Aufruf! Balladenmontag: Graf Eberstein

In der ersten Zeit nach Wahlen geht es mir immer so, dass ich keine großen Versprechungen und Appelle mehr hören oder lesen mag, nicht mal in Gedichten. Meist glaube ich sie nicht, meist kümmert sich bald eh keiner mehr drum (kommt es nur mir so vor?), es sei denn, der- oder diejenige stünde vor den Kameras.

Also habe ich mich für den heutigen Balladenmontag (ach, ihr seid verwundert? Ich HABE in den letzten beiden Wochen vorgewarnt) um etwas Handfesteres bemüht, ging zurück in die Romantik und fand … eine Sagenballade, Graf Eberstein von Ludwig Uhland (Wikipedia, Zeno.org).

 

Zu Speyer im Saale, da hebt sich ein Klingen,
Mit Fackeln und Kerzen ein Tanzen und Springen.
Graf Eberstein
Führet den Reihn
Mit des Kaisers holdseligem Töchterlein.

Und als er sie schwingt nun im luftigen Reigen,
Da flüstert sie leise, sie kann’s nicht verschweigen:
„Graf Eberstein,
Hüte dich fein!
Heut nacht wird dein Schlößlein gefährdet sein.“

Ei! denket der Graf, Euer kaiserlich Gnaden,
So habt Ihr mich darum zum Tanze geladen!
Er sucht sein Roß,
Läßt seinen Troß
Und jagt nach seinem gefährdeten Schloß.

Um Ebersteins Veste, da wimmelt’s von Streitern,
Sie schleichen im Nebel mit Haken und Leitern.
Graf Eberstein
Grüßet sie fein,
Er wirft sie vom Wall in die Gräben hinein.

Als nun der Herr Kaiser am Morgen gekommen,
Da meint er, es seie die Burg schon genommen.
Doch auf dem Wall
Tanzen mit Schall
Der Graf und seine Gewappneten all.

„Herr Kaiser! beschleicht Ihr ein andermal Schlösser,
Tut’s not, Ihr verstehet aufs Tanzen Euch besser.
Euer Töchterlein
Tanzet so fein,
Dem soll meine Veste geöffnet sein.“

Im Schlosse des Grafen, da hebt sich ein Klingen,
Mit Fackeln und Kerzen ein Tanzen und Springen.
Graf Eberstein
Führet den Reihn
Mit des Kaisers holdseligem Töchterlein.

Und als er sie schwingt nun im bräutlichen Reigen,
Da flüstert er leise, nicht kann er’s verschweigen:
„Schön Jungfräulein,
Hüte dich fein!
Heut nacht wird ein Schlößlein gefährdet sein.“

(Ludwig Uhland, Graf Eberstein, Erstdruck 1815, Quelle)

 

Blog goes Ballade | 365tageasatzadayQuelle: Bild Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Hübsch, oder? Kann man sich doch auch bestens verfilmt vorstellen … mit heimlicher Liebe, rauschenden Festen, düsteren Schurken, prächtigen Kostümen, Politik (ach nee, das wollte ich ja lassen), Happy End und so weiter.

Die Sache mit dem Hintergrund zu dieser Geschichte (den es natürlich gibt!, schließlich ist es eine Sage), gestaltet sich allerdings schwierig. Unzweifelhaft scheint sich hier um die Burg Alt-Eberstein zu handeln, gelegen auf einer dem Schlossberg nördlich vorgelagerten Bergkuppe direkt über dem Baden-Badener Stadtteil Ebersteinburg.

Wikipedia berichtet zu der zugehörigen Sage: Der Straßburger Bischof liegt im Streit mit Kaiser Otto I., in dem die Grafen von Eberstein dem Bischof zur Seite stehen. Der Kaiser ist darüber wenig erfreut und beschließt die Belagerung der Burg, um die Grafen auszuhungern. Als nach über einem Jahr noch kein Erfolg der Belagerung abzusehen ist, denkt sich der Kaiser eine List aus, um der Burg habhaft zu werden. Er lädt die Grafen zu einem Turnier nach Speyer ein. Sein Hintergedanke ist, ohne die Anwesenheit der Grafen die Burg leicht einzunehmen. Des Kaisers Tochter findet jedoch Gefallen am jüngsten Grafen und verrät ihm den Plan ihres Vaters. Die eiligst zurückkehrenden Grafen von Eberstein können den erneuten Angriff der kaiserlichen Soldaten gerade noch abwehren und bleiben siegreich. […] Der Kaiser, den die Belagerung zu viel Geld kostet, zeigt sich von der Listigkeit der Grafen beeindruckt und macht sie zu seinen Verbündeten, indem er seine Tochter Wendelgard dem jüngsten Grafen Eberhard zur Frau gibt. (Quelle)

Die Geschichte findet sich zum ersten Mal 1508 in einer Weltchronik des Passauer Dompfarrers und Kustos Johannes Staindl, allerdings ohne Turnier und Verrat durch das Töchterlein. Problematisch sind dabei mehrere Dinge:

Alt-Eberstein wurde erst um 1050-1100 erbaut. „Fraglich ist allerdings, ob es im 10. Jahrhundert überhaupt schon Ebersteiner gab. Im Jahr 1085 werden sie zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Das heißt zu dieser Zeit muss die Burg Alteberstein bereits seit einiger Zeit existiert haben, da sich das Geschlecht nach ihr benannte. Bis in die Zeit Ottos I. geht die Burg aber mit Sicherheit nicht zurück. Zu dieser Zeit baute sich der Adel noch keine Namen gebenden Stammsitze. […] Einen Aufstand gegen Kaiser Otto im Jahr 938 gab es tatsächlich. Der Straßburger Bischof Ruthard unterstützte die Aufrührer und wurde vom Kaiser vorübergehend inhaftiert. Von einer Eroberung von Straßburg hören wir allerdings nichts und auf welcher Seite die späteren Ebersteiner standen, ist völlig unbekannt.“ (Quelle)

„Die Quellen des Passauer Autors liegen im Dunkeln, aber seine Erzählung wurde bald von anderen aufgegriffen und ausgeweitet, zuerst von dem Humanisten Dr. Caspar Baldung (gestorben 1540). Dass der Kaiser die Ebersteiner mit einer Einladung zum Turnier nach Speyer von ihrer Burg weglockt und die Kaisertochter einem der drei Grafen beim Tanzen den Plan ihres Vaters verrät, sind Zutaten Baldungs.“ (Quelle)

Was aber hatte Baldung davon? Nun, das ist einfach: Caspar Baldung hatte einen Bruder, den Maler Hans Baldung, jener wiederum arbeitete für den Straßburger Domherrn von Eberstein. Jener und dessen Nachfahren waren begeistert, denn die Ebersteins hatten ihre Bedeutung als Adelsgeschlecht längst verloren und konnten auf diese Weise ihre Vergangenheit kräftig aufpolieren. Eine klassische Win-Win-Situation.  😉
Was ja auch funktioniert hat, quod erat demonstrandum. (Hier jetzt endlich den gesamten Quellen-Artikel auf literaturdesign.de lesen.)

 

Jakob Götzenberger: Alt-Eberstein, Fresko, Trinkhallen Baden-Baden

Quelle: Wikimedia

 

Nichtsdestotrotz: Trotz mangelnder historischer Genauigkeit/Wahrheit: die Sage ist/war bekannt. Als 1844 Jakob Götzenberger die Baden-Badener Trinkhalle mit Motiven aus Szenen aus Mythen und Sagen der Region ausmalte, gehörte dazu auch die Sage von Burg Alt-Eberstein.
Ob es einen Grund oder Anlass dafür gab, dass knapp 30 Jahre zuvor Ludwig Uhland die Sage von Alt-Eberstein aufgegriffen hat, entzieht sich meiner Kenntnis, wenn ihr irgendwas darüber wisst, freue ich mich auf eure Kommentare. Aber nicht nur dann  😉

 

Kommt gut in die neue Woche!

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Advertisements

Keine(r) wie du

Ich bin ja durchaus gern mal der Typ, der zwischen zwei gefüllten Töpfen verhungert, weil ich mich nicht entscheiden kann. Als ich also (endlich) Arabellas Aufruf „Die Welt braucht mehr Liebe – Blogger spielen Liebeslieder“ entdeckte, war die große Frage nicht, ob, sondern vielmehr, womit ich teilnehmen möchte. (Die Aktion läuft übrigens noch bis zum Wochenende, seid ihr schon dabei?) Denn Arabella fragt uns nach unserem „liebsten Lieblingsliebeslied“, und das legt die Latte dann doch schon ziemlich hoch.

Ich fing also an zu grübeln. Und grübelte. Und hörte auf Dauerschleife. Und grübelte. Und verwarf. Und grübelte.

Und irgendwann, als ich dabei war, hungrig und schwach zu werden (siehe oben), kam ich zu dem Entschluss, dass ich mich hierbei nicht entscheiden will und kann.
Es gibt für mich nicht DAS Lied. Es gibt und gab viele, manche sind primär mit Personen verknüpft, manche mit Träumen, manche mit Erinnerungen. Und sie sind meistens sehr, sehr unterschiedlich. Missen möchte ich keins.

Also habe ich mich für nur eines meiner Lieblingsliebeslieder entschieden, ohne ein Ranking vorzunehmen. Das ging dann übrigens ziemlich problemlos. Ich kenne es seit inzwischen vielen Jahren, der Text macht mich immer noch lächeln, wenn ich es höre, und ich mag den Sänger nach wie vor. Vorhang auf für Laith Al-Deen mit „Keine wie du“.

 

 

Aufruf! Balladenmontag: Der Zauberlehrling

Ihr Lieben, wie angedroht ist heute Balladen(oster)montag, und hier kommt eine meiner erklärten Lieblingsballaden.
Balladen sind, so hatte ich das im Januar kurz erklärt, Romanhandlungen oder zumindest Episoden, die der Autor in Gedichtform gebracht hat. Das macht das Gedicht in der Regel länger, okay, und zumindest wenn es eine klassische Ballade ist, macht es das Gedicht auch gereimt (auf jeden Fall gibt es so etwas wie ein Versmaß). Und weil eine gute Geschichte die Protagonisten in Schwierigkeiten bringt (danke auf ewig für diesen Satz, Jutta), hat eine Ballade dramatische Elemente (denn die Schwierigkeiten müssen ja irgendwie bewältigt werden, und oft sind das drastische Lösungen), womit es dann erstens (hoffentlich) nicht langweilig ist und zweitens gleich drei Literaturgattungen vereint: Lyrik, Epik, Drama. Ja, ich weiß auch, dass es Balladen gibt, wo die Dramatik darin besteht, dass ein Apfel vom Baum fällt, aber die versuche ich zu ignorieren.

Ich habe mir einen DER Balladen-Klassiker ausgesucht, nämlich Goethes Zauberlehrling.

 

Hat der alte Hexenmeister
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort und Werke
Merkt ich und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Tu ich Wunder auch.

Walle! walle
Manche Strecke,
Daß zum Zwecke,
Wasser fließe
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.

Und nun komm, du alter Besen,
Nimm die schlechten Lumpenhüllen!
Bist schon lange Knecht gewesen:
Nun erfülle meinen Willen!
Auf zwei Beinen stehe,
Oben sei ein Kopf,
Eile nun und gehe
Mit dem Wassertopf!

Walle! walle
Manche Strecke,
Daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.

Seht, er läuft zum Ufer nieder!
Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
Und mit Blitzesschnelle wieder
Ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweiten Male!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
Voll mit Wasser füllt!

Stehe! stehe!
Denn wir haben
Deiner Gaben
Vollgemessen! –
Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
Hab ich doch das Wort vergessen!

Ach, das Wort, worauf am Ende
Er das wird, was er gewesen!
Ach, er läuft und bringt behende!
Wärst du doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
Bringt er schnell herein,
Ach, und hundert Flüsse
Stürzen auf mich ein!

Nein, nicht länger
Kann ichs lassen:
Will ihn fassen!
Das ist Tücke!
Ach, nun wird mir immer bänger!
Welche Miene! welche Blicke!

O, du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh ich über jede Schwelle
Doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
Der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
Steh doch wieder still!

Willst am Ende
Gar nicht lassen?
Will dich fassen,
Will dich halten
Und das alte Holz behende
Mit dem scharfen Beile spalten!

Seht, da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nur auf dich werfe,
Gleich, o Kobold, liegst du nieder;
Krachend trifft die glatte Schärfe.
Wahrlich! brav getroffen!
Seht, er ist entzwei!
Und nun kann ich hoffen,
Und ich atme frei!

Wehe! wehe!
Beide Teile
Stehn in Eile
Schon als Knechte
Völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

Und sie laufen! Naß und nässer
Wirds im Saal und auf den Stufen:
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister, hör mich rufen! –
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister,
Werd ich nun nicht los.

„In die Ecke,
Besen! Besen!
Seids gewesen!
Denn als Geister
Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
Erst hervor der alte Meister.“

(Johann Wolfgang von Goethe, Der Zauberlehrling, 1798, Quelle, Quelle)

 

Blog goes Ballade | 365tageasatzaday

Nun habe ich nicht vor, hier eine Gedichtinterpretation vorzunehmen, damit hat man mich schon in der Schule jagen können, und das ist inzwischen doch schon recht lange her. (Es ist ein Phänomen, dass Leute etwas gern zerreden und damit den Zauber kaputtmachen, selbst aus den besten Absichten. Wenn es nicht euer Ding ist, dann ist das eben einfach so.) Verweisen möchte ich aber gern auf den Artikel in der Wikipedia, der auch auf „Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los“, hinweist, was zumindest ich als geflügeltes Wort kenne. Und ansonsten hoffe ich, die Begegnung mit den Zauberlehrlingen amüsiert euch.

 

Natürlich gibt es massenweise Interpretationen des Zauberlehrlings. Zuerst habe ich Klaus Kinski für euch, der wirklich eine angenehme Abwechslung vom sonstigen Gesäusel ist.

 

 

Was womöglich viele von euch kennen, ist die musikalische Interpretation der „Jungen Dichter und Denker“. Die ist mir allerdings nach Kinski viel zu mainstreamig. Aber immerhin, die Idee ist gut. Nicht überzeugen konnte mich dagegen der ansonsten von mir sehr geschätzte Achim Reichel mit seiner Vertonung.

 

 

Das Osterei zum Schluss: Micky Maus als Zauberlehrling. Ein Ausschnitt aus „Fantasia“ von 1940. Ich muss immer wieder darüber lachen.

 

 

Na, hat es Spaß gemacht? Wenn ihr wollt, seid ihr jetzt dran. Füllt das Netz mit Balladen (und verlinkt mich gern. Auch das Bild oben ist dafür gedacht.). Gegen das Vergessen, gegen den alltäglichen mehr oder weniger großen Irrsinn!

Und schöne Rest-Ostertage euch allen!

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Wie Fuchs und Hase keine Freunde wurden

Der Hase schreckte durch ein schrilles Geräusch auf. Ein Signal? Hatte er etwa verpennt, dass die anderen zum Ostereier-Verteilen loszogen?!? Er raste über Berg und Tal zum Sammelplatz. Dort aber schlich nur ein hungriger Fuchs herum.
„Wo sind …?“
„Dummes Karnickel! Ostern ist erst in zwei Wochen“, sagte der. „Aber das wirst du leider nicht mehr erleben.“
Plötzlich sah der Hase einen Schatten bedrohlich aufragen. „Hinter dir!“ rief er. „Rette dich!“
„Darauf falle ich nicht rein“, sagte der Fuchs und sprang. Das Gewehr des Jägers knallte, und der Fuchs war mausetot.
Ziemlich fertig mit der Welt hoppelte der Hase heim.

 

Fuchs und Hase | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Die Aufgabe

„Sag’s mit 100 Worten“ fordert Tante Tex in ihrer aktuellen Schreibaufgabe zum Story-Samstag, „schreibt ein Drabble“, und erklärt:

Ein Drabble ist eine meist pointierte Geschichte, die aus exakt 100 Wörtern bestehen muss. Dabei wird die Überschrift nicht mitgezählt.

Aha?! Oha. Nun denn. Großartig. Ich hab so was in der Art schon mal gemacht, 10 Worte in 1500 Zeichen und als Brief. Widerlicher Zählkram.  😉
Einzubauen waren außerdem: Hase, Berg, Geräusch. Irgendwo muss die Richtung ja herkommen; HASE drängte mich in Richtung Osterhase, und BERG sowie GERÄUSCH unterstützten das.
Ich mag Oster-Kitsch nicht so. Also hatte ich anfangs ernsthaft überlegt, das hinterher alle tot wären, aber dann fand ich das doch unfair dem Häschen gegenüber.

Diese Drabbleparade scheint vom Tuschenputtel losgetreten worden zu sein, die auch wissen möchte, wo sich ihre Parade gerade so herumtreibt. Herzlichen Dank für die Idee, es hat großen Spaß gemacht.

Weiter geht die Parade!

Ich möchte keinen nominieren, aber ich hätte drei neue Wörter für euch, falls jemand sie aufgreifen mag: Frühlingsgefühle, schillernd, Trommel.

  1. Schreibt einen Text, der genau 100 Worte hat (ein Drabble eben), in dem die drei Worte vorkommen.
  2. Verlinkt zu mir (dieser Beitrag) und zum Beitrag vom Tuschenputtel.
  3. Denkt euch drei neue Worte aus.
  4. Falls ihr Blogs nominieren möchtet, benachrichtigt die.

Und jetzt viel Spaß euch allen!

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Balladenwochenende: Belsazar – Gewogen und zu leicht befunden

Bel-šarru-uṣur (auch Belsazar; griechisch Baltạsar) war ein babylonischer Kronprinz, der von 552 bis 543 v. Chr. die Regierungsgeschäfte führte. Sein Name bedeutet: „Bēl (Baal) beschütze den König“. Belsazar nun kommt auf die Idee, sich bei einem großen Fest zu besaufen und dann aus den schicken heiligen Gefäßen, die sein Vater aus Jerusalem geraubt hat, weiterzutrinken und seine eigenen Götter hochleben zu lassen. Götter zu ver…eiern war immer schon eine schlechte Idee, die reagieren dann oft komisch, und der, dem die Gefäße gehören, ist keine Ausnahme. Es erscheint eine geisterhafte Hand ohne Körper und schreibt geheimnisvolle Worte an die Wand, die keiner versteht. Belsazar erschrickt tierisch und verspricht Gold und Macht demjenigen, der ihm vorlesen und deuten kann, was da steht. Schließlich schafft man einen jüdischen Weisen namens Daniel zu ihm, der ihm erklärt, an der Wand stünde „Mene mene tekel u-parsin“: „Gezählt, gewogen (und zu leicht befunden) und zerteilt.“ Belsazar hält sein Versprechen Daniel gegenüber, wird aber noch in der gleichen Nacht ermordet (Quellen: Belsazar und Menetekel, beides Wikipedia). Sein Reich fällt an die Perser.

Ja, das ist eine biblische Geschichte (Daniel 5, 1–30), aber darauf will ich jetzt gar nicht hinaus, das ist mir sogar ziemlich egal. Aus der Bibel zu stammen erklärt nur, wieso dieses Motiv der Hand, die geisterhaft irgendwelche Wahrheiten an die Wand schreibt, die erst mal keiner versteht, bzw. der Schrift an der Wand so ungeheuer populär werden konnte. Sozusagen der Ursprung von allem „Dumm gelaufen“.

Rembrandt van Rijn [Public domain], via Wikimedia Commons

Rembrandt van Rijn [Public domain], via Wikimedia Commons

Ungeheuer bekannt ist Rembrandts Gemälde, „Das Gastmahl des Belsazar“ (hier mehr Info). Belsazar oder die Hand oder die Schrift an der Wand tauchen bei ungeheuerlich vielen Gelegenheiten (nicht nur) in der deutschen Geistesgeschichte auf. Eine davon ist die Ballade, bei der ich jetzt endlich gelandet bin.

 

Heinrich Heine: Belsatzar (Quelle)

Die Mitternacht zog näher schon;
In stummer Ruh lag Babylon.

Nur oben, in des Königs Schloß,
Da flackert’s, da lärmt des Königs Troß,

Dort oben, in dem Königssaal,
Belsatzar hielt sein Königsmahl.

Die Knechte saßen in schimmernden Reih’n,
Und leerten die Becher mit funkelndem Wein.

Es klirrten die Becher, es jauchzten die Knecht’;
So klang es dem störrigen Könige recht.

Des Königs Wangen leuchten Glut;
Im Wein erwuchs ihm kecker Muth.

Und blindlings reißt der Muth ihn fort;
Und er lästert die Gottheit mit sündigem Wort.

Und er brüstet sich frech, und lästert wild;
Die Knechtenschaar ihm Beifall brüllt.

Der König rief mit stolzem Blick;
Der Diener eilt und kehrt zurück.

Er trug viel gülden Geräth auf dem Haupt;
Das war aus dem Tempel Jehovas geraubt.

Und der König ergriff mit frevler Hand
Einen heiligen Becher, gefüllt bis am Rand’.

Und er leert ihn hastig bis auf den Grund,
Und rufet laut mit schäumendem Mund:

Jehovah! dir künd’ ich auf ewig Hohn, –
Ich bin der König von Babylon!

Doch kaum das grause Wort verklang,
Dem König ward’s heimlich im Busen bang.

Das gellende Lachen verstummte zumal;
Es wurde leichenstill im Saal.

Und sieh! und sieh! an weißer Wand
Da kam’s hervor wie Menschenhand;

Und schrieb, und schrieb an weißer Wand
Buchstaben von Feuer, und schrieb und schwand.

Der König stieren Blicks da saß,
Mit schlotternden Knien und todtenblaß.

Die Knechtenschaar saß kalt durchgraut,
Und saß gar still, gab keinen Laut.

Die Magier kamen, doch keiner verstand
Zu deuten die Flammenschrift an der Wand.

Belsatzar ward aber in selbiger Nacht
Von seinen Knechten umgebracht.

 

Bemerkenswert sind die Abweichungen von der biblischen Geschichte am Ende. Offensichtlich ging Heine davon aus, dass seinen Lesern die Geschichte so vertraut war, dass er gar nicht mehr andeuten musste, was an der Wand stand: Beispielsweise das Scheitern des politischen Systems, in dem er lebte, denn Belsazar ward ja in selbiger Nacht … eben. Heine schrieb die Ballade 1827; und „gewogen und zu leicht befunden“, dieses Gefühl habe ich dieser Tage oft an allen Ecken und Enden, nur das Vertrauen, dass alles besser wird, mit Umsturz oder ohne, das fehlt mir grundlegend. Aber ich bin ein grimmiger Optimist, was das angeht: Aufgeben ist auch keine Lösung.

Es gibt einige moderne Adaptionen der Ballade, von denen ich persönlich die von Achim Reichel am liebsten mag (und am besten kenne) (und online nicht finde), zurzeit höre ich mich aber gerade in Händels „Belshazzar“-Oratorium ein.

Hier ist also der freundliche Herr Stavenhagen (und nein, ich finde Vogelfrey und JDD nicht besser)

 

 

Blog goes Ballade | 365tageasatzaday

 

Merken

Merken

Aufruf! Balladenwochenende: Die Brück‘ am Tay

Balladen sind, kurz erklärt, Romanhandlungen in einem Gedicht zusammengefasst. Das macht das Gedicht in der Regel länger, jawohl, und zumindest wenn es eine klassische Ballade ist, macht es das Gedicht auch gereimt, auf jeden Fall gibt es so etwas wie ein Versmaß. Und meist ist es dramatisch (was sehr oft wörtliche Rede bedeutet), womit es dann erstens (hoffentlich) nicht langweilig ist und zweitens gleich drei Literaturgattungen vereint: Lyrik, Epik, Drama.

Klingt eigentlich ganz nett? Ist es auch. Wäre es noch viel mehr, wenn nicht ungezählte Schüler/innen in ungezählten Jahrgängen damit geplagt worden wären, eines dieser Trümmer auswendig lernen und aufsagen zu müssen. Ich hatte auch diese Sorte Lehrer, die einem alles versauen können. Bei mir haben sie es nicht geschafft, aber wenn ich Balladen nicht vorher schon gekannt und geliebt hätte, wäre es knapp geworden. Ich vermute mal, ihr habt da eigene Geschichten.

Daher und auch, weil es ein grau-weißer, kalter, stürmischer Freitag der 13. im Winter ist und ich finde, dass wir alle „Lieder vor dem Ofen zu singen“ brauchen und singen sollten, damit die Welt bunt bleibt, mein Aufruf an euch: Macht mit beim Balladenwochenende! Füllt drei Tage lang eure Blogs mit Balladen! Postet eure Lieblingsballaden bei euch, stoßt ein Fenster in andere Welten auf, erzählt, warum ihr diese Ballade besonders liebt oder hasst oder was euch mit ihr verbindet! Ich freue mich, wenn mein Bildchen benutzt wird und/oder ihr hierher verlinkt, aber das steht euch natürlich völlig frei.

 

Blog goes Ballade | 365tageasatzadayQuelle: Bild Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Meine Freitags-Ballade, die mich damals unglaublich beeindruckt hat, basiert auf einem wahren Vorfall.

 

Theodor Fontane: Die Brück‘ am Tay (Quelle)

(28. Dezember 1879)
When shall we three meet again?
Macbeth

»Wann treffen wir drei wieder zusamm?«
»Um die siebente Stund‘, am Brückendamm.«
»Am Mittelpfeiler.«
»Ich lösche die Flamm.«
»Ich mit.«

»Ich komme vom Norden her.«
»Und ich vom Süden.«
»Und ich vom Meer.«

»Hei, das gibt einen Ringelreihn,
Und die Brücke muß in den Grund hinein.«

»Und der Zug, der in die Brücke tritt
Um die siebente Stund’?«
»Ei, der muß mit.«
»Muß mit.«

»Tand, Tand
Ist das Gebilde von Menschenhand!«

Auf der Norderseite, das Brückenhaus —
Alle Fenster sehen nach Süden aus,
Und die Brücknersleut’ ohne Rast und Ruh
Und in Bangen sehen nach Süden zu,
Sehen und warten, ob nicht ein Licht
Übers Wasser hin »Ich komme« spricht,
»Ich komme, trotz Nacht und Sturmesflug,
Ich, der Edinburger Zug.«

Und der Brückner jetzt: »Ich seh’ einen Schein
Am anderen Ufer. Das muß er sein.
Nun, Mutter, weg mit dem bangen Traum,
Unser Johnie kommt und will seinen Baum,
Und was noch am Baume von Lichtern ist,
Zünd’ alles an wie zum heiligen Christ,
Der will heuer zweimal mit uns sein, —
Und in elf Minuten ist er herein.«

Und es war der Zug. Am Süderturm
Keucht er vorbei jetzt gegen den Sturm,
Und Johnie spricht: »Die Brücke noch!
Aber was tut es, wir zwingen es doch.
Ein fester Kessel, ein doppelter Dampf,
Die bleiben Sieger in solchem Kampf.
Und wie’s auch rast und ringt und rennt,
Wir kriegen es unter, das Element.

Und unser Stolz ist unsre Brück’;
Ich lache, denk’ ich an früher zurück,
An all den Jammer und all die Not
Mit dem elend alten Schifferboot;
Wie manche liebe Christfestnacht
Hab’ ich im Fährhaus zugebracht
Und sah unsrer Fenster lichten Schein
Und zählte und konnte nicht drüben sein.«

Auf der Norderseite, das Brückenhaus —
Alle Fenster sehen nach Süden aus,
Und die Brücknersleut’ ohne Rast und Ruh
Und in Bangen sehen nach Süden zu;
Denn wütender wurde der Winde Spiel,
Und jetzt, als ob Feuer vom Himmel fiel’,
Erglüht es in niederschießender Pracht
Überm Wasser unten… Und wieder ist Nacht.

»Wann treffen wir drei wieder zusamm?«
»Um Mitternacht, am Bergeskamm.«
»Auf dem hohen Moor, am Erlenstamm.«

»Ich komme.«
»Ich mit.«
»Ich nenn’ euch die Zahl.«
»Und ich die Namen.«

»Und ich die Qual.«
»Hei!
Wie Splitter brach das Gebälk entzwei.«
»Tand, Tand
Ist das Gebilde von Menschenhand.«

 

Weshalb ich diese Ballade niemals völlig vergessen werde, hat mehrere Gründe. Das Unglück, über das Fontane berichtet, hat es wirklich gegeben, Fontane spricht „vom Einsturz der Firth-of-Tay-Brücke in Schottland am 28. Dezember 1879, der mit einem Eisenbahnzug 75 Menschen in den Tod riss. Die Firth-of-Tay-Brücke war 1871–1878 unter enormem Aufwand erbaut worden und bereits eineinhalb Jahre nach ihrer Eröffnung im Sturm zusammengebrochen“ (Quelle: Wikipedia, seht euch die Bilder an, ich zumindest war damals schon fassungslos).

Ferner ist diesem Gedicht ein Zitat aus Shakespeares „Macbeth“ vorangestellt. Ich will hier überhaupt keine Diskussion über Shakespeare vom Zaun brechen, seine Werke sind (mit anderen) das Fundament, auf dem die moderne Geistesgeschichte steht. Meine Erinnerung an Macbeth ist eine Off-Topic-Erinnerung an den Englischunterricht der Oberstufe, als wir das Teil ungelogen mindestens ein Jahr durchgekaut und alles, wirklich alles, durchdiskutiert haben. (Wir haben uns, trotz der Orson-Welles-Verfilmung, teilweise rechtschaffen gelangweilt. Der Parallelkurs hatte mit „Romeo und Julia“ mehr Glück.) Und drittens geht es um das Wirken von Hexen.

Ich habe schon immer ein Faible für Hexen gehabt. Ich fand es meist doof, wie sie in den Märchen wegkamen, ich hatte immer das Gefühl, dass da mehr dahintersteckte, als man mir erzählte. Auch Fontane benutzt Hexen hier nur scheinbar als Sündenböcke, in Wirklichkeit kritisiert er die Industrialisierung, die Fortschritts- und Technikgläubigkeit der Menschen, die glauben, die Macht der Naturgewalten (hier symbolisiert durch die Hexen, siehe Macbeth) bezwungen zu haben. Kommt mir als Thema heute immer noch sehr vertraut vor.

Und schließlich gibt es da noch Terry Pratchetts Eingangsszene zu „MacBest“.

Wind heulte. Blitze stachen ziellos herab, wie ein ungeschickter Mörder. Donner rollte über das dunkle, regengepeitschte Land. […] Mitten im elementaren Stürmen, neben tropfnassen Stechginsterbüschen, glühte Feuerschein wie Tollheit im Auge eines Wiesels. Das flackernde Licht fiel auf drei Gestalten. Es blubberte im nahen Kessel, und eine unheimliche Stimme kreischte: Wann soll’n wir drei uns wiedersehen?“
Eine kurze Pause folgte.
Schließlich erwiderte eine andere und weitaus normaler klingende Stimme: „Tja, ich hätte nächsten Dienstag Zeit.“

Willkommen auf der Scheibenwelt! Wer jetzt bildlich sehen möchte, worauf Terry Pratchett sich bezieht, klicke hier, dies ist die Eingangsszene von Macbeth in der grandiosen Verfilmung mit Orson Welles.

Reicht das? Das reicht. Also, ich freue mich darauf, eure liebsten Balladen zu lesen.

Und last but not least gibt es nach so viel Shakespeare noch ein Bröckchen Otto Sander zu herrlichen Bildern von William Turner.

 

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Aufruf: Jeder nur ein Kreuz! ;-)

Es gibt so ungefähr zwei Gelegenheiten, wo der Blogger an sich gern zur Nabelschau kommt und tiefsinnig wird, jedenfalls wenn er keinen reinen Themenblog hat. (Okay, irgendwas ist immer, aber das hatten wir ja schon.) Das eine ist der Jahreswechsel, das andere der Bloggeburtstag. Ja, ist denn heut schon Weihnachten? Also, ich war ja die letzten Monate nicht so wahnsinnig aktiv, aber DAS hätte ich gemerkt.

Ja, tatsächlich, mein zweites Jahr ist rum. Und was soll ich sagen: Es war ganz anders als das erste, wo ich noch mein 365-Tage-Projekt durchgezogen habe, was ich immer noch für eine gute Idee halte. Es war viel dunkler, im positiven wie im negativen weniger an der Oberfläche, aber es macht mir nach wie vor Spaß, mir etwas aus Herz und Hirn und schrauben und in fremde Vorgärten zu schauen … Und danke, dass ihr hier seid.

Dies ist mein 515. Beitrag, WP zählt über 11.000 Kommentare (und es ist mir verdammt egal, dass ich vermutlich die Hälfte davon selbst geschrieben habe) und über 280 Follower, wobei ich nicht weiß, wo die Zahl herkommt, denn liken oder schreiben tut nur ein Bruchteil davon. Nun.

Wenn man Geburtstag hat, darf man sich was wünschen. War doch so, oder? Also, ich wünsche mir …

… etwas, was euch fröhlich macht. Erzählt es, postet es. Hier oder bei euch.
Kann gern Musik sein … oder … aber: Jeder nur ein Kreuz!  😀

 

Ich leg schon mal vor. Ganz sicher besser gelaunt werde ich, wenn mir den großartigen Grandpa Elliott mit seinen Sachen aus dem „Playing for Change„-Projekt anhöre.

Hier ist „Down by the Riverside“. Und ihr so?

 

Blog – 365tageasatzadayQuelle: meineArbeitmitPixabay-Fotos

 

Lied zum Tag: Die Sache mit dem Wunder

Ja, es ist genau das, was ihr jetzt befürchtet, und vermutlich ganz anders, als ihr denkt. Nein, mir geht es nicht schlecht, gar nicht.

Dennoch: Aus Gründen.

(Happy Birthday allen, die heute Geburtstag haben!)

 

 

Hier sind Infos zum Film („Die große Liebe“, 1942), und hier ist als Zugabe Nina Hagen mit einer frühen Coverversion  ;-):

 

 

Habt ihr noch andere Lieblings-Coverversionen von diesem unglaublichen Lied? Gern her damit!

 

Fernsehen bildet.

Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.

(Groucho Marx, zur Diskussion über das Original-Zitat bitte hier entlang)

Heute ist der Welttag des Buches. Was bedeutet, dass ich mit euch mein Lieblingsspiel spielen kann. Und der Geburtstag von Shakespeare und Nabokov sowie der Todestag von Cervantes und Wordsworth. Nun bin ich sicher, dass zu diesen Herren schon das meiste (und anderswo viel besser) gesagt ist, also ran an die Bücher!

  1. Nehmt das nächstliegende Buch.
  2. Schlagt es auf Seite 23 auf.
  3. Zählt den 4. Satz ab (wenn ihr keinen 4. Satz habt, nehmt die 4. Zeile).
  4. Postet den hier bei mir oder bei euch (dann wäre Verlinken nett).
  5. Schreibt BITTE dazu, aus welchem Buch es ist.
  6. So ihr im Umkreis Lübeck wohnt, besucht heute oder morgen DIE BUCHMACHER in der wunderschönen St. Petri-Kirche, und haltet eure Geldbeutel gut fest, denn das Angebot ist klein und fein und reichhaltig.

Ich habe letzteres gestern gemacht (es ging gestern schon los, ich weiß also, wovon ich spreche) und hatte die Freude, die Lesung von Jutta Reichelt zu sehen/zu hören und mit ihr ein paar Worte zu wechseln. Auf meiner „Unbedingt“-Liste steht jetzt der Wunsch, sie noch mal zu sehen/hören, wenn sie ein bisschen mehr Zeit hat und eventuell noch Fragen beantworten kann. Unterdessen habe ich mit dem Wiederlesen der „Wiederholten Verdächtigungen“ begonnen. Daher ist mein Zitat zur obigen Aufgabe naheliegend:

Was ist denn eigentlich los bei euch, fragt sie und Katharina ärgert sich über den anmaßenden Ton und fragt zurück, was an Christoph komisch gewesen sei, als er Finn zurückgebracht hat.

(Jutta Reichelt, Wiederholte Verdächtigungen)

 

Widmung Reichelt Wiederholte Verdächtigungen – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst, klar, oder?

 

Das Meer sehen

Da schlug eben bei Ulli der Satz „Einmal im Jahr muss man das Meer gesehen haben“ bei mir ein, und ich nicke zustimmend (ja, gilt auch für mich, die Nordsee ist mein Meer, einer meiner Sehnsuchtsorte, es ist immer ein Feiertag, wenn ich dort bin, auch bei 10 °C und Wind und Regen) … und in meinem Kopf singen Malediva los: Fast schon das Meer sehen.

Wenn man allein ist ist es ganz oft schwer den Lauf der Welt zu drehn
Dann braucht es einen der dir sagt: lass uns noch ein bisschen gehn
Denn von hier und hier von genau da wo wir stehn
Kann man fast schon das Meer sehn.

(Malediva, Fast schon das Meer sehen, Quelle unter dem Video)

 

 

Ich wünsche euch einen beschwingten Tag, ob mit Meer oder ohne. Und falls ihr mögt, freue ich mich über eure Lieblings-Meer-Lieder.