Aller guten Dinge sind vier!

Letzte Woche hatte mein Blog Geburtstag (und ich war gerade anderweitig schwer beschäftigt). Das ist zwar, wie ich jedes Jahr aufs Neue sage, DIE Gelegenheit, meinen Blog und mich mit Glitzer zu beschmeißen, zu verkünden, wie glücklich und zufrieden ich mit allem bin und knietief im Sternenstaub zu waten, in der Regel klappt es bloß nicht so ganz. Ich bin misstrauisch gegenüber Zuckerwatte, vor allem, wenn ich sie selbst produziere.

Tatsache ist, dass ich im letzten Blogjahr gefühlt eigentlich nichts anderes gemacht habe, als das Etüdenprojekt zu hätscheln betreuen (danke, Ludwig, immer noch, immer wieder), selbst Etüden zu schreiben und montags die Woche mit ein paar Gedichten einzuläuten. Da mein eigener Stresspegel ziemlich hoch war und ist, reicht mir das völlig an Aufwand, aber ganz glücklich bin ich doch nicht damit. Hm.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich etwas Besonderes auf meinem Blog zum Bloggeburtstag veranstalte. Und dann fiel mir Folgendes ein: Es gibt irgendeinen Award, der unter anderem dazu auffordert, seine „besten“ Bei-/Einträge aufzulisten. Kann ich nicht. Will ich nicht. Was soll das sein, meine „besten“ Einträge, wer bewertet das? Ich habe Schwierigkeiten mit dem Wort.
Was ich aber kann, ist, euch meine LIEBSTEN Geschichten zu präsentieren und euch lesen zu schicken. Also, holt euch einen Kaffee/Tee/Kakao/WasAuchImmer, bevor wir starten, es wird länger.

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Wenn ich durchsehe, worüber ich so schreibe, dann sehe ich, dass ich einen Hang zu Geschichten habe, die zwar nicht immer positiv/versöhnlich ausgehen, aber doch meist die Kurve zum Hoffnungsvollen bekommen. Definiert man so einen Optimisten? It ain’t over till it’s over? (Bin ich einfach nur naiv?) Eigentlich ist es mir egal, ich glaube nicht, dass ich mich noch ändern werde, ich will es nicht.
Dann gibt es die Geschichten, wo ich an der Grenze zum Mystischen/Magischen/Fantasy kratze oder sie überschreite, und das, ihr Lieben, sind mir eigentlich die liebsten.

In diese Kategorie gehört eine frühe Geschichte, in der ein Mensch einem Zwerg aus der Klemme hilft und dafür einen Wunsch frei hat: Klappspatens Verwandlung. In einer anderen sitzt Tine im Treppenhaus und weiß weder so genau, wie sie dort hingekommen ist, noch woher ihre Verletzungen rühren: Tragischer Unfall am Weiher. Kurz und knackig waren dagegen meine beide Etüden von einer Meerjungfrau, die in einem Aquarium festsitzt: Alles Fake! (1) und Sirenengesänge (2). Was habe ich beim Zusammenfabulieren Spaß gehabt! Ganz frisch ist die Irgendwie-schon-auch-Liebesgeschichte vom gar nicht wilden Wassermann und der schönen Lilofee, die sich schon beim Schreiben in mein Herz geschlichen hat: Dylan und Lilo. Fast ein Wassermärchen.

Da wir gerade bei „Herz“ sind, möchte ich wieder ins rein Irdische wechseln und stellvertretend nur eine laaaaange Geschichte aufführen, die mir letztes Jahr den Sommer versüßt hat: Der Wassermaler (I) und Der Wassermaler (II).

Nun wird’s kurz: Katastrophenalarm, ein Brief eines Mädchens aus dem Urlaub an die BFF; Rausch handelt vom ultimativen Kick; Sternenwanderer, eine Geschichte, bei der es mich überläuft, warum auch immer; Wie viel? – eine Etüde, in der es nicht um das geht, worum es scheint.

Zum Schluss die Etüden-Trilogie von einem, den ich nicht kennen möchte: Nach Hause (1), Stay tuned (2) und THE END (3).

Wie, kein Fellträger? Na ja, in den meisten Geschichten, in denen er auftaucht, beruht der Witz darin, dass er sich erst im letzten Satz sozusagen zu erkennen gibt. Führe ich die also hier auf? Nein. Aber ich hoffe immer noch, dass sich die Gelegenheit ergibt, die Geschehnisse um eine gewisse rotäugige Zombiekatze (hallo Anton, hallo Frau Flumsel) noch mal aufzugreifen. Hat den eigentlich einer mal wieder gesehen?

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Bliebe noch zu sagen, dass in diesem letzten Blogjahr meine Followerzahl bis auf um die 600 angestiegen ist, je nachdem, ob man die Mail-Follower mitzählt: Ich tue es, WordPress manchmal ja, manchmal nicht. Wie auch immer, ihr, die ihr dies lest und KEINE Etüden schreibt und/oder bisher nicht kommentiert habt: Herzlich willkommen auf meinem Blog, ich hoffe, ihr mögt es hier!
Ferner ist dies hier der 858. Beitrag, vor einem Jahr zum Bloggeburtstag war es der 674., und ich habe die unglaubliche Zahl von 26.800 Kommentaren überschritten (letztes Jahr über 18.500), und ja, ich weiß, ich habe bestimmt die Hälfte selbst geschrieben. Na und?! Ja, ich würde sagen, wenn ich mir die Zahlen so ansehe, muss ich einräumen, ich habe wohl einen lebendigen Blog.

Das hätte ich mir vor vier Jahren echt nicht träumen lassen, dass dieser Entschluss mein Leben so bereichern würde. Mein Dank und mein Gruß geht daher an alle von euch, die zum Teil schon seit mehreren Jahren meine „Online-Familie“ bilden (bitte, ich sehe das mit seinen Möglichkeiten und Grenzen durchaus auch kritisch, dennoch bedeutet es mir viel), und ganz besonders an die, die ich (quer durchs Land) inzwischen persönlich kennenlernen durfte. Ich danke euch. Gerne mehr davon! Wir sehen, hören und lesen uns!

 

Pusteblume | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay