Schreibeinladung für die Textwochen 25.26.21 | Wortspende von Allerlei Gedanken

Letzte Runde! Letzte Runde! Noch jemand ohne? Letzte Runde vor der Sommerpause! Es ist wieder mal so weit, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, wir befinden uns gefühlt schon im Hochsommer *schwitz* und ich denke bereits auf dem Etüdensommerpausenintermezzo und den Adventüden 2021 herum.

Also, der Fahrplan für die nächsten Wochen:
Bis zum 4. Juli 2021 laufen noch die regulären Etüden, Näheres dazu gleich 😉
Ab 4. Juli dürft ihr zum Wörterspenden für die Adventüden (und für das Etüdensommerpausenintermezzo) vorbeischauen.
Am 11. Juli habe ich die Wörter ausgelost und werde sie dann hier veröffentlichen.
Am 5. September 2021 starten die regulären Etüden wieder.

Dafür dass wir in den letzten Tagen wohl alle unter dieser Brüllhitze gestöhnt haben, sind echt viele Etüden zusammengekommen. Ich zähle 66 Etüden von 35 teilnehmenden Blogs, das ist super!
Ferner sind auf den letzten Drücker zwei Neue auf den Etüdenzug aufgesprungen: Bitte begrüßt mit mir Sabine mit ihrem Blog Verbalkanone und die vielen schon längst bestens bekannte Bruni mit ihrem Blog Wortbehagen! Noch einmal ein herzliches Willkommen im Kreis der Etüdenverrückten! 😀 Klug habt ihr das gemacht, denn jetzt seid ihr start- und (Wort-)spendeberechtigt für die Adventüden, ich weise nur darauf hin 😉

Fertig für die Liste? Hier kommt sie. Gerhard führt sie an mit 7 Etüden, Christian folgt mit 6 und Wortspenderin Ellen mit 5 Etüden.
Danke an euch, die ihr mitgeschrieben, mitgelesen, gelikt und kommentiert habt! Vielen Dank an jede*n, die*der mit durch die teilnehmenden Blogs gegangen ist und kommentiert/diskutiert/gelikt hat, und speziell an Ellen, der wir die zauberhaften Wörter der letzten Wochen verdankten.

Disclaimer: Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt.

Barbara von der Kulturbowle in meinen Kommentaren: hier
Sabine auf Verbalkanone: hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier
Jane auf Blood, Tears, Gold & Minds: hier
Anna-Lena auf Meine literarische Visitenkarte: hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
Heidi auf Erinnerungswerkstatt: hier
Heidi auf heidimariaskleinewelt: hier
Puzzleblume auf Puzzle❀: hier, hier und hier
Puzzleblume auf Puzzleblume❀: hier
Christiane auf TravelLiteratureundArt: hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier, hier, hier und hier
Christian auf Wortverdreher: hier, hier, hier, hier, hier und hier
Bruni auf Wortbehagen: hier
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Ulrike auf Blaupause7: hier und hier
Bernd von Red Skies over Paradise: hier und hier
Ellen auf nellindreams: hier, hier, hier, hier und hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier, hier und hier
Werner auf Werner Kastens: hier und hier
Judith auf Mutiger leben: hier und hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Lene auf HerzPoeten: hier
Kain Schreiber auf Gedankenflut: hier, hier und hier
Maren auf Ich lache mich gesund: hier und hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier
Natalie im Fundevogelnest: hier
Monika auf Allerlei Gedanken: hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier, hier und hier
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Torsten auf Wortman: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier
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Die Wörter für die Textwochen 25/26 des Schreibjahres 2021 stiftete Monika mit ihrem Blog Allerlei Gedanken. Sie lauten:

Praline
herzhaft
wandern.

 

Der Etüden-Disclaimer lautet wieder: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.
Eventuelle Inhaltshinweise (Triggerwarnungen), Vorbemerkungen sowie die Überschrift zählen NICHT zum Text. Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der zugehörigen Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt (höchstwahrscheinlich) nicht auf die nächste Liste bzw. muss meckern, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig. Wer sich die Illustrationen herunterladen möchte, sollte sie vorher großklicken, danach kann man sie in der Regel downloaden und bei sich wieder hochladen.

Noch Fragen rund um die Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die nächsten regulären Wörter gibt es am 5. September 2021.
Habt weiterhin ein schönes Wochenende und genießt den Juni, möge er mit uns allen sanft und heiter umgehen!

 

abc.etüden 2021 25+26 | 365tageasatzaday
Quelle: Photo by Nathana Rebouças on Unsplash, Bearbeitung von mir

 

abc.etüden 2021 25+26 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Das Kleid – Die Aussprache | abc.etüden

Nachdem ich die ersten beiden Etüden entworfen hatte, war mir klar, dass es da noch offene Fragen gab, die eine Antwort verdienten. Warum war sie so ausgeflippt? Warum war ihr nicht aufgefallen, dass mit ihm etwas nicht okay war, hätte das nicht eigentlich sein müssen?
Eure Fragen/Kommentare (danke!) haben mich darin bestärkt, dass es eine dritte Etüde geben muss, denn die Lösung ist ziemlich simpel und damit begründbar, dass jede*r halt manchmal sein individuelles Brett vor dem Kopf hat …

Bitte schön, hier ist sie.

Es ist sinnvoll, alle drei nacheinander zu lesen. Hier sind die beiden ersten Teile (von vorgestern und gestern).

Das Kleid – Sie
Das Kleid – Er


 

Fühl mich bei dir geborgen, setz mein Herz auf dich …«

Sie starrte ihn an. »Und das ist wirklich alles? Mehr ist nicht?«

Nun, DAS war nicht ganz die erwartete Reaktion. »Mehr ist nicht«, bestätigte er feierlich.

»Aber du hast was mit ›Fettfleck‹ gesagt, als du mich gesehen hast!«

Er nahm einen Zipfel der Picknickdecke und wischte ihr über das tränennasse Gesicht.

»Hab ich nicht. Ich hab ›nettes Kleid‹ oder etwas ähnlich Bescheuertes gesagt. Ehrlich.«

»Ich bin aber fett geworden während Scheißcorona. Und du auch. Wir haben beide zu viel gegessen und sind nicht rausgegangen. Wohin denn auch.«

Absolut zutreffend.

»Ich hab gedacht, du findest mich nicht mehr attraktiv, und als du mich dann noch beleidigt hast, dachte ich, du hast eine andere. Weil – es ist ja gerade wirklich wenig im Bett los zwischen uns.«

»Schatz, hör doch mal. Normalerweise hätte ich dir dein Kleid mit diesem höchst verwegenen Ausschnitt vom Leib gerissen. Okay, ist schon bisschen her, aber das weißt du noch, oder?«

Sie bejahte. Zögerlich. Gottseidank.

»Aber wenn ich etwas verspreche, dann will ich es auch halten, und das kann ich gerade nicht. Leider. Nur, dass du glauben würdest, dass ich fremdgehe, weil ich mich zurückziehe, darauf hätte ich kommen können. Das ist nicht gut gelaufen. Es tut mir leid.«

Sie schniefte. »Warst du beim Arzt? Du hast doch bestimmt schon alles Mögliche dazu recherchiert.«

Er nickte. »Noch nicht. Weißt du, meine allererste Frage ist: Was macht das mit mir, wenn ich nicht mehr kann? Wie sehr definiere ich mich über Sex? Und die zweite: Bleibst du trotzdem bei mir?«

Nun klang sie empört. »Du bist mein Mann. Das ist nicht nur eine Bettgeschichte. Über alles andere reden wir später.«

Er legte den Arm um sie und zog sie an sich. Ein Glas kippte um. Der Rotwein versickerte.

 

abc.etüden 2021 23+24 | 365tageasatzaday
Quelle: Photo by Jennie Clavel on Unsplash, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 23/24.2021: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Wortspende stammt dieses Mal von Ellen mit ihrem Blog »nellindreams«. Die Wörter lauten: Picknickdecke, verwegen, recherchieren.

 

Wer wissen möchte, woraus ich zitiere: Herbert Grönemeyer: Halt mich

 

Und wehe, irgendwer findet meine Lösung unrealistisch ;-). Ich habs mit Enden, die irgendwie positiv offen sind.

 

Das Kleid – Er | abc.etüden

Nachdem „Das Kleid“ ungewöhnlich viele Reaktionen hervorrief (vielen herzlichen Dank dafür), meldete sich mein Protagonist zu Wort und bat nachdrücklich darum, seine Sicht der Dinge darstellen zu dürfen. In Wirklichkeit ist nämlich alles ganz anders.

Darum: Wer die erste Etüde nicht gelesen hat, der möge das bitte tun.

Das Kleid – Sie


 

Er zeugte sieben Kinder in einer Nacht und über seine Feinde hat er nur gelacht …«

Dass »Mann« immer konnte, wann hatte er angefangen, das als »verwegene Hypothese« zu bezeichnen? Klar, anfangs waren sie wild gewesen, auf der Picknickdecke und darunter, später in all den Betten, die sie sich geteilt hatten. Sie war seine Knutschkugel, rund und fröhlich, und er liebte jedes Extrakilo an ihr. Oder besser: Es war ihm völlig egal, denn sie war nicht nur die Frau seines Lebens, sie kochten und aßen auch gern gemeinsam.

Dann war die Pandemie gekommen, die ihnen Angst um ihre Gesundheit gemacht und vieles verwehrt hatte, Rituale, die ihnen wichtig gewesen waren: Reisen, Veranstaltungen, Kino, Freunde treffen.

Er hatte sich eingerichtet, sich zurückgezogen. Es war ihm immer leichter gefallen. Ihr auch. Jedenfalls hatte er das gedacht. Bis diese Einladung zu diesem Charity-Event gekommen war und sie überschwänglich begeistert reagiert hatte.

Er nicht.

Die Aussicht, zu dieser Wichtigtuerveranstaltung mitgeschleppt zu werden, hatte ihn derartig entsetzt, dass es ihn selbst schockiert hatte. Selbstverständlich hatte er ihr das verschwiegen. Sie freute sich doch so, nur er, er zog nicht mit.

Als sie sich vorhin in diesem schicken roten Kleid präsentiert hatte … früher hätte er sie daraufhin vernascht, so viel war sicher. Aber heute?
Da hatte ihm auch kein Recherchieren im Netz geholfen.
Da hatte sich bei ihm einfach nichts gerührt. Bei aller Lust.

War er in diesen anderthalb Jahren unbemerkt vom Strom des Lebens in einen Nebenarm abgebogen? War er ALT geworden? Was bedeutete das für sie beide?

Jetzt musste er sich um sie kümmern. Alle Karten auf den Tisch legen. Dass sie nicht schon längst wieder flammenden Auges vor ihm aufgetaucht war, war kein gutes Zeichen.

Die Glastür hatte einen Sprung. Mit ihrem Lieblingswein und zwei Gläsern bewaffnet ging er sie suchen.

 

abc.etüden 2021 23+24 | 365tageasatzaday
Quelle: Photo by Jennie Clavel on Unsplash, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 23/24.2021: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Wortspende stammt dieses Mal von Ellen mit ihrem Blog »nellindreams«. Die Wörter lauten: Picknickdecke, verwegen, recherchieren.

 

Wer wissen möchte, woraus ich zitiere: Ich hab vor dem Fernseher gesessen und rumgehimmelt, als das lief 😉

Dschinghis Khan mit dem gleichnamigen Lied, ESC 1979. Ohne Worte, komplett 😉

 

Update: Fortsetzung hier: Das Kleid – Die Aussprache

 

Das Kleid – Sie | abc.etüden

Hast du etwas getan, was sonst keiner tut? Hast du hohe Schuhe oder gar einen Hut, oder hast du etwa ein zu kurzes Kleid getragen …«
Ja, in der Tat, das hatte sie vorgehabt. Eigentlich war nichts an ihrem Outfit besonders ungewöhnlich. Fand sie. Das Kleid war knallrot. Sie würde leuchten, und das war dem Anlass angemessen, schließlich war es eine Abendveranstaltung, die erste seit – ach, keine Ahnung. Jahren. Nein, fröhliches Schwarz war nicht vorgeschrieben, und so alt war sie noch nicht, sich freiwillig selbst zu kasteien.

Okay, Affekthandlung, okay, aber es hatte SO GUT getan, die Tür beim Rausstürzen hinter sich zuzuschlagen. Okay, es war eine Glastür. Gewesen. Sie waren versichert.

Sie hatte sich spontan in das Kleid verliebt und war sich beim Kauf verwegen vorgekommen. Endlich mal wieder der Seele etwas gönnen, das Leben feiern, draußen, ein schickes Charity-Dinner auf der Seeterrasse mit Lokalprominenz und Presse. Wenn er ihr vorgeworfen hätte, mit dem Kleid ein wenig overdressed zu sein, hätte sie das noch verstanden, aber sie hatte in der Klatschpresse recherchieren können, dass da durchaus mit noch Ausgefallenerem zu rechnen war.

»Schatz, meinst du nicht …« Nein! Herrgott, sie wog nun mal keine siebzig Kilo! Seit sie ihn kannte, hatte sie noch nie siebzig Kilo gewogen! Und er hatte häufig beteuert, jedes Pfund an ihr zu lieben, auch als es jetzt einige mehr geworden waren. War das also wirklich derselbe Mann, der vorhin etwas von »Fett…« gemurmelt hatte, als er ihrer ansichtig geworden war?

Sie hatte ihn nicht genau verstanden, aber das musste sie auch nicht. Warum saß sie jetzt seit Stunden im Garten in der Hollywoodschaukel und heulte, eingehüllt in ihre liebste Picknickdecke, obwohl sie so enttäuscht von ihm war, dass sie ihn am liebsten umgebracht hätte? Die Tränen liefen.
Wo war er?
Sie wusste nicht weiter.

 

abc.etüden 2021 23+24 | 365tageasatzaday
Quelle: Photo by Jennie Clavel on Unsplash, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 23/24.2021: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Wortspende stammt dieses Mal von Ellen mit ihrem Blog »nellindreams«. Die Wörter lauten: Picknickdecke, verwegen, recherchieren.

 

Wer wissen möchte, woraus ich zitiere: Es sind (natürlich) DIE ÄRZTE mit ihrem Klassiker: Lasse redn

 

Ich hatte mir eigentlich etwas Heitereres gewünscht, aber plötzlich saß da diese unglückliche Frau weinend in ihrer Hollywoodschaukel im Garten … 😉

Update: Fortsetzung hier – Das Kleid – Er

 

Schreibeinladung für die Textwochen 23.24.21 | Wortspende von nellindreams

Die letzte Woche war die gefühlt erste warme Woche in diesem Jahr, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, ich bin sogar geneigt, sie als „Sommerwoche“ zu bezeichnen. Ich hoffe, ihr habt sie in vollen Zügen genießen können, und habt jetzt Lust, euer Gehirn wieder um die Etüden zu wickeln – ihr wisst, diese Dinger mit bis zu 300 Wörtern? 😉 Genau.

Für alle, die an Fortsetzungen schreiben: Ihr Lieben, wir haben jetzt noch bis zum Ende Juni reguläre Etüden vor der Brust, danach startet das Etüdensommerpausenintermezzo – und damit zum dritten Mal meine Frage: Adventüden, ja oder nein? Wenn ja, dann müsst ihr in den Sommermonaten wieder ran, die meisten von euch kennen das Prozedere ja inzwischen. (Wer noch wissen möchte, was diese Adventüden sind, lese bitte hier: letzter Punkt.) Glaubt ihr, wir bekommen auch dieses Jahr wieder mindestens 24 (bzw. 27, der 1. Advent ist am 28. November) Etüden zusammen – und WOLLT ihr? Äußert euch bitte 🙂

Wie ihr der Vorrede entnehmen konntet, war die abgelaufene Woche eher, äh, ruhig, speziell verglichen mit den Höhenflügen der vergangenen Monate. Nun ist das gerade in einer Extraetüden-Woche mehr die Regel als die Ausnahme, und ich hatte mich ja eh schon gewundert … aber das bringt meine Theorie wieder weit nach vorne, dass bei gutem Wetter die meisten Blogger*innen anderes zu tun haben, als sich Geschichten aus den Fingern zu saugen. Daher sei denjenigen, die ihre Muse erhört und geschrieben haben, doppelt Lob und Dank!

Statistik? Hier. Es wurden von 21 teilnehmenden Blogmenschen insgesamt 27 Etüden eingereicht. Die Spitzenplätze sind dieses Mal schnell aufgezählt: Gerhard hat 3 und 4 Blogs haben jeweils 2 Etüden beigesteuert, ihr findet sie wie immer in der Liste. Sollten irgendwelche Pings nicht durchgekommen sein, sagt bitte Bescheid, und habt ebenso bitte generell ein Auge drauf, dass die Links/Pings zu euren Etüden auch tatsächlich in den Kommentaren der richtigen! Schreibeinladung auftauchen? Danke.
Wenn irgendwas schiefgegangen ist, sagt Bescheid, ich trage nach! 😀

Vielen Dank wie immer an alle, die mitgeschrieben, mitgelesen, gelikt und kommentiert haben! Vielen Dank an jede*n, die*der mit durch die teilnehmenden Blogs gegangen ist und kommentiert/diskutiert/gelikt hat.

Kaffee und Keks parat? Hier kommt die Liste.

Disclaimer: Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt.

Barbara von der Kulturbowle in meinen Kommentaren: hier
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Christian auf Wortverdreher: hier und hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier, hier und hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Judith auf Mutiger leben: hier
Lene auf HerzPoeten: hier
Yvonne auf umgeBUCHt: hier
Bernd von Red Skies over Paradise: hier
Natalie im Fundevogelnest: hier
Werner auf Werner Kastens: hier
Doro auf DORO|ART: hier
Monika auf Allerlei Gedanken: hier
Puzzleblume auf Puzzle❀: hier
Torsten auf Wortman: hier

Die Wörter für die Textwochen 23/24 des Schreibjahres 2021 stiftete Ellen mit ihrem Blog nellindreams. Sie lauten:

Picknickdecke
verwegen
recherchieren.

 

Der Etüden-Disclaimer lautet wieder: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.
Eventuelle Inhaltshinweise (Triggerwarnungen), Vorbemerkungen sowie die Überschrift zählen NICHT zum Text. Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der zugehörigen Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt (höchstwahrscheinlich) nicht auf die nächste Liste bzw. muss meckern, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig. Wer sich die Illustrationen herunterladen möchte, sollte sie vorher großklicken, danach kann man sie in der Regel downloaden und bei sich wieder hochladen.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die nächsten regulären Wörter gibt es am 20. Juni 2021.
Habt weiterhin ein schönes Wochenende und genießt den Juni, möge er sich uns allen von seiner freundlichsten Seite zeigen!

 

abc.etüden 2021 23+24 | 365tageasatzaday
Quelle: Photo by Jennie Clavel on Unsplash, Bearbeitung von mir

 

abc.etüden 2021 23+24 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Die Entscheidung | abc.etüden

Ich glaube, jede*r von euch, die*der selbst schreibt, kennt das: Manche Figuren entwickeln ein Eigenleben und möchten ihre Sicht der Dinge erzählen. Wie praktisch, dass gerade Extraetüden anstanden. Also waren nach zwei Kattitüden jetzt auch ein paar der beteiligten Menschen dran. Ich glaube allerdings, jetzt bin ich/sind wir durch.

Die empfohlene Lesereihenfolge:

  1. On the Road again?
  2. Sommerquartier
  3. Die Nachricht

Und dann diese hier. Man möge mir bitte verzeihen, dass ich die Zeit ein bisschen vorgedreht habe. Ich versichere, dass ich den endlich gerade eingetroffenen Sommer (oder so) noch lääääääääääääääängst nicht überhabe.


 

Anfang September.

»Hallo? Jemand zu Hause?«

Er sah von seinem Buch auf. »Schau mal, Leo, wir bekommen Besuch«, sagte er, als er sie erkannte, aber den Kater interessierte das nicht. »Kommen Sie rein«, bat er, »trinken Sie einen Kaffee mit mir?«

Sie nickte. »Gern.« Sie trat in die Schrebergartenbaracke und sah sich neugierig um. Ganz offensichtlich wohnte hier jemand, der organisiert war und Erfahrung damit hatte, mit wenig auszukommen. Sie sah dem alten Mann zu, wie er mit geschmeidigen Bewegungen den Kaffee zubereitete.

»Musterung beendet?«, erkundigte er sich, und sie lächelte ihn an. »Gut sehen Sie übrigens aus. Ich vermute, Sie hatten einen schönen Sommer? Was macht der Zwerg?«

»Sein Vater passt auf ihn auf«, berichtete sie stolz. Zweifel über ihr Glück schwangen in ihrer Stimme mit.

»Klingt nach einer Geschichte«, befand er und reichte ihr einen Becher. »Milch? Zucker?«

»Schwarz, danke.« Sie überlegte. »Ich habe zwar immer Kinder gewollt«, begann sie, »aber eigentlich nur in einer festen Beziehung, und so weit waren wir noch lange nicht. Wenn aber der Typ abtaucht und sich nicht mehr meldet, und man plötzlich feststellt, dass man schwanger ist, ungewollt, dann fragt man sich schon, wieso ausgerechnet einem selbst so was widerfährt.«

Sie pustete gedankenversunken auf ihren dampfenden Kaffee.

»Um es kurz zu machen: Er ist wiederaufgetaucht und hat sich erklärt, und wir sind zusammengezogen. Er lebt in einem alternativen Wohnprojekt am Stadtrand, da gibt es die Möglichkeit, dass ich mit dem Kind auch einziehe.«

»Mutig. Glückwunsch!«

»Ja, toll, nicht? Einziger Haken: Leo kann nicht mit. Sebastian mag keine Katzen.«

»Tja, danke fürs rechtzeitige Bescheidgeben. Wir hängen inzwischen ziemlich aneinander.«

Leo sprang prompt auf seinen Schoß und ignorierte seine ehemalige Dosenöffnerin komplett. Er kraulte ihn am Ohr.
Sie sah ein bisschen traurig drein.

»Darf ich fragen, wo Sie wohnen?«

»In den Plattenbauten. Sechster Stock. Geht schlimmer, aber kein Ort für einen Freigänger.«

»Was ich eigentlich sagen wollte: Ich suche einen Nachmieter.«

Sein Blick streifte ihr Gesicht. »Trinken Sie, sonst wird er lau«, fing er an und verstummte. »Wissen Sie«, meinte er schließlich, »ich bin irgendwann aus diesem Hamsterrad, diesem Korsett der ordentlichen Leute rausgeflogen. Ich bin ein bisschen wild. Sie haben es gesehen und es sich bestimmt gedacht: Ich besitze nicht viel. Dass mich jemand nimmt, wo ich nur vom Minimum lebe, ist unwahrscheinlich.«

»Ich könnte fragen. Ich habe eine kleine Zweizimmerwohnung im Erdgeschoss, nach hinten geht ein Garten raus. Wir sind im Haus fünf Parteien, und die sind alle eher ruhig. Die Hausverwaltung wäre übrigens heilfroh, wenn sie jemanden für den Garten hätten.«

»Hm.«

»Es gab mal die Idee für einen Blühstreifen, aber keiner wollte sich darum kümmern, weil alle noch arbeiten.«

Sie sah seine Augen aufleuchten.

»Wo wäre das überhaupt?«

»Das Viertel neben der Kirche.«

»Lebt der alte Bernd in dem Haus auf der Ecke noch? Wir haben früher miteinander Schach gespielt.«

»Tut er.«

Er lehnte sich in seinem Gartenstuhl zurück und streichelte den im Schlaf schnurrenden Leo. »Okay, fragen Sie. Ich habe immer schon geglaubt, dass rote Kater Glück bringen.«

 

Extraetüden 22.21 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden (Extraetüden), Woche 22.2021: 5 Begriffe, maximal 500 Wörter. Die Wortspende stammt dieses Mal von Nina (Das Bodenlosz-Archiv) und Bernd (Red Skies over Paradise). Die möglichen Wörter lauten: Korsett, rechtsdrehend, dampfen, Baracke, lau, widerfahren. Diesmal habe ich (gern) auf rechtsdrehend verzichtet 😉

 

Die Nachricht | abc.etüden

Er hätte alles erwartet. Alles, aber nicht das. Er zog an seiner Kippe, um seine zitternden Hände zu beschäftigen, starrte noch einmal zum Parkplatz, wohin die blonde Frau verschwunden war, und griff erneut nach seinem Handy.
Es war ein lauer Frühsommerabend, aber er hätte auch im Sturzregen an der Kneipenbaracke lehnen können, aus der die Musik dröhnte, es wäre ihm nicht aufgefallen. Seine Welt war kurzfristig auf das Display geschrumpft, auf dem das Foto eines blauäugigen Babys zu sehen war.

Dein Sohn, Sebastian. Er heißt Jan. Melde dich, wenn du reden willst. Julia.

»Alter, was ist los?«

Das war Niklas, sein bester Freund. Wortlos hielt er ihm das Handy entgegen.

»Nicht dein Ernst.« Stocken. Schweigen. »Julia? Diese hübsche Blonde, mit der du so vor einem Jahr kurz was laufen hattest?«

Er nickte.

»Erzähl.«

»Ich weiß doch auch nichts. Ich war mit den anderen hinten, weil wir was dampfen wollten, als sie reinkam. Also bin ich hin und hab sie gefragt, ob sie mit mir was trinken würde, um bei der Gelegenheit zu erklären, warum ich mich bei ihr nicht mehr gemeldet hatte, und ihr von der ganzen Scheiße zu erzählen, die mir da passiert ist, Umzug und alles. Wir waren ja auch immer nur bei mir gewesen, ich weiß nicht mal genau, wo sie wohnt!
Eigentlich hab ich erwartet, dass sie mich voll fertigmachen würde, aber sie hat nur wissen wollen, warum ich sie nicht angerufen hätte. Da hab ich ihr dann noch schnell die Story mit der neuen Nummer gebeichtet und warum ich eine brauchte. Und sie, sie hat mich ganz komisch angelächelt und höflich gefragt, ob sie jetzt vielleicht meine Nummer haben dürfte. Wir haben die Nummern ausgetauscht, sie hat ›Danke‹ gesagt, sich umgedreht und mich stehen lassen. Und plötzlich krieg ich das Foto.«

»Ich mein, sorry, ich will nichts Falsches sagen, aber Vaterschaftstest und so? Nicht, dass du hinterher für irgendwas der Dumme bist.«

»Die ist nicht der Typ zum Rumvögeln, da ist die viel zu gut für. Glaub nicht, dass die schon mit vielen im Bett war.«

»Ach. Und wie man verhütet, dass wusste sie nicht?«

»Sie hat gesagt, dass sie die Pille nimmt«, verteidigte er sich, wohl wissend, dass er auf verlorenem Posten stand. »Lass mich. Ich muss nachdenken.«

»Seh schon, du hattest sie unterdessen nicht vergessen.«

»Hatte ich nicht.«

»Soll ich dir was mitbringen? Ich geb einen aus.«

Er nickte, in Gedanken immer noch ganz woanders. Ihm war leicht schwindlig zumute, als ob seine Welt durch jene Nachricht abrupt stillgestanden hätte und wieder durchgestartet wäre – und ob links- oder rechtsdrehend war ihm dabei ganz egal. Er war Vater!

Niklas kam zurück und balancierte zwei Schwenker mit einer dunklen Flüssigkeit, von denen er ihm einen in die Hand drückte.

»Trink, Alter, auf den Schock«, sagte er. »Da gibt es doch diesen Uralt-Spruch: Wenn einem so viel Gutes widerfährt …« Er prostete ihm zu. »Ist es das?«

»Gut? Weiß nicht.« Er kippte den Weinbrand auf ex und hustete. »Doch«, keuchte er. »Glaub schon.«

 

Extraetüden 22.21 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden (Extraetüden), Woche 22.2021: 5 Begriffe, maximal 500 Wörter. Die Wortspende stammt dieses Mal von Nina (Das Bodenlosz-Archiv) und Bernd (Red Skies over Paradise). Die möglichen Wörter lauten: Korsett, rechtsdrehend, dampfen, Baracke, lau, widerfahren. Ich habe nur das Korsett nicht untergebracht.

Seit meiner letzten Kattitüde gehen mir die Protagonisten nicht mehr aus dem Kopf, und plötzlich entsprang der Vater des Zwergs, der letzten Endes dafür verantwortlich ist, dass Leo ausgerückt ist, meinem Kopf und wollte erklären, dass er sehr wohl einen Grund hatte, spurlos zu verschwinden, und kein kompletter Vollpfosten ist. Nun ja. Bitte schön.

 

Schreibeinladung für die Textwoche 22.21 | Extraetüden

Angeblich schlittern wir in der kommenden Woche ja endlich in den Frühsommer, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, weitaus sicherer ist jedoch, dass ich euch vorher zu den zweiten Extraetüden dieses Jahres aufrufen möchte. Heute ist nämlich der fünfte Sonntag im Monat Mai, und das bedeutet Extraetüden, bis es am nächsten (ersten) Sonntag des Monats Juni mit den regulären Wörtern weitergeht.

Gestern entschwebten hier jedenfalls schon so einigen Gärten dicke Grillrauchschwaden, alternativ brummten die Rasenmäher und die Radios dudelten, und diverse Menschen verschönerten (oder so) ihre Gärten, seien sie klein oder groß: Es gibt immer etwas zu tun, dem Glücklichen schlägt keine Stunde! Der Fellträger brachte eine höchst lebendige Maus mit durch die offene Außentür und wunderte sich, dass weder die Maus noch ich geduldig abwarten wollten, während er sein Futterschüsselchen inspizierte. Menschen (und Mäuse) sind da manchmal komisch. (Ja, die Maus hat überlebt, ich habe sie höchstpersönlich rausgetragen. Fragt nicht.)

Fertig für die Statistik? Ich habe 68 Etüden von 32 Blogs gezählt – ihr Lieben, es scheint gerade wieder mal öfter Probleme mit nicht durchkommenden Pings zu geben, mögt ihr bitte, wenn ihr Etüden einreicht, ein Auge drauf werfen, dass die Links/Pings zu euren Etüden auch tatsächlich in den Kommentaren der Schreibeinladung auftauchen? Danke.
Wenn irgendwas schiefgegangen ist, sagt Bescheid, ich trage nach! 😀

Ferner hat zum ersten Mal Barbara (kulturbowle.com) eine Etüde beigesteuert, was bedeutet, dass ich sie (erneut) im erlauchten Kreis der Etüdenverrückten begrüßen kann: Wie schön, dass du dich getraut hast, bitte gerne mehr von dir, und ja, auch gerne weiterhin in den Kommentaren, gar kein Thema.

Die Liste führt mit weitem Abstand diesmal Kain Schreiber an: 10 Etüden, davon gehören 9 zu einer Fortsetzungsgeschichte, die zwar nicht heiter, aber dennoch richtig gut ist: Lesen! Auf den Plätzen folgen die üblichen Verdächtigen: Gerhard mit 7 und Christian mit 6 Etüden, daraufhin kommen Jane und Ellen mit jeweils 4 Etüden.

Vielen Dank wie immer an alle, die mitgeschrieben, mitgelesen, gelikt und kommentiert haben! Vielen Dank an jede*n, die*der mit durch die teilnehmenden Blogs gegangen ist und kommentiert/diskutiert/gelikt hat.

Kaffee und Keks parat? Hier kommt die Liste.

Disclaimer: Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt.

Barbara von der Kulturbowle in meinen Kommentaren: hier
Bernd von Red Skies over Paradise: hier, hier und hier
Ulrike auf Blaupause7: hier und hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
Heidi auf Erinnerungswerkstatt: hier
Heidi auf heidimariaskleinewelt: hier
Jane auf Blood, Tears, Gold & Minds: hier, hier, hier und hier
Christian auf Wortverdreher: hier, hier, hier, hier, hier und hier
Werner auf Werner Kastens: hier, hier und hier
Puzzleblume auf Puzzle: hier, hier und hier
Lene auf HerzPoeten: hier und hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier und hier
Judith auf Mutiger leben: hier und hier
Kain Schreiber auf Gedankenflut: hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier
Ellen auf nellindreams: hier, hier, hier und hier
Doro auf DORO|ART: hier
Resi Stenz auf Gschichtldruckerei Resi Stenz: hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier
Donka auf onlybatscanhang: hier
Sofie auf Sofies viele Welten: hier
Maren auf Ich lache mich gesund: hier
Torsten auf Wortman: hier
Yvonne auf umgeBUCHt: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier
Ulli aus dem Café Weltenall: hier
Tanja auf Stachelbeermond: hier
Natalie im Fundevogelnest: hier

Nachzügler:
Veronika auf vro jongliert: hier

Ihr wisst/erinnert euch, wie das mit den Extraetüden geht?! Ihr nehmt die Begriffe des abgelaufenen Monats, das sind sechs, sucht euch davon fünf aus und verpackt die in einen Text von maximal 500 Wörtern. Zeit: eine Woche!
Den Rest kennt ihr.

Die Wörter im Monat Mai spendeten Nina (Das Bodenlosz-Archiv) und Bernd (Red Skies Over Paradise) Sie lauteten:

Korsett, rechtsdrehend, dampfen
Baracke, lau, widerfahren.

 

Dieses Mal gilt die Abwandlung des öden, blöden Etüden-Disclaimers: Die Headline für die Etüden heißt: 5 Begriffe in maximal 500 Wörtern.
Inhaltshinweise und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der zugehörigen Schreibeinladung finden kann (das ist diese hier), der kommt nicht auf die nächste Liste bzw. muss meckern, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig. Wer sich die Illustrationen herunterladen möchte, sollte sie vorher großklicken, danach kann man sie in der Regel downloaden und bei sich wieder hochladen.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die nächsten regulären Wörter gibt es schon am nächsten Sonntag, den 6. Juni 2021. Euch viel Schreiblust! Habt weiterhin ein schönes Wochenende und bleibt heiter!

 

Extraetüden 22.21 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Extraetüden 22.21 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Sommerquartier | abc.etüden

Fortsetzung von On the Road Again?

 

Sie roch muffig, die bunte, abgewrackte Baracke, die er nach längerem Herumziehen durch die Schrebergartenkolonien entdeckt hatte, und er träumte immer noch vom Abenteuer. Aber sie war okay, hier würde er bleiben. Die Tage verbrachte er oft dösend auf dem Dach und beobachtete die Spaziergänger, die selten herübersahen. Bis der alte Mann plötzlich kam und blieb und am Abend Futter auf dem Boden stand.

Er näherte sich der Untertasse. Es roch gut. War das eine Falle? Er probierte vorsichtig. Essbar, aber nichts, was er liebte. Eigentlich. Er fraß weiter, und dann war der Teller leer.

Jemand lachte. »Na, Katze?«, fragte eine tiefe Stimme. »Hat es geschmeckt? Noch mehr?«

Er erschrak und sprang zurück, bereit, das Fell aufzustellen und zu fauchen.

»Lauf nicht weg. Ich will dir doch nichts Böses.«

Eine Hand wurde hingehalten. Geduldig. Irgendwann berührte ein Katzenkopf sie. Das war der Anfang.

***

Es geschah vier Wochen später, dass eine Kinderwagenschieberin stehen blieb, nach ihm rief und er hinsauste, ohne nachzudenken. SIE. Natürlich hatte er sie nicht vergessen. Er ignorierte die niedrige Karre, aus der es misstönend plärrte. Sie nahm ihn auf den Arm wie früher, er schnurrte und fand es herrlich.

»Ist das Ihrer?«, fragte der alte Mann, der hinterhergekommen war. »Ich hab mich die ganze Zeit schon gefragt, was dem wohl widerfahren sein mag.«

»Das Kind ist passiert«, antwortete sie und seufzte. »Ich war völlig konfus, und irgendwann ist er einfach abgehauen.«

Er musterte sie und dachte sich sein Teil. »Ich werde vermutlich hier sein, bis der Frost kommt und die lauen Nächte endgültig vorbei sind. Ich möchte ihn ungern unversorgt zurücklassen, er ist so ein feiner Kerl. Wollen wir uns vorher noch mal darüber unterhalten, wer sich um ihn kümmert?«

»Bis dahin bin ich definitiv sortierter.« Sie nickte. »Er heißt übrigens Leo. Ich melde mich. Danke.«

 

abc.etüden 2021 20+21 | 365tageasatzaday
Quelle: Photo by Ilse Orsel on Unsplash, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 20/21.2021: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Wortspende stammt dieses Mal von Bernd mit seinem Blog »Red Skies over Paradise«. Die Wörter lauten: Baracke, lau, widerfahren.

 

Schreck in der Abendstunde | abc.etüden

[Es klingelt. Sie reißt die Wohnungstür auf.]

Wo warst du? Ich versuche schon seit Stunden, dich zu erreichen! Ich habe schon geglaubt, ich müsste die ganze Stadt nach dir absuchen. Und das, wo in deiner Gegend alles abgesperrt ist!

Nun lass mich doch erst mal rein! Außerdem hast du eine Weinfahne, es ist bestimmt besser, dass du nicht mehr gefahren bist.

Na und? Ich weiß genau, wie viel ich vertrage. Trotzdem hättest du dich melden können! Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht!

Was glaubst du denn, wo ich war? Ist ja nicht gerade ein lauer Frühlingsabend, an dem man zu Fuß in den übernächsten Stadtteil spazieren möchte, oder?

Und warum bist du nicht geblieben? Die Nachbarn hätten sich doch bestimmt um dich gekümmert!

Du glaubst doch nicht ernsthaft, ich würde mich mit den Roths oder den Schneiders in eine überfüllte Baracke setzen und warten, bis es geknallt hat? Um diese Uhrzeit? Bestimmt nicht. Außerdem hast du für alle Fälle eine gemütliche Couch, und warm ist es bei dir auch.

Dir hätte sonst was passieren können, wenn du so allein im Dunkeln durch die Stadt rennst. Ich habe wie bescheuert versucht, dich anzurufen, aber du bist ja mal wieder nicht rangegangen. Wo hast du eigentlich dein Handy?

Weiß ich nicht.

Typisch. Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du dich darum kümmern musst, dass du dann auch erreichbar bist, wenn du jemanden brauchst. Oder ich dich.

Jaja.

Lass mich raten: Der Akku ist leer?

Kind, mir ist schon Schlimmeres widerfahren als so eine Evakuierung wegen einer läppischen Bombenentschärfung. Kann ich nun reinkommen oder nicht?
Ehe ich es vergesse: Ich muss sowieso noch mal raus, das Taxi bezahlen, der Fahrer wartet auf mich. Ich wusste ja nicht, ob du da sein würdest.

MUTTER!

 

abc.etüden 2021 20+21 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 20/21.2021: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Wortspende stammt dieses Mal von Bernd mit seinem Blog »Red Skies over Paradise«. Die Wörter lauten: Baracke, lau, widerfahren.

Nein, nicht autobiografisch, nichts davon. Aber natürlich wird hier in Hamburg bestimmt jede Woche einmal irgendwo eine Bombe entschärft und dafür die umliegende Gegend geräumt …

 

Schreibeinladung für die Textwochen 20.21.21 | Wortspende von Red Skies Over Paradise

Ich glaube, ihr steht alle heimlich auf Korsetts, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, denn die Kälte bzw. das doch eher relative schlechte Wetter oder ein gewisses Virus, das euch zu Höchstleistungen beflügelt, kann es doch eigentlich nicht gewesen sein, oder? Ich bin hartnäckig geneigt zu glauben, dass eure Kinder, Gärten, Wohnungen etc. in allerbester Ordnung sind und ihr auch sonst nichts versäumt, trotzdem hält der Zustrom an Etüden in ungewöhnlicher Höhe (für die Jahreszeit) an. Herzlichen Dank wie immer an alle, die mitgeschrieben, mitgelesen, gelikt und kommentiert haben, sowie an die edle Wortspenderin! 😀

Wenn ich mich wie immer zuerst der Statistik widme, darf ich den Eingang von 79 Etüden von 37 Blogs verkünden, wie bereits erwähnt, ist alles über 70 sehr viel. Letztes Jahr um die Zeit hatten wir zwar unwesentlich weniger Mitschreibende, aber ca. 20 Etüden weniger. Das ist ein überaus signifikanter Unterschied!
Noch dazu freue ich mich, gleich zwei Neue in der Runde zu begrüßen: Lene von den HerzPoeten und Tom auf Flaschenpost: Nochmals herzlich willkommen in der Runde! 🙂

Die Liste führt dieses Mal Gerhard mit 8 Etüden an, gefolgt von Christian mit 6 Etüden und Puzzleblume mit 5 Etüden. Danke euch sehr!

Auch dieses Mal bitte ich euch, die Liste zu kontrollieren, ob jede eurer Etüden dort verzeichnet ist oder ob euch sonst was komisch vorkommt. Ich trage gerne nach, wenn irgendwas nicht stimmt, ihr wisst, es ist keine böse Absicht, und manchmal geht auch was mit den Pings/Verlinkungen schief …
Kaffee und Keks(e) zur Hand? Hier kommt die Liste.

Disclaimer: Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt.

Christa Hartwig (mit einer richtigen Etüde) in meinen Kommentaren: hier
Puzzleblume auf Puzzle❀: hier, hier, hier, hier und hier
Heidi auf heidimariaskleinewelt: hier
Heidi auf Erinnerungswerkstatt: hier
TravelLiteratureandArt auf TravelLiteratureandArt: hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier
Resi Stenz auf Gschichtldruckerei Resi Stenz: hier, hier, hier und hier
Fraggle auf Modern Wolfare: hier, hier und hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier
Maren auf Ich lache mich gesund: hier, hier und hier
Ulrike auf Blaupause7: hier, hier und hier
Kain Schreiber auf Gedankenflut: hier, hier und hier
Christian auf Wortverdreher: hier, hier, hier, hier, hier und hier
Lea auf Kommunikatz: hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier
Tom auf Flaschenpost: hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier, hier und hier
Ellen auf nellindreams: hier und hier
Judith auf Mutiger leben: hier und hier
Werner auf Werner Kastens: hier, hier, hier und hier
Bernd von Red Skies over Paradise: hier, hier und hier
Tanja auf Stachelbeermond: hier
Jane auf Blood, Tears, Gold & Minds: hier und hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Anna-Lena auf Meine literarische Visitenkarte: hier und hier
Monika auf Allerlei Gedanken: hier und hier
Donka auf onlybatscanhang: hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier und hier
Lene auf HerzPoeten: hier und hier
Torsten auf Wortman: hier
Doro auf DORO|ART: hier
Trina auf Trinas Welt: hier
Stepnwolf auf Weltall. Erde. Mensch … und Ich.: hier
Veronika auf vro jongliert: hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier
Yvonne auf umgeBUCHt: hier

Nachzügler, bitte unbedingt beachten:
Natalie im Fundevogelnest: hier

Die Wörter für die Textwochen 20/21 des Schreibjahres 2021 stiftete Bernd mit seinem Blog Red Skies Over Paradise. Sie lauten:

Baracke
lau
widerfahren.

 

Wie immer an dieser Stelle der Verweis auf den Etüden-Disclaimer. Die Headline für die Etüden heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.
Eventuelle Inhaltshinweise (Triggerwarnungen) und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der zugehörigen Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt (höchstwahrscheinlich) nicht auf die nächste Liste bzw. muss meckern, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig. Wer sich die Illustrationen herunterladen möchte, sollte sie vorher großklicken, danach kann man sie in der Regel downloaden und bei sich wieder hochladen.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die nächsten regulären Wörter gibt es am 6. Juni 2021, aber zuvor könnt ihr euch schon auf eine Runde Extraetüden freuen, die starten am 30. Mai 2021.
Habt weiterhin ein schönes Wochenende und genießt im Wonnemonat Mai, was es zu genießen gibt – Feiertage, Außengastronomie … ihr werdet schon was finden.

 

abc.etüden 2021 20+21 | 365tageasatzaday
Quelle: Photo by Ilse Orsel on Unsplash, Bearbeitung von mir

 

abc.etüden 2021 20+21 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Männerballett | abc.etüden

Er hasste es spontan und hob das Kostüm an zwei spitzen Fingern hoch. Weiß. Federn. Albern. Warum nur hatte er zugesagt, bei der Charity-Gala mitzuwirken? Guter Zweck, ha, Event, Spenden für die Krebsstation, ha, eine Lachnummer würde es werden und er würde sich unsterblich blamieren. Und dafür probte er mit den anderen Honoratioren des Ortes jetzt schon zwei Monate!

***

Du lieber Himmel. Markus! Da passe ich nie rein! Unmöglich!

Komm schon, Peter, du wirst doch deinen edlen Hintern unter so einem Tutu-Röckchen verstecken können! Geht uns nicht anders!

Hast du eben nicht zugehört? Ich tanze das Solo. Ich bin der Schwan, der sterbende!

Gratulation! Wieso du? Ich dachte, er hätte den anderen Peter gemeint.

Der Trainer sagt, dann bringe ich euch wenigstens nicht raus, wenn wir alle in einer Reihe tanzen, weil ich anscheinend rechtsdrehend und linksdrehend nicht auseinanderhalten kann.

Da ist was dran, oder?

Der Trainer sagt, er sei froh, dass es bei uns nur einen gebe, der sich automatisch in die falsche Richtung dreht. Und ob ich Linkshänder wäre. Kann ich da was für? Mann, muss das sein, ich und das Solo? Ich seh mich schon auf Instagram herumhampeln!

Schön, dann brauchen wir für dich ein Korsett für darunter, damit du eine gute Figur machst, wenigstens um den Bauch und den Hintern herum, Herr Konditor.

Spinnst du? Nie im Leben! Das wird ja immer schlimmer!

Lass mich mal machen. Dein Freund Markus kennt sich da aus.

ACH WAS?!?!?! Interessant, was du so alles weißt.

Hab dich nicht  so. Wir werden schon einen hübschen Crossdresser aus dir machen! Vielleicht macht es dir ja sogar Spaß, wer weiß das schon. Lass uns erst mal rausgehen, eine dampfen, und dann kannst du weiter an deinem perfekten Hüftschwung feilen. Du wirst den Laden schon rocken, das verspreche ich dir.

 

abc.etüden 2021 18+19 | 365tageasatzaday
Quelle: Foto von Shuxuan Cao von Pexels, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 18/19.2021: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Nina Bodenlosz mit ihrem Blog »Das Bodenlosz-Archiv«. Sie lauten: Korsett, rechtsdrehend, dampfen.

Nein, nicht autobiografisch. Kein Stück davon. Nur das mit dem Drehen. Schönen Vatertag, die Herren! 😀