10 aus 15 | Etüdensommerpausenintermezzo II-18

Eine Pause ist eine Pause ist eine Pause. Mir jedenfalls tut sie gut, immer noch, führt sie doch dazu, dass sich bereits ZWEI Ideenpakete bei mir eingestellt haben, von denen ich das Gefühl habe, dass sie mein Leben verändern könnten – und die nichts mit den Blogs zu tun haben, okay, eine könnte sich vielleicht in die Richtung ausdehnen. Alles zu seiner Zeit. Habe ich also Lust, meine Sommerfrische zu beenden? Mitnichten! Ich harre der Dinge, die da kommen, und lebe. (Und arbeite.) Offline. Weitgehend.

Da trifft es sich gut, dass ich (aus anderen Gründen, manche werden sie kennen) dergl (deren momentane Abstinenz ich bedaure, aber verstehe und hoffe, dass sie bald beendet ist und sie wieder mitschreibt) gebeten hatte, dass sie aus der Liste der von euch gespendeten Wörter 15 neue aussucht, auf dass wir mit ihnen spielen/schreiben können. Und wem meine Wörter ein bisschen zu sehr dem bunten Bällebad entsprungen waren, der wird sich sicherlich jetzt über mehr Tiefe freuen, der Tenor ist ganz anders.

Sucht euch aus der Liste (mindestens) 10 Wörter aus und verarbeitet sie in einem Text. LÄNGE: egal. TEXTART: egal. Zusätzliche Gedicht- oder Liedzeile: gestrichen.

 

Hier sind sie (in alphabetischer Reihenfolge):

Flüsterpropaganda
Graugans
Holz
Johannisbeeren
Kaninchenstallscharnier
Knäckebrot
Lampion
Langsamkeitswahn
Muckefuck
Sarkasmus
Schaukelbär
Schritte
Waldeinsamkeit
Wanderbaustelle
Windhauch

 

Anders als ursprünglich geplant, geht es mit den Etüden nicht am ersten Septemberwochenende weiter, sondern erst am zweiten, wir sprechen also über Sonntag, den 9. September. Vorher melde ich mich bei euch, WIE es denn nun weitergeht. Die Abstimmung zeigt bisher jedenfalls, dass ihr mit großer Mehrheit eine maximale Wörteranzahl statt 10 Sätzen befürwortet bzw. zumindest tolerieren würdet. Wir können es ja mal probieren. Wie gesagt, Näheres dazu kommt.

Last but not least sind des Herrn lz. wunderhübsche Illustrationen (danke, Ludwig) dazu gedacht, als Bilder von euch bei euren Beiträgen eingebunden zu werden (die Frage tauchte neulich auf). Kein Muss, aber ein Angebot.

Und bitte hierhin verlinken/kommentieren … ich freue mich und bin wie immer sehr gespannt, was euch so einfällt! Viel Spaß beim Aussuchen und Schreiben!

 

Sommeretüdenintermezzo II-1 | 365tageasatzaday

 

Sommeretüdenintermezzo II-2 | 365tageasatzaday

 

67 Kommentare zu “10 aus 15 | Etüdensommerpausenintermezzo II-18

  1. Das alles klingt wunderbar, liebe Christiane und die Illustrationen von Ludwig sind dieses Mal ganz besonders toll geworden!
    In mir klingt das Wort Flüsterpropaganda und flüstert und flüstert…
    ich wünsche dir einen schönen Sonntag,aber nicht nur den, auch sonst, hab eine gute Zeit, ich bin sehr gespannt was sich bei dir herausschält!
    Liebe Grüße, Ulli

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    • Ich auch, liebe Ulli, ich auch. Und vielen Dank!
      Vielleicht magst du die Flüsterpropaganda ja nicht nur flüstern lassen, sondern gießt sie auch in eine Geschichte? Ich würde sie jedenfalls gerne lesen …
      Liebe Grüße in deinen Sonntag
      Christiane

      Gefällt 3 Personen

  2. Ich bin überrascht, wieviel Spass ich auch diesmal mit den Vorgaben hatte. Hier mein kleiner Beitrag:

    Hi-Noon
    Das Kaninchenstallscharnier schnarrte leise im aufkommenden Wind. Es war 5 vor 12, als Django Silberlocke auf den Platz vor dem Saloon trat. Er fuhr sich nochmal mit dem Handrücken über den Mund, um die die letzten Spuren des heißen Muckefucks wegzuwischen, den er noch schnell getrunken hatte. Die Knäckebrot-Krümel an seiner Lederweste fielen auf den Boden. Hinter den Hausecken versteckten sich einige Bürger, denn die Flüsterpropaganda hatte ein heißes Duell vorausgesagt. Die Holz-Bohlen, auf denen sie standen, knarrten leise. Spannung lag in der Luft.
    Da, noch ein verdächtiges Geräusch! Django Silberlocke verlangsamte seine Schritte und schaute aufmerksam in den Himmel. Dort über dem Lampion kreiste die Graugans vom Bestatter mit langsamem Flügelschlag über dem Platz. Ein böses Omen? Eine dunkle Ahnung beschlich ihn. Aber er fasste wieder Mut und erreichte die Mitte des Platzes.
    „Schon wieder ist der Kerl unpünktlich zu dem angesagten Duell!“ brummte Django. „“Schuld ist wohl wieder diese verdammte Wanderbaustelle auf dem Ost-West Trail in der Sierra Nevada! Oder er hat die Zeit vergessen, denn er wollte mir noch ein paar Johannisbeeren pflücken. Als Henkersmahlzeit. Der Witzbold, der!“
    Django Silberlocke richtete sich gedanklich schon auf eine längere Wartezeit ein. Da, ein plötzlicher Windhauch und wie aus dem Nichts stand Doc Holliday vor ihm.
    „Sorry, Django, dass ich zu spät bin, aber ich habe das falsche Pferd genommen! Mit meinem alten Schaukelbär – wie ich ihn immer nenne – wäre das nicht passiert!“ Und mit kaum hörbarem Sarkasmus in der Stimme fuhr er fort: „Diesmal machen wir es anders! Lass uns nicht länger die Zeit vertrödeln! Ich ziehe jetzt den Strich, wo wir uns aufstellen. Jeder bekommt fünf von den roten Beeren. Und derjenige, der sie am weitesten spuckt, darf sich der Wahl zum Hilfssheriff stellen!“

    LG Werner

    P.S. Im letzten Absatz hatte ich das „falsche Pferd“ mit einem Link zu einem Song unterlegt. Ist nicht übertragen worden, deswegen hier:

    Gefällt 10 Personen

    • Wie cool! Eine Wanderbaustelle auf dem Ost-West-Trail! Ganz großes Kino, lieber Werner! Vor meinem inneren Auge spielen sich Szenen ab …
      Ich frage mich gerade, ob du wohl Monty Python magst.
      VIELEN DANK! :-D
      Liebe Grüße
      Christiane, immer noch lachend

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        • Es freut mich sehr, dass Dir die Geschichte gefallen hat, liebe Christiane!

          Ergänzend möchte ich noch sagen: schwarzen (britischen) Humor gab es ja nicht nur bei Monthy Python. Vielleicht kennst Du auch die Serie BLACKADDER (mit Mr. Bean bevor er Mr. Bean wurde)? Die habe ich auch geliebt.
          Gruß Werner

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        • Blackadder kannte/kenne ich dem Namen nach, lieber Werner, verfolgt habe ich ihn nie. Ich habe ein etwas zwiegespaltenes Verhältnis zu dem, was so unter „Comedy“ läuft, ich kann meine eigene Grenze, wo ich Klamauk peinlich finde, nicht besonders gut definieren, aber ich habe meistens keine Lust, mich fremdzuschämen, bzw. zuzusehen, wie andere sich zum Affen machen, daher ist Comedy oft nicht so meins. Nein, das trifft die Engländer nicht, oder nur teilweise, klar … ach, es ist schwierig. ;-)

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        • Du bist mir schon wieder einen Gedanken voraus beim Schreiben. Glaubst du, dass auch andere sich jeweils ein Wort als Grundlage nehmen? Du und ich, wir haben darüber gesprochen.

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        • Na ja, ich denke es gibt verschiedene Herangehensweisen. Man kann die Geschichte um ein Wort bauen und die anderen hereinziehen oder zuerst eine Geschichte haben und die Wörter dann einbauen oder nur die Wörter irgendwie aneinanderreihen. Sehr spannend finde ich irgendetwas Persönliches zu schreiben und dann zu sehen, ob die Wörter irgendwelche zusätzliche Gedanken oder Themen eröffnen. Das ist dann so ähnlich wie ein Rohrschach-Test nur mit Wörtern. Das ist für mich ein Gewinn, ansonsten könnte ich ja genauso gut einfach irgendeine Geschichte erfinden oder Betrachtungen über irgendwas schreiben. Aber es würde mich sehr interessieren, wie andere an die Sache herangehen

          Gefällt 2 Personen

        • Das muss ich mal ausprobieren, Letzteres, ich kann es ja dann immer noch verfremden …
          Ich glaube, dass der Beitrag zu alt ist, dass sich noch mehr von den Schreiber*innen zu Wort melden, aber wir können es ja noch mal aufgreifen.

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