur die Honigschleuder. Aber zugegeben, meine Erfahrung ist seit 50 Jahren verschüttet und nicht mehr aktualisiert worden. 😊

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  5. Die Urheberdiskussion zu diesem Text kenne ich auch. Eine Fanatikerin seiner Kunst bin ich nicht, brauche dazu Leute, die sie mir erklären, wenn er das nicht selber tut (Texte, Videos usw.); war nur seinerzeit hingerissen von seinen Zeichnungen, die ich anlässlich einer Ausstellung in der Schirn hier in Frankfurt 2005 zu Beuys und Rodin kennenlernte.
    Ist aber ein anderes Feld und wir wollen ja bei den Etüden bleiben -:))
    Einen schönen Restsonntag wünsche ich Euch, Karin

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  6. Blutiger Honig

    „Honey“, sagte der Boss, „bin mir nicht sicher, ob du auch alles ablieferst.“
    „Es sind jede Menge Blüten im Umlauf!“, versuchte sie ihn…, nun, vielleicht abzulenken?
    „Nee, Süße“, knurrte er, „mir wurde da was gezwitschert, ein paar von euch gehen fremd, liefern bei ’nem anderen ab, in so ’ner Art Trabantenstadt.“
    Sie brach nicht zusammen, nee, den Gefallen tat sie ihm nicht und während er sie ungläubig anstarrte, stach sie zu.
    Plötzlich flog die Tür auf und gleich darauf schwirrte es nur so vor Eindringlingen.
    „Waffe fallenlassen.“
    „Die Honigpumpe“, dachte der Boss noch, „ich muss die Honigpumpe in Sicherheit bringen.“
    Zu spät, die Interpollen-Polente hatte wieder zugeschlagen. Die Schwarzmarktpreise für Hanfhonig würden explodieren.

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  7. Ich habe heute tüchtig recherchiert. Nein, nicht zur Honigpumpe, die hier dankenswerter Weise bereits per Video bekannt gemacht wurde, sondern zum Interpol. Ist ne ziemlich interessante Geschichte, sehr lesenswert, mit vielen Wurzeln und Würzelchen in der tiefbraunen Scheiße. Wiki bringt schon das wichtigste.

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  21. Rein, raus, rein, raus, das Summen, der Duft, die Wärme des Stocks – Melanie konnte sich einfach nicht losreißen. Der Chef würde ungeduldig werden und sie würde ihm von irgendeiner wichtigen Imkertätigkeit vorflunkern. Er verstand praktisch nichts von seinen eigenen Bienen, für ihn waren die Stöcke auf dem Dach nichts als eine Honigpumpe. Der selbstgeschleuderte Ghettohonig machte das Interpol noch abgefahrener als es ohnehin schon war. In der Trabantenstadt, deren Ruf die Bronx wie ein nettes Wohnviertel aussehen ließ, im vierundzwanzigsten Stock einer erbärmlich isolierten, graffitikontaminierten Siebzigerjahre-Bausünde setzte das Café Interpol neue Maßstäbe, für das, was unter „hip“ zu verstehen war. Seit es im Lonley Planet erwähnt worden war, reisten Touristen und Innenstadtbewohner wie weiße Adelige auf Safari mit der legendären Buslinie 17 an, eine erregende Fahrt, wusste man doch nie, ob nicht ein Original-Ghettogangster seinen Schlagring zücken würde. Gäste aus der Trabantenstadt gab es im Interpol kaum, die meisten Alteingesessenen konnten sich dort kein Bier geschweige denn einen Cocktail leisten.
    Für Melanie war das Interpol ein Glücksfall, ein Job im Haus, in dem sie aufgewachsen war und vom Imkerkurs hatte der Chef die Hälfte der Gebühr gezahlt. Die Oktobersonne wärmte noch, trotzdem schraubte sie vorsichtshalber schon die Mäusegitter an. Im Winter würde „unsere authentische Ghettoimkerin“ nur eine mäßig bezahlte Tresenkraft sein, also genoss sie noch ein bisschen das Summen, den Duft, die Wärme, rein, raus, rein, raus ….

    So und nächste Woche hoffentlich endkich vom eigenen Blog 😉

    Gefällt 6 Personen

    • Seeeehr cool. Ein Café, das hätte mir ja auch einfallen können …
      Sag Bescheid mit deinem Blog, ich will auf alle Fälle vorbeischauen, bin schon gespannt!
      Liebe Grüße
      Christiane

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  22. Pingback: abc-Etüden 40/17. | vro jongliert

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