Doku über Stephen King

Ich selbst lese keinen Horror, aber ich weiß, dass viele da anders ticken. Denjenigen unter euch, die Fans sind, und auch Menschen wie mir, die sich dem Autor nähern wollen (und zwar nicht über seine Bücher; ich finde Biografisches durchaus spannend), möchte ich eine Doku empfehlen, die ich heute in der ARTE-Mediathek entdeckt und begeistert gesehen habe.

Stephen King – Das notwendige Böse

 

Hier geht es zur Seite auf ARTE.

 

Ich finde den Titel bescheuert, aber das tut der Qualität der Doku (im Wesentlichen eine Aneinanderreihung von Interviewschnipseln, O-Ton mit deutschen Untertiteln) keinen Abbruch. Die Doku ist neu, das Video ist seit gestern (16.10.2020) online und wird es bis zum 21.12. bleiben. 53 Minuten.

Eine der wenigen Triggerwarnungen, die ich jemals vor Dokus gesehen habe, flimmert vorweg: „… nicht geeignet für Kinder, Jugendliche oder empfindsame Zuschauer.“ Ich halte mich durchaus für „empfindsam“, aber wenn man weiß, wer Stephen King ist, sollte das kein Problem sein. Es ist schließlich eine Doku von ARTE und nicht von den Privaten.

Empfehlung!

 

Quelle: Screenshot bei ARTE online

 

44 Kommentare zu “Doku über Stephen King

  1. Supertipp, lieben Dank. Diese Dokumentation über den Horror-Bestsellerautor Stephen King werde ich mir in jedem Fall anschauen. Vermutlich komme ich morgen Vormittag dazu, mal sehen. Ich lese nämlich gut durchdachte Horrorgeschichten sehr gern. Stephen King habe ich im Teenageralter angefangen zu lesen und habe in den Achtziger Jahren wohl alles von ihm verschlungen, was herauskam.
    King hat richtig gute und leider auch viele weniger gute Bücher veröffentlicht. Vor allem die Geschichten, die er unter seinem Pseudonym Richard Bachman veröffentlicht hat, gefallen mir deutlich weniger.
    Genauso verhält es sich demzufolge mit den Verfilmungen der King-Bücher: Da gibt es fantastische Verfilmungen wie „Stand by me – Das Geheimnis eines Sommer“, „The Green Mile“, „Shining“ und „Misery“, aber eben leider auch grottenschlechte Filme wie „Friedhof der Kuscheltiere“ und „Stephen Kings Schlafwandler“ … und noch viele weitere.

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    • King ist ein Vielschreiber, da ist es relativ normal, dass er nicht nur Meisterwerke produziert, oder? 😉
      Und ich vermute, dass er sich das Pseudonym zugelegt hat, um was anderes ausprobieren zu können. Wird auch Fans für die „Bachman“-Bücher geben, schätze ich.
      Hast du einen Favoriten bei seinen Büchern? 🙂

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      • Ja, damit hast du sicher Recht. Dennoch ist nach meinem Empfinden die Bandbreite der Qualität von hervorragend bis grottenschlecht – gerade bei einem Bestsellerautor wie Stephen King einer ist – erstaunlich. Deswegen erwähnte ich es. 😉

        Ja. Vermutlich ist das der Grund für Kings Pseudonym Bachmann. Ich meine, King hat mal in einem Interview erwähnt, dass er Richard Bachmann vor allem „erschaffen“ hat, um seine Fantasy-Geschichten zu veröffentlichen. So ganz stringent hat King das dann aber doch nicht durchgezogen.
        Und klar gibt es mit Sicherheit auch Fans der Richard-Bachmann-Bücher. Sonst würde es nicht so viele davon geben. Wobei dem Abverkauf dieser Werke natürlich auch stark geholfen hat, dass King sich sehr zeitnah als Autor dieses Pseudonyms geoutet hat.

        Mein Favourit unter Kings Büchern ist die Novelle „Die Leiche“, die auch wundervoll berührend mit traumschönen Bildern 1986 unter dem Titel „Stand by me – Das Geheimnis eines Sommers“ verfilmt wurde. Ich liebe diese für King eher untypische „Comig-of-Age“-Geschichte, in der es um die Erlebnisse und vor allem um das Erwachsenwerden von vier befreundeten 12-jährigen Jungen im Spätsommer 1959 in der us-amerikanischen Kleinstadt Castle Rock in Oregon geht. Solltest du dieses filmische Kleinod noch nicht gesehen haben: UNBEDINGT ANSCHAUEN! Bei dieser Geschichte steht nicht der Horror im Vordergrund, dieser entwickelt sich aus ganz alltäglichen Erlebnissen in diesem einen Sommer ihrer Kindheit und prägt die Jungs ihr Leben lang … Du merkst schon, es ist einer meiner Lieblingsfilme. Ich sollte ihn mir auch mal wieder anschauen, wobei ich „Stand by me“ sicher schon dutzende Male gesehen habe. 🙂

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  2. Vor 100 Jahren hatte bei Wim Thoelke ein Kandidat das Thema Stephen King. Bis dahin hatte ich noch nichts davon gehört und wurde neugierig. Ich verschlang ein Buch nach dem anderen, war total begeistert. Allerdings kann ich mit den Filmen nichts anfangen.
    LG sk

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  3. Ich bin auch eine Nicht-Horror-Leserin und habe deshalb keines seiner Bücher gelesen, aber mein Schwiegersohn verschlang sie und auf Flohmärkten fand ich immer wieder welche, die er nicht kannte. Ich hatte aber nie den Wunsch, reinzulesen. Hätte vermutlich Horror-Träume bekommen…
    Aber ich habe ja auch, allerdings vor langer Zeit, Thomas Harris gelesen, seine Bände von Hannibal Lecter und das Schweigen der Lämmer und ich bin nur manchmal vor Angst fast gestorben, bei dieser Art von psychologischem Horror. Die Faszination war größer *g*
    Ich werde mir die Doku von ARTE ansehen. Heute aber nicht mehr . Der Tag war lange genug.
    Liebe Grüße in die Nacht von Bruni

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    • O ja, liebe Bruni, die sind großartig. „Roter Drache“ und „Das Schweigen der Lämmer“ finde ich überragend, „Hannibal“ etwas schwächer und den Rest leider ziemlich indiskutabel 🤨
      Nur, nach allem, was ich weiß, fällt das unter Thriller, nicht unter Horror, egal, wie sehr mensch sich dabei gruselt …
      Morgenkaffeegruß 😁☁️☕🥐👍

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  4. Ich habe zwei Bücher von ihm gelesen und fand sie unglaublich spannend, auch grusig zum Teil, nach mehr hat mir dann aber eben doch nie mehr der Sinn gestanden.
    Die Doku schaue ich mir gerne einmal an – vielleicht kann ich da etwas über die Faszination am Horror von den Leuten erfahren, die sich mir nicht wirklich erschließt?!
    Danke für den Tipp.
    Herzliche Grüße zu guten Nacht,
    Ulli

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    • Ja, das wollte ich auch. King beschreibt es als Möglichkeit, mit seinen Ängsten in Kontakt zu kommen und zu einer Art Katharsis zu gelangen, sehr verkürzt dargestellt. Ich frage mich, ob das auch hier so funktioniert oder ob wir anders geprägt sind. Wobei er weltweit Fans hat, es MUSS also für einige funktionieren. Hm.
      Herzliche Morgenkaffeegrüße 😁☁️☕🥐👍

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  5. Danke für den Tipp, liebe Christiane! Da werde ich auf jeden Fall mal reinschauen. Ich habe in meiner Jugend alle Bücher von Stephen King mit Begeisterung gelesen. Irgendwann war das dann vorbei. Als Erwachsene habe ich aber sein Buch „Das Leben und das Schreiben“ gelesen. Und das kann ich sehr empfehlen. 😀
    Liebe Grüße
    Nicole

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