Aus der Traum | abc.etüden

Will man noch ausreisen, wenn man die Hoffnung hat, das Haus der Väter heil durch die wechselhaften Zeiten zu bringen, wenn man selbst sich arrangiert hat und der „ausgerissene“ Bruder mit der Familie regelmäßig nach Hause kommt? Ich weiß es nicht. Ich vermute, dass der Traum unter der Realität verschüttging, falls es ihn gab, aber ich bin sicher, dass bei unseren Besuchen vieles nicht gesagt wurde, auch meinetwegen, schließlich war ich noch klein. Schwierigkeiten wurden in Alkoholika ertränkt, wobei man davon ausging, dass ich das nicht mitbekam, was damals ebenfalls stimmte.

„Schau, Christiane, die Berge dahinten, das ist schon im Westen“, hieß es, wenn wir aus dem Wohnzimmerfenster sahen und die Stadt in Richtung Süden überblickten. Da hatten sie früher Freunde und Bekannte gehabt und waren einkaufen gewesen, früher, bevor die Grenze dichtgemacht wurde und sie plötzlich im „Zonenrandgebiet“ lebten. Dass im Westen keinesfalls in dem Ausmaß Milch und Honig floss, wie ihnen das Westfernsehen vorgaukelte, glaubten sie uns das? Irgendwie schon, aber konnten sie es sich vorstellen? Nein – genauso wenig wie wir uns das Leben im „real existierenden Sozialismus“. Brötchen, Milch und Bücher waren zu meiner kindlichen Begeisterung jedenfalls unglaublich billig.

Sind Träume recycelbar? Als die Grenze aufging, waren meine Tanten so begeistert wie alle anderen auch. Sie hielten sich für zu alt, um sich noch die Welt anzusehen, aber sie besuchten uns, immerhin, und sie mochten es. Danach … ja, ach. Sie waren vielleicht tatsächlich zu alt (und zu idealistisch), um mit der grassierenden Wildwest-Mentalität ihrer neuen Mitbürger und den daraus resultierenden Veränderungen im Alltag klarzukommen. Heute denke ich, dass sie sich zu Recht übergebügelt fühlten, und natürlich fragten sie damals nicht um Hilfe (schon gar nicht uns), natürlich nahmen sie Schaden und natürlich waren auch wir, die Westfamilie, irgendwie schuld.

Der goldene Westen, ein Himmelsleuchten?
Eher nicht.

 

abc.etüden 2019 45+46 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 45/46.2019: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Anna-Lena und ihrem Blog „Meine literarische Visitenkarte“ und lauten: Himmelsleuchten, recycelbar, ausreisen.

Ja, da ist ziemlich viel Autobiografisches drin. Aber meine (Südthüringer) Tanten sind lange tot und das Haus steht in der Form auch nicht mehr …

 

65 Kommentare zu “Aus der Traum | abc.etüden

    • Ah, Moment, ich muss vielleicht was klarer darstellen. Ich bin im Westen aufgewachsen, ich bin das Kind des oben erwähnten Bruders. Ich war zum ersten Mal mit 4 oder 5 Jahren bei Opa, Oma und Tanten im Osten, nämlich als man mich für alt genug befand, die Zugreise (wir hatten da noch kein Auto) zu überstehen – es war eine 12-Stunden-Tour, mindestens. Und dann jährlich wieder, oft in den Sommerferien. Die deutsch-deutsche Grenze mit dem Zug: auch ein Stoff, aus dem Geschichten sind …
      Liebe Grüße
      Christiane 😁👍☕

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  1. Sehr intensiv geschrieben und auch den Zwiespalt aufgezeigt, und auch die Vermessenheit und Hochnäsigkeit der Westdeutschen in Erinnerung gerufen. Ich bin erst nach dem Mauerfall rüber, dann regelmäßig geschäftlich. Ich fremdschäme mich noch heute, wenn ich daran denke, wie die Marktschreier, Versicherungsvertreter und Kreditverkäufer damals agiert und die hoffnungsvollen Ostdeutschen abgezockt haben.

    Gefällt 8 Personen

    • Ja, und darüber spricht heute keiner mehr, aber so gründet sich Misstrauen. Meine Tanten sind von Leuten abgezockt worden, die ihre alten Möbel haben wollten. Übrigens bin ich ein westdeutsches Gör, siehe mein Kommentar zu Elke.
      Hab Dank, lieber Werner.
      Liebe Grüße
      Christiane 😁👍☕

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  2. Meine Eltern sind schon 1938 in den westlichen Harz aus Thüringen gezogen und ich habe als Kind die Grenzübertritte gehasst, schon vor dem Mauerbau, als unsere Wurstbrötchen kontrolliert wurden, der Käse angehoben wurde, ob wir Westmark darunter versteckt hatten, die Beklemmung und dann dieser typische Ostgeruch, der nie mehr aus den Geschenken, es sei denn man konnte sie kochen , wich.
    Dieses Gefühl, sich hier (fast)alles leisten zu können, die Paketeschickerei – und es waren viele, da die ganze Verwandtschaft in Thüringen lebte – und doch war es immer nicht genug für unser Gewissen. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass die Dinge hier auch sehr viel kosteten, die Mieten hoch waren und wir nicht für 40 Ostmark an die Ostsee fahren konnten. Es war ein so verdammtes Ungleichgewicht. Sie hatten außer Büchern , die auch unglaublich preiswert dort waren und gehäkelten Taschentüchern und Weihnachtsplätzchen nichts, mit dem sie sich revanchieren konnten und wir meinten, wir müßten noch mehr schicken, obwohl jeden Monat Pakete nach drüben wanderten.
    Heute stehen sie alle besser da, da inzwischen modern sanierte eigene Häuser, gute Renten (waren Lehrer, Selbständig, Steuerberater)und könnten zufrieden sein, aber sie schimpfen noch immer, jetzt nicht auf das alte System, sondern auf unseres. Was die Infrastruktur anbelangt, kann ich ihnen nur beipflichten, aber das ist kein Grund für mich AfD zu wählen. Nach der Wende musste es die CDU sein, schwärzer ging es nicht nach den roten Jahren, jetzt machen sie die Kehrtwende und es sind leider nicht nur die Alten, es sind auch die Nachkommen.
    Meine Verwandtschaft ist zum Glück nicht abgezockt worden, sie wunderten sich nur, was die Dinge plötzlich kosteten.
    Was das Reisen anbelangte, die eine Cousinenseite verreiste sofort, die Jungen machen bis heute Weltreisen, die Alten fahren mit dem Bus – das gönne ich ihnen von Herzen, denn auch da hatte ich früher ein schlechtes Gewissen, obwohl ich die Länder, die die Jungen inzwischen kennen, alle nicht besucht habe.
    Vermutlich müssen zwei weitere Generationen heranwachsen, bis die Mauer auch in den Köpfen fällt.
    Dir einen herzlichen Morgengruß liebe Christiane, Karin

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    • Danke, liebe Karin, für das Teilen deiner Erinnerungen und Erfahrungen. Ich habe es ein bisschen anders erlebt, aber wahr ist auf jeden Fall, dass wir als „reich“ angesehen wurden, weil wir im Westen lebten, was wir definitiv nicht waren, meine Mutter drehte jede (D-) Mark zweimal um, wollte sich aber natürlich der Familie ihres Mannes gegenüber nicht lumpen lassen. Sie fühlte sich mit Sicherheit nicht gesehen – und meine Ostfamilie wurde gefühlt zu Almosenempfängern – gefühlt! – und das ist immer eine schlechte Voraussetzung für eine Beziehung auf Augenhöhe.
      Wobei in den Weihnachtspaketen, die bei uns ankamen, auch immer viel Spielzeug und Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge war, den ich heute noch habe und liebe.
      Ich glaube, die Generationen, die die Teilung erlebt haben, müssen wegsterben, bis sich das wirklich normalisiert – bisschen krasser formuliert.
      Ganz herzliche Grüße auf dein Dach
      Christiane und ein gewisser verpennter Fellträger 😁❤️😺☕👍

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      • Das meinte ich mit den weiteren Generationen. Das Spielzeug bekam man meistens dort auch nur im Tausch und wir haben ja beide dieselbe Engelkapelle – meine brachte die Tante eines Tages, als sie aus Altersgründen ausreisen durfte, heimlich mit. Ich hüte sie auch für die Enkel.
        Mein vierbeiniger Hausherr war gerade längere Zeit draußen zum Duschen, hier gießt es. Schmunzelgruß zu Dir, Karin

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        • Ich erinnere mich an geschmuggelte Ohrringe, die einer meiner Urgroßmütter (ich bin nicht ganz sicher, ob es nicht vielleicht auch eine Schwester war, auf jeden Fall deren Generation) gehörten, die in Kleider eingenäht wurden …
          Ja, „unser“ Engelorchester. Ich mache wenig zu Weihnachten, aber das muss sein!

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  3. ausreisen aus der DDR – ja, an diese Bedeutung dachte ich auch, liebe Christiane. denn auch wir waren eine zweigeteilte Familie, ich (wie du) im Westen, und so ging meine Reise als kleines Kind halt „nach drüben“.1961,kurz vor dem Mauerbau, sind die letzten mit der Berliner S-Bahn „ausgereist“, denn da war die Oma gestorben und nichts hielt sie mehr. Aber sie scheiterten im Westen – und ihre Heimat hatten sie auch verloren, denndie Mauer stand ja weiterhin und sie konnten nicht „nach drüben“. Meine Cousins und Cousinen kamen beruflich nicht zurecht, denn sie hatten „drüben“ Handwerke gelernt, die gar nicht mehr gefragt waren: meine Cousine lernte zB das Polstern von Sofas und wurde dann „im Westen“ Friseuse, mein einer Cousin Lastwagenfahrer, der andere Versicherungsvertreter. Berufe ohne Voraussetzungen und ohne Perspektive. Sie starben früh, auch die Tante, Ich glaube, diese Generation der „Ostdeutschen“ hat am meisten gelitten, mehr als die,die später „wiedervereinigt“ wurden. Danke für den Erinnerungs-Anstoß.

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    • Mein Vater ist Anfang der 50er rüber, als die Grenze noch grün war, zusammen mit meiner Mutter, die aus Ostpreußen in Thüringen gelandet war. Mit nichts, beide.
      Dass sie es geschafft haben und nicht auf der Strecke geblieben sind, rechne ich ihnen (heute, wo ich es verstehe) hoch an, fast noch mehr der Zähigkeit meiner Mutter als meinem Vater. Ja, mein Vater ist auch früh gestorben, mit Anfang 60. Ach.
      Ja, Erinnerungen. Gerade jetzt, nicht nur zum Mauerfall.
      Danke dir fürs Beisteuern von deinen!
      Liebe Grüße
      Christiane

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      • diese Vertreibungs. und Wanderschicksale – es ist gut, sich dessen zu erinnern in einer Zeit, wo das Reisen für uns zu einer Freizeit- und Geschäftstätigkeit geworden und die Sicherheit der Rückkehr nicht in Frage gestellt ist. Der endgültige Heimatverlust hat viele Menschen zermürbt. Nie mehr die Kindheitsgerüche, nie mehr die Straße, in der man aufwuchs…
        Ich habe mal erlebt, wie ein Cousin meines Mannes, der als junger Mann ganz freiwilllig in die USA ausgewandert war und es dort sogar zum Prof brachte, nach vielen Jahren mit family in „sein“ Dorf zurückkehrte und nach Spuren suchte … Es fand nicht viel Unverändertes, aber doch stabilisierte ihn dieser Besuchseelisch. Ich glaube, jeder braucht dann und wann den Kontakt mit dem Heimatboden, und wenn er ihn nicht realisieren kann,so doch die Vorstellung davon, die Möglichkeit dazu.

        Gefällt 5 Personen

        • Meine Mutter: „Christiane, einmal möchte ich dorthin noch mal zurück. Nur sehen, wie es da jetzt aussieht, bevor ich nicht mehr kann.“ Königsberg. Wir sind hin mit einer Gruppe anderer Heimwehtouristen – es ist jetzt auch 25 Jahre her – das alte Haus stand noch, die Kirche, der Feuerlöschteich, in dem sie schwimmen gelernt hat – und wir hatten die Möglichkeit, mit einem deutschsprachigen Taxifahrer Fahrten durch die Gegend zu machen. Ich kann nicht sagen, dass ich sie dadurch besser verstanden habe, aber ich habe ihre Wurzeln, ihre Begeisterung ein Stück weit als meine begreifen können. Mir ist die Erinnerung viel wert.

          Gefällt 6 Personen

    • Danke, freut mich! Was mich eigentlich am meisten begeistert und mitnimmt, sind die Kommentare, in denen andere dann auch Teile ihrer Lebensgeschichte erzählen … das ist ein Grund, warum ich meinen Blog liebe, dieses Vertrauen …

      Gefällt 4 Personen

    • Für dich dürfte das irgendwas sein, was irgendwann irgendwo passiert ist, richtig? Würde mir mit Ereignissen in Ö nicht anders gehen.
      Sag mir doch mal, wie es bei dir ankommt, wenn du magst, ich bin da echt zu nah dran.
      Liebe Grüße
      Christiane ;-)

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      • Ja, DDR ist für mich tatsächlich ein völlig neutrales Thema. Auch das Thema Russlanddeutsche war mir nur sehr vage bekannt. Es ist ja aber erstaunlich, wie viele Bloger*innen, bei denen ich lese irgendwie mit der DDR, mit Siebenbürgen oder Russland verbunden sind.
        Dass der Mauerfall für eigentlich alle Deutschen ein sehr emotionales Erlebnis ist, ist klar. Mir kommt aber vor, dass die Feierstimmung auf Jubiläuumsdaten beschränkt bleibt, dass die große Unzufriedenheit, die offenbar im Osten herrscht und die daraus entstandene politische Orientierung die eigentlichen Themen sind. Soweit ich das mitkriege, gibt es ja auch eine DDR-Nostalgie. Der Mauerfall wird gefeiert, die Wiedervereinigung weckt Emotionen, aber eigentlich gibt es dieses vereinigte Land noch nicht wirklich. Wie du sagst, erst in einer Generation, die die DDR nicht mehr erlebt hat, kann sich das zu ändern beginnen.

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        • Ich erlebe, dass die, die die Erinnerung nicht mit sich herumschleppen, am unbefangensten damit umgehen, und finde es prima. Ich tu mich bei aller Neugier damit schwerer.
          Das Problem mit den Emotionen ist deren politische Ausdeutung und Ausnutzung, mehr sage ich dazu nicht. Plus das Phänomen, dass jemand, der am lautesten schreit, irgendwann Recht bekommt, auch wenn es nicht/nie so war.

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        • Und ein weiteres Problem ist auch, dass die „andere Seite“ nicht schreit, denn das sollte sie. Es gehört zur Demokratie dazu, dass man für seine Meinungen und Überzeugungen auch aufsteht und einsteht

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        • Ja, auch das. Das hat aber auch mit der ewigen Frage zu tun, wie der Tolerante mit dem Intoleranten umgehen soll, ohne sich dadurch mit ihm gleich zu machen. Kopf in den Sand stecken und was von „Meinungsfreiheit“ und „dem Boden des Grundgesetzes“ zu faseln ist leichter. Ich habe da auch keine Lösung.

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  4. Auch ich komme aus einer Familie, die durch die Mauer lange getrennt war. Und als die Mauer fiel, hatte sich mein Onkel ein halbes Jahr vorher umgebracht, weil er mit der Gesamtsituation nicht mehr zurecht kam und keinen Ausweg mehr gesehen hat.
    Auch mich berühren diese Mauergeschichten immer sehr.

    Gefällt 1 Person

  5. Danke, Christiane, auch für deinen berührenden Einblick in das Erlebte. Ja, auch die Kommentare sind sehr aufschlussreich und das Bedürfnis, darüber zu sprechen, auch mit allem ‚wenn und aber‘ und den positiven und negativen Befindlichkeiten finde ich wichtig und gut.

    Lieben Gruß
    Anna-Lena

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  6. Pingback: [ABC.Etüden 45.46.19] Niemand hatte die Absicht eine Mauer abzubauen … – Ein Blog von einem Freund. Von Humor. Und Spass. Aus Berlin. Im Ernst!

  7. Eine Etüde, die so viele Erinnerungen anregt, liebe Christiane. Da mein schlesischer Vater schon als Soldat im Westen war und sich meine Eltern (meine Mutter eine Saarländerin) in Frankreich kennenlernten, war für sie der Osten auch deshalb erst mal erledigt, weil auch die gesamte vertriebene Vaterfamilie schon im Westen angelangt war.
    Aber da waren die vielen schmerzlichen Erinnerungen an eine Heimat, die es nicht mehr gab – für meinen Vater, seinen Bruder und dessen Frau, meine Lieblingstante.
    Onkel und Tante bereisten die Welt und mein Vater machte keinen Schhritt mehr in den Osten. Er hätte es vermutlich auch nicht mehr verkraftet, denn seine Kraft hatte er im Krieg schon verloren, aber es wurde mir erst viel später bewußt.
    Ein Jahr, bevor meine Tante starb, schmiedete sie Pläne, damit ich endlich das Heimatdorf meines Vater zu sehen bekäme. Leider kam es dann nicht mehr dazu. Sie konnte mir nichts mehr zeigen, nicht mehr das Nachbardorf, aus dem sie stammte, nicht mehr die Bäckerei, in der mein Vater als kleiner Junge spielte…
    Das Leben treibt seinen Schabernack und oft ist er bösartig und ziemlich gemein.

    Liebe Grüße zum Wochenende von Bruni an Dich und denn Fellträger

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  8. Die Tanten wollten vielleicht nicht so tief in den Westen eintauchen, um nicht spüren zu müssen, was sie all die Jahre nicht hatten. Man hatte sich arrangiert, so wie es war. Und nun: Vieles nachholen, was an Freiheiten möglich war? Das hätte auch Schmerz bedeuten könnnen. Schmerz über verlorene Jahre.

    Gefällt 1 Person

    • Wie immer bei solchen Geschichten: Da ballt sich so viel im Hintergrund, dass die Etüde vor (nicht Doppel-) Vielbödigkeit fast platzt. Da muss man (auch) achtgeben …
      Danke, freut mich, dass sie dir gefällt!
      Liebe Grüße
      Christiane

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  9. Ein sehr schöner Text. Ich kann leider wenig beitragen, ich bin so norddeutsch, wie man norddeutsch sein kann, ohne Familie von weiter weg. Die DDR war für mich ein fernes und sehr fremdes Land, von Klassenkameraden hörte ich Gruselgeschichten von Grenzkontrollen und geöffneter Post. Niemand aus meiner Familie war jemals in der DDR. Über die geöffnete Grenze habe ich mich sehr gefreut, aber was das tatsächlich für viele bedeutete, erfasse ich erst seit ein paar Jahren. Und das auch nur langsam, mit vielen Aha-Momenten. Ich glaube, wir brauchen alle noch ein paar Jahrzehnte.

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    • Ja. Gerade wenn es einen persönlich nie irgendwie berührt hat, wenn man gar keinen Bezug dahin hat, dann ist das ausgesprochen schwer. Das geht mir mit vielem so, und dann geht selbst bei gutem Willen oft nicht wirklich viel.
      Wie ich anderswo schrieb: Da müssen erst die, die sich dran erinnern, wegsterben.

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  10. Pingback: Schreibeinladung für die Textwochen 47.48.19 | Wortspende von Red Skies over Paradise | Irgendwas ist immer

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