Vom selben Stern | abc.etüden

„Wir alle sind aus Sternenstaub, in unsren Augen war mal Glanz. Wir sind noch immer nicht zerbrochen, wir sind ganz …“
Wie sehr sie sich das wünschte, dass alles wieder gut werden würde! Dass sie seine hässlichen Worte nur geträumt hatte, sein Lachen über ihre Tränen, das sie schier wahnsinnig machte, wenn sie daran dachte. Immerhin war sie davongestürmt und hatte seine Autoschlüssel mitgenommen – er würde sicher von „klauen“ sprechen und sie als „hysterische Kuh“ beschimpfen –, sodass er ihr nicht folgen konnte, jedenfalls nicht schnell.

Um nicht in ihren Tränen zu ertrinken, war sie in die Stadt gefahren und schließlich in diesem Club gelandet, wo sie alte Sachen spielten und sich eine einsame Discokugel an der Decke drehte. Seitdem war sie auf der Tanzfläche, gefangen in ihrer eigenen Blase, das Herz voller Risse.
„Du bist vom selben Stern, ich kann deinen Herzschlag hörn, du bist vom selben Stern wie ich.“
Ach, Illusion, all ihre Liebe nur Illusion, die Tränen liefen über ihr Gesicht.
Sie würde heute bestimmt nicht mehr zurückgehen, zu ihm schon gar nicht, aber sie wusste nicht, wohin mit sich.

 

2018_04_1 | 365tageasatzadayVisuals: ludwigzeidler.de

Für die abc.etüden, Woche 04.2018: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Worte stammen in dieser Woche von wortgeflumselkritzelkram und lauten: Discokugel, wahnsinnig, klauen.

 

Mir war grad so. Einer dieser Abende, um sich Heulfilme anzuschauen und an der Welt zu verzweifeln. Und ja, Gerda (und Ulli!), ein bisschen Sternenstaub ist auch für euch!  :-D

Wer das Lied dazu nochmals nachhören möchte: Ich + Ich – Vom selben Stern