In Sachen Zwangseinweisung

„Ich habe in solch einem hohen Amt noch nie einen so arroganten selbstbezogenen Menschen erlebt. Er tut alles, um im Gespräch zu sein und um Beifall zu erhalten.“ (Matthias Vernaldi über unseren Bundesgesundheitsminister, mehr lesen hier)

Um was es geht: „Der Bundesgesundheitsminister will eine Reform bei der Versorgung beatmeter Menschen. […] Sein Gesetzentwurf sieht vor, dass die Intensivpflege mit Beatmung in den eigenen vier Wänden nur noch dann möglich sein soll, wenn keine klinische Versorgung möglich oder zumutbar ist.“ (Quelle: AbilityWatch, unbedingt lesen)

Das bedeutet: Wer beatmet werden muss, soll ins Heim – und darf nicht mehr zu Hause in seinem normalen sozialen Umfeld leben. Für immer. Auch, wenn das gegen (zurzeit noch) geltendes Recht verstößt.

Ich halte meinen Text hier absichtlich kurz, bildet euch bitte selbst eure Meinung.

Wichtig ist der Text von Ability Watch: hier

Wichtig ist, dass es morgen eine Demo vor dem Bundesgesundheitsministerium gibt, das morgen Tag der offenen Tür hat: Sonntag, den 18.08.2019 um 10:30h. Treffpunkt ist Friedrichstraße 108, Berlin, Bundesministerium für Gesundheit. Hier ist die Veranstaltung auf Facebook, auch ohne Account lesbar, hier ist der Aufruf auf Twitter.

Wer nicht in, um oder bei Berlin wohnt, kann die Petition dazu auf change.org unterzeichnen. Es sind schon über 36.000 Unterzeichner.

Wer Reaktionen und Erklärungen haben will, was das Gesetz für Betroffene bedeutet, der findet entsprechende Links zentral bei der dergl gesammelt: Gegen das Luftabdrücken auf ihrem Blog, der ich auch den Hinweis auf diese Misere verdanke.

Macht was draus. Heute geht es die meisten von uns nichts an, aber jedem von uns kann etwas passieren, das ihn von anderen abhängig macht … und dann bin ich persönlich froh, wenn einer für mich aufsteht …

 

Demoaufruf von AbilityWatch zur Demonstration am 18.08.2019 in Berlin. Grafik (c) AbilityWatch

Demoaufruf von AbilityWatch zur Demonstration am 18.08.2019 in Berlin. Grafik (c) AbilityWatch

 

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Maskenzauber für Kurzentschlossene

Wer bei mir schon ein bisschen liest, der weiß, dass ich alle Jahre wieder in schöner Regelmäßigkeit Werbung für den Maskenzauber an der Alster mache. Den Traum vom Karneval in Venedig, einzigartig und wunderschön. Die Kostüme sind alles von venezianisch über historisch bis Fantasy oder einfach schlicht. Die Gewandeten sind zwischen sehr jung und alt, viele sind jedes Jahr dabei – die Fotografen übrigens auch ;-)
Es ist, mit einem Wort, ein Ereignis. Jedes Jahr aufs Neue. Kommendes Wochenende.

 

Die Termine für dieses Jahr sind:

Samstag, 16. Februar 2019
Flanierende Masken an den Colonnaden 11:00 bis 12:30 Uhr
Flanierende Masken an den Alsterarkaden 12:30 bis 14:00 Uhr
Höhepunkt Alsterarkaden ca. 13:30 Uhr

Sonntag, 17. Februar 2019
Flanierende Masken an den Alsterarkaden 15:00 bis 16:30 Uhr
Höhepunkt Alsterarkaden ca. 16:00 Uhr
Flanierende Masken an den Colonnaden 16:30 bis 17:30 Uhr
Gemeinsames Abschlußdefilée 17:30 Uhr

Startpunkt Colonnaden Mitte beim Bocksbeutel

 

Besagter Maskenzauber ist umsonst und draußen, bei jedem (!) Wetter (er war auch schon mal an einem Wochenende, als die Alster zugefroren und freigegeben war), und besteht aus einem Defilee zwischen den Colonnaden über den Jungfernstieg an der Alster entlang und durch die Alsterarkaden hindurch zum Rathausmarkt. Auf dem Rathausmarkt findet alle Jahre wieder der gleiche Tanz statt, dies ist der Höhepunkt der Veranstaltung.

Ich hatte mir überlegt, ob ich dieses Jahr dazu was auf den Blog stellen wollte oder nicht. Endgültig entschieden hat das ein Newsletter des ebenfalls von mir schon häufiger erwähnten Zaubertranks (hier und hier; yes! alive and kicking!), in dem Hans-Georg der Welt mitteilt, dass er doch dabei ist, was bisher in den Sternen stand. Es steht immer noch nicht auf der Zaubertrank-Homepage, ich hoffe also, dass ich, wenn ich Samstagmittag auf dem Rathausmarkt bin, dort die wohlbekannte mittelalterliche Bude des Zaubertranks sehe – denn Maskenzauber ohne Zaubertrank, das geht eigentlich gar nicht.

Wer noch ein bisschen in Bildern schwelgen will, findet Impressionen aus den letzten drei Jahren hier, hier und hier.

Die Wettervorhersage verspricht trockenes bis sonniges Wetter zwischen 8 °C und 11 °C für das Wochenende. Ich habe bisher vor, an beiden Tagen dort zu sein, und falls ihr Lust bekommen habt und vorbeischauen wollt, lasst es mich gern wissen, ich würde mich freuen.

 

Maskenzauber 2018 Teaser | 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

Teilen Sie das bitte!

 

Plakat zur Demo am 24.1.2019 in Saarbrücken. Bild: AbilityWatch

 

„Teilen Sie das bitte!“, fordert uns die dergl in mehr als einem Beitrag in den letzten Tagen auf. Es geht um nichts weniger als das Recht, als Behinderter einigermaßen selbstbestimmt zu leben, was jenem Behinderten, sein Name ist Markus Igel, systematisch abgesprochen wird. Daher gibt es jetzt gerade viel Lärm, denn wenn man bei ihm damit durchkommt, wird das möglicherweise Vorbildfunktion haben.
dergls Erklärungen finden sich hier.

Alles nicht meine Baustelle, werden jetzt viele von euch denken. Nein, meine auch nicht, ich habe in den letzten Tagen versucht nachzuzählen, wie viele Behinderte ich eigentlich kenne, mit denen ich auch schon mal gesprochen habe (das hört sich schlimmer an, als es ist, gemeint ist, dass man/ich Gelegenheit und Möglichkeit habe, mit dem*derjenigen zu sprechen). Einen. Rollifahrer, lebt (hoffentlich immer noch) selbstständig (ich weiß nicht, wo), studierter Sozpäd oder so. In dem Zusammenhang, in dem wir uns begegnet sind, war die Behinderung kein Thema, und ich habe keinen Kontakt zu ihm.

Nein, nicht meine Baustelle. Aber was ist, wenn mir morgen der berühmte Ziegelstein auf den Kopf fällt, ich mit der Karre einen Unfall baue und alles ganz doof läuft? Dann kann es sein, dass Schluss ist mit dem selbstbestimmten Leben, dann sitze ich in irgendeinem Heim fest und langweile mich vermutlich zu Tode. Was mir im Alter eh blühen kann, aus Mangel an vertrauten Personen und/oder Geld. Jede*r denkt, dass dann schon gut für einen gesorgt wird und steckt den Kopf in den Sand. Ich auch.

Gleichzeitig kennt aber jede*r die Berichte über Leute in der Pflege, die sich schier totarbeiten für wenig Geld, weil an allen Ecken und Enden Kosten gesenkt, rationalisiert und gespart werden.
Macht die Augen auf, Leute. Das könnten wir alle sein, um die es geht. Wer in unserem Staat von der Wohltätigkeit und der Willkür des Staates abhängig ist, dem geht es nicht mehr gut, der Sozialstaat baut sich seit spätestens der Kohl-Regierung massiv um, und nicht zum Wohl derer, die eh schon wenig haben. Es gibt diesen Spruch, dass man den Charakter von Menschen daran erkennt, wie sie mit denjenigen umgehen, die nichts für sie tun können. Da ist was dran.

Nicht meine Baustelle, immer noch nicht? Aber was ist dieses ganze Internet-Gedöns von Bloghausen und der großen Internetfamilie denn wert, wenn ich nicht mal der Bitte von jemandem wie der dergl nachkomme, die in dem Thema drinsteckt wie keine andere, weil sie selbst betroffen und auch schon deswegen scheißgut informiert ist? Das kann ich eigentlich nicht vor mir selbst vertreten.

Daher: Geht auf diese Demo, wenn ihr könnt. Lest zum Thema „Markus Igel“ bei den kobinet-Nachrichten, zum Beispiel hier: Das Behörden-Drama um Markus Igel (in dem Artikel gibt es auch Links zur Petition und zum Fundraising).

Zu den Berichten zur Situation Behinderter, denen man nun wirklich nicht vorwerfen kann, einseitig zu sein, gehört auch der über den Fall Nenad, der zu Unrecht 11 Jahre lange eine Förderschule für Geistige Entwicklung zu besuchen hatte, obwohl er gar nicht geistig behindert war. Einzelfall? Darüber kann man streiten. Überprüft eure Meinung und fangt hier mit Gucken an:

Ein Schüler verklagt den Staat – Nenad und das Recht auf Bildung (WDR-Mediathek, noch bis 14.11.19)

Und, last but not least, eine Doku zum Thema Inklusion: Das Märchen von der Inklusion, ARD-Mediathek, noch bis 21.01.20.

Wem das immer noch nicht genug Links sind, der lese bitte diese Etüde von dergl (Für die Etüden: Paul B.), auch wegen der ergänzenden Links in den Kommentaren.

Nein, das ist nicht lustig. Alles nicht.

 

Zaubertrank, Hamburg, Hilfe, sofort und dringend

Ihr Lieben (aus Hamburg und drumherum),

im Januar bereits habe ich euch um Hilfe für den Zaubertrank gebeten. Jetzt ist die Bombe geplatzt: Der Gerichtsvollzieher war da, sie werden geräumt, sie brauchen immer noch DRINGEND neue Räumlichkeiten, aber mindestens genauso dringend Möglichkeiten, Sachen irgendwo unterzustellen, und natürlich auch Hilfe bei Umzug. Wer etwas weiß, der möge bitte schnellstmöglich reagieren.

Hans-Georg schreibt:

„Jetzt am Sonnabend ab 07:30 Uhr will der Gerichtsvollzieher mit der Räumung unseren Ladens beginnen. Wenn Du Platz hast von mir Sachen bei Dir zu lagern, z.B.: Kisten, Fässer o.ä., dann melde Dich bitte sofort. Wenn Du mithelfen kannst, diese Dinge bei mir mit rauszuräumen ebenfalls.
Telefonisch erreicht Ihr uns wieder unter den Zaubertranknummern. Auch unter der Handynummer 0160/xxxxxxx.
Einige wichtige Dinge konnten wir mitnehmen und können die auch liefern. Telefonische Orts- und Zeitabsprache vorausgesetzt.
Wir brauchen für die Dinge in unserem Laden ab sofort etwa 400 qm bis 600 qm, je nach Raumschnitt und Deckenhöhe. Wenn es geht im Hamburger Stadtgebiet nördlich der Alster und nicht im Überschwemmungsgebiet. Und günstig sollte die Miete auch sein, nicht dass wir nach wenigen Monaten pleite sind.
Hoffentlich finden wir bald Räume, sonst gibt es den Zaubertrank bald nicht mehr und das wäre sehr schade.“

Der Zaubertrank (Link zur Homepage) ist erreichbar unter der Festnetznummer 040 22 00 60 4. Wer die Handynummer braucht, von der ich annehme, dass sie halb privat ist, melde sich bitte in den Kommentaren, damit ich die Mailadresse habe, ich bin heute und morgen viel unterwegs.

 

Zaubertrank Hans-Georg Schaaf | 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst, allerdings schon bisschen älter

 

Zaubertrank: Räumlichkeiten DRINGEND gesucht

Wenn ich versuche nachzurechnen, wie lange ich Hans-Georg Schaaf, den Inhaber vom Zaubertrank, bereits kenne und mag, dann kommt da eine zweistellige Anzahl von Jahren heraus. Ich habe in seinem Laden an wechselnden Standorten herumgesessen, habe an seinem Stand auf diversen Festlichkeiten wohlschmeckende und erstaunliche Dinge getrunken und gegessen und habe mit ihm so manche Stunde über lustige, erstaunliche und haarsträubende Dinge gesprochen – und mehr als einmal hat er mir geholfen, nicht lang dumm rumgelabert, sondern geholfen, so wie es seine Art ist, wer ihn kennt, weiß das. Kurz: Ich gehöre zur Fanbase.

Jetzt steckt der Zaubertrank in Schwierigkeiten: Es gab Dauerstress mit dem Vermieter, der nicht gütlich beigelegt werden kann, und Hans-Georg hat zwischenzeitlich (immer unermüdlich arbeitend) größere gesundheitliche Probleme weggesteckt und noch mehr. Leider sind die Dinge inzwischen so weit gediehen, dass der Zaubertrank umziehen muss, weil der Vermieter mit Zwangsräumung droht, und das SCHNELLSTENS – und bisher nichts findet.

Daher, liebe Hamburger-und-Drumherum-Leser und -Leserinnen, veröffentliche ich hier einen Teil eines Newsletters, den Hans-Georg herumgeschickt hat. Wenn ihr was wisst, wenn ihr eine Adresse habt, wo er fragen kann, wenn ihr euch irgendwie einbringen könnt: Es wäre so toll.

„Wir brauchen dringend eine Ausweich-Immobilie! Wir benötigen Ladenräume, Lagerräume, Herstellungsräume, eine Wohnung und evtl. auch eine Freilandfläche für den Anbau von Pflanzen. Idealerweise alles zusammen, etwa 600 – 800 qm Fläche und in erreichbarer Nähe einer U- oder S-Bahnstation.
Wenn es dann so weit ist, benötigen wir auch helfende Hände für den Umzug, den Rückbau hier und den Aufbau dort (Klempner, Gas-, Wasser-, Heizungs- und Kälteinstallateure, Maurer- und Fliesenarbeiten).
Zur Bewältigung der finanziellen Lage (Rückstand hier, Mietsicherheit und Neuinstallation dort) bitten wir um Kredit, Konditionen verhandelbar.“

Die Webseite des Zaubertranks ist unter zaubertrank-hamburg.de erreichbar, dort finden sich auch Kontaktmöglichkeiten, ansonsten stelle auch ich gern den Kontakt her. Uuuuund: Um noch mal auf den Maskenzauber am Wochenende zu verweisen, jawohl, dort ist er zu finden, seit 15 Jahren schon …

Update: 27.01.2018: Das mit der Zwangsräumung scheint für 2, 3 Monate aufgeschoben. Hans-Georg bedankt sich für alle Ideen und Hilfsangebote, die bisher aufgelaufen sind. Die Lage sei zwar furchtbar ernst, sagt er, aber er sei guter Dinge, was ich ihm sofort glaube, er ist kein Typ, der aufgibt.

 

Quelle: ichmeinerselbst, na klar

 

Ja, falls jemand streng guckt, die Bilder sind weder vom letzten noch vom vorletzten Jahr, schon wahr. Aber die Bude (und ihr Standort) ändert sich deshalb nicht wesentlich …  ;-)

 

 

Maskenzauber: Kommt wer mit?

Der Hamburger kennt keinen Karneval. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass der Hamburger an sich jedes Jahr überrascht ist, wenn das Fernsehprogramm wieder „So lacht der Westen/Süden/Osten“ etc. enthält. Dafür hat Hamburg jedoch etwas anderes: den Maskenzauber an der Alster. Den Traum vom Karneval in Venedig, einzigartig und wunderschön.
Seit 2002 regelmäßig veranstaltet, fotografiere ich diesen Straßenkarneval seit 2005, wenn ich terminlich irgendwie kann. Die Kostüme sind alles von venezianisch über historisch bis Fantasy oder einfach schlicht. Die Gewandeten sind zwischen sehr jung und alt, viele sind jedes Jahr dabei – die Fotografen übrigens auch  ;-)
Es ist, mit einem Wort, ein Ereignis. Jedes Jahr aufs Neue.

Nachdem ich euch im letzten Jahr und im vorletzten Jahr Bilder davon gezeigt habe, kamen viele Reaktionen wie: Oh, das möchte ich auch mal erleben, ich wusste nicht, wann das ist! Könnt ihr: in zwei Wochen!  Hamburger sowieso (umsonst und draußen), der Rest sollte sich spätestens jetzt schnell entscheiden.

Hier sind die Termine (ich bin auf der offiziellen Mailliste für die Fotografen, die Infos sollten also aktuell sein):

Samstag, 27. Januar 2018
Flanierende Masken: Colonnaden 11:00 bis 12:30 Uhr, Alsterarkaden 12:30 bis 14:00 Uhr

Sonntag, 28. Januar 2018
Flanierende Masken: Alsterarkaden 14:30 bis 16:00 Uhr, Colonnaden 16:00 bis 17:00 Uhr
Gemeinsames Abschlußdefilée für alle maskierten Hamburger 17:00 Uhr
Startpunkt Colonnaden Mitte beim Bocksbeutel.“

Besagter Maskenzauber ist umsonst und draußen, bei jedem (!) Wetter (er war auch schon mal an einem Wochenende, als die Alster zugefroren und freigegeben war), und besteht aus einem Defilee zwischen den Colonnaden über den Jungfernstieg an der Alster entlang und durch die Alsterarkaden hindurch zum Rathausmarkt. Auf dem Rathausmarkt findet alle Jahre wieder der gleiche Tanz statt, dies ist der Höhepunkt der Veranstaltung.

Ebenfalls auf dem Rathausmarkt befindet sich dann am Wasser die leicht mittelalterlich angehauchte Bude des „Zaubertranks“, wo dessen Inhaber allerlei selbst gemachte, historische und wohlschmeckende Getränke ausschenkt. Ich bin dort regelmäßig zu finden, süffele bevorzugt irgendwas mit Ingwer und wärme an dem Tonbecher die klammen Knipsfinger auf. Besagte Bude würde sich wunderbar als Treffpunkt eignen … ;-)

Lust bekommen? Lasst es mich gern wissen, falls ihr vorbeischauen wollt, ich würde mich freuen.

 

Maskenzauber Hamburg 2017 (65) | 365tageasatzaday

Maskenzauber Hamburg 2017 (65), Quelle: Ichmeinerselbst

 

 

Weihnachts-/Neujahrsetüden: Wörter gesucht!

Ihr Lieben, ich hoffe, euch gefällt das System der Wörter zum Aussuchen für die Adventsetüden? Fein! Dann muss ich euch nicht weiter erklären, was mir über Weihnachten und Silvester vorschwebt?! Es geht nämlich noch weiter!

Bitte spendet mir Wörter, die für euch mit Weihnachten und Silvester/Neujahr/Jahreswechsel zu tun haben, und bitte, tut es fix, denn ich schließe die Annahme dieses Mal schon in zwei Tagen, am Dienstagabend, 19.12., um 20:00 Uhr CET.

Die Schreibeinladung für die Weihnachts-/Neujahrsetüden erscheint Heiligabend, der ja blöderweise (für die Etüden) auf einen Sonntag fällt, also am 24.12.2017. Der „normale“ Etüdenbetrieb geht weiter am 7. Januar 2018.

Ich leg schon mal vor:

Gans, Großeltern, Vorsätze

Bin schon sehr gespannt auf eure Vorschläge!

 

Jahreswechsel | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Einen schönen 3. Advent wünsche ich euch!

 

Adventsetüden: Wörter gesucht!

Ihr Lieben, dass morgen in einem Monat bereits Heiligabend ist, ist bis eben komplett an mir vorbeigegangen. Wenn ihr ähnlich im Stress steckt, dann wird es euch vielleicht nicht wundern, dass ich mir eine kleine Sonderaktion für die Advents-/Weihnachts-/Silvester-Etüden ausgedacht habe, die euch und mir das Schreib-Leben vielleicht (hoffentlich) ein bisschen leichter machen wird.

Das will ich euch aber noch nicht im Detail verraten, die entsprechende Adventsetüden-Einladung lest ihr am ersten Advent (3.12.) hier. Nur so viel: Bitte spendet mir jetzt in den Kommentaren 3 Wörter für die Vorweihnachtszeit, also für den Advent! (Und keine Angst, Weihnachten kommt auch noch dran.) Ich suche dann aus; Doppelte dürfen sein, wenn ihr meint, das Wort müsste unbedingt in den Topf; die Aktion schließt nächsten Mittwoch (29.11.) um 20:00 Uhr CET.

Ich fang schon mal an:

Weihnachtsmarkt, frostig, umkippen

Bin gespannt auf eure Vorschläge!  :-D

 

Teelichtpyramiden  | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Aufruf! Balladenmontag: Graf Eberstein

In der ersten Zeit nach Wahlen geht es mir immer so, dass ich keine großen Versprechungen und Appelle mehr hören oder lesen mag, nicht mal in Gedichten. Meist glaube ich sie nicht, meist kümmert sich bald eh keiner mehr drum (kommt es nur mir so vor?), es sei denn, der- oder diejenige stünde vor den Kameras.

Also habe ich mich für den heutigen Balladenmontag (ach, ihr seid verwundert? Ich HABE in den letzten beiden Wochen vorgewarnt) um etwas Handfesteres bemüht, ging zurück in die Romantik und fand … eine Sagenballade, Graf Eberstein von Ludwig Uhland (Wikipedia, Zeno.org).

 

Zu Speyer im Saale, da hebt sich ein Klingen,
Mit Fackeln und Kerzen ein Tanzen und Springen.
Graf Eberstein
Führet den Reihn
Mit des Kaisers holdseligem Töchterlein.

Und als er sie schwingt nun im luftigen Reigen,
Da flüstert sie leise, sie kann’s nicht verschweigen:
„Graf Eberstein,
Hüte dich fein!
Heut nacht wird dein Schlößlein gefährdet sein.“

Ei! denket der Graf, Euer kaiserlich Gnaden,
So habt Ihr mich darum zum Tanze geladen!
Er sucht sein Roß,
Läßt seinen Troß
Und jagt nach seinem gefährdeten Schloß.

Um Ebersteins Veste, da wimmelt’s von Streitern,
Sie schleichen im Nebel mit Haken und Leitern.
Graf Eberstein
Grüßet sie fein,
Er wirft sie vom Wall in die Gräben hinein.

Als nun der Herr Kaiser am Morgen gekommen,
Da meint er, es seie die Burg schon genommen.
Doch auf dem Wall
Tanzen mit Schall
Der Graf und seine Gewappneten all.

„Herr Kaiser! beschleicht Ihr ein andermal Schlösser,
Tut’s not, Ihr verstehet aufs Tanzen Euch besser.
Euer Töchterlein
Tanzet so fein,
Dem soll meine Veste geöffnet sein.“

Im Schlosse des Grafen, da hebt sich ein Klingen,
Mit Fackeln und Kerzen ein Tanzen und Springen.
Graf Eberstein
Führet den Reihn
Mit des Kaisers holdseligem Töchterlein.

Und als er sie schwingt nun im bräutlichen Reigen,
Da flüstert er leise, nicht kann er’s verschweigen:
„Schön Jungfräulein,
Hüte dich fein!
Heut nacht wird ein Schlößlein gefährdet sein.“

(Ludwig Uhland, Graf Eberstein, Erstdruck 1815, Quelle)

 

Blog goes Ballade | 365tageasatzadayQuelle: Bild Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Hübsch, oder? Kann man sich doch auch bestens verfilmt vorstellen … mit heimlicher Liebe, rauschenden Festen, düsteren Schurken, prächtigen Kostümen, Politik (ach nee, das wollte ich ja lassen), Happy End und so weiter.

Die Sache mit dem Hintergrund zu dieser Geschichte (den es natürlich gibt!, schließlich ist es eine Sage), gestaltet sich allerdings schwierig. Unzweifelhaft scheint sich hier um die Burg Alt-Eberstein zu handeln, gelegen auf einer dem Schlossberg nördlich vorgelagerten Bergkuppe direkt über dem Baden-Badener Stadtteil Ebersteinburg.

Wikipedia berichtet zu der zugehörigen Sage: Der Straßburger Bischof liegt im Streit mit Kaiser Otto I., in dem die Grafen von Eberstein dem Bischof zur Seite stehen. Der Kaiser ist darüber wenig erfreut und beschließt die Belagerung der Burg, um die Grafen auszuhungern. Als nach über einem Jahr noch kein Erfolg der Belagerung abzusehen ist, denkt sich der Kaiser eine List aus, um der Burg habhaft zu werden. Er lädt die Grafen zu einem Turnier nach Speyer ein. Sein Hintergedanke ist, ohne die Anwesenheit der Grafen die Burg leicht einzunehmen. Des Kaisers Tochter findet jedoch Gefallen am jüngsten Grafen und verrät ihm den Plan ihres Vaters. Die eiligst zurückkehrenden Grafen von Eberstein können den erneuten Angriff der kaiserlichen Soldaten gerade noch abwehren und bleiben siegreich. […] Der Kaiser, den die Belagerung zu viel Geld kostet, zeigt sich von der Listigkeit der Grafen beeindruckt und macht sie zu seinen Verbündeten, indem er seine Tochter Wendelgard dem jüngsten Grafen Eberhard zur Frau gibt. (Quelle)

Die Geschichte findet sich zum ersten Mal 1508 in einer Weltchronik des Passauer Dompfarrers und Kustos Johannes Staindl, allerdings ohne Turnier und Verrat durch das Töchterlein. Problematisch sind dabei mehrere Dinge:

Alt-Eberstein wurde erst um 1050-1100 erbaut. „Fraglich ist allerdings, ob es im 10. Jahrhundert überhaupt schon Ebersteiner gab. Im Jahr 1085 werden sie zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Das heißt zu dieser Zeit muss die Burg Alteberstein bereits seit einiger Zeit existiert haben, da sich das Geschlecht nach ihr benannte. Bis in die Zeit Ottos I. geht die Burg aber mit Sicherheit nicht zurück. Zu dieser Zeit baute sich der Adel noch keine Namen gebenden Stammsitze. […] Einen Aufstand gegen Kaiser Otto im Jahr 938 gab es tatsächlich. Der Straßburger Bischof Ruthard unterstützte die Aufrührer und wurde vom Kaiser vorübergehend inhaftiert. Von einer Eroberung von Straßburg hören wir allerdings nichts und auf welcher Seite die späteren Ebersteiner standen, ist völlig unbekannt.“ (Quelle)

„Die Quellen des Passauer Autors liegen im Dunkeln, aber seine Erzählung wurde bald von anderen aufgegriffen und ausgeweitet, zuerst von dem Humanisten Dr. Caspar Baldung (gestorben 1540). Dass der Kaiser die Ebersteiner mit einer Einladung zum Turnier nach Speyer von ihrer Burg weglockt und die Kaisertochter einem der drei Grafen beim Tanzen den Plan ihres Vaters verrät, sind Zutaten Baldungs.“ (Quelle)

Was aber hatte Baldung davon? Nun, das ist einfach: Caspar Baldung hatte einen Bruder, den Maler Hans Baldung, jener wiederum arbeitete für den Straßburger Domherrn von Eberstein. Jener und dessen Nachfahren waren begeistert, denn die Ebersteins hatten ihre Bedeutung als Adelsgeschlecht längst verloren und konnten auf diese Weise ihre Vergangenheit kräftig aufpolieren. Eine klassische Win-Win-Situation.  ;-)
Was ja auch funktioniert hat, quod erat demonstrandum. (Hier jetzt endlich den gesamten Quellen-Artikel auf literaturdesign.de lesen.)

 

Jakob Götzenberger: Alt-Eberstein, Fresko, Trinkhallen Baden-Baden

Quelle: Wikimedia

 

Nichtsdestotrotz: Trotz mangelnder historischer Genauigkeit/Wahrheit: die Sage ist/war bekannt. Als 1844 Jakob Götzenberger die Baden-Badener Trinkhalle mit Motiven aus Szenen aus Mythen und Sagen der Region ausmalte, gehörte dazu auch die Sage von Burg Alt-Eberstein.
Ob es einen Grund oder Anlass dafür gab, dass knapp 30 Jahre zuvor Ludwig Uhland die Sage von Alt-Eberstein aufgegriffen hat, entzieht sich meiner Kenntnis, wenn ihr irgendwas darüber wisst, freue ich mich auf eure Kommentare. Aber nicht nur dann  ;-)

 

Kommt gut in die neue Woche!

 

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Keine(r) wie du

Ich bin ja durchaus gern mal der Typ, der zwischen zwei gefüllten Töpfen verhungert, weil ich mich nicht entscheiden kann. Als ich also (endlich) Arabellas Aufruf „Die Welt braucht mehr Liebe – Blogger spielen Liebeslieder“ entdeckte, war die große Frage nicht, ob, sondern vielmehr, womit ich teilnehmen möchte. (Die Aktion läuft übrigens noch bis zum Wochenende, seid ihr schon dabei?) Denn Arabella fragt uns nach unserem „liebsten Lieblingsliebeslied“, und das legt die Latte dann doch schon ziemlich hoch.

Ich fing also an zu grübeln. Und grübelte. Und hörte auf Dauerschleife. Und grübelte. Und verwarf. Und grübelte.

Und irgendwann, als ich dabei war, hungrig und schwach zu werden (siehe oben), kam ich zu dem Entschluss, dass ich mich hierbei nicht entscheiden will und kann.
Es gibt für mich nicht DAS Lied. Es gibt und gab viele, manche sind primär mit Personen verknüpft, manche mit Träumen, manche mit Erinnerungen. Und sie sind meistens sehr, sehr unterschiedlich. Missen möchte ich keins.

Also habe ich mich für nur eines meiner Lieblingsliebeslieder entschieden, ohne ein Ranking vorzunehmen. Das ging dann übrigens ziemlich problemlos. Ich kenne es seit inzwischen vielen Jahren, der Text macht mich immer noch lächeln, wenn ich es höre, und ich mag den Sänger nach wie vor. Vorhang auf für Laith Al-Deen mit „Keine wie du“.

 

 

Aufruf! Balladenmontag: Der Zauberlehrling

Ihr Lieben, wie angedroht ist heute Balladen(oster)montag, und hier kommt eine meiner erklärten Lieblingsballaden.
Balladen sind, so hatte ich das im Januar kurz erklärt, Romanhandlungen oder zumindest Episoden, die der Autor in Gedichtform gebracht hat. Das macht das Gedicht in der Regel länger, okay, und zumindest wenn es eine klassische Ballade ist, macht es das Gedicht auch gereimt (auf jeden Fall gibt es so etwas wie ein Versmaß). Und weil eine gute Geschichte die Protagonisten in Schwierigkeiten bringt (danke auf ewig für diesen Satz, Jutta), hat eine Ballade dramatische Elemente (denn die Schwierigkeiten müssen ja irgendwie bewältigt werden, und oft sind das drastische Lösungen), womit es dann erstens (hoffentlich) nicht langweilig ist und zweitens gleich drei Literaturgattungen vereint: Lyrik, Epik, Drama. Ja, ich weiß auch, dass es Balladen gibt, wo die Dramatik darin besteht, dass ein Apfel vom Baum fällt, aber die versuche ich zu ignorieren.

Ich habe mir einen DER Balladen-Klassiker ausgesucht, nämlich Goethes Zauberlehrling.

 

Hat der alte Hexenmeister
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort und Werke
Merkt ich und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Tu ich Wunder auch.

Walle! walle
Manche Strecke,
Daß zum Zwecke,
Wasser fließe
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.

Und nun komm, du alter Besen,
Nimm die schlechten Lumpenhüllen!
Bist schon lange Knecht gewesen:
Nun erfülle meinen Willen!
Auf zwei Beinen stehe,
Oben sei ein Kopf,
Eile nun und gehe
Mit dem Wassertopf!

Walle! walle
Manche Strecke,
Daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.

Seht, er läuft zum Ufer nieder!
Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
Und mit Blitzesschnelle wieder
Ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweiten Male!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
Voll mit Wasser füllt!

Stehe! stehe!
Denn wir haben
Deiner Gaben
Vollgemessen! –
Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
Hab ich doch das Wort vergessen!

Ach, das Wort, worauf am Ende
Er das wird, was er gewesen!
Ach, er läuft und bringt behende!
Wärst du doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
Bringt er schnell herein,
Ach, und hundert Flüsse
Stürzen auf mich ein!

Nein, nicht länger
Kann ichs lassen:
Will ihn fassen!
Das ist Tücke!
Ach, nun wird mir immer bänger!
Welche Miene! welche Blicke!

O, du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh ich über jede Schwelle
Doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
Der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
Steh doch wieder still!

Willst am Ende
Gar nicht lassen?
Will dich fassen,
Will dich halten
Und das alte Holz behende
Mit dem scharfen Beile spalten!

Seht, da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nur auf dich werfe,
Gleich, o Kobold, liegst du nieder;
Krachend trifft die glatte Schärfe.
Wahrlich! brav getroffen!
Seht, er ist entzwei!
Und nun kann ich hoffen,
Und ich atme frei!

Wehe! wehe!
Beide Teile
Stehn in Eile
Schon als Knechte
Völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

Und sie laufen! Naß und nässer
Wirds im Saal und auf den Stufen:
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister, hör mich rufen! –
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister,
Werd ich nun nicht los.

„In die Ecke,
Besen! Besen!
Seids gewesen!
Denn als Geister
Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
Erst hervor der alte Meister.“

(Johann Wolfgang von Goethe, Der Zauberlehrling, 1798, Quelle, Quelle)

 

Blog goes Ballade | 365tageasatzaday

Nun habe ich nicht vor, hier eine Gedichtinterpretation vorzunehmen, damit hat man mich schon in der Schule jagen können, und das ist inzwischen doch schon recht lange her. (Es ist ein Phänomen, dass Leute etwas gern zerreden und damit den Zauber kaputtmachen, selbst aus den besten Absichten. Wenn es nicht euer Ding ist, dann ist das eben einfach so.) Verweisen möchte ich aber gern auf den Artikel in der Wikipedia, der auch auf „Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los“, hinweist, was zumindest ich als geflügeltes Wort kenne. Und ansonsten hoffe ich, die Begegnung mit den Zauberlehrlingen amüsiert euch.

 

Natürlich gibt es massenweise Interpretationen des Zauberlehrlings. Zuerst habe ich Klaus Kinski für euch, der wirklich eine angenehme Abwechslung vom sonstigen Gesäusel ist.

 

 

Was womöglich viele von euch kennen, ist die musikalische Interpretation der „Jungen Dichter und Denker“. Die ist mir allerdings nach Kinski viel zu mainstreamig. Aber immerhin, die Idee ist gut. Nicht überzeugen konnte mich dagegen der ansonsten von mir sehr geschätzte Achim Reichel mit seiner Vertonung.

 

 

Das Osterei zum Schluss: Micky Maus als Zauberlehrling. Ein Ausschnitt aus „Fantasia“ von 1940. Ich muss immer wieder darüber lachen.

 

 

Na, hat es Spaß gemacht? Wenn ihr wollt, seid ihr jetzt dran. Füllt das Netz mit Balladen (und verlinkt mich gern. Auch das Bild oben ist dafür gedacht.). Gegen das Vergessen, gegen den alltäglichen mehr oder weniger großen Irrsinn!

Und schöne Rest-Ostertage euch allen!

 

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Wie Fuchs und Hase keine Freunde wurden

Der Hase schreckte durch ein schrilles Geräusch auf. Ein Signal? Hatte er etwa verpennt, dass die anderen zum Ostereier-Verteilen loszogen?!? Er raste über Berg und Tal zum Sammelplatz. Dort aber schlich nur ein hungriger Fuchs herum.
„Wo sind …?“
„Dummes Karnickel! Ostern ist erst in zwei Wochen“, sagte der. „Aber das wirst du leider nicht mehr erleben.“
Plötzlich sah der Hase einen Schatten bedrohlich aufragen. „Hinter dir!“ rief er. „Rette dich!“
„Darauf falle ich nicht rein“, sagte der Fuchs und sprang. Das Gewehr des Jägers knallte, und der Fuchs war mausetot.
Ziemlich fertig mit der Welt hoppelte der Hase heim.

 

Fuchs und Hase | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Die Aufgabe

„Sag’s mit 100 Worten“ fordert Tante Tex in ihrer aktuellen Schreibaufgabe zum Story-Samstag, „schreibt ein Drabble“, und erklärt:

Ein Drabble ist eine meist pointierte Geschichte, die aus exakt 100 Wörtern bestehen muss. Dabei wird die Überschrift nicht mitgezählt.

Aha?! Oha. Nun denn. Großartig. Ich hab so was in der Art schon mal gemacht, 10 Worte in 1500 Zeichen und als Brief. Widerlicher Zählkram.  ;-)
Einzubauen waren außerdem: Hase, Berg, Geräusch. Irgendwo muss die Richtung ja herkommen; HASE drängte mich in Richtung Osterhase, und BERG sowie GERÄUSCH unterstützten das.
Ich mag Oster-Kitsch nicht so. Also hatte ich anfangs ernsthaft überlegt, das hinterher alle tot wären, aber dann fand ich das doch unfair dem Häschen gegenüber.

Diese Drabbleparade scheint vom Tuschenputtel losgetreten worden zu sein, die auch wissen möchte, wo sich ihre Parade gerade so herumtreibt. Herzlichen Dank für die Idee, es hat großen Spaß gemacht.

Weiter geht die Parade!

Ich möchte keinen nominieren, aber ich hätte drei neue Wörter für euch, falls jemand sie aufgreifen mag: Frühlingsgefühle, schillernd, Trommel.

  1. Schreibt einen Text, der genau 100 Worte hat (ein Drabble eben), in dem die drei Worte vorkommen.
  2. Verlinkt zu mir (dieser Beitrag) und zum Beitrag vom Tuschenputtel.
  3. Denkt euch drei neue Worte aus.
  4. Falls ihr Blogs nominieren möchtet, benachrichtigt die.

Und jetzt viel Spaß euch allen!

 

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