Vom Mai und der Liebe

 

Im wunderschönen Monat Mai

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.

(Heinrich Heine, Im wunderschönen Monat Mai, aus: Buch der Lieder, 1827, Online-Quelle)

 

Kleines Liebeslied

Läßt Du mich allein, mein Lieber,
Gibt es viel, worüber ich
Mich betrübe, und mich härme.
Plötzlich denke ich an Dich.
Da erfaßt mich eine Wärme,
Schnell und strahlend, zart und nah’,
Wie ein rasches, leichtes Fieber,
Und mir scheint, Du wärest da.

Was ich habe, was ich bin,
Von dem Kopf bis zu den Füßen,
Denkt an Dich, träumt zu Dir hin,
Und läßt grüßen, läßt Dich grüßen! –

Und es scheint mein Herz voll Ruhe,
Und verhaltner Kraft zu sein.
Und es hüllt mich diese Welle
Süß und heiter brennend ein.
Und das Dunkle und das Helle,
Mischt sich sanft, wie schöner Samt,
Was ich denke, was ich tue,
Ist verzaubert, ist entflammt. –

(Lessie Sachs (engl.), Kleines Liebeslied, aus: Lessie Sachs Collection 2, Online-Quelle 1, Online-Quelle 2)

 

Eine verliebte Ballade für Yssabeau d’Außigny

Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund,
ich schrie mir schon die Lungen wund
nach deinem weißen Leib, du Weib.
Im Klee, da hat der Mai ein Bett gemacht,
da blüht ein schöner Zeitvertreib
mit deinem Leib die lange Nacht.
Da will ich sein im tiefen Tal
dein Nachtgebet und auch dein Sterngemahl.

Im tiefen Erdbeertal, im schwarzen Haar,
da schlief ich manches Sommerjahr
bei dir, und schlief doch nie zuviel.
Ich habe jetzt ein rotes Tier im Blut,
das macht mir wieder frohen Mut.
Komm her, ich weiß ein schönes Spiel
im dunklen Tal, im Muschelgrund…
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund!

Die graue Welt macht keine Freude mehr,
ich gab den schönsten Sommer her,
und dir hats auch kein Glück gebracht;
hast nur den roten Mund noch aufgespart
für mich so tief im Haar verwahrt…
Ich such ihn schon die lange Nacht
im Wintertal, im Aschengrund…
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund.

Im Wintertal, im schwarzen Erdbeerkraut,
da hat der Schnee sein Nest gebaut
und fragt nicht, wo die Liebe sei.
Und habe doch das rote Tier so tief
erfahren, als ich bei dir schlief.
Wär nur der Winter erst vorbei
und wieder grün der Wiesengrund!
… ich bin so wild nach deinem Erdbeermund!

(Paul Zech, Eine verliebte Ballade für Yssabeau d’Außigny, aus: Die Balladen und lasterhaften Lieder des Herrn François Villon, 1931, Artikel Wikipedia, Online-Quelle)

 

Frau mit rotem Hut und Erdbeeren | 365tageasatzadayQuelle: Bild von Efes Kitap auf Pixabay

 

Ja, ich jetzt auch. Ist ja schließlich Mai, und wenn es einen klassischen Monat dafür gibt, dann ist es ja wohl dieser. Wer übrigens mein diesbezügliches Fliedergedicht (außer der Reihe) verpasst hat, der möge bitte hier klicken, danke.

Der Erdbeermund also. Wen den zitiert, DARF den Hinweis auf den Klassiker der Vertonung nicht unterlassen, nämlich zu Klaus Kinski. Nun verbindet mich mit Kinski eine gesunde Hassliebe, daher soll hier nur der Hinweis stehen, dass sich hinter diesem Link eine Aufnahme von besagtem Erdbeermund bei YouTube verbirgt. Wer es nicht kennt: Hört rein, da bleiben wirklich keine Fragen offen, wovon die Rede ist. Kinski ist (hier) großartig.

Was ich euch dagegen nicht vorenthalten will, ist eine (viel zahmere) Aufnahme von Subway to Sally, die sich neben vielen anderen (siehe Wikipedia-Artikel) auch dieses Textes angenommen haben.

 

 

Kommt (natürlich) gut in die neue Woche!

 

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Und um die Holzbank duftete der Flieder

 

Weißt du den Abend noch? Die Ulme hing
Die dichten Zweige schützend um uns nieder,
Der Bach schoß glucksend unterm Zaun vorbei
Und um die Holzbank duftete der Flieder.

So süß, so süß! Die laue Nachtluft floß
In weichen Wogen schmeichelnd um die Glieder.
Die Grille zirpte leis im hohen Gras,
Und um die Holzbank duftete der Flieder.

Vom Himmel sank ein Stern in jähem Zug,
Lichtscheue Falter huschten hin und wieder,
Dein Arm umfaßte mich, wir waren jung …
Und um die Holzbank duftete der Flieder.

(Anna Ritter, Und um die Holzbank duftete der Flieder, aus: Gedichte, 1898, Online-Quelle)

 

Quelle: privat ;-)

 

Aus Gründen. Fröhlichen. Also eigentlich.

Ich denke, dass das irgendwann in den 50ern war, aber ich weiß es nicht. Genauso wenig, wo die Bilder entstanden sind.

 

Von Frühling und Mai

 

Maimond

Maimond schwebt über dem Fluß
und liegt mir glatt vor dem Fuß.
Das Wasser rückt nicht von der Stelle
und lugt nur hinauf in die Helle.

Ich schau übers Flußbett hinüber –
Ein Lied schlägt die Brücke herüber,
es lacht eine Nachtigall
eine Brücke aus Freude und Schall.

Es regt sich der Nachtwind im Laub –
Es fiel ein Gedanke zum Staub –
Maimond aus vergangenen Jahren
liegt streichelnd auf alternden Haaren.

Maimond zog mich hin mit Verzücken
sacht über die singenden Brücken,
und jünger wurde mein Gang,
solange die Nachtigall sang.

(Max Dauthendey, Maimond, aus: Insichversunkene Lieder im Laub, in: Gesammelte Gedichte und kleinere Versdichtungen, Albert Langen, München 1930, S. 297/8)

 

Ans Ziel

Gestern ein Rieseln
Im weichen Eise,
Heute ein Bach
Auf der Frühlingsreise,
Gestern ein Kind
Mit Schleif’ und Band,
Heute Jungfrau
Im Festgewand:
Wohin? – wer weiß?
Und wem der Preis?
Frage die Biene,
Wohin sie fliegt,
Frage die Hoffnung,
Wo Eden liegt.

(Johann Georg Fischer, Ans Ziel, aus: Gedichte, 3. vermehrte und aus den verschienenen Sammlungen vervollständigte Aufl., Bonz, Stuttgart 1888, Online-Quelle)

 

Die Konfirmanden

(Paris, im Mai 1903)

In weißen Schleiern gehn die Konfirmanden
tief in das neue Grün der Gärten ein.
Sie haben ihre Kindheit überstanden,
und was jetzt kommt wird anders sein.

O kommt es denn! Beginnt jetzt nicht die Pause,
das Warten auf den nächsten Stundenschlag?
Das Fest ist aus, und es wird laut im Hause,
und trauriger vergeht der Nachmittag …

Das war ein Aufstehn zu dem weißen Kleide
und dann durch Gassen ein geschmücktes Gehn
und eine Kirche, innen kühl wie Seide,
und lange Kerzen waren wie Alleen,
und alle Lichter schienen wie Geschmeide,
von feierlichen Augen angesehn.

Und es war still als der Gesang begann:
Wie Wolken stieg er in der Wölbung an
und wurde hell im Niederfall; und linder
denn Regen fiel er in die weißen Kinder.
Und wie im Wind bewegte sich ihr Weiß,
und wurde leise bunt in seinen Falten
und schien verborgne Blumen zu enthalten –:
Blumen und Vögel, Sterne und Gestalten
aus einem alten fernen Sagenkreis.
Und draußen war ein Tag aus Blau und Grün
mit einem Ruf von Rot an hellen Stellen.
Der Teich entfernte sich in kleinen Wellen,
und mit dem Winde kam ein fernes Blühn
und sang von Gärten draußen vor der Stadt.

Es war als ob die Dinge sich bekränzten,
sie standen licht, unendlich leicht besonnt;
ein Fühlen war in jeder Häuserfront,
und viele Fenster gingen auf und glänzten.

(Rainer Maria Rilke, Die Konfirmanden, aus: Das Buch der Bilder, 1. Buch Teil 1, Online-Quelle)

 

weiße blumen | 365tageasatzadayQuelle: Bild von dewdrop157 auf Pixabay

 

Mich erinnert der Rilketext so sehr an den Auszug aus dem Cornet („Als Mahl beganns“ … (hier nachlesen)), geht es euch auch so?

Kommt gut in und durch die neue Woche!

 

Vom Frühling und der Liebe

 

Du und ich

Du und ich!
Wunschlose Seligkeit
Strömt deine Nähe über mich.
Der Alltag wird zur Sonntagszeit,
Unsterblich schlingt das Leben sich
Um uns. Und Menschengöttlichkeit
Fühl’ ich bei dir durch dich.

Was einst gewesen, weiß ich kaum.
Die enge Welt wird weiter Raum.
Und Holz wird Eisen, Eisen Holz
Und Stolz wird Demut, Demut Stolz.
Gar wunderbare Weisen
Singt dann bei seinen Kreisen
Mein Blut im Paradies für mich.
Es haben alle Wünsche Ruh’, –
Ich weiß nicht mehr, wer bist dann du.
Ich weiß nicht mehr, wer bin dann ich.

(Max Dauthendey, Du und ich, aus: Lusamgärtlein, in: Gesammelte Gedichte und kleinere Versdichtungen, Albert Langen, München 1930, S. 235/6)

 

Frühlingsahnen

Wohlig merken unsre Sinne
Nun den Frühling allgemach,
Denn es trauft aus jeder Rinne,
Und es tropft von jedem Dach.

Leise regt sich im Theater
Dieser Welt ein Liebeston;
Nächtens schreien viele Kater,
Und der Hase rammelt schon.

So auch uns ergreift die Glieder
Wundersame Lebenskraft;
Selbst solide Seifensieder
Fühlen ihren Knospensaft.

Treibet das Geschäft der Paarung!
Lasset der Natur den Lauf!
Denn ihr wisset aus Erfahrung,
Einmal hört es leider auf.

(Ludwig Thoma, Frühlingsahnen, in: Ausgewählte Gedichte, aus: Gesammelte Werke 1, 1922, Online-Quelle)

 

Der Lenz ist da!

Das Lenzsymptom zeigt sich zuerst beim Hunde,
dann im Kalender und dann in der Luft,
und endlich hüllt auch Fräulein Adelgunde
sich in die frischgewaschene Frühlingskluft.

Ach ja, der Mensch! Was will er nur vom Lenze?
Ist er denn nicht das ganze Jahr in Brunst?
Doch seine Triebe kennen keine Grenze –
dies Uhrwerk hat der liebe Gott verhunzt.

Der Vorgang ist in jedem Jahr derselbe:
man schwelgt, wo man nur züchtig beten sollt,
und man zerdrückt dem Heiligtum das gelbe
geblümte Kleid – ja, hat das Gott gewollt?

Die ganze Fauna treibt es immer wieder:
Da ist ein Spitz und eine Pudelmaid –
die feine Dame senkt die Augenlider,
der Arbeitsmann hingegen scheint voll Neid.

Durch rauh Gebrüll läßt sich das Paar nicht stören,
ein Fußtritt trifft den armen Romeo –
mich deucht, hier sollten zwei sich nicht gehören …
Und das geht alle, alle Jahre so.

Komm, Mutter, reich mir meine Mandoline,
stell mir den Kaffee auf den Küchentritt. –
Schon dröhnt mein Baß: Sabine, bine, bine …
Was will man tun? Man macht es schließlich mit.

(Kurt Tucholsky/Theobald Tiger, Der Lenz ist da, in: Die Schaubühne, 26.03.1914, Nr. 13, S. 371; Online-Quelle)

 

Lilienblüte | 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst vor knapp 10 Jahren

 

Gestern veröffentlichte Ulli im Café Weltenall ihr Sonntagsbild unter dem Titel „Unbeschreiblich weiblich“, woraufhin mir prompt einfiel, dass ich irgendwann mal eine Lilie fotografiert habe, die ich „unbeschreiblich männlich“ fand. Gerda schrieb dazu etwas von „voyeuristisch“, und ich erinnere mich, dass ich mich beim Bearbeiten dieses Fotos hier genauso fühlte.
Unglaublich, oder? Das war echt das Glück des richtigen Moments.
(Nein, ich habe die Farben nicht verändert, nur bisschen den Kontrast verstärkt und die Sättigung hochgezogen. Das Blümelein blühte in einem öffentlichen Park, ich habe an der Stelle im nächsten Jahr gesucht, aber besagte Lilie nie wiedergefunden.)

Da nun bald der 1. Mai ins Land zieht, dachte ich mir, es passt vielleicht.  ;-)

Kommt also gut in und durch die neue Woche!

 

Von Frühling und Ostern

 

Ostern

Wenn die Schokolade keimt,
Wenn nach langem Druck bei Dichterlingen
„Glockenklingen“ sich auf „Lenzesschwingen“
Endlich reimt,
Und der Osterhase hinten auch schon preßt,
Dann kommt bald das Osterfest.

Und wenn wirklich dann mit Glockenklingen
Ostern naht auf Lenzesschwingen, – – –
Dann mit jenen Dichterlingen
Und mit deren jugendlichen Bräuten
Draußen schwelgen mit berauschten Händen – – –
Ach, das denk ich mir entsetzlich,
Außerdem – unter Umständen –
Ungesetzlich.

Aber morgens auf dem Frühstückstische
Fünf, sechs, sieben flaumweich gelbe, frische
Eier. Und dann ganz hineingekniet!
Ha! Da spürt man, wie die Frühlingswärme
Durch geheime Gänge und Gedärme
In die Zukunft zieht,
Und wie dankbar wir für solchen Segen
Sein müssen.

Ach, ich könnte alle Hennen küssen,
Die so langgezogene Kugeln legen.

(Joachim Ringelnatz, Ostern, aus: Allerdings, 1928, Online-Quelle)

 

Ewige Ostern

Als sie warfen Gott in Banden,
Als sie ihn ans Kreuz geschlagen,
Ist der Herr nach dreien Tagen
Auferstanden.

Felder dorren. Nebel feuchten.
Wie auch hart der Winter wüte:
Einst wird wieder Blüt’ bei Blüte
Leuchten.

Ganz Europa brach in Trümmer,
Und an Deutschland frißt der Geier, –
Doch der Frigga heiliger Schleier
Weht noch immer.

Leben, Liebe, Lenz und Lieder:
Mit der Erde mag’s vergehen.
Auf dem nächsten Sterne sehen
Wir uns wieder.

(Klabund, Ewige Ostern, aus: Die Harfenjule, Berlin 1927, Online-Quelle)

 

Alle, welche dich suchen, versuchen dich

Alle, welche dich suchen, versuchen dich.
Und die, so dich finden, binden dich
an Bild und Gebärde.

Ich aber will dich begreifen,
wie dich die Erde begreift;
mit meinem Reifen
reift
dein Reich.

Ich will von dir keine Eitelkeit,
die dich beweist.
Ich weiß, daß die Zeit
anders heißt
als du.
Tu mir kein Wunder zulieb.
Gib deinen Gesetzen recht,
die von Geschlecht zu Geschlecht
sichtbarer sind.

(Rainer Maria Rilke, Alle, welche dich suchen, versuchen dich, in: Das Stundenbuch, Das Buch von der Pilgerschaft, 1901, Online-Quelle)

 

Ostereier | 365tageasatzadayQuelle: Bild von congerdesign auf Pixabay

 

Schöne (Feier-)Tage euch weiterhin! Kommt gut in die neue Woche!

 

Mitbringsel von meinem Osterspaziergang: Kann mir jemand sagen, was für ein blaues Blümchen ich da fotografiert habe? (Mein Gesuche ergab „Kleines Immergrün“, aber kann das stimmen?) Ort: Feldwegrand, Bahndamm gegenüber, mehrere Pflanzen an einer Stelle, aber nur da. Auf der anderen Seite dieser See (der sich „See“ schimpft, obwohl mein Haus-„Teich“ größer ist). Wunderschön. Noch viel schöner als nur auf dem Foto.

 

Quelle: ichmeinerselbst

 

Vom Frühling und der Freude

 

Der Frühling

Wenn auf Gefilden neues Entzücken keimt
Und sich die Ansicht wieder verschönt und sich
An Bergen, wo die Bäume grünen,
Hellere Lüfte, Gewölke zeigen,

O! welche Freude haben die Menschen! froh
Gehn an Gestaden Einsame, Ruh und Lust
Und Wonne der Gesundheit blühet,
Freundliches Lachen ist auch nicht ferne.

(Friedrich Hölderlin, Der Frühling, aus: Sämtliche Werke. 6 Bände, Band 2, Stuttgart 1953, S. 279, Online-Quelle)

 

Will Dir den Frühling zeigen

Will Dir den Frühling zeigen
Der hundert Wunder hat.
Der Frühling ist waldeigen
Und kommt nicht in die Stadt.

Nur die weit aus den kalten
Gassen zu Zweien gehn
Und sich bei den Händen halten –
Dürfen ihn einmal sehn.

(Rainer Maria Rilke, Will dir den Frühling zeigen, aus: Advent, 1898, Online-Quelle)

 

Möchte rollend das Blut aller Verliebten sein

Ich möchte mir Freuden wie aus roten Steinbrüchen brechen,
Möchte Brücken schlagen tief in die Wolken hinein;
Möchte mit Bergen sprechen wie Glocken in hohen Türmen,
Wie Laubbäume ragen und mit den Frühlingen stürmen
Und wie ein dunkler Strom der Ufer Schattenwelt tragen.
Fiel gern als Abenddunkel in alle Gassen hinein,
Drinnen Burschen die Mädchen suchen und fassen.
Möchte rollend das Blut aller Verliebten sein
Und von Liebe und Sehnsucht niemals verlassen.

(Max Dauthendey, Möchte rollend das Blut aller Verliebten sein, aus: Insichversunkene Lieder im Laub, in: Gesammelte Gedichte und kleinere Versdichtungen, Albert Langen, München 1930, S. 321)

 

Quelle: Photo by Rodion Kutsaev on Unsplash

 

Kommt gut in die neue Woche!

 

Alltag | April

Alltag ist zurzeit, dass ich gefühlt durch meinen Tag hetze: Keine Zeit, keine Zeit! Termine, Deadlines, kann grade nicht, können wir das aufschieben, es ist noch so viel zu erledigen, was Priorität hat, ich will mir doch für das, was auch noch zu tun ist, Zeit nehmen können.

Und täglich grüßt das Hamsterrad.

Ich achte darauf, dass ich genug schlafe, indem ich nachts unter anderem die Unterbrechungen durch einen gewissen Herrn Fellträger zu reduzieren versuche („Geh halt raus und bleib da!“), was einfacher ist, seit es nicht mehr friert, und problematisch, wenn draußen Schneegriesel fällt wie im Moment. Ich bemühe mich ebenfalls, täglich an die frische Luft zu kommen, soll heißen, weiter als bis zum Briefkasten (Homeoffice kann echt hinderlich sein), aber ich HABE Deadlines (klingt viel schicker als „Termine“), die gehalten werden müssen, und es kann jederzeit irgendwas sein – auch das dürfte jede*r kennen.

Habe ich also ein Problem mit meinem Zeitmanagement? Nein, so überraschend sich das anhört. Meistens nicht. Ich habe ein Problem mit meinem Gefühl dazu. Ich habe nur das Gefühl, dass ich hetzen muss (weil ich nämlich oft so gar keine Lust habe; Druck ist auch Motivation) – und benehme mich entsprechend.

Ich bin ziemlich gut im Organisieren. Ich plane und mache viel auf die letzte Minute (eher Stunde), dann muss das natürlich klappen, dann darf nicht viel schiefgehen – aber ich habe meist eine Sicherheitsreserve an Zeit, damit ich tagsüber einkaufen gehen kann (echt ein Luxus) oder spontan mit der Nachbarin-Freundin bei einem Kaffee einen ausklönen kann. Ich halte meine Termine. Immer. Muss ja. Irgendwie.
Aber wenn ich den ganzen Tag konzentriert in den Rechner gestarrt habe, bin ich fertig mit der Welt und mag höchstens noch bisschen Blogs lesen und ein, zwei Runden Quizduell spielen, aber zu mehr reicht es dann nicht. Etüden schreiben? Andere Posts, so was wie diesen hier? Ha. Dann gehen nicht mal mehr Mails.

Ich bin ein Leser, kein Gucker, schon immer gewesen. Was also bei mir trotzdem fast immer geht, ist lesen. Analog. Und dann auch wieder, je nach Tagesform, etwas, was meinen Geist herausfordert … oder weniger. Da ich nicht über einen Reader oder über ein Tablet lese, besitze ich die Sorte Bücher nicht, die meist ausschließlich als E-Book verkauft werden – Schmonzetten und Schlimmeres oder Splatterthriller. Ich bin froh, dass ich nie zu den Bestsellerlisten-Lesern gehört habe, und was „man“ liest oder gelesen haben „muss“, nehme ich meist mit Verwunderung zur Kenntnis. Andererseits genieße ich es, mir aus den diversen Buchliebhaber-Blogs in meiner Blogroll Leseanregungen zu holen, und dass diese sich oft an den Neuerscheinungen und damit doch auch an dem „Muss“ orientieren, ist mir dann auch wieder egal.

 

Quelle: ichmeinerselbst

 

Immer noch dankbar bin ich dem Buchhändler in einem kleinen Antiquariat vor über 20 Jahren, der mir, die ich seine Fantasy-Ecke umgrub, ein Buch mit dem Kommentar: „Ich glaube, das könnte dir gefallen“, in die Hand drückte. Er hatte recht und unrecht zugleich: Das Buch entstammte der Feder einer meiner daraufhin erklärten Lieblingsautorinnen, Patricia A. McKillip, aber es war nicht die „Riddle-Master“-Trilogie, sondern eine Buchgemeinschaftsausgabe der „Vergessenen Tiere von Eld“ (zweites Buch von unten im deutschen Bild). Eld hat es nie auf meine Top-Ten-Liste geschafft, „Riddle-Master“ (ich finde, „Rätselmeister“ hört sich blöd an) sehr wohl. Da ihr Verlag häufiger gewechselt hat, was das Bild dokumentiert, und die neueren Bücher von PMK alle nicht mehr übersetzt werden (High Fantasy: ruhig, hintergründig und schön, der Fokus liegt auf der Entwicklung von Personen, nicht auf blutigen Schlachten; nein, keine Elben und keine Zwerge; sehr unzeitgemäß), lese ich sie auf Englisch und habe begonnen, sie zu sammeln. Sie schreibt keine Reihen, daher ist ihr Œuvre (ich habe ernsthaft erwogen, „Output“ zu verwenden) überschaubar, auch wenn es auf Wikipedia (deutsch und englisch) anders aussieht. Inzwischen gibt es auch ein sprachwissenschaftliches Buch über sie: „Patricia A. McKillip and the Art of Fantasy World-Building“. Ich habe noch längst nicht alle ihrer Romane (und wer sich über die Brüche in den Buchrücken mokiert: betrüblich, ja, finde ich auch, ist halt viel secondhand).

 

Tangram Quadrat | 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

Wenn ich mein Gehirn aus dem Hamsterrad befreien will und gleichzeitig nachdenken möchte, lege ich Tangrams. Händisch. Ebenfalls analog also. Ich weiß nicht, warum es funktioniert, aber es funktioniert. Das ist allerdings noch mal eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.

Liebe Ulli, vielen Dank, dass ich auch dieses Mal wieder meine Alltagsschilderung verspätet bei dir einreichen durfte!

 

Quelle: Ulli Gau

 

Vom Frühling und Bäumen

 

An eine Linde

Schöne Linde!
Deine Rinde
Nehm den Wunsch von meiner Hand:
Kröne mit den sanften Schatten
Diese saatbegrasten Matten,
Stehe sicher vor dem Brand!
Reißt die graue Zeit hier nieder
Deine Brüder;
Soll der Lenz diese Äst
Jedes Jahr belauben wieder
Und dich hegen wurzelfest.

(Johann Klaj / Georg Philipp Harsdörffer / Sigmund von Birken, An eine Linde, aus: Pegnesisches Schäfergedicht, Erstdruck: Pegnesisches Schäfergedicht, Nürnberg (Wolfgang Endter) 1644, Online-Quelle)

 

Die Gäste der Buche

Mietegäste vier im Haus
Hat die alte Buche.
Tief im Keller wohnt die Maus,
Nagt am Hungertuche.

Stolz auf seinen roten Rock
Und gesparten Samen
Sitzt ein Protz im ersten Stock;
Eichhorn ist sein Namen.

Weiter oben hat der Specht
Seine Werkstatt liegen,
Hackt und zimmert kunstgerecht,
Daß die Späne fliegen.

Auf dem Wipfel im Geäst
Pfeift ein winzig kleiner
Musikante froh im Nest.
Miete zahlt nicht einer.

(Rudolf Baumbach, Die Gäste der Buche, aus: Thüringer Lieder, 1906, Online-Quelle, Online-Quelle)

 

Bis zum Abend bleibt die Sonne jetzt am Haus

Bis zum Abend bleibt die Sonne jetzt am Haus,
Es geht ihr das Frühlingsfeuer lang nicht aus.
Sie schreibt goldene Schrift an jedes Gemäuer,
Und jeder Grashalm auf der jungen Trift ist ihr teuer.
Sie hält die Aprilwolken, die schweren, umschlungen;
Und ist sie fern wie ein Lied, und zögernd im Leeren verklungen,
Und kommt der Abend grau an mein Zimmer heran,
Als ob jedes Glück meine Schwelle mied,
Dann zündet mir die Liebste die Helle ihres Herzens an.

(Max Dauthendey, Bis zum Abend bleibt die Sonne jetzt am Haus, aus: Lusamgärtlein, in: Gesammelte Gedichte und kleinere Versdichtungen, Albert Langen, München 1930, S. 234)

 

Kirschblüten | 365tageasatzadayQuelle: Bild von Free-Photos auf Pixabay

 

Kommt gut in die neue Woche!

 

Vom Frühling und April

 

Das Ei

Es fiel einmal ein Kuckucksei
Vom Baum herab und ging entzwei.
Im Ei da war ein Krokodil;
Am ersten Tag war’s im April.

(Joachim Ringelnatz, Das Ei, aus: Kleine Wesen, 1910, Online-Quelle)

 

April

Was kümmerts dich in deinen Wolken droben,
Du launischer April,
Ob wir dich tadeln, oder loben?
Ein großer Herr thut meistens, was er will.
Auch halten wir geduldig still,
Und leiden, was wir leiden müssen.
Gieb uns zuweilen nur ein wenig Sonnenschein,
Damit wir dessen uns erfreun:
Dann magst du wiederum mit Schnee und Regengüssen,
Mit Sturm und Blitz und Hagel dir
Bey Tag und Nacht die Zeit vertreiben!
In unsrer kleinen Wirthschaft hier
Soll dennoch gutes Wetter bleiben.

(Johann Georg Jacobi, April, aus: Sämmtliche Werke, Band 4, Zürich 1819, Online-Quelle)

 

April

Das ist die Drossel, die da schlägt,
Der Frühling, der mein Herz bewegt;
Ich fühle, die sich hold bezeigen,
Die Geister aus der Erde steigen.
Das Leben fließet wie ein Traum –
Mir ist wie Blume, Blatt und Baum.

(Theodor Storm, April, aus: Gedichte III, 1885, Online-Quelle)

 

Aus einem April

Wieder duftet der Wald.
Es heben die schwebenden Lerchen
mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern schwer war;
zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er leer war, –
aber nach langen, regnenden Nachmittagen
kommen die goldübersonnten
neueren Stunden,
vor denen flüchtend an fernen Häuserfronten
alle die wunden
Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen.

Dann wird es still. Sogar der Regen geht leiser
über der Steine ruhig dunkelnden Glanz.
Alle Geräusche ducken sich ganz
in die glänzenden Knospen der Reiser.

(Rainer Maria Rilke, Aus einem April, Das Buch der Bilder, 1. Buch, Teil 1, Quelle)

 

Tulpenknospe im April | 365tageasatzadayQuelle: Bild von U. Leone auf Pixabay

 

Ich bin überhaupt kein In-den-April-Schicker, aber ich kam an dem Ringelnätzchen nicht vorbei. 🙂

Kommt gut in die neue Woche!

 

 

Von Frühling und nicht nur Amseln

 

Nächtliche Stunde

Nächtliche Stunde, die mir vergeht,
da ich’s ersinne, bedenke und wende,
und diese Nacht geht schon zu Ende.
Draußen ein Vogel sagt: es ist Tag.

Nächtliche Stunde, die mir vergeht,
da ich’s ersinne, bedenke und wende,
und dieser Winter geht schon zu Ende.
Draußen ein Vogel sagt: es ist Frühling.

Nächtliche Stunde, die mir vergeht,
da ich’s ersinne, bedenke und wende,
und dieses Leben geht schon zu Ende.
Draußen ein Vogel sagt: es ist Tod.

(Karl Kraus, Nächtliche Stunde, in: Worten in Versen VII, Online-Quelle)

 

Die Amseln haben Sonne getrunken

Die Amseln haben Sonne getrunken,
aus allen Gärten strahlen die Lieder,
in allen Herzen nisten die Amseln,
und alle Herzen werden zu Gärten
und blühen wieder.

Nun wachsen der Erde die großen Flügel
und allen Träumen neues Gefieder;
alle Menschen werden wie Vögel
und bauen Nester im Blauen.

Nun sprechen die Bäume in grünem Gedränge
und rauschen Gesänge zur hohen Sonne,
in allen Seelen badet die Sonne,
alle Wasser stehen in Flammen,
Frühling bringt Wasser und Feuer
liebend zusammen.

(Max Dauthendey, Die Amseln haben Sonne getrunken, aus: Reliquien, in: Gesammelte Gedichte und kleinere Versdichtungen, Albert Langen, München 1930, S. 122)

 

Liebesgedicht

Ich sah dich den Amseln zärtlich Futter streuen –
Ich sah dich deinen alten Vater sanft betreuen –
Ich sah dich in einem Buche heilige Stellen anstreichen,
Ich sah dich in Gesellschaft unadeliger Menschen erbleichen.
Ich sah dich deine idealen Füße ungeniert nackt zeigen,
Ich sah dich wie eine Fürstin dich edel-stolz verneigen.
Ich sah dich mit deinem geliebten Papagei wie mit einem Freunde sprechen,
Ich sah dich mit einem Manne wegen eines geringen Taktfehlers für ewig brechen – – –.
Ich sah dich an Himbeerduft dich berauschen,
Ich sah dich der Stille eines Sommerabends lauschen.
Ich sah dich an dem Alltag wachsen, lernen,
Ich sah dich traurig steh’n vor trüben Gaslaternen.
Ich sah dich dein Leben spinnen wie die Spinne ihr mysteriöses Gewebe – – –
Ich schlich mich abseits, um dich nicht zu stören.
Ich werde dich aber lieben, solang ich lebe!

(Peter Altenberg, Liebesgedicht, in: Märchen des Lebens, 1924, Online-Quelle)

 

Kompost | 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

Der Dauthendey rangiert auf der Liste meiner Lieblingsgedichte echt weit oben, wie ich festgestellt habe. Daher musste der sein – und er musste jetzt sein.

Zugegeben, auf dem Bild sind keine Amseln, ich habe mich dagegen entschieden. Stattdessen, weil ich es Myriade gegenüber bei ihr erwähnte, meine geliebte „Kompost“-Komposition (in einer neuen Aufbereitung), Stichwort „ewiger Kreislauf“. Ja, das war alles mal gleichzeitig auf EINEM Komposthaufen, an dem ich vorbeikam. Der Besitzer war ob meiner Aufmerksamkeit reichlich irritiert, obwohl er mich hätte kennen können.  ;-)
Das Zitat soll von Xenophanes sein.

Kommt dennoch alle gut und heil und sicher in die neue (Frühlings-) Woche!

 

In Sachen Markus Igel

Erinnert ihr euch, dass ich euch im Januar auf den Fall von Markus Igel aufmerksam gemacht habe? („Teilen Sie das bitte!“, hier nachlesen.) Okay, eigentlich war ich einem Aufruf von dergl gefolgt. Dieses Mal ist es kein Aufruf, sondern eine schlichte, höchst erfreuliche Meldung, die sie veröffentlicht hat und die ich gern weitertragen möchte.

Das Bundesverfassungsgericht hat Markus Igel ZUM ZWEITEN MAL recht gegeben. dergl schreibt dazu:

Markus Igels Weg ist noch nicht zu Ende, aber es ist jetzt das zweite Mal, dass das Bundesverfassungsgericht entschieden hat, dass der Umgang der Behörden mit ihm einen Verstoß gegen ein Grundrecht darstellt, das ist ein wichtiger Baustein dazu, dass neu verhandelt werden muss.

Hier könnt ihr ihren Beitrag lesen.

Auf diese Meldung der kobinet-Nachrichten bezieht sie sich: Bundesverfassungsgericht gibt Markus Igel erneut Recht.

 

Justitia | 365tageasatzadayQuelle: Bild von pixel2013 auf Pixabay

 

Alltag | März

Eigentlich dachte ich, sie will mich bestimmt nicht mehr. Ulli. Ulli für ihr Projekt „Alltag“, das eigentlich am ersten Freitag des Monats fällig war. Also eigentlich vor knapp zwei Wochen, Asche auf mein Haupt. Ich bin mal wieder mit meinen vagen Ideen im Alltag untergegangen, in der Arbeit versackt, in Frühling oder Nicht-Frühling. Zu viel auf Bildschirme gestarrt, zu wenig draußen gewesen. Das alte Lied. Wenn Ulli nicht nachgefragt hätte (danke!), hätte ich mich wohl davongeschlichen.
Dabei kann ich euch heute von was Schönem erzählen: einer kleinen Freude im Alltag.

Ich mag das Herannahen des Frühlings. Ich bin die, die sich einen Schnupfen holt, weil sie bei offenem Fenster schläft, weil sie endlich wieder die Vögel die Sonne hervorrufen hören möchte. Ich stehe wie vom Donner gerührt vor Krokuswiesen. Sich mit einer Decke in die Sonne zu setzen, ein Heißgetränk zu schlürfen und so zu tun, als wäre es schon viel später im Jahr, möglichst neben einem Heizstrahler, das bin sehr ich. Also oft. Und natürlich gehe ich gern im Nieselregen spazieren. Wenn er warm ist. Und nein, ich mache jetzt keine Etüde daraus.

Letztes Jahr Ende Januar erhielt ich ein Geschenk. Lebende Pflanzen – zurückhaltend gießen! Ein geheimnisvolles und sehr geschmackvolles Ensemble verschönerte ab da meine Fensterbank. Milchsterne in the becoming.

 

Milchstern | 365tageasatzaday

 

Ich wartete und liebte und goss vorsichtig, wie angeraten. Wir warteten. Und es gedieh und erblühte. Wir waren begeistert.

 

Milchstern | 365tageasatzaday

 

Der Fellträger ist Freigänger und klug genug, nicht an allem zu kauen, was bei mir rumsteht. Sowohl meine Amaryllis als auch er haben es bisher überlebt, warum also nicht auch der Milchstern, der übrigens auch für Katzen giftig sein soll, wie ich dann irgendwo las.

Die Milchsterne wuchsen und wucherten und wuchsen sich aus und verblühten …

 

Milchstern | 365tageasatzaday

 

… und noch nicht mal Mitte Februar war es vorbei mit der Herrlichkeit und ich war traurig. Wegwerfen? Niemals. Es gab keinen Hinweis, dass die Milchsterne nur einjährig wären. Nun habe ich aus Gründen bei mir keine Möglichkeit, einfach ein paar Zwiebelchen in die Erde zu stecken. Aber meine Nachbarin sagte: „Klar, geben Sie her!“ Wir verbuddelten sie und ich vergaß sie.

Bis sie mir neulich wieder einfielen, als ich die ganzen Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge, Märzenbecher und hin und wieder sogar schon eine kleine Mini-Narzisse sah. Und was soll ich sagen: Voilà! Christiane proudly presents:

 

Milchstern | 365tageasatzaday

 

Es ist noch nicht sonnig gewesen, seitdem ich sie entdeckt habe (äh, vorgestern), ich denke, sie haben noch nicht geblüht. Ich behalte sie im Auge und ggf. vor der Kamera. Aber der Anblick reicht schon mal, um mir extrem gute Laune zu machen.

Und weil es so schön ist, kommt jetzt mein Lieblingsbesucher beim Baden (wer genau hinschaut, kann eine Tropfenspur sehen). Ja, Marion, das Vogelbuch. Ist das ein Blaumeiserich, weil er so blau ist, weiß das wer?

 

Blaumeise beim Bad | 365tageasatzadayQuelle: Alle Fotos in diesem Beitrag ichmeinerselbst