Tag 16 | 30 Days Book Challenge

 

16 Ein Buch, das Du nicht magst, obwohl es aus deinem Lieblingsgenre ist

Schon wieder eine dieser Aufgaben, bei denen ich ins Schlingern komme. Ich HABE kein Lieblingsgenre, auch wenn ich „Entwicklungsromane“ irgendwo als Lieblingsgenre bezeichnet habe. Damit ich ein Buch gut finde, muss ich die Entwicklung der Protagonisten glaubhaft finden und die Story einigermaßen spannend. Manchmal reicht es auch schon, wenn sie mich nicht langweilen …

Denke ich darüber nach, ob ich euch irgendwas aus dem Bereich Fantasy nennen kann, bekomme ich den nächsten Anfall. Wenn ich ehrlich bin, mag ich das meiste nicht, was mit ein Grund ist, weshalb ich Blogs folge, die auch Fantasy besprechen. Das mag daran liegen, dass ich einfach aus dem Alter raus bin, wo ich (zum Beispiel) auf Liebe und Sex im Fantasygewand stehe. Ja, es gibt sicher Ausnahmen, auch bei mir, aus diesen und jenen Gründen. Aber spätestens beim zweiten Buch kenne ich das Strickmuster, und dann ödet es mich meist an, mehr oder weniger vehement, mögen die Protagonisten noch so aufreizend sein. Ähhhh.
High Fantasy ist aber meist auch nicht wirklich besser: Manches ist mir zu Tolkien (alles, was Tolkien in meinen Augen besser gemacht hat, lese ich nicht weiter), manches ist mir zu dilettantisch/unglaubwürdig, vieles ist mir zu blutig (ihr erinnert euch an die Reihen, die ich nicht fertig gelesen habe).

Und, ganz wichtiger Punkt: Bei sehr vielen Büchern mag ich den Umgang mit bzw. die Schilderung von Magie nicht. Überall, wo Magie nur funktioniert, weil mensch die richtigen Wörter weiß, die richtigen Handbewegungen kann, die richtigen Eltern hatte, was mensch dann selbstverständlich durch eine lange und harte Ausbildung zum Supermagier werden ließ, überall dort, wo Magie keine Kraft ist, sondern ein Mittel zum Zweck, das beherrscht werden muss, wo der Respekt fehlt und so weiter – da bin ich raus. Wen ich hier als positives Beispiel nennen kann, sind zum Beispiel Patricia McKillip und Juliet Marillier („Sevenwaters“, ich kenne nur die Trilogie, Lu Finbar, weißt du da mehr?) – und natürlich Terry Pratchett. Und wenn man hinter die Kinderspiele schaut, auch Harry Potter.

Mit einem Satz: Ich hab nix. Kein Buch. Nur eine längere Begründung.

 

Tag 16 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Mein Dank verfolgt unverdrossen Ulrike von Blaupause7, von der die Aufgaben für diese Challenge stammen und die auch eine Teilnehmerliste führt.

 

Off topic: Adventüden (hier klicken): 4 bereits erhalten, 13 weitere Zusagen. Sehr schön! Weiter so!

 

32 Kommentare zu “Tag 16 | 30 Days Book Challenge

  1. Nun, das mit „Liebe und Sex im Fantasygewand“ ist dann ja doch eher Romantasy, und Romantasy als Subgenre der Fantasy wiederum ist so verzichtbar wie … ach, ich lasse es lieber. ;-)

    Was die Schilderung von Magie angeht, so sprichst Du da einen spannenden Punkt meines einstigen Lieblingsgenres an. Wenn ich so drüber nachdenke, komme ich wohl zu dem Schluss, dass Magie in der Form „ist eben da, weil halt“ mich dann weniger stört, wenn es sich um einen Einzelband handelt, wenn man aber eine ganze Reihe schreibt und seinen Handlungsrahmen dann nicht mal mit einem halbwegs plausiblen Magiesystem füllen kann, ärgert mich das auch.

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    • Genre, Subgenre – es ist mir relativ egal. Nicht mein Ding, mag lesen, wer mag.
      Freut mich, dass du das mit der Magie ebenso siehst. Hättest du jemanden mit plausiblen Magiesystemen anzubieten, so ad hoc?
      Liebe Grüße
      Christiane 😉

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      • So ad hoc, ja!? Na, Du stellst Fragen … ;-) Hm, ich habe nur recht spärliche Kenntnisse der Bücher von Brandon Sanderson, aber mein Eindruck ist, dass er das Thema eigentlich immer gut untergebracht hat. Dafür hat er andere Probleme …

        Sonst würde mir spontan „Die Gilde der Schwarzen Magier“ von Trudi Canavan einfallen. Das Magiesystem geht nicht wesentlich über „wohnt allen Menschen in mehr oder weniger starker Ausprägung inne“ hinaus, ist aber vollkommen schlüssig umgesetzt, wie ich finde. Nur haben die Bücher halt die meisten auch schon gelesen …

        Sonst? Na, die DSA-Romane natürlich. Die bieten auch den Vorteil, mit Aventurien eine ganze komplexe, lebendige und sich stets ändernde Welt im Hintergrund zu haben, in die man sich vielleicht ein wenig einfinden oder einarbeiten muss, aber meines Erachtens wird man belohnt. Ich liebe DSA, merkt man das!? ;-)

        Letztlich und endlich könnte man auch alle Bücher aus dem Bereich „D&D“ bzw. „AD&D“ vorschlagen, beispielsweise die „Forgotten Realms“-Bücher von R.A. Salvatore.

        Reicht vorerst? ;-)

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        • Sanderson fand ich bezogen auf sein Magiesystem zumindest interessant, aber der kommt als Letzter in meiner imaginären Reihe, da fehlte mir was zur großen Liebe, kann dir nicht sagen, was. 🤔
          Ich habe Trudi Canavan irgendwann mal gelesen, weil sie eben so in aller Munde war, und NULL Erinnerung daran, was mich gerade mit einem verwunderten Hm zurücklässt. 😉🤔
          Ich weiß, dass ich irgendwann was aus DSA gelesen habe, weiß aber nicht mal mehr wen. Und Salvatore ist nur ein (alter) Name für mich. 😕
          Immer noch „Hm“. Es ist kompliziert. 😉 Aber danke für die Vorschläge. 👍

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        • Ich sage ja, Sanderson hat ganz andere Probleme … ;-)

          Und dass Du Canavan schon gelesen hast, dachte ich mir ebenfalls. Dass nichts hängeblieb, wundert mich allerdings …

          Was DSA angeht, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es Bernhard Hennen war, zumindest ist der in Sachen „Die Phileasson-Saga“ zusammen mit Robert Corvus schon seit und noch für geraume Zeit DSA-mäßig unterwegs. Die eigentliche DSA-Roman-Reihe umfasst aber mittlerweile irgendwas bei 170 Romanen, ohne Nebengedöns, da kann man sich ohnehin nicht merken, was man von wem gelesen hat. ;-)

          Was Salvatore und seinen (alten) Namen angeht: Goethe ist auch ein alter Name, das heißt überhaupt nichts! :-)

          Hach, Du machst es einem aber auch nicht leicht. ;-)

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  2. Meine Lieblingssparte ist die Science Fiction und gerade dort befindet sich ein Buch. welches mir als unlesbar, weil verworren, vorkam. „Die Zahl des Tiers“ von Robert A. Heinlein (falls ich mich richtig erinnere). Gerade dieser Grande des SF hatte wohl mal eine schlechte Phase, aber auch ein etwas neuer Buch hat es geschafft mich zum Abbruch zu bewegen. „Limit“ von Frank Schätzing, welches ich nach 200 durchkämpften Seiten weglegte und nicht mal mehr weiß, wo es abgeblieben ist. Erst einige Zeit später äußerte sich FS selbst zu seinem Werk und sagte, „Ab mitte des Bucher brachte ich wahllos Protagonisten um, damit ich ein Ende finden konnte.“ Das erklärt, glaube ich, meine Mühsal mit dem Stoff. Sonst hatte ich Glück mit Büchern, auch wenn ich heute keine mehr lese ;-)

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    • Ich habe bisher gerade von den „großen Alten“ 😉 nur sehr wenig SF gelesen, lieber Arno, kann dazu also nichts sagen. Mein Verhältnis zu Schätzing ist durchwachsen, seine Plots sind spannend, aber ich bin nicht überzeugt, was die Qualität der Umsetzung angeht.
      Was mich aber verblüfft: Du bist Autor und liest keine Bücher (mehr)? Wie geht das zusammen? 😉
      Liebe Grüße
      Christiane 😁🌤️☕🍪👍

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      • Oh, ich habe viele Bücher gelesen, quer durch die Literatur, etwa 5000 Stück, doch als ich selber anfing zu schreiben, wollte ich nicht in Versuchung kommen einen Stil abzukupfern, obwohl mir bewußt ist, dass meine Schreiberei ein Mix aus allen Schriftstellern ist, welche ich bisher las. Dann kam noch Social Media dazu, ein bisschen Kochen für alle usw. und schon ging da nix mehr. Vielleicht eines Tages wieder, denn genug eingepackte Weihnachtsgeschenke sind vorhanden ;-)

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  3. Leider kann ich zu Sevenwaters von Juliet Marillier, liebe Christiane, nicht mehr sagen als du: ich habe auch nur die Stammtrilogie gelesen und die war großartig, so wie die fantastische Erdzaubertrilogie von Patricia McKillip!
    Noch ein positives Beispiel wäre „Das Geheimnis der großen Schwerter“ von Tad Williams, auch eine fantastische Fantasytrilogie.
    Herzliche Grüße
    vom Lu

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  4. DSA , „D&D“ bzw. „AD&D“ ?? Aber ich stelle ohnehin schon Stacheln auf, wenn ich „subgenre“ höre. Meine Theorie ist, dass diese Machwerke in überwiegender Mehrheit so schlecht sind, dass sie nur durch ihre Zugehörigkeit zu einem dieser „genres“ überhaupt irgendwie wahrgenommen werden. Zum Glück gibt es auch sehr gute Science Fiction und Fantasy. Nein, das ist nicht nur Geschmackssache, Schund ist Schund …

    Gefällt 4 Personen

    • DSA = Das schwarze Auge
      D&D = Dungeons & Dragons, nicht nur ein Spiel, sondern auch ein Fantasygenre
      AD&D = Advanced Dungeons & Dragons 😉
      Schund ist Schund, nur die Grenzen sind subjektiv, und das Genannte ist … vielfältig. 🤔😉
      Magst du mal was aufzählen, was für dich zu sehr guter Sci-Fi und Fantasy gehört? Nein, nicht um es auseinanderzupflücken, just for Info, ich weiß ja, dass du sehr viel und sehr bunt liest …
      Liebe Grüße
      Christiane 😁🌤️🍪☕👍

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      • Was ich an Science Fiction schätze, sind alternative Lebens- und Gesellschaftsentwürfe. Ebenso in der Fantasy.
        Umfangreich aufzählen mag ich jetzt eigentlich nicht. Die schon erwähnten Drachenreiter von Pern und den Darkover-Zyklos mochte ich sehr gerne, Ursula K. leguin, Asimov, die auch schon erwähnte Becky Chambers, Cixin Liu, der einen sehr wissenschaftlichen Ansatz hat, Kim Stanley Robinson ……… Meine Trush-Achillessehne sind die genetisch veränderten Ameisen und so. Ich weigere mich aber ganz massiv dafür einen Sub-genre-Namen zu erfinden :)

        Science Fiction und Fantasy lebt von den Sehnsüchten der Menschen und die kann man wohl nicht in gut und schlecht einteilen. Ich unterscheide da für mich zunächst von der Textqualität: wenn das Vokabular der Autoren sich gefühlt auf 200 Wörter und die immer gleichen Metaphern beschränkt und obendrein die Grammatik klingt wie mit den allerersten Übersetzungsprogrammen aus dem Alt-Georgischen übersetzt, dann macht mir das keine Freude. ….

        Und einen schönen Tag wünsche ich dir *Herzerl*

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        • Cixin Liu steht sowieso auf meiner „Auch mal lesen“-Liste (habe ich bei dir was über ihn gelesen?), und die Marstrilogie von Kim Stanley Robinson ist gerade dazugekommen. 👍
          Danke, schönen Tag auch dir! 😁😍👍

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        • Ich habe Robinson gerne gelesen, aber er ist langatmig, darauf muss man sich einstellen. Cixin Liu finde ich auch deswegen interessant, weil er die Sitten und Gebräuche im heutigen China durchblicken lässt. Er hat auch eine unglaubliche Fantasie mit völlig unerwarteten Wendungen

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    • Fairerweise muss dazu gesagt werden, dass meine persönliche Einteilung von vermeintlichen Fantasy-Romanen in das Subgenre der Romantasy eher dazu dient, mein einstiges Lieblingsgenre der Fantasy nicht mit so etwas zuzumüllen, es hat also von der Intention her eher etwas Exkludierendes. ;-) DSA, D&D sowie AD&D sind dagegen, zumindest in meiner Wahrnehmung lupenreine Fantasy, auch wenn es da sicherlich auch einiges aus der Kategorie „Machwerk“ gibt. :-)

      Gefällt 2 Personen

  5. Die Trilogie von Sevenwaters war wirklich wunderschön, aber schon vor dem 4. Band bin ich zurückgescheut, weil es da nur noch um die Erben von Sevenwaters geht und nicht mehr um die ursprüngliche Familie, die mir sehr ans Herz gewachsen war.

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    • Ah, okay, dann hat sie also wirklich versucht, den ursprünglichen Zauber zu verlängern, und ihr sagt beide (der Finbar und du), dass es nicht gelungen ist. Okay, das reicht mir als Auskunft, danke 😁🌤️👍

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