09 – Weihnachtsvorfreude | Adventüden

Zum Thema Inhaltshinweise/CN/Triggerwarnungen in den Adventüden bitte hier lesen.

 

Weihnachtsvorfreude (Corly, Corlys Lesewelt)

 

Ich dachte an die kalte Jahreszeit. Ich liebte diese Zeit. Bald war es wieder so weit und der Weihnachtszauber war wieder da. Immerhin hatten wir schon Oktober. Ich freute mich schon auf Weihnachten. Das tat ich immer schon Monate vorher. Denn Weihnachten war die schönste Zeit des Jahres.

Der Oktober ging in den November über und die ersten Schneeflocken kamen. Der Winter brachte noch mehr Weihnachtsfreude mit sich. Ich war schon jetzt total aufgeregt. Ich würde wieder Geschenke bekommen und die würde ich alle horten.

Besonders auf ein Kuscheltier hoffte ich. Ich liebte Kuscheltiere. Besonders Teddys. Oh, ja. Ein Teddy wäre wirklich klasse. Ja, so ein Kuscheltier unter dem Weihnachtsbaum wäre schon toll.

Aber erst mal lief ich im Wald durch Laub und freute mich auf den Herbst. Dennoch konnte Weihnachten für mich nicht schnell genug kommen.

 

Adventüden 2019 09 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

80 Kommentare zu “09 – Weihnachtsvorfreude | Adventüden

  1. Kuscheltiere lassen sich zum Glück ganz unauffällig bereits im Sommer vermarkten. Niemand schreit auf, dass „die Wirtschaft“ Weihnachten unzulässig kommerzialisiere, dass der Weihnachtszauber durch verfrühte Stollen und aluverpackte Schokoschneemänner und -nikoläuse zerstört werde, die „jedes Jahr noch früher“ in den Discountläden die Regale bevölkern.
    Nachdenklich stimmt mich das „Horten“ der Kuscheltiere. Das deutet auf einen Mangel an realer, menschlicher Wärme hin. Wer Kuscheltiere „horten“ muss, vermisst womöglich die Umarmungen von Mama, Papa, Oma und/oder Opa.

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    • Das ist ein interessanter Aspekt mit dem „Horten“, liebe Elke, darüber habe ich noch nie nachgedacht. Glaubst du nicht, dass es einfach eine Sache von „möglichst viele haben wollen“ sein kann, weil sie so schön sind, vor allem bei Kindern?
      Ich habe allerdings schon (gefühlt) unverhältnismäßig viele Kuscheltiere bei Frauen gesehen, wo ich dachte, dass die aus dem Alter ja nun eigentlich wirklich raus sein müssten, und wo diese „Unterkuschelt“-Argumentation voll greift …
      Und ja, Kuscheltiere gehen immer. Je großäugiger, desto besser 😉
      Liebe Grüße am Morgen
      Christiane 😁🐱🍩☕

      Gefällt 3 Personen

      • Liebe Christiane,
        natürlich ist es eine Sache von „möglichst viele haben wollen“. Aber: warum? Das gilt übrigens angeblich (die Quelle mag ich jetzt aus Zeitgründen nicht ausgraben) generell für das Sammeln von Gegenständen.
        ALLE Kuscheltiere weggeben zu müssen, z.B. wegen einer Auswanderung mit rechtlich begrenzter Mitnahmemöglichkeit, kann psychisch allerdings recht schmerzhaft sein. So nach dem Motto: Ich fahre für immer weg, ich komme niemals wieder, und mein Teddybär (oder blaugrüner Kuschelhund) darf nicht mit.
        Liebe Grüße
        Elke

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        • Das mit dem Sammeln kann ich gut verstehen, liebe Elke, dazu kenne ich zu viele Sammler, die ich manchmal recht merkwürdig finde, und hätte ich mehr Platz … dann hätte ich MIT SICHERHEIT mindestens doppelt so viele Bücher. Und anderes. Ganz bestimmt.
          Nur auf Kuscheltiere hatte ich das irgendwie noch nie bezogen. Vielleicht doch nicht mein Thema.
          Ganz herzlich zurück 😁

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    • Huhu,

      Also das mit den Kuscheltieren seh ich anders. Ich habe schon immer Kuscheltiere geliebt und habe auch die meisten behalten. Für mich hängen Erinnerungen und vielleicht auch der ein oder andere besondere Mensch dran. Zwei liegen auch noch im Zimmer als Deko rum, inklusive einem flauschigen Schafskissen aus Irland. Ich schmeiße sowas generell selten weg und heute spielt mit den Sachen oft noch meine 7-jährige Nichte. Ich war aber auch schon immer eine Sammlerin. Ich behalte Sachen gerne. Vor allem, wenn es mit Erinnerungen verbunden sind. Solange das nicht ausartet finde ich es auch gar nicht schlimm. Ich hänge einfach an diesen Dingen und das hat einfach nur was damit zu tun, weil ich sie gerne mag. Und jeder vermisst irgendwas. Das ist doch nur natürlich.

      LG Corly

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  2. Gefällt mir und lässt den Gefühlen und der Vorfreude freien Lauf.
    Dass Kinder sich Kuscheltiere wünschen, finde ich eigentlich ziemlich normal und auch besser als irgendwelche wilden ‚games‘ . Andererseits macht mich Elkes Vermutung auch nachdenklich und da mag bei manchen etwas dran sein.

    Liebe Grüße dir,
    Anna-Lena

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  3. Vorfreudige Kinderfreude ist die schönste, da gibt´s nichts. In Punkto Kuscheltiere bin ich eine gespaltene Persönlichkeit (oder vielleicht einfach erwachsen): Manche lachen einen an und man möchte sie unbedingt haben. Und dann kommt die andere Persönlichkeitsseite und sagt: Was soll dieser arme Bär denn bei dir? Im Regal sitzen und einstauben? Lass ihn hier, da geht´s ihm besser! In der Regel siegt diese Seite…

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  4. Eine schöne und ruhige Erinnerungsgeschichte, der Zeit des Aufwachsens vielleicht auch meiner Generation geschuldet.
    Etwas schade, dass die Diskussion um das ‚Horten‘ dieses wohlige Erinnerungsgefühl verdrängt, zumal es um Geschenke horten ging und nicht nur um Kuscheltiere. Btw: klar, viele Geschenke waren früher große Klasse, wobei sich ja manchmal die Eltern indirekt selbst beschenkten, ohne dass sie schlechte Eltern sein mussten.
    Besonders gefällt mir an der Adventüde, dass sie diese unbegrenzte Lebenslust ausstrahlt, gepaart mit einem melancholischen Unterton. So sehr man sich auch auf Weihnachten freut, so wenig zerfrisst einen das Warten, nein, man lebt den Augenblick, das Jetzt, die Vorfreude.
    Und das ganze in wenige Worte gefasst.
    Eine besondere Adventüde, gerade weil sie so unauffällig aus dem Erinnerungs-Alltag kommt.
    Grüße aus der Zwischen-Zeit und frohes Adventüdden!

    Gefällt 4 Personen

    • Sich den Zauber dieser Zeit bewahren und es kommt auf jeden selber an, inwieweit er dafür anfällig ist. Sich das Kindsein bewahren – es ist so leicht.
      Ich komme immer zu kurz: als Kind gab es kein Kuscheltier und das vierbeinige heute, hält nichts vom Kuscheln -:))

      Gefällt 4 Personen

    • Grüße in die Zwischenzeit zurück und auch dir besinnliche Stunden voller ungetrübter Vorfreude – ich suche sie gerade und bin relativ erschöpft. Allerdings sehe ich das Licht am Ende des Tunnels … (ja, ein Licht, kein Zug 😎)
      Du hast eine Menge Türchen verpasst, übrigens.
      Liebe Grüße in den wilden Süden
      Christiane, deren Vater sich nie eine Eisenbahn schenkte, leider … 😉🎄🕯️🐱☁️

      Gefällt 2 Personen

      • Danke dir. Die letzte Woche, ja ich weiß, ich hab ab und an mal gespicketlt, aber nienicht fertig gelesen, Jeden Tag und jeden Abend auf Tour, kein Witz. Das mit dem besinnlich ist aus einer anderen Welt. Das ist alles nicht mehr normal. Ich hols aber noch nach, bin ja schwer beeindruckt von der Kommentarflut eines jeden Beitrags.
        Soso, eine Eisenbahn…. ;)

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        • NIE die Eisenbahn, hörst du 😉 Und was habe ich meine Freundin um ihre Carrerabahn beneidet – bei der klappte das, allerdings hätte ich die Väter nicht tauschen wollen.
          Ja, nicht mehr normal. Ich war noch nicht mal auf unserem normalen Weihnachtsmarkt. Völlig abgetaucht.
          Einen gemütlichen! 😁🐱🎄🕯️🕯️

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    • Kann ich verstehen, ich war als Kind auch bedacht, meine Menagerie zu vergrößern. Aber es hielt sich doch in engeren Grenzen …
      Ich glaube, da hat sich über die Jahre viel getan, gerade bezüglich dem Überfluss, mit dem wir aufwachsen/aufwuchsen oder eben nicht …
      Liebe Grüße
      Christiane

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    • Als Kind war Weihnachten für mich irgendwie der Himmel oder kurz davor. Und nicht nur um der Geschenke wegen, sondern weil das einzige wirkliche FEST war, das bei uns gefeiert wurde, und an dem alle sich beteiligten. Geburtstage brachen immer so über einen herein …
      Aber da mögen andere natürlich ganz andere Erinnerungen haben.
      Ich muss das heute übrigens auch nicht mehr so inszenieren. Was anders wäre, wenn hier regelmäßig kleine Kinder durch die Bude laufen würden …
      Liebe Grüße zurück
      Christiane

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  5. Ich hatte als Kind auch einiges an Kuscheltieren. Aber nicht weil ich nicht genug Liebe oder Umarmungen bekommen hatte. Ich möchte das nicht abstreiten – das gibt es bestimmt genug – aber viele Kinder hüten ihre Spielsachen eifersüchtig und wollen immer mehr. Klar ist da auch viel die Werbung schuld – aber nicht immer emotionale Dinge…
    Abgesehen davon, dass ich nie ein Stofftier aus meinem Bett verbannt hatte – ich durfte immer zwischen ihnen schlafen – deswegen jage ich wohl auch weder die Katzen noch den Hund aus dem Bett. Hihi….

    Ich finde diese kindliche Vorfreude sehr süss.

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  6. Deine Etüde erinnert mich: Als Kind hatte ich jede Menge Kuscheltiere, denn mein Vater brachte mir oft von einer Reise eines mit. Insofern hängen sie in meiner Erinnerung nicht mit Weihnachten zusammen. Meinen Kinderteddy habe ich noch immer, allerdings bewacht er den Dachboden, zusammen mit einem großen Teddy, den mir eine ehemalige Arbeitskollegin gemacht hat. Aber ich hatte auch sonst jede Menge Sofftiere, ein Krokodil, eine Schlange, eine Schildkröte, Katze, Nilpferd, Frosch, Pinguin, Schaf… Sie alle mussten herhalten, wenn wir Krankenhaus gespielt haben, bekamen Spritzen und Verbände und selbstgekochte Milchsuppe mit Fadennudeln.
    Und heute, muss ich zugeben, wohnt immer noch ein kleiner Fuchs auf unserem Sofa. Er ist erst vor ca. 4 Jahren zu uns gekommen, aber ich lieeebe ihn, rede manchmal mit ihm, knuddeln ihn oder lege ihn anderen Mitbewohnern in den Arm oder die Pfoten. Hab ich zu wenig reale Kuschelerlebnisse? Ich glaube nicht, vielleicht bin ich nur noch ein bisschen Kind, zwischendurch.
    Dieses Sehnen nach Weihnachten, diese Vorfreude, wie die Etüde sie beschreibt – ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern. Nur einmal, da wünschte ich mir sehnlichst eine Gitarre, da war ich definitiv aufgeregt! Ich musste nämlich über ein Jahr darauf warten, erst musste ich Flöte lernen (und beweisen, dass ich das durchhalte). Aber als sie dann endlich unter dem Baum lag, die Gitarre, das war wunderbar!
    LG
    Hummel

    Gefällt 3 Personen

    • Klar, was bringt man Kindern mit? Stofftier, schon klar.
      Doch ich kann mich an unsere Vorweihnachtszeit-Rituale gut erinnern: Es ging Mitte November mit Plätzchenbacken los …
      Ach ja. Lange vorbei 😁🎄

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  7. Die indiche Vorfreude hast du wunderbar eingefangen finde ich.
    Ich habe mir als Kind auch viele Stofftiere gewünscht und einige bekommen z.B. hatte ich die ganze belegschaft von Pu der Bär, wobei der Esel allerdings durch ein Schaf vertreten werden musste.
    Was ich damit stundenlang angestellt habe, würde man wohl heute Fan-Fiction nennen.
    Die Fundevögel können beide übrigens mit Stofftieren gar nichts bzw kaum etwas anfangen, kriegen allerdings viele geschenkt, die hier ein etwas trübseliges Dasein führen.

    Gefällt 1 Person

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