Schreibeinladung für die Textwoche 25.18 | Wortspende von Myriade

Nachdem der „Pfiffikus“ der abgelaufenen Textwoche doch so einiges an heiter-besinnlichen Etüden (und auch weniger heitere) hervorgebracht hat, geht es in der neuen Woche mit einem ziemlichen Paukenschlag weiter. Ich weiß, ich behaupte das fast jede Woche, dass es in der nächsten Woche „schwer“ werden würde, aber dieses Mal fühle ich mich echt … auf dem falschen Fuß erwischt. Hm!

Die Wortspende der nun anbrechenden Textwoche 25.18 kommt von Frau Myriade mit ihrem wunderbaren Endlosnamen-Blog la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée. (Hattest du eigentlich jemals erklärt, warum dein Blog so heißt? Sag nicht, der Satz wäre selbsterklärend. ;-)) Ihre Wörter lauten jedenfalls:

Ödipuskomplex
giftgrün
voltigieren.

 

Ich hoffe, ihr habt wieder Spaß, daraus eine Geschichte zu basteln, und fühlt euch im angenehmen Sinne herausgefordert. Wie immer, ihr wisst: Diese 3 Wörter bitte in maximal! 10! Sätzen unterbringen! Auch in dieser Woche stammen die Illustrationen von dem werten Herrn lz., vielen Dank, Ludwig!
Euren Beitrag verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder (am besten „und“) postet den Link unten in einen Kommentar (oder gleich die ganze Etüde, wenn ihr keinen Blog habt oder es bei euch nicht passt), damit eure Etüde auch ganz sicher von Myriade und mir und von allen, die es interessiert, gefunden werden kann.

 

2018_25_1_eins lz | 365tageasatzaday

 

 

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Der Enkel | abc.etüden

„Pfiffiküsschen, komm her und gib Oma ein Küsschen!“ So entstehen lang anhaltende Abneigungen gegen Wörter – „Pfiffikus“ stand auf seiner Liste konkurrenzlos ganz oben. Zuerst hatte er die Knutschanfälle seiner Oma noch über sich ergehen und sich tätscheln, herzen und küssen lassen, aber später hatte er immer öfter und immer lauter „Bäh!“ geschrien und war weggerannt, sobald sie sich näherte. Dass das seine Oma traurig machte, hatte er wohl bemerkt, auch, dass seine Mutter „Ach, lass ihn, in dem Alter sind sie alle so!“ gesagt hatte, aber er konnte es nun mal einfach nicht aushalten, dieses weiche, weiße Fleisch, diese Umarmung, in der er versank und keine Luft bekam, dieser Geruch nach Waschmittel, Deo und alternder Frau, überdeckt mit Parfum …
Sie hatte tapfer gelächelt und ihm verkündet, dass er ihr Lieblingsenkel sei, was auch immer er anstellen würde. Inzwischen war er selbst nicht mehr jung, aber diese Ansage hatte die Jahre überdauert.
Und nun war sie tot.
Nie wieder würde seine Lieblingsoma auf ihrer bequemen Chaiselongue liegen, noch traumverloren die Augen aufschlagen und dann lächelnd „Na, Pfiffiküsschen, soll ich uns einen schönen Kaffee machen?“ sagen.
Er saß neben ihr am offenen Sarg und verlor sich in Erinnerungen. Etwas berührte seine Hand, dann noch einmal, und als er hinabsah, bemerkte er erst, dass er weinte.

 

2018_24_2_zwei lz | 365tageasatzadayVisuals: ludwigzeidler.de

 

Für die abc.etüden, Woche 24.2018: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Worte stammen in dieser Woche von Bernd von Red Skies over Paradise und lauten: Pfiffikus, traumverloren, tätscheln.

 

Schreibeinladung für die Textwoche 24.18 | Wortspende von redskiesoverparadise

Diese Woche, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, sitze ich wieder mal staunend vor den gespendeten Wörtern und frage mich, wie um alles in der Welt ich diese drei Wörter sinnvoll in einer Geschichte unterbringen soll, ohne sie platt aneinanderzureihen, was natürlich ginge – das geht ja meistens irgendwie. Und wie jede Woche bitte ich mein Unterbewusstsein, sich dazu zu äußern, und warte. Ihr werdet das kennen, allerdings habe ich manchmal den Eindruck, es geht bei euch schneller. So nach dem Motto: gelesen – Idee gehabt – geschrieben – fertig. Das geht bei mir NIE so. Fast nie, okay. Momentan schiebe ich alles aufs Wetter. Ein Vorzug des Alter(n)s  ;-)

Die Wortspende dieser Woche, der Textwoche 24.18, kommt von Bernd (redskiesoverparadise.wordpress.com) und seine Wörter lauten:

Pfiffikus (wann habe ich DAS das letzte Mal gehört?)
traumverloren
tätscheln.

 

Wie immer, ihr wisst: Diese 3 Wörter bitte in maximal! 10! Sätzen unterbringen! Auch diese Woche stammen die Illustrationen von dem werten Herrn lz., der offensichtlich an einer Bäckerei vorbeikam und nicht widerstehen konnte, vielen Dank, Ludwig!
Euren Beitrag verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder (am besten „und“) postet den Link unten in einen Kommentar (oder gleich die ganze Etüde, wenn ihr keinen Blog habt oder es bei euch nicht passt), damit eure Etüde auch ganz sicher von Bernd und mir und von allen, die es interessiert, gefunden werden kann.

 

2018_24_1_eins lz | 365tageasatzaday

 

2018_24_2_zwei lz | 365tageasatzaday

 

2018_24_3_drei | 365tageasatzaday

 

Die Vorführung | abc.etüden

Nachdem er bemerkte, wie viele Leute zusammenliefen, um ihm zuzusehen, fühlte er sich plötzlich wie der allerletzte Trottel. Ebenso gut hätte er gleich ankündigen können, eine Jungfrau zersägen zu wollen. Einige wenige gab es, die achtungsvoll das aufgebaute Equipment beäugten, um dann nach hinten zu verschwinden – sicherer Abstand zum Geschehen, besserer Blick von der Schräge aus, weil man dort höher stand.

Sollten sie doch, es war ihm egal. Das Einzige, was ihn wirklich brennend interessierte, war, ob SIE gekommen war, wie sie es ihm versprochen hatte, sie, um derentwillen er sich zum Affen machte, sie, um derentwillen er wochenlang immer wieder heimlich geübt hatte. Ja, da stand sie, ganz vorn in der ersten Reihe, strahlte in seine Richtung und warf ihm eine Kusshand zu.

Er startete die Musik, atmete noch einmal tief durch – jetzt bloß nicht zittern –, schritt nach vorn, verbeugte sich würdevoll vor seinem Publikum, und während vom Band der immer lauter werdende Trommelwirbel erklang, ergriff er den Säbel und köpfte die vorbereitete Champagnerflasche mit einem einzigen gekonnten Schlag. Deren Kopf prallte mit großer Wucht ein paar Meter entfernt gegen die Garagenwand; das kümmerte aber keinen, denn alle Augen waren nur auf ihn gerichtet: wie er die herausschießende Fontäne abwartete, dann vollkommen beherrscht eine der bereit stehenden Champagnerschalen füllte, aus der Tasche seiner Weste den Ring herausfischte, ihn hineingleiten ließ und mit ein paar Schritten die Distanz zu IHR überbrückte, bevor er vor ihr auf die Knie fiel, den Kopf senkte und ihr den Champagner wortlos wie einen Pokal entgegenstreckte. Jäh durchzuckte ihn die Frage, wie er jemals wieder aufstehen sollte, denn seine Beine fühlten sich an wie Pudding und sein Herz raste, aber dann hörte er sie aufschluchzen und „Oh Jan – ja, ich will!“ rufen und wusste, alles war gut und würde es immer sein.

 

2018_23_2_zwei lz | 365tageasatzadayVisuals: ludwigzeidler.de

 

Für die abc.etüden, Woche 23.2018: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Worte stammen in dieser Woche von Gerda Kazakou und lauten: Schräge, brennend, köpfen.

Nein, ich bin weder kitschig noch habe ich eine theatralische Ader, wie kommt ihr denn bloß darauf??? Aber mich hat zugegebenerweise dies hier (Link zu YouTube) inspiriert …  ;-)
Ich wusste, dass ich zu „köpfen“ nichts Tagespolitisches schreiben will, und als ich darüber nachdachte, was ich denn dann köpfen wollen würde, landete ich bei Champagner. Und warum nicht bisschen übertreiben, getreu dem guten alten Motto: Bringe deine Protagonisten in Schwierigkeiten?
Seht mir bitte die Bandwurmsätze nach, ich finde, sie lesen sich nicht zu fürchterlich.

 

Schreibeinladung für die Textwoche 23.18 | Wortspende von Gerda Kazakou

Früher, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, dachte ich mal, dass sich nur alte Leute ständig über das Wetter oder ihren Gesundheitszustand unterhalten würden. Und jetzt erwische ich mich dabei, dass ich die Blogs durchstöbere und Bekundungen zum Thema Wetter ausnehmend interessant finde. Wie, bei euch hat es auch schon so lange nicht mehr geregnet? Wie, bei euch hat es die letzte Nacht auch so heftige Gewitter gegeben? Also, ich kann dir sagen …
Okay, das Thema Krankheiten wird für einen präsenter, wenn man älter wird, das sieht man nicht, wenn man jünger ist und „nichts“ hat – wobei die Anzahl derer auch gefühlt stark abnimmt bei all den Allergien und Unverträglichkeiten, die jetzt so im Schwange sind. Wobei ich mal gelesen zu haben glaube, dass die Folgen falscher Ernährung sich massiv erst so ca. 30 Jahre nach dem Beginn selbiger zeigen würden. Soll heißen, wer so ca. mit 20 Mutters gute, ausgewogene (*flöt*) Küche verlassen hat und zu Fisch & Chips, McDoof und Pizza übergegangen ist, der spürt es erst mit 50+. Gibt mir das zu denken? Ja.

Ich werde alt. Okay, älter. Überraschung.

Nichtsdestotrotz (steile Kehrtwende), ihr Lieben, kommt hier die Wortspende für die ohne jeden Zweifel entzückende Textwoche 23.18. Stifterin ist Gerda Kazakou (gerdakazakou.com), die die meisten von euch kennen werden, ist sie doch mit ihren Kata-Strophen (und nicht nur mit denen) eine wertgeschätzte Etüden-Mitschreiberin der ersten Stunde. Ihre Wörter lauten:

Schräge
brennend
köpfen.

 

Ich hoffe, ihr habt immer noch/wieder Spaß, daraus eine Geschichte zu basteln. Wie immer, ihr wisst: Diese 3 Wörter bitte in maximal! 10! Sätzen unterbringen! Auch in dieser Woche stammen die Illustrationen von dem werten Herrn lz., vielen Dank, Ludwig!
Euren Beitrag verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder (am besten „und“) postet den Link unten in einen Kommentar (oder gleich die ganze Etüde, wenn ihr keinen Blog habt oder es bei euch nicht passt), damit eure Etüde auch ganz sicher von Gerda und mir und von allen, die es interessiert, gefunden werden kann.

 

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2018_23_2_zwei lz | 365tageasatzaday

 

Liebe im Mai | abc.etüden

„Das Leben ist ein Affenkasten“, seufzte die alte Frau, die mit einer Tasse Kaffee in der späten Nachmittagssonne ausruhte, „wenn du Glück hast, dann füttern sie dich, wenn du Pech hast, dann schmeißen sie mit Steinen nach dir. Man weiß es nie vorher, da kannst du janken, so viel du willst. Aber ich will dich nicht langweilen, Kind, was sagtest du, wann dein junger Mann dich abholen kommt? Hübsch siehst du aus, ist die Bluse neu?“

Die Bluse war nicht nur neu und schmeichelte ihrer Figur, sie war auch elektrischblau, was Stine zu ihrer aktuellen Lieblingsfarbe erkoren hatte, weil sie so gut zu ihrer Haarfarbe, zum Himmel und zu ihrer Laune passte, und die war strahlend. Eigentlich hatte sie nur kurz bei ihrer Omi hereinschauen wollen, aber dann hatte diese ihr den Kaffee im Garten aufgenötigt, und nun saß sie wie auf Kohlen und warf immer wieder einen Blick zur Straße.

„Es kann ja auch gutgehen“, hielt sie dem beginnenden Sermon über die Unbill des Lebens leise, aber entschieden entgegen, denn sie hatte jetzt wirklich keinen Nerv dafür, „warst du denn trotz allem nicht glücklich mit Opa?“ Sie hätte vor Ungeduld schreien und herumzappeln können, aber da bog ja schon ganz pünktlich ein Beetle, unverwechselbar durch sein cooles Maikäfer-Design, um die Ecke.

„Ich muss“, rief sie aufgeregt, wartete die Antwort nicht ab, schnappte sich ihre Tasche, drückte der alten Frau ein Küsschen auf die Wange und rannte fast davon, hinaus zu dem Mann, der ihre Träume erobert hatte.
„Ach, das Glück ist launisch“, murmelte diese und sah lächelnd ihrer Enkelin nach, „auch wenn du es nicht hören willst, du wirst es auch noch lernen, hoffentlich nicht so bald …“

 

2018_22_2_zwei lz | 365tageasatzadayVisuals: ludwigzeidler.de

 

Für die abc.etüden, Woche 22.2018: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Worte stammen in dieser Woche von dergl (ihr Blog ist getaucht) und lauten: Affenkasten, elektrischblau, janken. Und da ich mich so geärgert hatte, dass mir letzte Woche die Zeit für die wunderbaren Wörter von Elke H. Speidel fehlte, sind die auch noch gleich mit drin: Maikäfer, leise, schreien.

Hier donnert es leise und zieht sich zu, geht es euch allen wettermäßig gut, da draußen im Blogland?

 

Schreibeinladung für die Textwoche 22.18 | Wortspende von dergl

Der Stichtag für die DSGVO ist rum, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, eine Menge Blogs sind getaucht oder endgültig vom Netz. Auch ich habe meinen Kopf eingezogen (und an einer Datenschutzerklärung gebastelt) und hoffe, dass ich so weitermachen kann wie bisher. Weil eigentlich ist der Gedanke hinter der DSGVO ja okay, nur die Umsetzung, diese unselige (deutsche) Neigung, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen … wenn wir alle „vernünftig“ wären, wie es manche Blogger und Journalisten postulieren, dann gäbe es diese Korinthenkacker (auch ein schönes Wort) nicht und jeder würde (und könnte) alles so verstehen, wie es gemeint ist.
Ich war die letzte Woche blogtechnisch außerordentlich wenig aktiv, ihr werdet es bemerkt haben. Grund ist/war nicht Pfingsten oder mangelndes Interesse (oder die, deren Namen nicht mehr genannt werden soll), Grund ist/war die überaus erfreuliche Tatsache, dass mich eine Freundin besucht, die ich vielleicht 2, 3 Male im Jahr sehe. Da hat mein Offline-Leben Vorrang. Das heißt leider auch, dass ich keine Zeit hatte, die Etüde zu Papier zu bringen (Entschuldigung, Elke), die mir immer noch durch den Kopf schwebt. Ich hoffe in der nun anbrechenden Woche auf Zeit für den Nachzügler.

Nun ist, lange Rede, kurzer Sinn, aber erst mal die Wortspende für die Textwoche 22.18 dran. Gestiftet von der dergl, die mit ihren Fädenrissen (faedenrisse.wordpress.com) aus guten Gründen auch getaucht ist, wundert euch also bitte nicht, falls ihr klopfen müsst. Ihre Wörter lauten:

Affenkasten (Erklärung Duden)
elektrischblau
(Erklärung dergl)
janken
(Erklärung Duden).

Ich hoffe, ihr habt immer noch/wieder Spaß, daraus eine Geschichte zu basteln. Wie immer, ihr wisst: Diese 3 Wörter bitte in maximal! 10! Sätzen unterbringen! Auch diese Woche stammen die Illustrationen von dem werten Herrn lz., vielen Dank, Ludwig!
Euren Beitrag verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder (am besten „und“) postet den Link unten in einen Kommentar (oder gleich die ganze Etüde, wenn ihr keinen Blog habt oder es bei euch nicht passt), damit eure Etüde auch ganz sicher von dergl und mir und von allen, die es interessiert, gefunden werden kann.

(Spinnt bei euch der/die/das Cookie-Banner auch? Egal, wie oft ich meins anklicke, es lässt sich nicht deaktivieren.)

 

 

2018_22_1_eins lz | 365tageasatzaday

 

2018_22_2_zwei lz | 365tageasatzaday

 

Schreibeinladung für die Textwoche 21.18 | Wortspende von Elke H. Speidel

Ich weiß nicht, wie es euch gerade geht, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, aber bei mir ist gerade ziemlich landunter. Feiertage hin oder her: Mir fehlt sogar die innere Ruhe, morgens und/oder abends entspannt durch die Blogs zu bummeln, furchtbar ist das, ich fühle mich nicht sonderlich wohl dabei. Aber, immerhin, es gelingt mir, mein Blogfähnchen in die Höhe zu recken: HIER sind die Etüden, kommt vorbei, schreibt mit, wir/ich freuen/freue uns/mich über jeden, der zu uns stößt und die Idee der Etüden in die Blogwelt trägt. Ich für mich hoffe auf bessere Zeiten.

Die Wortspende für die folgende Textwoche 21.18 kommt von Elke H. Speidel (transsilabia.wordpress.com), die großartig erzählen kann; wenn ihr ihren Blog nicht kennt, solltet ihr das nachholen. Die Wörter, mit denen wir herumspielen dürfen, lauten:

Maikäfer
leise
schreien.

Ich frage mich schon die ganze Zeit, wann ich zuletzt einen Maikäfer gesehen habe, hier bei uns scheinen sie nicht sehr verbreitet zu sein, jedenfalls nicht mehr.
Ich bin sehr gespannt, was euch dazu einfällt. Wie immer, ihr wisst: Diese 3 Wörter bitte in maximal! 10! Sätzen unterbringen! Auch diese Woche stammen die Illustrationen von dem werten Herrn lz., vielen Dank, Ludwig!
Euren Beitrag verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder (am besten „und“) postet den Link unten in einen Kommentar (oder gleich die ganze Etüde, wenn ihr keinen Blog habt oder es bei euch nicht passt), damit eure Etüde auch ganz sicher von Elke und mir und von allen, die es interessiert, gefunden werden kann.

Und: SCHÖNE PFINGSTEN ALLERSEITS!

 

2018_21_1_eins lz | 365tageasatzaday

 

2018_21_2_zwei lz | 365tageasatzaday

 

Wiedersehen | abc.etüden

„Ohhhhh, schau doch mal den da drüben, den würde ich aber auch mit Kusshand nehmen. Oh nein, jetzt schaut er zu uns herüber!“
Sie warf einen Blick über ihre Schulter und erstarrte. Verdammt.

Es gab viel, was sie ihm spontan an den Kopf hätte werfen wollen, als sie sich vorstellte, wie er sie nach all der Zeit plötzlich verstohlen über den Rand eines Glases anpeilte und dann siegesgewohnten Schrittes auf sie zuging. Von „Schleich dich, du Idiot“ über „Wenn du mir noch mal zu nahe kommst, bringe ich dich um“ bis hin zu „Warum nur musste das mit uns so unendlich schiefgehen“ war alles dabei, inklusive der Gefühle, die dazugehörten und denen sie sich immer noch ausgeliefert fühlte, wie sie sich eingestehen musste. Sie hasste ihn dafür plötzlich inbrünstig.

Aber er schien in Begleitung seiner neuen Frau zu sein, damit war also erst mal garantiert, dass sie formvollendet (wenn überhaupt) miteinander umgehen und die Party nicht crashen würden. Blieb noch eines zu tun …

„Komm mal mit nach draußen“, sagte sie zu ihrer Begleiterin und umkrampfte ihr leeres Weinglas, „ich muss dir wohl mal einen Schwank aus meinem Leben erzählen.“

 

2018_20_2_zwei lz | 365tageasatzadayVisuals: ludwigzeidler.de

 

Für die abc.etüden, Woche 20.2018: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Worte stammen in dieser Woche von Christa Hartwig und lauten: Kusshand, formvollendet, anpeilen.

 

Schreibeinladung für die Textwoche 20.18 | Wortspende von Christa Hartwig

Es war eine besch… Woche, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, so schlimm (bei mir), dass ich zum ersten Mal seit Bestehen der Etüden nicht zum Schreiben gekommen bin (glaube ich jedenfalls), oder, noch schlimmer, dass mir nichts einfiel, was mein innerer Zensor auch nur einigermaßen abgenickt hätte. Okay, auch die nächsten beiden Wochen werden noch hektisch (#DSGVO, aber nicht nur), dennoch hoffe ich, dass ich dann wieder an Bord bin. Ich hoffe auch, dass es euch besser erging. Sollte ich bei irgendwem nicht zum Lesen/Kommentieren vorbeigekommen sein, sorry, keine böse Absicht … es geht gerade einfach nicht.

Aber es ist Sonntag und wir haben eine frische (und ziemlich inspirierende) Wortspende, wie ich finde. Die Wörter für die nun folgende Textwoche 20.18 stammen von Christa Hartwig (christahartwig.wordpress.com) und lauten:

Kusshand
formvollendet
anpeilen.

 

Wie immer bin ich sehr neugierig, was euch dazu einfällt. Wie immer, ihr wisst: Diese 3 Wörter bitte in maximal! 10! Sätzen unterbringen! Wie immer stammen die Illustrationen von dem werten Herrn lz., vielen Dank, Ludwig!
Euren Beitrag verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder (am besten „und“) postet den Link unten in einen Kommentar (oder gleich die ganze Etüde, wenn ihr keinen Blog habt oder es bei euch nicht passt), damit eure Etüde auch ganz sicher von Christa und mir und von allen, die es interessiert, gefunden werden kann.

(Eine Frage an die Naturwissenschaftler oder alle, die so was halt wissen: Wie lange dauert es, bis ein (relativ frisch erneuertes) Kupferdach wieder in seinem (lieb gewordenen) Grün erstrahlt? Öffentliches Gebäude, Innenstadt.)

 

 

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2018_20_2_zwei lz | 365tageasatzaday