Tag 09 | 30 Days Book Challenge

 

09 Ein Buch, bei dem Du Dich über die Zeitverschwendung geärgert hast

Äh. Erwischt. Dies ist meiner Meinung nach die typische Formulierung von jemandem, der*die Bücher IMMER zu Ende liest – mensch könnte ja was verpassen, weil xyz gesagt hat, dass das Buch soooo toll ist. Oder weil es so teuer war. Oder mensch muss das Buch zu Ende lesen, weil mensch es versprochen hat oder eine Rezension darüber zu schreiben hat, es in der Schule oder der Uni durchnimmt oder, oder oder.

Ich bin aus alldem schon ziemlich lange raus. Wenn ich meinem Lesestapel ein Buch hinzugefügt habe, und zwar selten, ohne vorher eine Leseprobe gelesen (online) oder gründlich darin herumgelesen zu haben (offline), passiert in der Regel Folgendes: Ich greife mir das Buch und fange zu lesen an. Wenn ich daraus wieder auftauche, habe ich in der Regel etwas zwischen einem Viertel und einem Drittel gelesen (ja, das kommt auf die Dicke des Buches, den Autor und die verfügbare Zeit an), und dann muss ich aus irgendwelchen Gründen das Buch meist erst mal hinlegen und ein bisschen Zeit vergehen lassen. Will ich danach das Buch sofort weiterlesen, hat es gewonnen. Will ich das Buch weiterlesen, aber vielleicht nicht gleich, hat es immer noch eine Chance, auf meine Habenwollen-Liste zu kommen – so geschehen mit Herrn Wohlleben, herzlichen Dank, Ulrike! Bei manchen Büchern stelle ich fest, dass sie zwar völlig okay sein mögen, aber mein derzeitiger Gemütszustand doch keine Lust verspürt, sich auf sie einzulassen – das betrifft oft sogenannte „Literatur“ aus den Feuilletons. Kommentar: Ist grad nicht mein Ding. Ich bin auch schon über Büchern eingeschlafen, und das ist bei neuen Büchern nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal.

Ich quäle mich nicht ohne Grund durch Bücher, die ich bescheuert finde, auch wenn ein renommierter Name sie verzapft hat. Wenn mich ein Buch nervt, dann breche ich es ab. Fertig. Aber in der Regel ist die darangesetzte Zeit derart kurz, dass ich nicht von „Zeitverschwendung“ spreche. Beispiel? Also … ich habe die „Biss“-Romane abgebrochen. Das erste habe ich weggelesen wie Fast Food. Okay. Kann man mal machen, schließlich mag ich Fantasy. Aber entweder im zweiten oder spätestens im dritten hatte ich so ein übles Völlegefühl … noch ein Vampir, noch ein Werwolf … bäh. Zeitverschwendung? Nein, ich hatte es ja bis dahin durchaus genossen. Nur in der erwähnten Pause, da wurde mir dann halt schlecht, bildlich gesprochen, da hatte ich mich dann überfressen. Die Filme hab ich auch nicht gesehen.
Ich sollte schließlich erwähnen, dass ich die meisten Bücher nicht besitze, sondern erst mal leihe. Schließlich gibt es hier die hervorragenden Hamburger Öffentlichen Bücherhallen, deren Loblied ich nicht müde werde zu singen. Kaufen kann ich immer noch.

Also, tut mir leid: Passe. Keine Antwort von mir.

 

Tag 09 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Mein Dank geht unverdrossen an Ulrike von Blaupause7, von der die Aufgaben für diese Challenge stammen.

 

38 Kommentare zu “Tag 09 | 30 Days Book Challenge

    • Moin Ulrike! Bücherei: Ja, und? Eben! Man will doch gar nicht alle Bücher besitzen, die man selbst liest, seien wir doch mal ehrlich. Natürlich ist das auch eine Frage des Geldes und des Platzes, und natürlich gibt es Sammler, aber das meine ich alles nicht. Ich, die ich Zugang zur der Stadtbibliothek einer Weltstadt habe, bin damit echt gut versorgt. 😁👍
      Liebe Grüße aus dem Regen
      Christiane 😁🌧️☕🍪👍

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      • Natürlich will man alle Bücher besitzen, die man liest, woraus eben das Problem des Geldes und des Platzes entsteht, das es schlicht zu lösen gilt, notfalls durch Verkauf nicht unbedingt notwendiger Organe oder Gitarre spielen und singen in der örtlichen Fußgängerzone bzw. des Buddelns einer unterirdischen Bibliothek im Garten, sofern vorhanden, alternativ das Dranflanschen eines Buchbalkons, wenn man keinen Garten hat und im Obergeschoss wohnt. ;-)

        Und da das so ist, liest man auch jedes Buch zu Ende, jawohl. Bücher werden zu Ende gelesen, das ist ein Axiom! :-) Ich habe es mal anders versucht, aber es fühlte sich irgendwie falsch an …

        Das alles mag allerdings auch daran liegen, dass ich keinen Zugang zu einer Stadtbibliothek einer Weltstadt habe, sondern allenfalls zu einer in der niedersächsischen Pampa, die das „Corpus Inscriptionum Latinarum“ von Theodor Mommsen aus 1852 noch als Neuerscheinung führt. ;-)

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        • Du siehst, da sind wir an zwei völlig unterschiedlichen Enden des Spektrums 😉
          Aber okay, du bist Buchblogger, du MUSST das anders sehen … vermutlich. 😁
          Liebe Grüße aus dem Regen
          Christiane 😁🌧️☕🍪👍

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  1. Hallo liebe Christiane, ich schließe mich deinem Kommentar widerstandslos sofort an. Schlechte Bücher bleiben schlechte Bücher und sind es nicht wert, unsere Zeit zu verschwenden. Wenn sie so richtig schlecht sind, schaffen sie es bei mir nicht einmal in den Buch-Spenden-Stapel, sondern fliegen direkt in den Altpapier-Container. Momentan habe ich eine Glücksphase, mir ist schon länger kein mieses Buch in die Finger geraten, toi toi toi ;-) Viele Grüße aus dem Regen und bis demnächst, Annette
    P.S. Kaffee, Keks und so rüberschieb

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    • Kaffee und Keks sind gerade sehr willkommen, liebe Annette. Ins Altpapier versenke ich allerdings nur Bücher, die ich wirklich keinem sonst zumuten möchte (wobei das äußerst selten vorkommt), oder die so zerfleddert sind, dass ich weiß, dass sie keine Liebhaber mehr finden.
      Aber da ich ja meist Bücherhallen-Bücher habe, muss ich eine derartige Entscheidung kaum treffen …
      Hier rauscht der Regen. Müsste ich nicht arbeiten, läge ich mit einem Buch auf der Couch. Ach ja …
      Liebe Grüße
      Christiane 😁🌧️☕🍪👍

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      • Jupp, schon, gerade bei mängelfreien Büchern bin ich auch auf deiner Seite und bringe die in einen öffentlichen Bücherschrank oder so. Aber ich habe auch schon Ausnahmen gemacht 😉 Theorie und Praxis … 😉

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  2. Geht mir ähnlich, liebe Christiane. Ich quäle mich auch nicht durch Bücher, die mir nicht auf Anhieb gefallen. So z.B. geschehen mit der Blechtrommel von Grass. Gekauft, weil in, 40 Seiten gelesen, weggelegt und nie wieder in die Hand genommen.

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  3. Echt, du hast kein worst papercase ;-? Ich bin, weil ich dir meines zur Kenntnis bringen wollte, aber nur den Titel wußte, des zu Hause auf einem separierten Spezialplatz dahindämmernden Schlechtestwerkes, überraschend auf einen wachen Geist gestoßen (Sebastian Riemann, die Belletristik-Couch könnte jedoch eine getarnte Webseite von amazon sein), der sich wohltuend aus der Masse der Möchtegern-Rezensenten abhebt (Er traut sich sogar über den ollen Haruki zu urteilen ;)).
    Empört bei meinem Favoriten hat mich vor allem, daß Cabo de Gato beim Inhalt beinahe gar nichts mit Katzen im Sinn hat und sich mir verdächtig macht, auf den Kauf durch die zahlreichen Katzenfreunde abzuzielen (dafür velwexern amazon selbst und seine Kritzler laufend Gato mit Gata (Achat), was einen unbeabsichtigten hinterwäldlerischen Effekt zur Folge hat und mir ein breites, zufriedenes Grinsen ins KopfGesicht zaubert) – was bei einem SinnLeerbuch aber auch schon wurscht ist … ;-)
    Und NEIN – in die Tonne kommt sowas bei mir nicht – jeder neue Autor braucht ein letztklassiges Unwerk, auf das er unverhohlen mit dem Finger zeigen kann – und am Besten, man hat es bei Honorarverhandlungen als Beispiel gleich zur Hand … ;-)

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    • Neee, ich habe kein worst papercase 😉, nur einen Karton mit Büchern für irgendeinen öffentlichen Bücherschrank, immer noch 😉 (Auftritt sehr nasser Fellträger 🐈, Moment.) Ich finde unter „Cabo de Gato“ allerdings gar kein Buch, nur „Cabo de Gata“ in Hülle und Fülle. In die Rezensionen von Sebastian Riemann auf der Belletristikcouch habe ich eben reingeschaut, von den Büchern, die ich kenne (nicht allzu viele), hat er bei keinem das angesprochen, was ich daran gut/bemerkenswert fand, daher werde ich ihm weiter keine gesteigerte Aufmerksamkeit widmen. Die Belletristikcouch wiederum arbeitet mit Partnerlinks zum großen A, soll heißen, wenn man über die was bestellt, bekommen sie Geld dafür.
      Das mit den Honorarverhandlungen ist natürlich ein interessanter Aspekt … 😉
      Liebe Grüße an die Adria 🌞
      Christiane 😁🌧️☕🍪👍

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      • Das Buch nennt sich wie der Landstrich, aber das handelnde Dorf heißt Das Dorf der Katzen und eine Katze ist auf dem Einband zu sehen – daher die Vermutung der bewußten Verfälschung – das ist unseriöse Bauernfängerei und inakzeptabel – daher kommt mein schlechter Gesamteindruck, denn Katzen kommen lediglich als ‚graue Eminenzen‘ vor und nicht als Aspekte, die mit dem Einband korrespondieren – und die Intention des Autors, die er umzusetzen sucht, ist unbestreitbar schlecht gelungen … war wohl eine Nummer zu hoch für den Philosophen im Eugen … ;-)
        Riemann finde ich fair, seinen Intellekt scharf und doch von einer Art Zurückhaltung durchdrungen, der Sprachkompetenz vermuten läßt – mag sein, daß ich nach der Lektüre irgendeines Buches, das er beschrieb, ihm kommerzielle Interessen zurufe – bei obigem hat er jedenfalls meinen Geschmack getroffen.
        Und wenn ich nach einem ungewöhnlichen, guten Buch suche, ist sowieso Ulrike Sokul mal die erste Wahl … ;-)

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        • Nachdem du es so verreißt, werde ich mich nicht weiter dafür interessieren, Katzen hin oder her. 😉
          Sprachkompetenz: völlig unbenommen. 😉
          Ulrike: sowieso und überhaupt, da lohnt der Besuch immer. Auch klar. 😉

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        • Danke für dein Vertrauen ;-) … Ich irre mich natürlich nie.
          Andererseits: als Novelle, die sie sein sollte, wird diese blutleere Hülle wohl kaum jemand durchgehen lassen und außerdem hättest du womöglich -endlich ?- ein Buch, wo dir um die Zeit schade ist, die du mit ihm verbracht hattest … ;-)

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        • Das klingt so, als wolltest du mich animieren, sie zu lesen. Ich könnte, stelle ich gerade fest, die Bücherhallen haben sie. Andererseits WAR ich gerade unterwegs: ein einziger Albtraum, und das Buch wäre auf der anderen Seite der Elbe. Heute sind meine Nerven papierdünn.
          Außerdem muss ich sagen, dass sich mein Lesestapel speziell in den letzten Tagen sehr angenehm gefüllt hat, ist nicht so, dass ich was bräuchte … 😉

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        • Sogar zwei *stolzguck*, ich bin gespannt, ob ich mit seinen Sachen was anfangen kann, du hältst ja große Stücke auf ihn. Und eine Ringelnatz-Biografie (Hilmar Klute), die mir ungewöhnlich liebevoll geschrieben zu sein scheint.
          Update, zwei Stunden später: Herrndorf hat schon mal gewonnen. Danke. 👍

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        • Gibts um 1,19 bei rebuy. Plus 3,90 Versand. Das wäre immer noch billiger. Besser, man bestellt mehr, etwa im Wert eines neuen Buches in der Buchhandlung. Ich versteh amazonkäufer sowieso nicht…

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        • Die Bücherhallen haben es auf jeden Fall, und vermutlich auch den Film. Und wenn ich dann beschließe, dass mein Regal ein Herrndorf-Eckchen braucht, dann kaufe ich nicht beim großen A, das verspreche ich dir, sondern am liebsten in einem Antiquariat hier vor Ort – oder zum Beispiel bei rebuy, wenn ich die Zeit nicht habe rauszugehen. Oder in der Buchhandlung.

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  4. Da ich die meiste Zeit meines jetzigen und früheren Lebens mit dem Lesen verschwende, das aber nie so bezeichnen würde, gibt es natürlich auch bei mir Bücher/Schrifsteller, zu denen ich keinen Zugang finde: Clemems Setz, Frank Witzel, Sibylle Lewitscharoff , Olga Torkaczuk- alle angelesen und sie ruhen in Frieden. Vom Eco habe ich sehr viel, aber nicht alle ausgelesen.
    Schade, dass Werner keinen Zugang zu Grass findet – aber oft ist es nicht begründbar, warum man etwas so vehement ablehnt. Für mich gilt: ich stelle kein Ranking auf oder be- oder verurteile Leute danach, was sie alles gelesen haben , gelesen haben sollten : so wie jeder nicht alles ißt, so unterschiedlich sind auch die Geschmäcker in der Lesekost und sie sind auch altersabhängig.
    Um Deine Lesehallen beneide ich Dich, denn dann würde ich vielleicht auch endlich vernünftig oder meinst Du, da wäre bei mir Hopfen und Malz verloren? -:)))
    Vollsoniiger immer noch heißer Gruß in den Norden – wir hatten heute 31°, Karin

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    • Mit dem Ranking gebe ich dir unbedingt recht. Ich kann und mag eigentlich nicht verstehen, warum man sich Bestseller in den Schrank zu stellen hat, ohne sie zu lesen – was bringt es, dauerhaft etwas vorzuspiegeln, was man nicht ist?
      Vernünftig? Du? 😉 Du würdest jemanden anstellen, der dir die ausgeliehenen Bücher nach Hause trägt! Zumindest ins Auto! 😁
      14 °C, Regen. Es war heute nicht wärmer. Der Regen ist angenehm, nur die Temperatur nervt mich. Ich möchte bitte gerne tagsüber 20 bis 25 Grad, dann darf es auch gern regnen.
      Außer Sonntag in Bremen. Da nicht. Da bin ich bei Jutta Reichelt, und das ist Open air. 😁
      Liebe Grüße am Abend
      Christiane bei Regen 😁😺🌧️🍷👍

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