Winter oder so

Weg am Winterstrand

Das Meer hat die Spuren des Sommers gelöscht
bald wird auch die Sonne vereisen
in der Januarnebelwand …

(Hier stand bis eben das Gedicht einer Lyrikerin, deren Name von aphorismen.de mit „Betty Paoli“ angegeben wird (Quelle), obwohl es sprachlich eigentlich zu modern für eine Frau anmutet, die 1894 starb. Das stimmt dann auch prompt nicht (danke für die Hilfe, Bernd), es stammt aus der Feder von Annemarie Schnitt (Quelle, auf der Seite nach „Winterstrand“ suchen, die Versionen differieren).
Da Frau Schnitt noch lebt und da sich auf ihrer Webseite kein Hinweis findet, ob sie das Zitieren erlaubt, und weil ich ihre Erlaubnis gern vorher eingeholt hätte, nicht nachträglich, habe ich es also gelöscht. Dies nur für diejenigen Leser, die sich wundern, wenn sie die Kommentare lesen.
Stattdessen habe ich ein bisschen Ringelnatz eingefügt, es möge gefallen  ;-) )

 

Lebhafte Winterstraße

Es gehen Menschen vor mir hin
Und gehen mir vorbei, und keiner
Davon ist so, wie ich es bin.
Es blickt ein jedes so nach seiner
Gegebenen Art in seine Welt.

Wer hat die Menschen so entstellt??

Ich sehe sie getrieben treiben.
Warum sie wohl nie stehenbleiben,
Zu sehen, was nach ihnen sieht?
Warum der Mensch vorm Menschen flieht?

Und eine weiße Weite Schnee
Verdreckt sich unter ihren Füßen.
So viele Menschen. Mir ist weh:
Keinen von ihnen darf ich grüßen.

(Joachim Ringelnatz, Quelle)

 

Winter, du rauher Mann,
Winter, ich lieb’ dich nicht!
Zitternd vor deinem Frost
Strebe ich auf zum Licht.

Fritz Lemmermayer, Quelle

 

winter nordfriesland | 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

Kommt gut und warm  ;-) in die neue Woche!