Schreibeinladung für die Textwochen 42.43.21 | Wortspende von puzzleblume

Herbstliche Grüße, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen: Allmählich hält wirklich überall der Herbst Einzug, die Tage werden massiv kühler und kürzer, es kommt zu ersten Nachtfrösten und die Blätter färben sich. Demnächst erwarte ich dann die ersten Laubbläser-Morde … 😉 plus Nussallergien und Plätzchenrezepte 🙂

Ah, ich möchte gleich am Anfang eine Besonderheit ankündigen. Eigentlich wäre beim nächsten Mal eine Woche Extraetüden fällig: 5. Sonntag im Monat. Wenn wir aber eine Woche Extraetüden schreiben, dann bleibt dem letzten Wortspender im November nur noch eine Woche Zeit, denn am letzten Sonntag im November beginnen ja schon die Adventüden! Daher wird es in diesem Vierteljahr keine Extraetüden geben und wir verschieben die Termine im November um eine Woche. Keine Sorge, bei der nächsten Schreibeinladung erzähle ich euch das alles noch mal 🙂

Okay, ich starte mit der Statistik. 32 Blogmenschen haben 65 Etüden eingereicht: eine sehr erfreuliche Aufwärtsentwicklung, sehr schön, vielen Dank! Die Liste führt wieder mal Gerhard mit 6 Etüden an, gefolgt von Heidi und Christian mit jeweils 4 Etüden und 6 (!) Leuten mit jeweils 3 Etüden! Ich bin sehr beeindruckt.
Zu den letzteren gehört auch unser neuester Neuzugang, Stefan von Gelassen ausgebremst, den ich hiermit noch mal herzlich im Kreis der Etüdenverrückten begrüße! 😀

Also: Wie immer geht mein Dank an euch, die ihr mitgeschrieben, mitgelesen, gelikt und kommentiert habt! Vielen Dank an jede*n, die*der mit durch die teilnehmenden Blogs gegangen ist und kommentiert/diskutiert/gelikt hat (und immer noch speziell an Werner fürs Etüdenkuscheln).
Schaut bitte nach: Fehlt irgendwas, habe ich was übersehen, ist ein Link kaputt? Sagt Bescheid, es ist keine böse Absicht, ihr wisst das.

Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt – und ich freue mich sehr, dass es teilweise auch wirklich geschieht.

Barbara von der Kulturbowle in meinen Kommentaren: hier
Ulrike auf Blaupause7: hier und hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
Jane auf Blood, Tears, Gold & Minds: hier und hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier und hier
Kain Schreiber auf Gedankenflut: hier, hier und hier
Olpo auf olpo run: hier, hier und hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier
Christian auf Wortverdreher: hier, hier, hier und hier
Carmen aus der Wortwabe: hier und hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier, hier, hier, hier, hier und hier
Anja auf Annuschkas Northern Star: hier
Heidi auf Erinnerungswerkstatt: hier, hier, hier und hier
Stefan auf Gelassen ausgebremst: hier, hier und hier
Fraggle auf Modern Wolfare: hier und hier
Maren auf Ich lache mich gesund: hier, hier und hier
Werner auf Werner Kastens: hier, hier und hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier, hier und hier
Yvonne auf umgeBUCHt: hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Puzzleblume auf Puzzle: hier
Puzzleblume auf Puzzleblume ❀: hier
Judith auf Mutiger leben: hier und hier
Monika auf Allerlei Gedanken: hier, hier und hier
Sandra auf Denkzeiten: hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Lene auf HerzPoeten: hier
Donka auf onlybatscanhang: hier
Ellen auf nellindreams: hier
Natalie im Fundevogelnest: hier
Torsten auf Wortman: hier
Doro auf DORO|ART: hier

Die Wörter für die Textwochen 42/43 des Schreibjahres 2021 stiftete die Frau Puzzleblume mit ihrem Blog Puzzle❀. Sie lauten:

Biedermeier
niederträchtig
flöten.

 

Wie ihr wisst, gilt der obligatorische Etüden-Disclaimer. Die bekannte Headline für die Etüden heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.
Eventuelle Inhaltshinweise (Triggerwarnungen) und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der zugehörigen Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt (höchstwahrscheinlich) nicht auf die nächste Liste bzw. muss meckern, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig. Wer sich die Illustrationen herunterladen möchte, sollte sie vorher großklicken, danach kann man sie in der Regel downloaden und bei sich wieder hochladen.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst ja.

Die nächsten regulären Wörter gibt es am 31. Oktober 2021. (Jawohl, siehe oben.)

Habt weiterhin ein schönes Wochenende! Ich wünsche euch viele gute Einfälle und einen entspannten, sonnigen Sonntag!

 

abc.etüden 2021 42+43 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

abc.etüden 2021 42+43 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

165 Kommentare zu “Schreibeinladung für die Textwochen 42.43.21 | Wortspende von puzzleblume

  1. Pingback: Wie man den Kindern das Theater madig macht – ABC-Etüde – MYRIADE – La parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

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  11. Ganz biedermeierlich war sein Auftritt auf der Bühne, die von nun an die Welt für ihn bedeuten sollte. Er hatte diese Variante nicht gewählt. Sie war die Art, wie Typen seiner Art eben beim ersten Hahnenschrei auftreten: zerknautscht, verklebt, irritiert, mit gespreizten Fingern, atemlos, quengelnd vor Hunger und gesättigt sofort wieder schlafen wollen. Insofern war es ein konservativer Auftritt. Aber irgendetwas schien besonders. Er hasste von nun an jedes Anzeichen von biedermeierlicher Enge.
    Kaum hatte er aber seine Sprache gefunden, offenbarte sich seine Niederträchtigkeit. Dabei sammelte er alles, was sich um ihn herum vollzog. Nicht nur das gesagt, sondern er spürte auch das gemeinte, das gedachte, weil auch der Klang ihrer Worte in Verbindung mit ihrem biedermeierlichen Gesicht seine Bedeutung für ihn hatte. So kam er schnell zum Vermuteten, zum Möglichen und das Unmögliche. Durch sein Schweigen konnte er – und das wurde ihm später als niederträchtig nachgesagt- all diese Facetten der Welt besser wahrnehmen als die Gesprächigen um ihn herum, die nichts anderes taten, als Selbstgespräche zur Selbstunterhaltung zu führen und zur Abschneidung der Worte der anderen beitrugen. Ihre Wortschwalle führten ihn zu ihnen. In diesen Schwällen wartete er dann auf die Stichworte, die ihm seinen Auftritt freigaben. Was heißt freigaben: Es drängte ihn dazu. Das waren dann Worte wie: immer, alle, alles, nur, wenn dann, Sünde, Gott, Pflicht, Wahrheit, Recht, Ordnung, Himmel, Hölle, Volk, Heimat, Vaterland und wie so die Worte einer biedermeierlichen Art eben sind. Dann steigerte sich in ihm die Niederträchtigkeit, die instinktiv auf Niederträchtigkeit reagierte. Sie bestand bei ihm aus einer rhetorischen Finte, indem er das jeweilige Stichwort nur einfach fragend wiederholte, gerne auch mehrfach, bis dem anderen der Wortschwall im Halse stecken blieb, weil er auf eine Antwort bestand die man auf Absolutismen eben nicht geben kann.
    Dann ging er flötend seiner Wege. Meist brannte im Rücken noch der niederträchtige Blick der Stillgestellten. Aber das führte bei ihm nicht zu einer Brandblase, sondern zu einem schönschaudrigen Siegesgefühl. Flötend kann man solche Siege noch besser genießen. Denn Flötentöne sind es ja, die die Biedermeier ihm beibringen wollen.

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    • Lieber PaulPeterHeinz, herzlich willkommen auf meinem Blog! Wäre es möglich, dass du bitte deine Etüde kürzt, sie ist mit 341 Wörtern (mit Word gezählt) um 41 Wörter zu lang, das kann ich so nicht durchgehen lassen. Danke!
      Morgenkaffeegrüße 😁⛅☕🥐👍

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      • Nun denn:
        Ganz biedermeierlich war sein Auftritt auf der Welt-Bühne. Er hatte diese Variante nicht gewählt. Sie war die Art, wie Typen seiner Art eben beim ersten Hahnenschrei auftreten: zerknautscht, verklebt, irritiert, mit gespreizten Fingern, atemlos, quengelnd vor Hunger und gesättigt sofort wieder schlafen wollen. Aber irgendetwas schien besonders. Er hasste von nun an jedes Anzeichen von biedermeierlicher Enge.
        Kaum hatte er seine Sprache gefunden, offenbarte sich seine Niederträchtigkeit. Er sammelte alles, was sich um ihn herum vollzog. Nicht nur das gesagt, sondern auch das gemeinte, das gedachte, weil auch der Klang ihrer Worte in Verbindung mit ihrem biedermeierlichen Gesicht seine Bedeutung für ihn hatte. So kam er schnell zum Vermuteten, zum Möglichen auch Unmöglichen. Durch sein Schweigen konnte er – und das wurde ihm später als niederträchtig nachgesagt- all diese Facetten der Welt besser wahrnehmen als die Gesprächigen, die nichts anderes taten, als Selbstunterhaltung zu führen und zur Abschneidung der Worte der anderen beitrugen. Ihre Wortschwalle führten ihn zu ihnen. In diesen Schwällen wartete er dann auf die Stichworte, die ihm seinen Auftritt freigaben. Was heißt freigaben: Es drängte ihn dazu. Das waren Worte wie: immer, alle, alles, nur, wenn dann, Sünde, Gott, Pflicht, Wahrheit, Recht, Ordnung, Himmel, Hölle, Volk, Heimat, Vaterland und wie Worte einer biedermeierlichen Art eben sind. Dann steigerte sich in ihm die Niederträchtigkeit, die instinktiv auf Niederträchtigkeit reagierte. Es war eine rhetorischen Finte, indem er das jeweilige Stichwort nur fragend wiederholte, gerne auch mehrfach, bis dem anderen der Wortschwall im Halse stecken blieb, weil er auf eine Antwort bestand die man auf Absolutismen eben nicht geben kann.
        Dann ging er flötend seiner Wege. Meist brannte im Rücken noch der niederträchtige Blick der Stillgestellten. Flötend kann man solche Siege noch besser genießen. Denn Flötentöne sind es ja, die die Biedermeier ihm beibringen wollen.

        Gefällt 3 Personen

        • Interessant. Das ist auf jeden Fall ein für sein Umfeld anstrengender Mensch 🤔, der es sich und anderen nicht leicht macht – was kein Fehler sein muss.
          Danke dir für die Einstiegsetüde hier, und willkommen bei den Etüdenverrückten! 😁👍
          Herzliche Grüße 😁⛅☕🥐👍

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