Schreibeinladung für die Textwoche 14.18 | Wortspende von Fädenrisse

Ostern polarisiert, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, oder wie ist es bei euch? Während man bei Weihnachten um die religiöse „Frohe Botschaft“ kaum herumkommt, finde ich Ostern, das Fest des Sterbens und Auferstehens, wesentlich schwerer zu verstehen und denke, Tod ist ja eh kein beliebtes Thema, dass es doch weitaus heftiger im Magen liegt. Wen wundert es da, dass viele (und damit meine ich nicht mal die notorischen Skeptiker, Agnostiker, Atheisten oder sowieso Desinteressierten) sich viel lieber mit Süßkram den Magen verderben und daraus ein langes Wochenende mit mehr oder weniger viel Familie machen.

Sei es wie es sei. Für die kommende Woche, die Textwoche 14.18, stammen die Wörter aus dem Gedankenarchiv von Frau dergl und ihrem Blog, den Fädenrissen (faedenrisse.wordpress.com), und ja, ich halte sie mal wieder für eine Herausforderung, vor allem das erste, das ich zwar als Begriff kannte, aber sehr gern und sofort mal genauer nachgeschlagen habe und wofür Frau dergl mir auch Links anbot. (Falls sich wer wundert: Ich finde grundsätzlich interessant, was/woran Menschen glauben (und warum), auch wenn vieles möglicherweise nicht meins ist. Wir können uns nur näherkommen, wenn wir wenigstens die Basics verstehen, und nein, das gilt nicht nur für so schwierige Dinge wie Glauben.)

Die Wörter lauten:

Seder (Bedeutung: Wikipedia, haGalil.com, Chajms Sicht)
metallisch
mäandern.

 

Wie immer die berühmten letzten Worte: Diese 3 Wörter sind in maximal! 10! Sätzen unterzubringen, wie es sich gehört stammen die Illus aus der Kamera/Feder des werten Herrn lz., vielen Dank, Ludwig!
Euren Beitrag verlinkt ihr dann bitte wie gewohnt hierhin und/oder (am besten „und“) postet den Link unten in einen Kommentar (oder gleich die ganze Etüde, wenn ihr keinen Blog habt oder es bei euch nicht passt), damit eure Etüde auch ganz sicher von Frau dergl und mir und von allen, die es interessiert, gefunden werden kann.

Und schöne, friedliche Ostertage euch, egal, was ihr damit anfangt!

 

2018_14_1_eins lz | 365tageasatzaday

 

2018_14_2_zwei lz | 365tageasatzaday

 

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47 Kommentare zu “Schreibeinladung für die Textwoche 14.18 | Wortspende von Fädenrisse

  1. Liebe Christiane,
    derzeit wünscht man sich und der Welt wohl vor allem friedliche Ostern, und so wünsche ich sie auch Dir. Ein bisschen Sonne dazu könnte allerdings nicht schaden.
    Vielen Dank für die Schreibeinladung. Nachdem ich den Sederteller gesichtet habe, bin ich einigermaßen beruhigt.
    Herzliche Grüße
    Christa

    Gefällt 3 Personen

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  3. Pingback: ABC-Etüden – Alle Jahre wieder | la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

  4. Seder war mir bisher unbekannt. Da mußte ich tatsächlich mal nachsehen, liebe Christiane.
    Viel Freude mit dieser feinen Mischung und Dir ein frohes Ostern mit endlich schönerem Wetter

    Gefällt 3 Personen

  5. Pingback: Ewiges Eis|abc-etüden – viola-et-cetera

  6. Pingback: Seder – metallisch – mäandern | Christa Hartwig's Blog

  7. Hier mein Beitrag zu dieser recht anspruchsvollen Wortvorgabe, zumindest was den SEDER betrifft.
    LG Werner

    Mehrdeutig mäandern Worte in ihren Bedeutungen:
    die sechs Seder als ordnendes Prinzip in den Talmuden
    und als ewig neu beruf‘ne schmerzliche Ahnungen,
    als mit Gottes Hilfe nach der zehnten und letzten Plage
    die Befreiung mit fremden Blutes Zoll siegreich wurd‘ errungen
    der Hebräer aus verhasster Fron und ägyptischer Sklaverei
    und Mose nach vielen Wirren sie führt‘ ins lang verheiß’ne Land.

    Metallisch glänzt der Wein viermal im erhobenen Kelch,
    zu erneuern den Bund mit Gott und den zehn Geboten,
    um befreit von Sünd‘ und in festem heil ‘gen Glauben
    Erlösung in Körper und Geist zu finden durch Christi Blut,
    Gott in die rechte Mitt‘ zu holen und Satan zu besiegen.

    Gefällt 7 Personen

    • Wow! Okay, dass du einen Brückenschlag zwischen Judentum und Christentum in deinem Beitrag vornehmen würdest, noch dazu zu Ostern, damit war zu rechnen.
      Ich bin sehr beeindruckt von der Tiefe deiner Formulierungen.
      (Übrigens hast du Mail an deine Kommentaradresse.)
      Liebe Grüße
      Christiane

      Gefällt 2 Personen

      • Danke, liebe Christiane für Deine Aussage.
        Ich möchte dazu sagen, dass im Voraus eigentlich von mir nur die Zahl der Zeilen in den zwei Abschnitten angedacht war: 7 + 5 Zeilen. Wobei die 7 von mir dem weithin bekannten siebenarmigen Leuchter (Menora) entlehnt ist, der quasi einen Lebensbaum darstellt. Die 5 bezieht sich gedanklich auf die damals bekannten 5 Planeten.
        Die anderen Bezüge haben sich beim Schreiben, Verwerfen, Ändern ergeben, ohne dass es mir zunächst bewusst war. Ich bin oftmals immer wieder erstaunt, was das Unterbewusstsein an Strukturen und Bezügen ausschüttet und Verbindungen schafft, wie sich Ahnungen im Schlaf, beim entspannten Spazierengehen mit dem Hund, beim Radfahren verbinden, entwirren und Worte liefern.

        Dass die Summe von 7 + 5 auch der Zahl der Apostel entspricht und Israel 12 Stämme hat, das hat mich auch erst bei intensiver Lektüre und Recherche zu dem Thema überrascht.

        Der Hinweis auf Satan lag mir insofern am Herzen, als dass ich aus eigener Kenntnis weiß, dass Satan in der jüdischen Lehre, aber auch im Islam immer noch einen wesentlich höheren „Stellenwert“ hat als im Christentum. Bei uns ist die Sorge und Gefahr, Satan zu verfallen, lange nicht mehr so präsent wie im Nahen Osten.

        In jedem Fall danke ich Dir, an diesen wöchentlichen Reibungen teilnehmen zu können.

        Liebe Grüße
        Werner

        Gefällt 2 Personen

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  9. 7 gilt als Zahl der Zeit und Entwicklung (7 Zeitalter, kindliche Entwicklung im 7-Jahres-Rhythmus), 5 die des Menschen (seine Gestalt eingeschrieben ins Pentagramm, auch: 5 Finger, Zehen). 12 ist die Zahl des Raumes (Würfelkanten), der Gleichzeitigkeit und insofern auch der Brüderlichkeit (12 Stämme, Apostel, Tierzeichen)

    Gefällt 1 Person

      • Liebe Gerda, Dank für Deine Hinweise!

        Die Zahlen als Symbole sind in den unterschiedlichen Religionen/Kulturen immer auch Entwicklungen/Verschiebungen unterzogen gewesen. Vielfach wurden Symbole übernommen oder mit anderen Inhalten unterlegt, je nachdem, wer gerade Herrscher war und das Sagen hatte oder der geistig/kulturell Überlegene war. Ich stelle mir das ähnlich wie bei den Mythen vor, wo ja auch politische Einflüsse dazu geführt haben, alte Traditionen/Symbole entweder zu unterdrücken oder in das eigene System einzufügen und „heimisch“ zu machen.
        Die von Dir benannten Symbolzahlen kenne ich auch so, unabhängig von ihrer Herkunft.

        Bei den „alten“ Hebräern hat man vielfach auch andere Zuordnungen benutzt, wie z. B. unter
        http://www.kreudenstein-online.de/bibelkritik/zahlensymbolik.htm
        aufgelistet.
        Die aber ja auch teilweise dann in das Christentum übertragen wurden.

        Und so haben wir heutzutage einen „Kuddelmuddel“, der sich keinem mehr so richtig erschließt.

        (Statt Kuddelmuddel könnte man natürlich auch „Durchdringung“ sagen)

        LG Werner

        Gefällt 2 Personen

        • Danke, Werner! Genauso sehe ich es auch. ich habe dazu auch bei Ullis letztem Boote-Beitrag was geschrieben. Deine Anmerkungen hier gehören als Korrektiv dazu: die Symbole sind heute kaum noch klar zu lesen, sie sind ein Kuddelmuddel.

          Gefällt 2 Personen

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