Das Geständnis | abc.etüden

Es war seine Firma. Er durfte überall hinein. Auch in ihr Büro. Auch wenn die Tür geschlossen war. Auch wenn normale Menschen den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden. Konnte doch nicht so schwer sein, oder?

Er trat ein und setzte sich auf die Kante des Schreibtischs.

„Hör mal“, begann er in ernstem Ton, „ich glaube, ich muss dich was fragen. Lisa vom Empfang sagt, du stiefelst seit Anfang der Woche morgens mit einem Gesicht an ihr vorbei, als hätte dich wer gebissen. Du kommst nicht zum Kaffeetrinken in den Aufenthaltsraum. Du willst nicht mal mehr, dass man dir zur Frühstückspause was vom Café mitbringt. Ich würde sagen, irgendwas ist faul im Staate Dänemark. Und damit es nicht bald verdorben ist und stinkt und wir es alle ausbaden müssen, dachte ich, ich erkundige mich mal.“

Er sah sie auffordernd an.

Wow! Großartig! Wie er seine Bildung herauskehrte! Sie überlegte, ob sie was Geistreiches erwidern konnte, und schwieg. Vielleicht hatte sie es wirklich übertrieben?

Sie sah zur Wand. Er folgte ihrem Blick. Ein großes, handgeschriebenes Plakat.
NICHT VOR 12, VERDAMMT!
Klar, verstand er nicht, er war ein Mann.
Sie seufzte. „Ich bin seit Anfang der Woche auf Diät, weißt du? Intervall-Fasten. Ich esse nichts vor zwölf. Auch keinen Kaffee mit Milch. Ich hab einfach eine Scheißlaune. Wird bald besser. Hoffentlich.“

„Ah.“ Sie sah ihn den Rückzug antreten. Frauensachen!

Über ihre inneren Kämpfe vor der Auslage beim Bäcker schwieg sie besser. Sie hatte so Lust auf Süßes! Intervall- UND Zuckerfasten standen auf ihrer Fahne, um genau zu sein. Das volle Pfund, jawohl. Und so gesund.

„Gehst du nachher mit uns essen oder darf ich das jetzt nicht mehr fragen?“ Er erhob sich.

„Doch.“ Sie nickte gnädig. „Wenn ihr nach zwölf losgeht, komme ich mit.“

Der Kampf ging weiter. Noch gab sie nicht auf.

 

abc.etüden 2019 12+13 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 12/13.2019: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Rina.P und ihrem Blog Geschichtszauberei und lauten: Café, verdorben, beißen.

Eine Fasten-Etüde, irgendwie. Zuckerfasten scheint mir speziell zu dieser Jahreszeit sehr en vogue zu sein, was nur noch durch den neuen Trend zum Intervallfasten getoppt wird. Ich frage mich, ob das hilft, oder ob man dennoch nachts den Kühlschrank leerfrisst. Aber vielleicht ist das auch nicht die gleiche Klientel.

 

 

 

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98 Kommentare zu “Das Geständnis | abc.etüden

  1. Ach, die Ärmste hat eine Essstörung, wie so viele Frauen (und auch etliche Männer, die ich kenne). Vermutlich nutzt ihr seltsames Verhalten niemandem, am wenigsten ihr selbst. Aber niemand sucht sich die eigene Krankheit aus. Eine Psychotherapie wäre eventuell empfehlenswert, am glaubhaftesten in Kombination mit einer kompetenten Ernährungsberatung.
    Wie kann eine sich das Leben freiwillig zur Hölle machen! Leben ist so schön. Und so kostbar. Und so endlich, dass man jede Sekunde einzeln genießen sollte.
    Ja, das wusste ich schon vor meinem Krankenhausaufenthalt, aber die Tatsache, dass ich die OP überlebt habe und wieder durch den Frühling schleichen darf, hat es mir noch einmal überdeutlich bestätigt. ;)

    Gefällt 7 Personen

      • Genau, Christiane schreibt über keine Essstörung, das sehe ich wie du. Christiane schreibt darüber, wie schwierig es sein kann, beim Intervallfasten einzusteigen, da es einfach dauert, bis der Magen und die Hungergefühle mitspielen … ;-)
        Liebe Grüße
        Christiane

        Gefällt 6 Personen

        • Aus Erfahrung: Es dauert ein wenig, bis man drin ist und auch ich habe immer wieder Zeiten, da lasse ich es und gönne mir mein Frühstück. Aber bitte kein Stress und dauerhaft habe ich jetzt immerhin schon drei Kilos abgenommen – trotz „ichgönnemirmalwas“ zwischendurch :-)
          Liebe Grüße

          Gefällt 4 Personen

    • Ach, na ja. Wer keine Gewichtsprobleme hat und nicht in die einschlägigen Zeitschriften schaut, bekommt das vielleicht nicht so mit, aber Intervallfasten ist gerade GANZ DOLL angesagt, das probieren vermutlich sehr viele mal aus, auch weil es eben keine Schwachsinns-Diät wie Ananas-, Kohlsuppe- etc. ist. Ob man allerdings eine Essstörung hat, wenn man ein paar Kilo zu viel hat, lasse ich damit jetzt mal offen.
      Zuckerfasten hingegen gehört für mich in den Rahmen von „Sieben Wochen ohne“, was ja auch die Kirchen gern zu dieser Zeit propagieren. Wenn man sich mal damit beschäftigt, dann stellt man fest, dass es fast kein Lebensmittel mehr gibt, dem nicht bei seiner Herstellung Zucker zugesetzt wird. Wenn man sich mal bemüht, Zucker wegzulassen (warum? – Um es auszuprobieren, ob mans kann), und sei es auch nur in der Form „nichts Süßes“ zu essen, erlebt man oft sein blaues Wunder: Der Körper revoltiert und behauptet, er stürbe ohne den Schokoriegel (was auch immer das Objekt der Begierde gerade ist).
      Ich stimme dir darin zu, liebe Elke, dass das Leben schön und kostbar ist. Dir weiterhin gute Genesung, ich bin sehr froh, wieder von dir zu lesen!
      Liebe Grüße
      Christiane

      Gefällt 3 Personen

      • Ich musste gerade schmunzeln wegen der Schwachsinns-Ananas-Diät 😁, da bin ich ja voll bei dir 😉
        Zucker weg zu lassen ist eine riesen Herausforderung, die ersten Tage zeigt der Körper da richtig Entzugserscheinungen. Da kann die Laune ganz schnell mal absinken, ich kenn das auch zu gut 🙈

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        • Mhm, ich kenn das auch. Unglaublich. Man rechnet ja mit allem, aber damit nicht – also ich nicht. Und dann diese Anfälle von Ich-WILL-JETZT-Zucker! Schlimmer als die verhungernde Katze am Morgen! 😁
          Danke & liebe Grüße
          Christiane

          Gefällt 1 Person

  2. Zuckerverseucht, wie ich bin, kann ich das supergut nachvollziehen. Sah letztens während des (gesunden, zuckerfreien) Abendessens vor meinem geistigen Auge eine Reihe Schaumküsse an mir vorbeiziehen und salutieren.

    Dennoch: Intervallfasten kann echt hilfreich sein. Ein Bekannter hat neulich von seinem Arzt dazu gehört: Wenn Sie so weitermachen, Herr K, Sie werden noch gesund! Und er fühlt sich so viel besser, dass er es leichten Herzens weitermacht, wie er sagt.

    LG Hummel

    Gefällt 4 Personen

    • JAHA! Das kenne ich nicht nur mit Zucker. Aber die Frage ist doch: Was macht man dann? Wenn man seinem inneren Auge suggieren kann, dass man sich drum kümmert und dass es Ruhe geben darf, ist ja noch alles okay. Wenn man sich dann aber anzieht und zum nächsten Supermarkt pilgert, würde ich das schon unter „Problem“ einstufen. (Ich bin gerade in einer Nutella-Phase. Mein inneres Auge findet Nutella toll. Bin gespannt, wie lange es anhält, denn normalerweise altert Nutella bei mir ziemlich.)
      Liebe Grüße und danke – ich muss so grinsen bei der Schaumküsse-Reihe …
      Christiane

      Gefällt 2 Personen

  3. Ich scheine das Wort „fasten“ in umgekehrtem Sinne auszuleben. „Fasten“ lässt sich auch als „zusammenraffen“ interpretieren. Sogesehen faste ich derzeit Schokolade, was das Zeug hält. Witzig, wo ich doch sonst kaum etwas Süßes brauche …
    Aber vielleicht liegt es an den momentan gesteigerten Herausforderungen im Alltag, an meinen ebenfalls gesteigerten sportlichen Tätigkeiten und dem Ende des Winterschlafes.

    Das mit der Sucht ist nicht von der Hand zu weisen: Wenn ich ein Stück Schokolade esse, schreit der Rest der Tafel so laut und lange, bis ich ihn auch esse. Besser wäre, wenn gar nichts in meiner Schoko-Lade läge.

    Intervall-Fasten kenne ich zwar, aber so nach strikten Regeln mag ich mich nicht richten. Ich bin ein großer Fan von FdH (Friss die Hälfte!), was auch gut funktioniert, solange mir die Schokolade nicht dazwischenrennt. *gg*

    Liebe Grüße, Veronika

    Gefällt 2 Personen

    • FdH ist die strikteste Regel, die ich kenne, das finde ich hart. Und was du mit Schokolade hast, kenne ich mit Chips, die schmecken einfach nicht mehr, wenn die Tüte einen Tag offen ist … Was aber tatsächlich dazu führt, dass ich bis auf SEHR! seltene Ausnahmen keine Chips zu Hause habe, es sei denn, ich erwarte Besuch, mit dem ich mir dann die Tüte teilen kann. Unter Freundinnen geht so was.
      Für mich fällt das alles unter „Sich selbst belohnen“, „sich was gönnen“ (trotz der Härten des Lebens), „sich selbst was Gutes tun“. Wir sind wohl alle so konditioniert, dass der berühmte Apfel nicht unter „was Gutes“ fällt. Bei mir jedenfalls funktioniert es nicht … 😉
      Liebe Grüße
      Christiane

      Gefällt 3 Personen

      • Ich nehme mir meist einfach kleinere Portionen und später nichts mehr nach. Oder ich trinke literweise Tee. Nüsse sind immer irgendwie daheim.

        Am besten funktioniert trotzdem eine räumliche Trennung, wenn ich einfach keinen Zugang zu dem Süßkram habe. Dazu dürfte ich jetzt halt nichts mehr kaufen. Bei Heißhunger auf „Irgendetwas“greife ich notfalls zu Kohlrabi oder Karotten. Die teile ich mir mittlerweile mit den Meerschweinchen. *lach*

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        • Toll! Ja, nichts zu Hause zu haben funktioniert wirklich am besten. Nüsse, sind zwar gesund, aber haben in der Regel viel Fett und damit Kalorien, wie ich irgendwann mal erschreckt festgestellt habe, als ich eine Tüte Cashews auf hatte …
          Kohlrabi und Karotten funktionieren als Snack bei mir nicht. Nicht freiwillig. 🙂

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  4. Liebe Christiane, liebe alle, ich kenne diese Ausprobierereien mit jetzt-aber-garantiert-gesunden seltsamen Essgewohnheiten und -methoden durchaus aus eigener Erfahrung. Und ich bleibe bei meiner Meinung, dass es eben ein gestörtes Essverhalten ist. Aber Meinungen sind frei. Es scheint mir im Moment nur so total unwesentlich, wann jemand warum welches Lebensmittel (nicht) isst, um welche Figur auch immer zu erreichen, ohne gesundheitlich dazu gezwungen zu sein. Sich das Leben freiwillig zu vergällen, wenn es doch schön sein könnte, das ist ein Verhalten, das mir in meiner gegenwärtigen Lage unverständlich scheint. Natürlich ist das selbst- und damit ungerecht. Jede mit ihren Problemen und Lösungen, jeder mit den seinigen. Friedliche und leckere Zeiten euch allen!

    Gefällt 3 Personen

    • Jaaa, genau. Das meine ich, wie schön, danke für den Link.
      Okay, Heißhungerattacken will wohl keiner. Die Frage ist aber doch, woher kommen die, woher kommen die Gelüste. Ist es Gewohnheit, ist es echter Hunger, ist es ein simpler, rasanter Abfall des Blutzuckerspiegels, was es morgens eigentlich nicht sein kann?
      Weil – man kann sich auch angewöhnen, zu einer bestimmten Zeit zu essen, und der Körper reagiert darauf mit einer gewissen Erwartungshaltung. Alles nicht so einfach und, wie ich glaube, auch sehr individuell.
      Liebe Grüße
      Christiane

      Gefällt 1 Person

  5. Moinsen liebe Christiane, schönes Thema! Ich mache es mir immer öfter zur Gewohnheit, ab und an die eingeschliffenen Ess-Gewohnheiten zu unterbrechen. Es zeigt sich schnell, wie schwer es mir fällt. Ein Grund mehr, es öfter mal zu tun. Egal, ob Zuckerfasten, Kaffeeverzicht oder was auch immer. Von den Nahrungs- und Genussmitteln, die uns ach so unverzichtbar erscheinen, tut uns eine Pause besonders gut, physisch und psychisch :-) Liebe Grüße, Annette

    Gefällt 2 Personen

    • Kriegst du das hin? Ich finde es schwer, speziell das Zuckerfasten. Aber es macht einem die eigenen Abhängigkeiten wirklich bewusst …
      (Off topic: Ich habe mich neulich bei dir (per Handy) versehentlich entfolgt. Hab mich so geärgert und dich natürlich wieder sofort abonniert – aber eigentlich wollte ich mich bei dir für meine Blödheit entschuldigen, wir folgen einander schon so lange … *seufz*)
      Kaffee? Bananenbrot (ohne extra Zucker)? 🙂
      Liebe Grüße
      Christiane

      Gefällt 2 Personen

      • manchmal muss es sein, manchmal mache ich es freiwillig, wie z.B. jetzt gerade erst gegen Spätnachmittag/frühen Abend etwas zu essen (natürlich ohne dann alles nachzuholen). Es ist kein richtiges Fasten, sondern ein bewusster Verzicht. Das macht es mir wesentlich leichter, als wenn ich es müsste. Vorigen Sommer sollte ich zwei Wochen wegen meiner zahnklinischen Behandlung auf Kaffee verzichten. Klang furchtbar für mich, doch nach den ersten Tagen habe ich komplett für drei Monate auf Kaffee verzichtet. Ich wollte wissen, ob und was sich ändert. Ein gutes Gefühl, die Kontrolle über das eigene Nahrungs- und Genussmittelverhalten zu haben und nicht umgekehrt, was bei lieb gewonnenen Gewohnheiten leider schnell passiert ;-) Kaffee nehme ich gerne, das Bananenbrot lege ich mir für heute Abend beiseite, danke dir :-)

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        • Stimmt, der Unterschied zwischen „müssen“ und „dürfen“ ist gewaltig. Kaffee würde ich wohl auch können, nur wollen würde ich es nicht. Dagegen regelmäßig erst nachmittags mit dem Essen anzufangen, fiele mir extrem schwer. Vermutlich würde ich dann bis spät in die Nacht essen wollen, was nicht besonders gut sein soll, wenn man nicht ewig lang aufbleiben will. Ach, irgendwas ist immer. 😉

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  6. Es gibt ja Menschen, die behaupten, dass sich nach einer gewissen Zeit des Fastens so etwas wie ein gewisses Glücksgefühl einstellt. Auf mich persönlich übt die Vorstellung des Fastens allerdings den selben Reiz aus wie die, sich von einem Vierzigtonner überrollen zu lassen. Aber vielleicht liege ich auch falsch. :-)

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    • Ja, du wirst lachen, tut es. Das Glücksgefühl. Wobei: Von welcher Form sprichst du? Sprichst du von Null-Diät (ich weiß, das Wort wird nicht mehr gern verwendet), also von minimaler Kalorienaufnahme pro Tag? Oder von dem, was meiner Protagonistin hier den Tag versaut, nämlich das Zuckerfasten, also vom Weglassen einzelner Ernährungsbestandteile? (Ich lasse jetzt mal aus, dass es auch Fernseh-, Handy- und Internetfasten gibt.)
      Danke für das Bild mit dem Vierzigtonner in meinem Hirn. 🙂 Ich denke gerade an Arthur Dent vor dem Bagger.
      Neee, das erste Mal Fasten ist ein Akt, gerade in der Vorstellung, die einem suggeriert, es könne a) nur Quälerei sein und b) man würde ganz sicher verhungern oder c) sich schwer dabei schädigen. Unter normalen Parametern durchgeführt (dies zu meiner Absicherung): ALLES Unsinn.
      Und ey, jede*r wie er/sie/es mag.
      Liebe Grüße
      Christiane

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  7. Ich mag Selbst-Kasteiung nicht. Im Moment faste ich allerdings experimentell, vollkommen freiwillig und ohne ein anderes Ziel als herauszufinden,ob gewisse Beschwerden mit Nahrungsmittelallergien zu tun haben. Ich lasse daher eine Weile weg, was ich „verdächtige“. Dazu gehört vieles, was ich seit Kindesbeinen am liebsten esse, zB Käse und Brot. Hilft es, gut, Ziel erreicht. Hilft es nicht, muss ich mir was anderes ausdenken.

    Der joviale Chef scheint ja ganz in Ordnung zu sein: Aufmerksam, hilfsbereit, na ja, ein bisschen gebildet ja vielleicht auch.Wieso muss die Frau sich erst bitten lassen, bis sie ihren Kollegen sagt, warum sie so launisch ist? ;)

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    • Weil sie keine Lust auf die ganzen Besserwisser und Gutmeiner hat, die ihr sagen, dass es Schwachsinn sei, dass sie doch nicht …, dass sie besser … solle, und überhaupt, die Freundin/Schwester/Tante hätte auch … und wisse es ganz genau.
      Nein, es sind nicht alle Leute so, aber es sind viel mehr, als man sich normalerweise vorstellt. Kollegen sind halt nicht automatisch Freunde. Daher ist sie eine, die erst mal gestartet sein und es für sich ausprobiert haben will, bevor sie es erzählt. 😉

      Das mit dem Weglassen von Lebensmitteln ist eine sehr gängige Praxis, um irgendwas auf die Schliche zu kommen, so weit ich weiß. Eine Freundin reduziert durch das Weglassen von Fleisch ihre Einnahme von Cortison gegen ein wirklich schlimmes Gelenkrheuma (oder so, frag mich nicht genau) auf ein Minimum. Dir viel Erfolg!
      Liebe Grüße
      Christiane

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    • Eben. Weißt du, wenn es auch nur einen oder eine davon abhält, nachts den Kühlschrank leerzufressen, was ich persönlich wirklich ungesund finde, dann ist das doch schon mal okay. Und es ist nicht unvernünftig oder so.
      Ich denke, die Frage ist: Wie bekommt man es hin, sich so zu ernähren, dass man dabei abnimmt, ohne sich gesundheitliche Schäden einzuhandeln. Ich finde das als Theorie ganz interessant.
      Liebe Grüße
      Christiane 😁

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      • Über längere Zeit nichts zu essen bzw nichts verdauen zu müssen, ist sogar sehr gesund, aber wenn jemand soweit ist, dass er/sie nachts unkontrolliert isst, wird so eine Umstellung nicht so einfach funktionieren …

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  8. Wenn Fasten schlechte Laune macht, würde ich es glaube ich gar nicht erst probieren. Da gibt es sicher bessere Methoden.
    Ich muss auch ab und an auf Zucker verzichten, weil ich bei zuviel Industriezucker irgendwann konstant Bauchschmerzen habe. Meist so nach Weihnachten. ;) Ich reduziere dann drei Tage, verzichte vier Tage und mache dann einfach etwas moderater weiter. Letzteres ist der schlauste Weg. Sich alles erlauben, aber eben in moderaten Mengen.
    Grüße, Katharina.

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    • Fasten macht keine schlechte Laune, wenn man es richtig macht. HUNGERN macht schlechte Laune, und das ist nicht dasselbe. Allerdings hat man beim Intervallfasten eine Umstellungsphase, nach dem, was ich so mitbekomme, und mit der sind manche nicht so happy.
      Sich alles erlauben in moderaten Mengen ist der Königsweg, da gebe ich dir recht. Gelobt sei, wer es kann!
      Liebe Grüße
      Christiane

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        • Du darfst beim Intervallfasten auch außerhalb der Ess-Zeit Kaffee trinken, solange du nicht Milch und/oder Zucker reintust. Wenn anderswo was anderes steht, ist das Ideologie, wie ich das sehe.
          Ach, ob man mit so etwas klarkommt, hängt doch immer davon ab, ob man es an seine individuellen Bedürfnisse anpassen kann …

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  9. Huhu,

    interessantes Thema. Ich habe das 2014 gemacht und das ganz bewusst und es hat auch was gebracht. Jetzt verzichte ich nur auf Schokolade/ Schokoladesüßigkeiten, aber das auch bewusst. Alles andere esse ich.

    LG Corly

    Gefällt 1 Person

      • Ich habe damals in der Fastenzeit damit angefangen. Ob es ein ganzes Jahr war weiß ich nicht, aber es war auf jeden Fall über diese Zeit hinaus. Ja, klar hab ihc jetzt auch hin und wieder mal Lust auf Schokolade. Neulich war mal ein Schokoladenpudding drin, aber gestern Abend lagen auch Süßigkeiten auf dem Tisch mit Schokolade, aber da hatte ich gar keine richtige Lust drauf. Ich hatte Flips gegessen. Müssen tu ich es auch nicht. Ich hab es freiwillig getan. Ist auch nicht das erste mal.

        LG Corly

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  10. Oh ja – diese Diätlaunen habe ich auch schon zu genüge erlebt. Was hat man nicht alles erfolglos versucht…und wieviel schöne Zeit dadurch verdorben, weil man in einem Café nicht einfach in ein Stück Torte beisst.

    Danke schön..
    Ein schönes Wochenende.

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  11. Mir hat das Intervallfasten geholfen meine Blutdruckmedikamente loszuwerden. Sogar recht flott. Das ist natürlich eine super Motivation dabei zu bleiben
    Am Gewicht hat es nichts geändert – das brauch aber auch gar nicht. Ich bin schlank, habe nie geraucht, nehme nicht die Pille und habe trotzdem Bluthochdruck.
    Heißhunger habe ich nicht, ich esse eher mal aus Schusseligkeit und Gewohnheit zwischendurch bzw. mache am Kindergeburtstag bewusst eine Ausnahme ;)

    Gefällt 2 Personen

    • Du hast recht, das ist eine tolle Motivation. Interessant, dass es funktioniert. Ich frage mich gerade nach der Theorie dahinter.
      Ich denke, dass meine Protagonistin eher Probleme mit dem Zuckerfasten hat, weniger mit dem Verzicht auf ihr Frühstück.
      Liebe Grüße
      Christiane

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      • Die Theorie dahinter ist, dass der Stoffwechsel wirklich runterfährt in der langen Pause.
        Angefangen habe ich mit zwei ganzen Tagen fasten die Woche, da war die Wirkung am eindruckvollsten, aber mein Nervenkostüm ist dann dem Kleinen Fundevogel nicht gewachsen, außerdem muss ich jeden Tag kochen und das macht noch weniger Spaß, wenn man es nicht isst. Jetzt trinke ich einen Tee , wenn die Kinder frühstücken und esse ab wenn der Kleine aus der Kita kommt und höre vor allem nach dem Abendbrot wieder auf damit, das fiel mir am schwersten.
        Süßes, ach ja immer gern.
        Da darf es wieder beim Kleinen nicht zuviel werden, der dreht dann noch mehr auf.
        Alles eine Frage der Balance.

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        • Das ist die Alternative, die mir inzwischen unsympathischer ist, dieses 5:2. Je älter ich werde, desto schwieriger finde ich die Umstellung, als ich jung war, ging das fix.
          Ja, alles eine Frage der Balance. Abends nicht mal was naschen zu dürfen (sogar wenn es gesund ist, also Nüsse oder so), stelle ich mir schwer vor.

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    • Na ja, sei froh, wenn du es noch nie wolltest oder musstest. Ich finde den Einstieg beim Zuckerfasten immer hart, das habe ich in den letzten Jahren mehrmals für ein paar Wochen gemacht (aber wirklich nur die Light-Variante), und kenne mich mit Intervallfasten außer vom Hörensagen und von Berichten von Freundinnen nicht aus.
      Liebe Grüße
      Christiane

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  12. Anfang 2016, mit 20 Kilogramm Übergewicht, habe ich einfach mal meine Kalorienzufuhr im Laufe der Woche gezählt. Danach ermittelte ich meinen wöchentlichen Kalorienverbrauch und stellte fest, dass ich täglich zwischen 1.000 und 1.300 kcal mehr zu mir nahm, als ich verbrauchte. Mein durchschnittlicher Verbrauch lag bei 2.200 kcal. Ich aß alles weiter wie bisher, reduzierte aber die Menge auf ca. 2.000 kcal; Luxusspeisen wie Schokolade, Chips usw usf reduzierte ich überproportional. Binnen eines halben Jahres verlor ich die 20 Kilogramm Übergewicht dauerhaft und führe heute nie mehr kcal zu als ich verbrauche. Geholfen hat auch, zunächst Fleisch/Wurst wegzulassen und anschließend alle anderen tierischen Produkte. Ich bin kein Hypertoniker mehr und die teuren Medikamente zur Senkung des Cholesterinspiegels konnte ich auch absetzen. Ergänzend fing ich noch an regelmäßig Sport zu treiben.

    Mein Wissensstand ist: alles, was sich Diät nennt, führt kurzfristig zu Gewichtsverlust und langfristig zu einer Gewichtszunahme (Jo-Jo-Effekt).

    Eine ausgewogene Ernährung, die den Körper mit allen Nährstoffen versorgt (sollte die regelmäßige Blutuntersuchung Mangelerscheinen zeigen, kann die Ernährung gezielt darauf verändert werden bzw. der Mangel substituiert werden), ausreichende Bewegung und eine Ernährungsmenge, die dem kcal-Verbrauch entspricht sichert langfristig das Halten des Wohlfühl- oder Idealgewichtes.

    Ich substituiere Calcium (den Mangel trage ich bereits mein Leben lang mit mir und wurde früher durch den Verzehr von Milch und Milchprodukten verschärft) und als Veganer Vitamin B12. Vitamin B12 ist übrigens auch nicht mehr auf natürlichem Wege im Fleisch der Tiere enthalten, da deren Fütterungs- und Haltungsbedingungen eine natürliche Vitamin-B12-Erzeugung verhindern. Den Mast- und Schlachttieren wird Vitamin-B12 selbst übers Kraftfutter zugeführt, damit der Fleischesser keinen Vitamin-B12-Mangel erleidet).

    Gefällt 1 Person

    • Immer, wenn du deine persönlichen Erlebnisse mit uns teilst, denke ich: Meine Güte, was ist der Mann straight/konsequent, dass der das geschafft hat, Hut ab, ich glaube, das könnte ich nicht, Asche auf mein Haupt, ich kleines, fehlbares Nichts.
      Sag mir nicht, dass jede*r Prioritäten setzt, dass man mehr kann, als man denkt, und dass es auch eine Sache des Wollens ist. Schon klar. Dennoch.

      Die Calciumaufnahme aus Milch und Milchprodukten ist umstritten, so scheint mir. Ich lese, dass Milchprodukte besser wegkommen als reine Milch, über deren Qualität sich viel sagen lässt und die ein unerfreuliches Thema ist. Du als Veganer hast natürlich noch mal einen anderen Blickwinkel darauf. Über Vitamin B12 habe ich mir als Nicht-Veganer eigentlich noch nie speziell Gedanken gemacht.
      Ich teile jedoch deine Ansichten zum Thema Diät versus Ernährungsumstellung.
      Liebe Grüße, schönen Abend dir
      Christiane

      Gefällt 1 Person

      • Das sieht nur von außen betrachtet so aus: es dauert ewig, bis ich aus eigenem Antrieb ins Handeln komme (werde ich angeschubst oder mitgerissen, kann ich sehr „spontan“ sein). Wenn ich dann ins Handeln komme, ja, dann bin ich sehr konsequent und kann wiederum andere mitreißen bzw. ein Vorbild in Disziplin sein. | Wer eine Ahnung vom Nutzen der pflanzlichen Ernährung bekommen möchte, der kaufe sich einmal das aktuelle Heft „test“ der Stiftung Wartentest, die einen aktuellen Forschungsstand zum Krebsrisiko gibt: Wurst, Schinken und Co., Milch, rotes Fleisch, Alkohol und Zucker. Außerdem ein Leserbrief von Heinz Gebhrd aus Schliengen zu einem Test vegetarischer Produkte: „Früher haben meine Frau und ich gerne Fleisch, Wurst und sonstiges Tierisches gegessen. Nach Problemen mit Bluthochdruck, Gicht, bei mir Prostata wurde uns von ärztlicher Seite geraten, weniger davon zu essen. Wir haben uns radikal entschlossen, nichts Tierisches mehr zu essen. Auf unserem Speiseplan stehen nur noch Gemüse, Salate, Obst aus der Region und dem eigenen Garten. Wir versuchten immer wieder mal Veggie-Produkte [Anm.: vegetarische Produkte mit Milcherzeugnissen bzw. tierischen Fetten/Bestandteilen], waren aber nicht glücklich damit. Wir haben uns entschlossen, dass wir keine Veggie-Produkte mehr probieren. Entweder essen wir tierische Produkte oder wir essen keine. Unsere Probleme, wie beschrieben, sind alle weg. Etwas Schöneres gibt es nicht.“ | Danke, dir auch ein schönes Wochenende und liebe Grüße, Bernd

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  13. Ich hab gar keine Erfahrung mit Diäten, liebe Christiane.
    Das einzige, was ich ziemlich konsequent mache, ist, am Abend nichts mehr zu essen, wenn ich ein wenig regulieren möchte. Das funktioniert schon lange und im Übrigen bin ich zum Entsetzen aller ein sehr langsamer Esser. Es nervt die Anderen und mir tut es gut :-)
    Liebe Grüße in die Nacht bvon Bruni

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  14. Pingback: Schreibeinladung für die Textwoche 14.19 | Extraetüden | Irgendwas ist immer

  15. Ganz ehrlich? Die Schreibkorrektur hilft schon, aber bei mir sitzt die Haptfehlerquelle in meinen lädierten Händen. Durch die Fingerarthrose habe ich Probleme beim Schreiben. Schreibe zwar ebenso schnell wie früher, blind, aber meine Finger berühren die Tasten sehr ungleichmäßig, weil sie es nicht mehr anders können. Mein Kopf sieht es nicht ein und schwupps sitzt da wieder ein Fehlerlein…

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  16. Pingback: Die Meistgelikten und -kommentierten | Etüdengold | Irgendwas ist immer

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