Irgendwie | abc.etüden

 

Irgendwie bin ich gerade definitiv nicht in der Lage, meine Gefühlslage in nette Texte zu verpacken – und auch nicht, sie wegzuschieben und so zu tun als ob. Ich kann und werde nicht Politiker aus aller Herren Länder (auch meinem eigenen) als „Schmutzfinken“ betiteln: So niedlich sind sie nicht, wie es das Wort suggeriert, und sie springen auch nicht mit beiden Füßen in Gummistiefeln in den Dreck, sie stecken längst erheblich viel tiefer drin.

Und zu behaupten, dass mir die momentane Lebenssituation in Deutschland (und woanders vielleicht noch mehr) meine Zuversicht die Zukunft betreffend vielleicht doch gerade ein wenig MOPST, wäre ein derartiger Euphemismus, dass ich nur noch sprachlos nach Luft schnappe.

Fabelhaft war dagegen gestern nur jene kurze Moment, als ich über dem Flachdach des Lebensmittelhändlers den Fast-Vollmond aufgehen sah, flankiert von einem hellen Stern, von dem ich  weiß, dass es nicht die Venus gewesen sein kann (falsche Himmelsrichtung) … hm. Selbst der Fellträger, der wie üblich alles gibt, um meine Laune zu heben, hat sich gestern früh mit einer anderen Katze angeschrien und dabei vermutlich eins auf den Kopf bekommen (klassische Stelle vor dem Ohr); nix Dolles, solange es nicht eitert, was es sicher versuchen wird. Ich habe ein Auge drauf.

Ein paar Fragen, die ich mir so ähnlich auch gestellt habe und die meine Laune ebenfalls nicht heben, habe ich gestern bei Maren gefunden (Corona: Wie Kommunikation Verantwortlichkeiten verschleiern kann). Ich bin mehr als empfindlich, was suggestive Tonfälle angeht, und lese daher längst nicht alles, aber das sind Punkte, über die man mal nachdenken kann, und auch, welche Folgen die Antworten bzw. die Nicht-Antworten für uns als Gesellschaft haben.
Und nein, mit Verschwörungstheorien, Hetze und Eiferei hat das alles nichts zu tun. Leider. Wäre es nur so, dann könnte man es getrost ignorieren …

 

abc.etüden 2020 43+44 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 43/44.2020: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Judith mit ihrem Blog Mutiger leben. Sie lauten: Schmutzfink, fabelhaft, mopsen.

 

56 Kommentare zu “Irgendwie | abc.etüden

  1. Liebe Christiane, den Artikel hatte ich bei Gerda auch entdeckt und habe ihn bereits an meine Bekannten, die keine Blogger sind, weitergeleitet. Wie schon oft betont: ich habe keinerlei Angst vor dem Virus, wenn ich mich anstecken sollte, ich vertraue meinen Widerstandskräften, aber vor den gesellschaftlichen Umbrüchen und vor allem habe ich Angst um die vielen Menschen, deren Existenzgrundlage total vernichtet wird und die durch alle Netze fallen.
    Die Herren Politiker, alle Beamten sind bestens einkommensmäßig abgesichert – egal was kommt – die meisten Rentner zum Großteil auch – aber alle, die keine abgesicherten Einkünfte haben – was sollen sie denn machen? Die immer noch überschaubaren Toten – wo sind die Vergleichszahlen, wie viele Menschen um diese Jahreszeit immer auch an anderen Krankheiten sterben – rechtfertigen meiner Ansicht nach nicht das Ausmaß der Zerstörung an Existenzen.
    Die Entscheidung, jetzt die Parlamente mit einzubeziehen, ist richtig, denn von dort kommen hoffentlich Denkanstöße, die die Herren Ministerpräsidenten zum zusätzlichen Nachdenken anregen.

    Lieber Gruß zu Dir – ich bin ganz bei Dir, Karin

    Gefällt 7 Personen

  2. Meine astronomischen Kenntnisse halten sich in Grenzen, aber bei dem hellen Stern könnte es sich um den Mars gehandelt haben. 🙂

    Zur Verlinkung – die übrigens in meinen Augen fast dasselbe ist wie ein rebloggen 😉 – enthalte ich mich selbstredend. Einmal, weil es nicht gewünscht ist und zum zweiten aus Liebe zu meinem Blutdruck. 🙂

    Gefällt 5 Personen

    • *grins*
      Hast recht mit dem Mars, dürfte er gewesen sein.
      Beim Rebloggen ziehst du den Text komplett zu dir und schreibst deinen Senf dazu. Das ist in meinen Augen ein deutlicher Unterschied. Dagegen ist ein Link … ein Link.
      Genau, schone deinen Blutdruck. Ist besser so. 😉

      Gefällt 2 Personen

      • Mir ist der Unterschied bewusst, nur ist beides meiner Meinung nach eine Form von Teilen, sowie Gurken und Tomaten trotz der unterschiedlichen Farben immer noch zwei Sorten Gem… lassen wir das. 😉

        Ich habe meinen Blutdruck im Übrigen nicht geschont, sondern meine Meinung dort gelassen, wo sie nach dem Verursacherprinzip hingehört – wenn sie denn freigeschaltet wird. 🙂

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        • Gut, wenn dir der Unterschied bewusst ist, habe ich nichts dagegen, dies als eine Form des Teilens zu verstehen.
          Ich werde nach deinem Kommentar Ausschau halten. Meine Verlinkung sollte einen Ping produziert haben, den ich ebenfalls (noch) nicht sehe. 😁👍

          Gefällt 1 Person

        • Ich habe mich nach einer Woche getraut den verlinkten Text zu lesen und, wie vermutet, war ich danach irgendwas zwischen wütend, traurig und voller Angst. Dein Kommentar darunter hat mir den Abend gerettet. Danke. 😇
          (sry für den Spam bei dir, Christiane. Ich wollte ungern etwas in dem verlinkten Blog schreiben.)

          Gefällt 2 Personen

        • Ich muss gestehen, dass ich wohl auch ein kleines bisschen wütend gewesen sein muss, was vermutlich letztlich der Auslöser für den ellenlangen Kommentar war. Dabei verstehe ich jede und jeden, die beispielsweise wirtschaftliche Sorgen haben, in Angst vor Ansteckung leben oder auch nur allgemein irgendwann schwer genervt sind.

          Und natürlich ist unser aller Sicht auf die derzeitigen Maßnahmen sicherlich auch immer ein bisschen davon abhängig, was wir in der Pandemie bisher erlebt, was wir von ihr gesehen haben.

          Und man kann die Maßnahmen, ihre Wirkung und ihre SInnhaftigkeit natürlich auch unterschiedlich bewerten, was wäre das für eine gruselige Welt, wenn wir uns immer alle einig wären!?

          Das Problem beginnt für mich aber dann, wenn man, mit entsprechenden Vorerfahrungen ausgestattet und deswegen nur noch so semi-unvoreingenommen, daraus ein Weltuntergangsszenario bastelt und fürchterliche Folgen der Corona-Politik für die Menschen beschwört, man das Ganze dann aber im Bereich der Behauptungen und darüber hinaus vollkommen unbelegt, vollkommen unbewiesen lässt.

          Denn letztlich kann das eben dazu führen, dass einige Menschen, so wie du, nachdem sie mit besagtem Weltuntergangsszenario konfrontiert wurden, „voller Angst“ sind. Für die einen ist diese Angst in der Folge „nur“ eine immense Belastung für die Psyche, einige andere wandern im schlimmsten Fall dann bei der nächsten „Querdenken“-Demo mit.

          Mein Kommentar hatte deshalb das Anliegen, die unbewiesenen Behauptungen zu entkräften und ihnen mit Fakten zu bgegegnen. Dann kann man sich ja meinetwegen immer noch Sorgen machen, mache ich ja auch, dann aber wenigstens fundiert. 🙂

          Wenn ich mir die Kommentare unter dem Beitrag allerdings so anschaue, stand ich da vergleichsweise allein auf weiter Flur. Daraus entnehme ich, dass allgemein eine große Bereitschaft besteht, unbewiesene und aus Emotionalität gewachsene Behauptungen zu glauben, solange sie dem eigenen Meinungsbild oder viel mehr dem eigenen Gefühlsleben entsprechen. Und das macht mir irgendwie mehr Sorgen, als es jede Pandemie je könnte.

          Wenn der Kommentar aber dazu geeignet war, dir den Abend zu retten, dann war der Aufwand, den ich dafür betrieben habe, nicht völlig unnütz. Und ich gestehe: Der Aufwand war, nicht nur zeitlich gesehen, immens. 🙂 Deshalb danke ich dir sehr für die Rückmeldung!

          Schade finde ich allerdings, dass du nichts in dem verlinkten Blog schreiben wolltest, dann hätte ich mich vielleicht weniger allein gefühlt. 😉

          Gefällt 2 Personen

        • Auch wenn ich jetzt das Gefühl habe, mir selbst ein wenig in den Rücken zu fallen, ich fand deine Kommentare bzw. euren dazugehörigen Austausch ebenfalls wohltuend relativierend, und ich möchte dir für all die Mühe danken, die du dir zweifellos damit gemacht hast. So was schreibt sich nicht mal eben so. 👍👍👍
          Morgenkaffeegruß 😁☁️☕🥐👍

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        • Ganz herzlichen Dank. Ich finde nicht, dass es etwas mit sich selbst in den Rücken fallen zu tun hat, wenn man beispielsweise zu einer neuen Betrachtung eines Sachverhalts kommt, wenn man mit Fakten und Gedankengängen konfrontiert wird, die man vorher ggf. nicht kannte oder hatte. Es ist aber auch ebenso legitim, dass man nach der Konfrontation mit diesen Fakten und Gedankengängen komplett bei seiner vorherigen Meinung bleibt. 😉

          Und nein, das schreibt sich tatsächlich nicht einfach so, das gebe ich zu. Umso besser, zu wissen, dass der Aufwand offensichtlich nicht völlig umsonst war. 🙂

          Lieben Gruß zurück

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        • Ich bin in einem andauernden Meinungsbildungsprozess. Es hat mir geholfen, mich aufzuregen, genauso, wie es mir geholfen hat, deine sortierenden Kommentare zu lesen.
          Danke, wie gesagt. 😀

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        • Tatsächlich habe ich weniger Angst vor Weltuntergangsszenarien, weil ich diese meist für Humbug halte. Was mir Angst macht, ist, dass diese Verdrehung von Fakten und das aufstellen unsinniger Behauptungen so salonfähig geworden ist. Auf mich wirkt das derzeit einfach wie eine Welle an Menschen, die nicht mehr auf Fakten hören und nur noch nach Gefühl handeln. Das sind dann die, die auf die Straße gehen und die eigenen Bemühungen zunichte machen, sich nicht anzustecken und niemand anderen anzustecken. Daher war deine faktenreiche und wirklich gut recherchierte Antwort wohltuend.
          Vielleicht hätte ich auch direkt drunter schreiben sollen, aber ich finde es derzeit schwierig meine Emotionen da rauszuhalten (ich schiebs auf die Schwangerschaftshormone 😉 ). Und mit Emotionen auf Emotionen zu reagieren, ist wahrscheinlich eine schlechte Idee. Aber ich habe den Aufwand hinter deinem Kommentar gesehen und hoffe, dass er den ein oder anderen zum Nachdenken bringt. Nochmal danke. 🙂

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  3. Liebe Christiane,
    danke für die Beschreibung deiner Gefühlslage. Ich bin mir sicher, dass du vielen damit aus dem Herzen sprichst. Ich weiß von mir, und aus der Zeit im Frühjahr, dass es mir geholfen hat, die fabelhaften Momente nicht nur wahrzunehmen, sondern auch zu benennen.
    Insofern wünsche ich dir viele solcher Momente, die neben all dem anderen, das uns noch eine Weile begleiten wird, stehen.
    Herzliche Grüße
    Judith

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    • Du hast sicherlich recht, liebe Judith, was das Benennen der fabelhaften Momente angeht, weil man sich dadurch ihrer versichert. Aber genauso muss es erlaubt sein, auch die nicht ganz so fabelhaften Momente zu benennen, und sie nicht für ein vages „Wird schon wieder, lasst uns positiv in die Zukunft sehen“ (ja, klar, irgendwie, irgendwann) zu unterdrücken.
      Und manchmal wiegt die Schönheit der schlafenden Katze die Sorgen/Ängste/Nöte nicht auf, nicht mal für den Moment, selbst wenn man die Schönheit sieht.
      Herzlich zurück und danke 😀

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      • Danke dir, Christiane.
        Da hast du schon recht, die anderen Momente dürfen und sollen auch benannt werden – und die meisten Menschen tun das ja auch. Mir fällt allerdings, privat und in der Arbeit, immer wieder auf, dass es dabei bleibt und die guten Momente durchs Raster rutschen. Deshalb ist es mir so wichtig, das immer wieder zu benennen.
        Herbstgrüße
        Judith

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        • Ja, und da stimme ich dir zu. Einseitigkeit ist gefährlich, wobei ich positive Einseitigkeit für trügerisch und negative Einseitigkeit für destruktiv halte.
          Momentan beaufsichtigt ein schnurrender Fellträger meine Arbeit … 🐈😺

          Gefällt 3 Personen

  4. Ich glaube, jeder sollte sich auf schöne Momente konzentrieren und jenen helfen, die es nicht können. Weil ich Glück in der ganzen Misere habe, hilft es mir ungemein zu unterstützen, ob durch Spenden, Darlehen oder Essen bei geschlossenen Restaurants zu bestellen. Und manchmal hilft auch zuhören. Erst gestern habe ich bei einer Freundin Dampf abgelassen, weil sich die ganze Angst aufgestaut hatte. Ich hab Angst um meine krebskranke Freundin, meine angeschlagenen Eltern, meinen asthmakranken Kumpel und vor allem und am meisten habe ich Angst um mein ungeborenes Kind. Ich würde gerne mein ganzes Geld und meine Wohnung dafür geben, dass ich weiß, dass es diesen Menschen gut geht. Das geht leider nicht, also hilft nur helfen und Hilfe suchen, wenn man sie braucht.
    (Sry, nach dem ersten Kommentar traue ich mich den verlinkten Beitrag nicht zu besuchen. Ich beziehe mich nur auf das, was du schreibst.)

    Gefällt 4 Personen

    • Ja, Dampf ablassen an vertrauenswürdiger Stelle hilft unbedingt. Und ich finde es großartig, dass/wenn du etwas tust.
      Ich gehöre zu den Solo-Selbstständigen, deren Auftragslage das ganze Corona-Jahr schon ziemlich mau ist. Ich habe andere Sorgen als du, aber klein sind sie auch nicht gerade.
      Ich wünsche dir das Allerbeste.
      Mittagskaffeegruß 😍🐈☕👍

      Gefällt 3 Personen

      • Für Selbstständige ist das Jahr echt krass. Habe da auch einige im Freundeskreis. Am schlimmsten trifft es gerade einen, der Clubbesitzer ist. Wir versuchen das gerade mit Spenden abzuwenden. Dieses Unterstützen ist so wichtig. Also, wenn du Hilfe brauchst, ich hab noch Kapazitäten und wenn es nur Werbung ist. Hab immerhin eine recht große Anzahl Leute, die meinen Mist auf Twitter lesen. 😉
        Mittagsteegruß zurück. 🙃

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    • Du kannst dem link meines Erachtens ohne Angst vor Negativeindrücken folgen. Er ist von Maren, die selbst eine schwere Autoimmunerkrankung hat und sie mit Lachen, also mit positiver Energie, in Schranken hält. Ich habe den Artikel reblogged, weil er den Regierenden sehr wichtige Fragen mit Humor stellt. Dadurch wird vieles geradegerückt, verdeutlicht, und die Angst vor einer unbekannten Gefahr vermindert. (Das ist jedenfalls mein Eindruck). Gerda

      Gefällt 2 Personen

      • Hn, ich probier es Morgen mal. Mich ziehen Texte enorm runter, die nicht die Menschen thematisieren, die sterben könnten und die gestorben sind. Ich schiebe keine Panik oder so, aber wenn jm fragt, ob die nicht eh hätten sterben sollen, bin ich geschockt. Eine meiner besten Freundinnen kämpft um ihr Leben und nuja das kleine 10cm große Wesen in mir soll doch bitte auch ne Chance bekommen und das in einer Welt, in der jeder das Recht bekommt zu leben.

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        • Also: Es ist kein Gepöbel, das hätte ich nicht verlinkt. Wenn du aber im Moment emotional ein bisschen wackelig bist, dann sei ruhig vorsichtig. Es ist auch nichts, was man gelesen haben muss, ich fand es nur eine ganz gut formulierte Zusammenfassung von Fragen, die man sich stellen kann, wobei durchaus eine Portion Polemik dabei ist, aber echt im Rahmen, gemessen an dem, was sonst so durchs Netz fliegt.

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  5. Mars ist in der Tat zurzeit gut zu sehen (rötlich) , Jupiter auch (hell wie die Venus), Aber alle Planeten ziehen wie der Mond in der Ekliptik, deshalb kommt deine Begründung , dass es nicht die Venus gewesen sein kann, irgendwie nicht hin.
    Mein Sohn hat eine coole APP auf dem Smartphone, die hält man an den Himmel und plötzlich ist alles beschriftet. Wenn ich doch jemals ein smartphone anschaffen sollte, kaufe ich mir diese APP dazu, ist schon ein Luxus gegen das Gewirtschafte mit Sternenkarte, Kompass,Breitengrad berechnung, Uhrzeit …
    Und das anderer… am schlimmsten finde ich, wie Menschen sich über Corona entzweien, wie es nur noch SO oder SO gibt und kaum Zwischentöne. Es ist so schrill.

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    • Ähm, doch. Die Venus ist der Morgen- bzw. der Abendstern. Als Abendstern steht sie im Westen, als Morgenstern im Osten. Der Mond, und da war ich beim Schreiben ungenau, ging gestern im Osten auf, daher KANN ein ihn begleitender Planet nicht die Venus gewesen sein.
      Die App deines Sohnes hätte ich gern – wie heißt die, und gibt es die für Android-Handys? Ich habe Stellarium auf dem PC, mit dem ich ansonsten sehr glücklich bin (stellarium.org, kostenlos), vielleicht kennst du das? Da habe ich jedenfalls eben auch noch mal das überprüft, was ich geschrieben hatte (es war der Mars).
      Corona: Ja, du hast unbedingt recht. Was ich verblüffend/schockierend finde, ist die Parallele zum US-Wahlkampf, da scheint es ähnlich zu sein: Gehörst du zum anderen politischen Lager, bist du des Teufels und frisst mindestens kleine Kinder zu Mittag. Ungekocht. 😦

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  6. Okay, du hattest die Uhrzeit nicht dazu geschrieben…
    Nachts ist die Venus tatsächlich nie zu sehen.
    Und neulich gerade gelernt: als Morgen-und Abendstern können auch andere Planeten erscheinen.
    Das mit der APP frage ich J. bei Gelegenheit.

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    • Für mich ist die Venus der klassische Morgen-/Abendstern (Osten/Westen), daher die Irritation. Natürlich sind auch andere Planeten zu diesem Zeitpunkt am Himmel sichtbar, Jupiter ist ja kaum zu übersehen.

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  7. Chm, chm. Nun kann ichs mir nicht verkneifen, zum „Stern“ meinen Senf dazuzugeben – der übrigens ein Planet, und kein Stern ist. Die Sonne ist ein Stern („Fixstern“), der Merkur, die Venus, (die Erde), der Mars, der Jupiter, der Saturn sind die mit bloßem Auge zu sehenden Planeten der Sonne.
    Das, was du beim Mond gegen Mitternacht gesehen hast, war der Mars. Die Venus ist gegenwärtig „Morgenstern“ – sie ist halbjährig Abend- und halbjährig Morgenstern. Jupiter geht jetzt schon zu früherer Nachtzeit unter, gefolgt von Saturn (Den ganzen Sommer über konnte man die beiden sehr schön beobachten). Danach kommt ingehörigem Abstand der Mars, der jetzt ungefähr gegen Mitternacht seinen Höchststand erreicht, so dass man ihn sehr nah am fast vollen Mond sieht. Die Reihenfolge und Abstände der Planeten verändern sich, weil sie unterschiedlich lange Umlaufbahnen um die Sonne haben, aber sie bewegen sich immer auf der durch die Eklipse der Erde vorgegebenen scheinbaren Bahn (scheinbar, weil wir es von der Erde aus so sehen: alle Fixsterne bewegen sich scheinbar auf der Ekliptik, so auch der Fixstern Sonne, umwandert von seinen Planeten). Venus steht näher zur Sonne als die Erde, daher sehen wir sie immer relativ nah bei der Sonne (Sonnenaufgang oder -untergang). Merkur umkreist die Sonne so eng, dass wir ihn fast nie sehen, er wird von der Sonne überstrahlt. Mars, Jupiter, Saturn haben eine größere Umlaufbahn als die Erde, so dass die Erde quasi zwischen diesen und der Sonne kreist, während Venus und Hermes zwischen der Erde und der Sonne kreisen. Jupiter ist der lichtstärkste Planet. Weil Venus näher ist, scheint sie uns aber heller. Noch viel weiter als Jupiters Weg ist der Weg des Saturn (griechisch Kronos, Zeit): er scheint sich „langsam“ zu bewegen, weil seine Umlaufbahn so groß ist und er hinter den anderen Planeten hinterherhinkt. Die anderen Planeten kann man mit bloßem Auge nicht sehen.
    Ende. Ich hoffe, damit ein wenig Ordnung in die Köpfe und keine Unordnung in die Himmelsbewegungen gebracht zu haben ;).

    Gefällt 4 Personen

    • Liebe Gerda, das hat sich längst geklärt, was ich da gesehen habe, aber danke für deine ausführlichen Erklärungen. Ich schrieb: „… als ich über dem Flachdach des Lebensmittelhändlers den Fast-Vollmond aufgehen sah, flankiert von einem hellen Stern, von dem ich weiß, dass es nicht die Venus gewesen sein kann (falsche Himmelsrichtung) … hm.“
      Soll heißen: Der Mond stand noch nicht hoch, ergo war er noch nicht lange aufgegangen. Der Mond ist gestern Abend um 16:41 Uhr aufgegangen, Mars bereits um 16:21 Uhr, ich habe beide durchaus nicht „gegen Mitternacht“ gesehen.
      Ansonsten hast du natürlich mit deinen Ausführungen recht – danke, dass du mich an die Venus und ihren Wechsel erinnert hast.
      Für exakte Daten habe ich eine interessante Seite gefunden:
      https://www.timeanddate.de/astronomie/nachthimmel/deutschland/hamburg
      wobei sich Datum und Ort einstellen lassen. Vielleicht interessiert es ja noch andere als mich, wo man etwas nachschlagen kann. 😀

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  8. Ich habe den Link bei Gerda noch nicht gelesen, aber ich werde es nachholen.
    Ich tendiere ja meist dazu, mir alles einigermaßen schönzureden, aber ich schaffe es im Moment wirklich nicht und es wäre sowieso grottenfalsch. Es ist zur Zeit nicht einfach, sorglos vor sich hinzuleben. Es funktioniert schon ziemlich lange nicht mehr. Ich weiß ganz genau, wie schwierig es für alle Selbständigen ist und ich würde wieder mit Beten beginnen, wäre ich plötzlich wieder gläubig geworden, aber ich bin es nicht.
    Es liegt zu vieles im argen, als daß wir lustig und fidel sein könnten, liebe Christiane,
    Also ist es wichtig, rauszulassen, was die Seele bedrückt. Der Fellträger tut sein Bestes, aber nun hat er selbst sein Problem und ich hoffe, seine Verletzung ist bald wieder verheilt.
    Liebe Grüße zum Abend von Bruni

    Gefällt 1 Person

    • Der Fellträger hat kein außergewöhnliches Problem, liebe Bruni, sich mit den Mitkatzen zu zoffen kennt er. Er frisst, er pennt, er will raus, ich darf ihn überall anfassen. Wenn sich das ändert, muss man achtgeben.
      Der Rest ist nicht so einfach.
      Den Link zu Marens Beitrag findest du im unteren Drittel meines Textes.
      Ganz liebe Grüße zurück 😁🐈🍲👍

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  9. Ja, hab den Link von Maren auch mit Begeisterung gelesen (und kommentiert) – begeistert wegen dem ‚Gleichklang in mir‘ und habe es genossen und genieße es auch hier, von Menschen zu lesen, die selber denken und recherchieren jenseits des mainstreams. Und schön auch Christiane das bei Dir zu lesen – meine „Geschichten-Animiererin“, die es möglich macht – alle 14 Tage, meine Kreativität auszuprobieren. Danke!

    Gefällt 2 Personen

  10. Das war dann wohl der Mars, der rote Nachbarplanet, aber da haben dich andere bereits aufgeklärt. Mars hat übrigens 2 Monde, Phobos und Deimos. Und Mars ist nur alle 2 Jahre so gut zu sehen. Und so gut wie in diesem Jahr erst wieder in etwa 16 Jahren. Interessant in diesem Zusammenhang, und so bekomm ich gerade so wieder die Kurve, dass Phobos und Deimos „Furcht“ und „Schrecken“ bedeuten. Tja. Was uns das sagen soll?
    Mitunter schwierig derzeit finde ich – ohne politisch werden zu wollen – dass die persönlichen Situationen derzeit so unterschiedlich sind wie noch nie und nirgends Halt machen.
    Letzten Endes weiß noch keiner nix, und der Winter ist noch nicht mal da. Jede Woche eine neue Sau im Dorf und jede Woche neue Erkenntnisse. Lustig geht anders.
    Ich geh morgen Glühwein kaufen. Großgebinde. Vielleicht klart es auf, dass genieße ich den flugzeugarmen Himmel.
    Hicks. Und Gruß.

    Gefällt 2 Personen

    • Na ja, Mars ist der Gott des Krieges, da lagen die Namen für seine Begleiter mythologisch wohl nahe. Die Astrologie hat zu den Stellungen der Planeten am Himmel momentan auch einiges zu sagen – ich habe vor Corona Prognosen gelesen, die besagten, dass es kein leichtes Jahr werden würde. Klar, da dachten noch die meisten an Amiland.
      Lustig geht anders, du hast so recht.
      (Hab den Tippfehler korrigiert.)
      Gruß zwischen Tag und Traum zurück. 😴🐈😉👍

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  11. Ich war ganz überrascht, mich hier in deiner Etüde zu finden …, freue mich aber natürlich sehr darüber! Ja, es kommt immer auf die Sichtweise – und die eigenen Erfahrungen – an, was sinnvoll oder nicht sinnvoll, – und wer, warum „egoistisch“ erscheint.
    Oft sind es persönliche Motivationen oder Lebenslagen, die einem die eine oder andere Wahrnehmung vermitteln. Ich habe in einem Kommentar zu Fraggle bei mir auch gerade nochmal erläutert, woher meine Wahrnehmung bei dieser Corona-Geschichte u.a. kommt. …

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  12. Pingback: Schreibeinladung für die Textwochen 45.46.20 | Wortspende von Kain Schreiber | Irgendwas ist immer

  13. Die „niedlichen“ Worte für eine persönliche Befindlichkeitsbeschreibung der gar nicht heiteren Art zu verwenden finde ich gut.

    Wegen des Links werde ich mich eines Likes enthalten, denn deinen Beitrag in seiner Gesamtheit mit einem „Gefällt mir“ zu bedenken, hiesse, dies auch dem Link zukommen zu lassen.

    Gefällt 1 Person

    • Ich danke dir sehr für deine differenzierte Betrachtung. Ich halte es für richtig, auch solche Fragen zu stellen (die ich als Fragen betrachte) und andere (emotionalere) Standpunkte zu begreifen, komme aber zu eigenen Antworten. Wahr ist m. E., dass man Corona nicht (nur) isoliert sehen sollte. Ulli hatte dazu heute morgen einen Link zu einem Artikel aus der ZEIT gepostet, der eine andere Facette beleuchtet.

      Liken

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