Tag 30 | 30 Days Book Challenge

 

30 Ein Bildband, der zum Schmökern einlädt

Es ist ungefähr 15 Jahre her, dass das alte Ägypten seine Hand nach mir ausstreckte. Da bewunderte ich nämlich zum ersten Mal bei einem Freund ein Bild an der Wand, das das altägyptische „Wiegen des Herzens“ zeigte (eine Szene aus dem Ägyptischen Totenbuch). Völlig fasziniert vertiefte ich mich in den Detailreichtum, nur um ihm dann irgendwann zu gestehen: „Ich weiß weder, wer dort Mensch oder Gott ist, noch, was dort eigentlich geschieht.“ Ich war das nicht gewohnt, um ehrlich zu sein.

Die Fragen waren schnell zu beantworten, aber danach sammelten sich über die Jahre Bücher zum alten Ägypten bei mir, meist zum Thema Religion. Und damit natürlich dann auch Bildbände, die mir eine Zeit lang regelrecht zuliefen – kennt ihr das, wenn ihr an keinem Grabbeltisch vorbeikommt, weil dort schon wieder das, was euch interessiert, verramscht wird?

Das krönende und m. E. fast unmöglich zu übertreffende Schmuckstück meiner Sammlung ist ein Bildband von Sandro Vannini, DEM Fotografen der Pharaonen und ihrer Gräber (SPIEGEL-Artikel), mit dem Titel „Tutanchamun. Die Reise durch die Unterwelt“. 25 x 34 cm, über 3 Kilogramm schwer, knapp 400 Seiten. Es begegnete mir 2018 auf der Buchmesse (Messerabatt, hurra!, hallo, Karin 😉 – Und oh, es gibt auch eine „kleine“ Ausgabe davon, aber von der spreche ich hier nicht). Nicht nur sehr kundige, knappe Artikel, die zwar mit King Tut beginnen, aber weit über ihn hinausgehen, sondern vor allem ein Schwelgen in Bildern, die so atemberaubend schön sind, dass mir schlicht die Worte für die Beschreibung fehlen – und glaubt mir, ich kenne mich inzwischen mit den Fotos aus, die man sonst in Bildbänden so sieht, speziell, was Altägypten angeht.
Dies ist die Premiumklasse.
Hier ist der Link zum Verlag (inkl. Leseprobe, inkl. Inhaltsverzeichnis), und auch zwei der drei Rezensionen beim großen A sind meiner Meinung nach zu empfehlen. Fragt mich nicht, warum der Verlag in der Leseprobe den englischsprachigen Text eingebunden hat, man kann es auch übertreiben … Ich besitze jedenfalls noch ein zweites Buch von Sandro Vannini – „Bilder der Unsterblichkeit – Die Totenbücher aus den Königsgräbern in Theben“ –, für Altägypten-Fans ebenfalls mehr als nur sehr zu empfehlen.

Ansonsten fallen mir zu diesem Buch nur Superlative ein. Es ist opulent und prunkvoll und sehr, sehr faszinierend, eigentlich ein Coffee Table Book, vergleicht man das Verhältnis von Bildmenge zu Textmenge, aber dennoch viel, viel mehr.

Es ist das einzige Buch in meinen Regalen, das in einem Ausmaß in Schwarz und Gold gedruckt ist, dass ich mir überlegt habe, dass ich beim Lesen Handschuhe bräuchte, damit sich meine Fettfinger nicht auf den Seiten verewigen – und ich bin ein mehr als schonender Leser. Reicht das an Schwärmerei? 😉

Und damit soll es genug sein.

Meine erste Challenge! Vielen Dank für Idee und Ausrichtung, liebe Ulrike. Teilweise waren die Fragen nicht meins und gingen mir auch bisschen auf die Nerven, aber alles in allem habe ich sehr gerne mitgemacht.

 

Tag 30 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Mein Dank verfolgt unverdrossen Ulrike von Blaupause7, von der die Aufgaben für diese Challenge stammen und die auch eine Teilnehmerliste führt.

 

Off topic: Adventüden (hier klicken): 8 bereits erhalten, 15 weitere Zusagen, den Etüden-Erfinder angefragt. Weiter so!

 

Tag 28 | 30 Days Book Challenge

 

28 Ein Held/eine Heldin, der/die Dein Herz berührt hat

Ich könnte es kurz machen, und es wäre gerechtfertigt: Spiel, Satz und Sieg für „Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara. Es gibt wenige Bücher, die mich in den letzten Jahren so erschüttert zurückgelassen haben wie dieses Monster von einem Buch (knapp 1.000 Seiten) über den Wert von Liebe und Beziehungen, über den Lebensweg von vier Freunden, unter ihnen Jude, der eine Kindheit und Jugend voller schwerster körperlicher und seelischer (und sexueller) Misshandlungen überstanden hat und es trotz aller Freundschaft und Freundlichkeit, die er nun endlich erfährt, nicht schafft. Wer es nicht kennt: LESEN (Link zum Verlag für Infos und Leseprobe: HIER KLICKEN!, es gibt auch eine TB-Ausgabe (anderer Verlag)). Aber seid gewarnt, es ist harter Tobak.

Nicht nur, weil ich davon ausgehe, dass die meisten, die das Buch gelesen haben und bei der Challenge mitschreiben, dieses Buch wählen werden, habe ich mir noch eine weibliche Heldin gesucht.

 

Es geht „um die Tochter eines Königs, dessen schöne Frau ihm auf dem Sterbebett das Versprechen abnimmt, nur dann wieder zu heiraten, wenn jene Frau mindestens ebenso schön sei wie sie selbst und ebensolche goldenen Haare habe. Als sich eine solche Schönheit nicht findet, erkennt der König eines Tages, dass allein seine Tochter ebenso schön ist wie die verstorbene Gattin, und begehrt sie zur neuen Ehefrau.“ (QUELLE) Die Vorlage ist das Grimm’sche Märchen namens Allerleirauh (hier das Original), das ist aber auch die Geschichte von „Tochter des Schattens“ (ein blöder Titel, wie ich finde, „Deerskin“ im Original) von Robin McKinley.
Auch hier begehrt der verwitwete Vater seine Tochter, aber anders als Allerleirauh kann sie erst fliehen, nachdem der Vater sie vergewaltigt und geschwängert hat. Im Gegensatz zum Märchen wird Lissar, die Tochter, aber von ihrer Hündin begleitet, mit der sie dann durch die Wildnis irrt. Nachdem sie bei der Fehlgeburt fast stirbt, nimmt sich die Mondgöttin ihrer an. Ihre Geschenke, unter anderem ein Gewand aus Rehleder („Deerskin“) weisen Lissar einen Weg in ein neues Leben, aber es dauert noch einige Jahre, bis sie wieder einen Platz in der Welt gefunden hat, das ihr angetane Unrecht benannt und gesühnt werden kann und sie sich vor der Entscheidung findet, der Liebe Raum in ihrem Leben einzuräumen.

Das Buch ist 1993 (1994 dt.) herausgekommen und stand 1994 auf der Liste der Finalisten beim Mythopoeic Award (Adult). Aufgrund des Alters ist es fast logischerweise nur noch gebraucht irgendwo aufzutreiben. Ich bin überhaupt nicht sicher, warum es so einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen hat, abgesehen davon, dass die Geschichte (trotz allem) zauberhaft und tiefgründig ist (und etwas für Windhundfans), vermutlich müsste ich hier auch wieder mal die bemerkenswerte sprachliche Wucht, Einprägsamkeit und Schönheit der Sprache aufführen – „Tochter des Schattens“ hat die letzten 25 Jahre auf meinem Bücherbord überdauert (das regelmäßig durchgeschaut wird, allein aus Platzgründen), und ich sehe nicht, dass sich das ändern wird.

 

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Mein Dank verfolgt unverdrossen Ulrike von Blaupause7, von der die Aufgaben für diese Challenge stammen und die auch eine Teilnehmerliste führt.

 

Off topic: Adventüden (hier klicken): 7 bereits erhalten, 16 weitere Zusagen. Sehr schön! Weiter so!

 

Tag 27 | 30 Days Book Challenge

 

27 Ein Werk, das vertont worden ist, z. B. als Hörbuch oder Hörspiel

Es ist ein bisschen bitter, schon wieder die Achseln zu zucken und „Ach“ zu sagen, aber Hörbücher (Hörspiele betrachten sich jetzt bitte mal als „mitgemeint“) und ich waren in den letzten Jahren nicht unbedingt Freunde. Der Grund ist einfach: Mir fehlt die Zeit zum Hören. Hören ist nicht mein bevorzugter Sinn.

Nun hört sich das vielleicht nach einem Widerspruch an, wenn man weiß, dass bei mir meistens das Radio läuft (als Soundteppich kurz über der Wispergrenze), aber da höre ich nur ab und an mal hin, bekomme Lieblingslieder mit, Nachrichten, Comedy (*seufz*) und gelegentlich Werbung. Konzentriert ZUHÖREN, und das möchte ich bei Hörbüchern, kann ich nicht, denn in der Regel arbeite/mache ich irgendwas nebenbei, sei es Job oder privat, wofür ich ungeteilte Aufmerksamkeit brauche. Ich habe mir irgendwann versucht anzugewöhnen, nur ein Ding gleichzeitig zu machen (verdammtes Multitasking!), und ZUHÖREN und gleichzeitig arbeiten geht bei mir nicht. Fernsehen und nebenbei lesen kann ich übrigens auch nicht, dann bekomme ich in der Regel von einem nichts mit, dann lasse ich es lieber gleich. Vor dem Einschlafen schaue ich lieber irgendwas im TV, als dass ich hören würde. Beim Spazierengehen oder Autofahren parallel Hörbuch hören würde natürlich funktionieren, aber wenn ich draußen bin, will ich meine Umwelt mitbekommen, ich MUSS mich nicht mit Stöpseln in den Ohren, die ich eh nicht mag, abschotten. Und momentan fahre ich zu selten regelmäßig und längere Strecken Auto, als dass ich Lust auf Hörbücher hätte, um mir die Zeit zu vertreiben. Ich will DA sein, wo ich bin.

Ich habe also kein Hörbuch für euch? Doch. Aber wieder mal nicht den heißen Scheiß aus der Hörbuchschwemme (wobei ich euch sagen könnte, dass es Becky Chambers‘ „langen Weg zu einem kleinen, zornigen Planeten“ im Original! als Hörbuch gibt, absolut zu empfehlen, wenn man die Stimme der Sprecherin mag), sondern was Literarisches.

Christa Wolf (Wikipedia-Artikel) war eine DDR-Schriftstellerin; bzw. bezeichnet das den Zeitraum ihres Schaffens, der für mich die größte Relevanz hatte. Ich bin zu jener Zeit (im Westen) aufgewachsen, ich hatte Verwandte in der DDR, die wir regelmäßig besuchten, ich begann, mich für Politik zu interessieren und zu diskutieren, ich war im Thema. Als „Kassandra“ – und ich spreche hier von „Kassandra“ – 1983 herauskam, war das die Zeit der erstarkenden Friedensbewegung, der Aufrüstung auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs und des NATO-Doppelbeschlusses. Es war auch die Zeit, wo ich mich (vermutlich) zum ersten Mal mit feministischen Ideen und der damals sogenannten „weiblichen Spiritualität“ auseinandersetzte. Aufgewachsen mit Gustav Schwabs „Sagen des klassischen Altertums“ und vorbelastet durch einige Jahre Altgriechischunterricht war mir das handelnde Personal mehr als vertraut, und Christa Wolfs Interpretation legte sich mühelos wie eine Folie darüber und faszinierte mich zutiefst. Nicht dass mir mein Buch durch zu viel Lesen unter den Händen zerfallen wäre (ich habe es noch, es sieht gut aus), aber ich habe es oft gelesen und sehr geliebt.
Wikipedia schreibt: „Die in selbstverständlichem ‚Wir‘-Gefühl zum trojanischen Hof gehörende Kassandra, die die um sich greifende ‚Vorkriegs‘- und ‚Sicherheits‘-Mentalität als ihr völlig fremd empfindet, muss sich in einer mühsamen Selbstaufklärung zunächst des Sachverhalts bewusst werden, dass ihr eigenes Leben als Königstochter und Priesterin in die herrschaftsbildenden Strukturen am Hof verwoben ist.“ (Quelle: Wikipedia-Artikel) „Vorkriegs- und Sicherheitsmentalität“? Das kommt mir aktuell bekannt vor. Vielleicht sollte ich das Buch erneut lesen.

Und dann diese Stimme, die mich in ihren Bann zieht/zog, seit ich eine Aufnahme von „Kein Ort. Nirgends“ von ihr selbst gelesen gehört hatte. Christa Wolf mag keine großartige Sprecherin sein, aber sie ist, wie jede*r Autor*in, durchdrungen von ihrem Buch. Als ich also per Zufall darauf stieß, dass eine ungekürzte Lesung von „Kassandra“ existiert, musste ich die haben (Hörprobe (3 Minuten) beim Verlag). Herausgekommen ist das Hörbuch 2012, da lebte Christa Wolf allerdings schon nicht mehr, ich gehe davon aus, dass diese Ausgabe auf einer Aufnahme von 1992 basiert, die der SR gemacht hat. Ich kann euch außerdem einen 5-minütigen YT-Schnipsel einer Kassandra-Lesung aus dem Jahr 2010 anbieten (HIER KLICKEN), ich halte beides für einen guten Einstieg.

 

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Tag 26 | 30 Days Book Challenge

 

26 Ein Reiseführer, der bei Dir den Wunsch zu einer Reise geweckt hat

Ich musste erst mal bisschen nachdenken, um die Aufgabe zu verstehen. Ähm. Tschuldigung, bei mir ist das wieder mal anders. Ich lese nicht, um dann anhand des prächtigsten/buntesten/detailliertesten Reiseführers zu sagen: Ach, da könnte ich ja auch mal hin. Bei mir ist es gerade umgekehrt. Ich interessiere mich für ein Ziel und suche mir dann Reiseführer dazu aus, um herauszufinden, was konkret ich da alles anstellen könnte.

So weit, so schlecht, und damit könnte ich den Beitrag eigentlich schließen, wenn er mich nicht dazu verleitet hätte, mich zu fragen, wie ich denn eigentlich auf meine Ziele komme.

In den letzten Jahren überwiegend durch drei Faktoren: Fotos, die ich auf anderen Blogs entdecke, Bücher, die an jenen Orten spielen, Menschen, die dort wohnen oder mir von einem Besuch dort erzählen.

Was die Fotos angeht, möchte ich euch nur einen Blog vorstellen, dessen Inhaber mich mit seinen unvergleichlich und atemberaubend schönen Fotos konstant anfixt: Helmuts MEERblick.blog. Irgendwann komme auch ich noch auf die Halligen, an der Küste bin ich ja schon relativ regelmäßig! Bestimmt!

Was die Bücher angeht, so ist die Zahl derer, die an schönen Orten spielt, welche auch mehr oder weniger gut bzw. ausführlich beschrieben werden, Legion. Hier sind natürlich an ersten Stelle die diversen Regionalkrimis zu nennen, ob Eifel-, Taunus-, Bodensee- oder Ostfrieslandkrimis (ich weiß, es gibt unglaublich viele und das Niveau ist äh, vielfältig, das ist KEINE Wertung), aber ebenso haben viele weitere Autoren aus ihrer Liebe zu Land und Leuten kein Geheimnis gemacht. Hier würde ich mich über eure Favoriten freuen – schreibt sie mir in die Kommentare, einfach nur Autor*in und Titel bitte.

 

***

 

Und ich habe mich mal umgeschaut, wer von den Blogmenschen, denen ich folge, Bücher veröffentlicht hat, die ich euch ans Herz legen möchte: ganz sicher eine willkürliche und unvollständige Auswahl.

Ladys first? Ladys first.

Jutta Reichelt. Dass ich ein Fan von Jutta bin und gern mitschreibe, wenn sie ruft, ist aus diesem meinem Blog leicht ersichtlich, bitte unter „Geschichten-Generator“ nachlesen. Ihr Roman „Wiederholte Verdächtigungen“ ist bereits 2015 erschienen und verdient es, nicht in Vergessenheit zu geraten: HIER KLICKEN.

Mitzi Irsaj. Münchnerin, die mich seit einigen Jahren mit Geschichten aus Giesing bekannt macht – nicht, dass ich vorher gewusst hätte, dass es einen Stadtteil dieses Namens gibt, aber ihre Erzählungen sind voller Herz, lebensklug und mehr als vergnüglich zu lesen. Schwer Italien-verrückt ist sie außerdem. Wer mehr über ihre Bücher wissen möchte, findet diese HIER.

Natalie – die Frau aus dem Fundevogelnest. Natalie hat mit „Zwischenzeit“ ein Buch geschrieben, das irgendwo im Hamburger Norden spielt (okay, nicht mein bevorzugtes Reiseziel), dem ich aber wünsche, dass mehr Menschen es lesen, weil ich Natalie für eine großartige Erzählerin halte und in ihre Figuren verliebt bin. Auch wenn das Buch das Manko hat, dass sein Verlag ihm nicht mal ein Korrektorat angedeihen ließ, was man leider sehr bemerkt und was alles über diesen Verlag aussagt, was man wissen muss. Mehr Infos: HIER KLICKEN.

Nina Bodenlosz. Sie schreibt bei den Etüden mit – und schreibt auch sonst mit spitzer Feder, bissigem Humor und der Spur Unvorhersehbarkeit, die scheinbar alltägliche Geschichten phantasievoll funkeln macht und heraushebt. HIER und HIER mehr lesen.

 

Simon Segur. Im „normalen Leben“ heißt der Mann Jonas Torsten Krüger und hat gemeinsam mit seinem Bruder zwei abgedrehte Krimis veröffentlicht, die in/um Frankfurt/Main spielen. Abgedreht auch deswegen, weil Ornithologie eine tragende Rolle spielt. Den ersten – „Die Tränen der Vögel“ – habe ich mit viel Vergnügen gelesen, „Frankfurt am Mord“, der zweite, wird bald folgen. Mehr erfahren kann man HIER.

René, der BerlinAutor. René schreibt nicht nur Etüden, René schreibt auch kürzere oder längere Kurzgeschichten, die immer auch Berlin zum Thema haben und die er dem Genre „Funny Fiction“ zuordnet – laut Selbstauskunft „irgendwo zwischen Joachim Ringelnatz, Loriot und Heinz Erhardt“. Und er nimmt sich nicht so ernst, trotz aller Leidenschaft. HIER weiterlesen.

Olpo (Oscar-Ludwig Possinger). Sein „Rolla“-Buch – „5000 Kilometer Urlaub und 390 Euro“ – kommt am ehesten an das heran, was mich zum Mit-/Nachreisen (zumindest mit dem Finger auf der Landkarte) inspiriert: ein Tagebuch von einem, der mit dem Roller Griechenland bereist(e), möglichst viel sieht und erlebt und mit möglichst wenig Geld durchkommt. Perspektive sowie Autor ist mit Sicherheit als ungewöhnlich, eigenwillig und authentisch zu bezeichnen. Ähnliches gilt auch für Teile des zweiten Buchs – das „Mindestens“ –, nur dass er hier in Kroatien unterwegs ist. Motorradaffine Leser*innen haben eindeutig Vorteile.

 

Tag 26 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

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Tag 25 | 30 Days Book Challenge

 

25 Ein Buch, auf das Du durch den Klappentext neugierig wurdest

Diese Aufgabe schreit nach einem Sachbuch. Denn, ganz ehrlich, Belletristik nach dem Klappentext? Och nö! Mir ist es zu oft passiert, dass ich mich gefragt habe, ob derjenige, der den Klappentext verzapft hat, das Buch überhaupt gelesen hat. Je belletristischer das Buch, desto häufiger ist der Klappentext reines Marketing, so meine Erfahrung (bei Feuilleton-Literatur trauen sich die Verlage das weniger).
Daher kaufe ich entweder einen Autorennamen oder nach Rezensionen – und deshalb folge ich auch relativ vielen Buchblogs, deren Rezensionen lese ich regelmäßiger als die entsprechenden Seiten in Zeitungen.

Wo Klappentexte aber noch ganz gut funktionieren, sind Sachbücher. Ich möchte euch zwei präsentieren. Auf das erste, „Federnlesen“ von Johanna Romberg, stieß ich vermutlich in den Bücherhallen auf der Suche nach irgendwelchen Vogelbestimmbüchern. Ist leider immer noch nicht so, dass ich großartig Ahnung von dem hätte, was draußen so herumfliegt, aber ich habe speziell zum Thema „Vogelstimmen erkennen lernen“ mal eine Zeit lang sehr intensiv gesucht (wird nicht mein Ding, ich vermute, ich bin zu alt). Dabei fiel mir dann auch „Federnlesen“ in die Hände, von dem ich den Klappentext las (im Bild links, „Über die Magie des Beobachtens“ ) und es spontan mitnahm. Es ist ein angenehmes, sehr persönliches Buch von einer Journalistin und Hobby-Ornithologin, von einer, die Ahnung hat und darüber so schreiben kann, dass es auch jemanden packt, der keine Ahnung hat. Man geht klüger und erfreut daraus hervor. Ich mag es sehr. Und zu meiner großen Freude kann ich wieder mal zu den Leselebenszeichen von Ulrike Sokul verlinken, der dieses wunderbare Buch auch sehr gefallen hat: HIER.

 

Quelle: Links Buchrückseite „Federnlesen“ von Johanna Romberg, rechts „Federn“ von Thor Hanson
Klick macht groß!

 

Ob ich im gleichen Zusammenhang auch über das zweite Buch stolperte, „Federn“ von Thor Hanson aus der aus Prinzip schon großartigen „Naturkunden“-Reihe, weiß ich nicht mehr. Sicher ist, dass ich mich ähnlich wie bei der Frage nach Vogelrufen schon öfter gefragt hatte, was denn das für Federn sind, die mir da vor die Füße geraten, wenn ich zum Beispiel um den Teich gehe (meistens Tauben). Nun beantwortet dieses Buch die Frage eher theoretisch-grundsätzlich, zugegeben, aber nicht minder unterhaltsam und auch für Laien zugänglich. Thor Hanson ist ein amerikanischer Biologe, der über die Beobachtung von Geiern auf das Thema „Federn“ kam, das ihn seither nicht mehr loslässt: „Federn – Ein Wunderwerk der Natur“. Nachdem ich ihm begeistert und staunend durch seine Erörterung zu den Federn des Archaeopteryx gefolgt bin, wusste ich, dass dieses Buch unbedingt ebenfalls bei mir einziehen muss, damit ich es häppchenweise lesen kann, wann immer mir nach geballtem Wissen über Federn ist. Es gibt so viel, was ich nicht weiß, nicht mal ansatzweise. So schön!

Ich habe für Interessierte ein paar Rezensionen herausgesucht: FAZ, Deutschlandfunk Kultur, Elementares Lesen – und möchte euch sowohl „Federn“ wie auch „Federnlesen“ überaus gern ans Herz legen.

 

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Tag 24 | 30 Days Book Challenge

 

24 Ein Buch, das Du gerne mal verfilmt sehen würdest

Ich schwächele, muss ich zugeben. Das ist schon wieder nicht meine Frage, so wenig, wie ich ins Kino gehe, und so kritisch, wie ich mit der Verfilmung von geliebten Büchern eigentlich bin. Ich finde mich da etwas, äh, einfallslos.

Aber gut: Ich wünsche mir mehr Fantasy-Verfilmungen, natürlich. Peter Jackson hat damit angefangen und der Welt gezeigt, dass man sogar einen Klops wie den „Herrn der Ringe“ angemessen verfilmen kann (auch wenn ich kein Fan der „Hobbit“-Trilogie bin).

Weil wir erst neulich (Tag 20) davon sprachen: Könnte bitte endlich wer Michael Endes „Unendliche Geschichte“ so verfilmen, dass man nicht weinend aus dem Kino rennt bzw. einem das Messer in der Tasche aufgeht?

Als Fan wünsche ich mir seit Jahren eine Verfilmung der Bücher von Patricia McKillip, zum Beispiel der „Riddlemaster“-Trilogie oder dem von mir bereits angesprochenen „Bards of Bone Plain“ (Tag 17) von jemandem, der sie liebt.

Genauso gut könnte jemand, der ein Faible für Sci-Fi hat, aber auch Becky Chambers’ „Der lange Weg zu einem zornigen Planeten“ (Tag 06) verfilmen. Das ging ja auch bei Star Trek, was eigentlich eine ähnliche Stoßrichtung hat, bloß moderner ist.

Und was „Literatur“ angeht: „Katzentisch“ (Tag 02) von Michael Ondaatje würde sich ebenfalls eignen, „Action“ ist genug drin, wenn man darauf Wert legt, und wenn nicht, ergäbe es einen prima Arthouse-Film. Die Verfilmung von „Der englische Patient“ ist ja sogar ein Renner geworden, der diverse Oscars abgesahnt hat, wie ich immer noch finde, völlig zu Recht.

 

 

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Tag 23 | 30 Days Book Challenge

 

23 Ein Buch, dessen Verfilmung Dir besser gefallen hat als die Vorlage

Es kann leider sein, dass dieses Buch in die Kategorie „Man mag immer das lieber, was man zuerst gesehen/gelesen hat“ fällt und deshalb verloren hat. Meine Buchausgabe ist erst 1992 herausgekommen, der Film 1991, es IST möglich, dass ich den Film zuerst gesehen habe, obwohl ich auch damals schon nicht besonders häufig im Kino war …

Ich spreche von „Grüne Tomaten“. Als Film unvergleichlich großartig, nicht nur wegen Jessica Tandy (für ihre Rolle für den Oscar nominiert) und Kathy Bates (Ha! Die Parkplatzszene! Fans wissen, wovon ich spreche!), sondern auch wegen der völlig selbstverständlichen, nie thematisierten Liebe zwischen Idgie und Ruth und wegen diverser Filmzitate, vor allem der Sache mit der Soße – und mit dem Parkplatz.

Wer den Film nicht kennt: Wikipedia-Artikel, sehr lesenswert

Wer das Buch nicht kennt: Wikipedia-Artikel, sehr lesenswert

Deutschsprachiger Trailer: Dailymotion

Die berühmte Parkplatzszene: YouTube
Allerdings sollte man den Film sehen/gesehen haben, um nachvollziehen zu können, warum die Parkplatzszene so eine Bedeutung hat. Wenn ich sie heute isoliert anschaue, finde ich sie doch leicht befremdlich …

Ach ja, „Grüne Tomaten“. Toller Film, ich mochte ihn damals sehr.

 

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Tag 22 | 30 Days Book Challenge

 

22 Ein Buch, das bei Dir Albträume ausgelöst hat

Wenn ich bei irgendeiner Aufgabe meine Lieblingsabfuhr anbringen würde, dann bei dieser: „Ist mir zu privat, darüber spreche ich nicht.“
Tatsache ist aber, dass ich zwar in meinem Leben über viele Bücher auch länger nachgedacht habe, glückliche, traurige, kluge, dumme, spannende, verstörende – vermutlich über letztere am meisten – aber Albträume?
Ich weiß es einfach nicht. Sorry, Ulrike.

 

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Tag 21 | 30 Days Book Challenge

 

21 Ein Comic oder eine Graphic Novel, die Dir gefällt

Beinahe hätte ich gesagt: „Gibt’s hier nich, hamwa nich, gehnse weida, hier gibbet nichts zu sehen.“

Als Kind habe ich alles an Comics gelesen, was es gab und was ich kriegen konnte: eine überschaubare Auswahl, aber Hauptsache BUCHSTABEN. Danach entdeckte ich Asterix. Finde ich nach wie vor prima, die Zeit war aber irgendwann auch rum. Und dann kam – nichts. Ich bin ziemlich buchstabenorientiert; die Zeichnungen fehl(t)en mir nicht.
Graphic Novel? Nie gehört. Was für Menschen, die nicht lesen wollen oder können, oder? 😉

Okay, bevor ihr mich erschlagt: Natürlich nicht. Natürlich ist das eine Kunstform. Es ist nur eine, von der ich absolut keine Ahnung habe. Ich bin sehr gespannt, was ihr so präsentiert.

Und dann geriet ich in den Bücherhallen vor eine große Kiste, auf der „Graphic Novel“ stand, und überlegte: „Hm. War da nicht eine Frage, die sich darauf bezog?“ Nachdem ich die Kiste durchgeflöht hatte, kamen drei in meine engere Wahl und wurden in meine Höhle geschleppt.

Mein Favorit ist „Die Schachnovelle“ (nach Stefan Zweig), gezeichnet von Thomas Humeau, 2016. Da ich mich nicht an traumatische Erlebnisse aus dem Deutschunterricht diesbezüglich erinnere, war „Literatur“ kein Hinderungsgrund.

Wer sich jetzt noch mal den Inhalt der Schachnovelle in Erinnerung rufen möchte, der kann bei Wikipedia nachschlagen (hier klicken), er kann sich aber auch die „Schachnovelle to go“ bei YT reinziehen (8:17 Minuten, hier klicken, lustiger).

Selbstverständlich gibt es auch zu der Graphic Novel Stimmen im Netz. Hier sind zwei positive (hier und hier) und eine etwas kritischere (hier).
Ich enthalte mich bisher jeder abschließenden Beurteilung. Sie gefällt mir, es ist ein ganz anderes Leseerlebnis, ich bin aber noch mittendrin.

Übrigens habe ich (auch) keine Ahnung von Schach. Das hatte Stefan Zweig aber auch nicht.

 

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Tag 20 | 30 Days Book Challenge

 

20 Ein Buch mit einer besonders schönen Gestaltung

Es tut mir wirklich leid, aber ich bin eher der „Form follows function“-Typ, was eine höfliche Umschreibung dafür sein soll, dass ich mir Bücher nicht deswegen kaufe, weil Cover/Einband/Innenleben HÜBSCH ist, sondern weil ich den Inhalt mag. Okay, auch ich mache mal Ausnahmen von der Regel. Von einer davon habe ich euch gestern berichtet – meine rote „Herr der Ringe“-Ausgabe. Fast ebenso wichtig für mich ist aber die Ausnahme, die jetzt folgt.

Es begab sich aber zu der Zeit … dass ein Buch herauskam, welches den Titel „Die unendliche Geschichte“ trug. Wir schreiben das Jahr 1979 und der Autor hieß Michael Ende. Ende kannte ich: Mit den Geschichten von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer, war ich aufgewachsen und „Momo“ hatte ich begeistert inhaliert. Keine Frage, dass auch die „Unendliche Geschichte“ bei mir einzog. Keine Frage, dass ich sie zauberhaft fand, mich tief von ihr berühren ließ und sie wieder und wieder las. (Übrigens fand ich den Eichinger-Film schrecklich, und am schlimmsten war für mich Fuchur, diese Fliegender-Dackel-Ausgabe eines Drachen. Ganz furchtbar.)

40 Jahre später bringt der Thienemann-Verlag eine „farbig illustrierte Schmuckausgabe“ heraus. Illustrator ist Sebastian Meschenmoser; und wenn ich ehrlich bin, hatte ich das eher zufällig mitbekommen, Michael Ende, nun ja, lange her. Dann aber las ich (und sah vermutlich) Berichte über das Projekt (FAZ) sowie die Herangehensweise des Illustrators, las Interviews mit ihm (Börsenblatt, Frankfurter Rundschau), und fand die Sache langsam immer spannender.

Als dann schließlich klar war, dass ich zur Frankfurter Buchmesse fahren würde, wo nicht nur Sebastian Meschenmoser über seine Arbeit erzählen, sondern im Anschluss auch noch Bücher signieren würde, wusste ich: Wenn es einen Termin gibt, denn ich unbedingt versuchen werde wahrzunehmen, dann diesen.

Und so geschah es. Wir waren ziemlich weit vorn in der Signierschlange, Meschenmoser schmückte seine Widmung/Unterschrift bei jedem mit einer kleinen Drachenskizze, und ich schob, glücklich und leise „Mein Schatzzzzzzzzzz“ zischend, mit dem Wälzer ab 😉.

 

Mein Exemplar der „Unendlichen Geschichte“ mit Widmung von Sebastian Meschenmoser,
Klicken macht groß!

 

Es macht einen Unterschied (für mich), ob ich ein Buch auch wegen seiner Illustrationen kaufe (wie hier), oder ob ich primär den Text möchte und die Illus in Kauf nehme, denn dann reicht mir eigentlich auch ein TB. Aber in diesem speziellen Fall bin ich sehr glücklich über meine Entscheidung.

 

Tag 20 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

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Tag 19 | 30 Days Book Challenge

 

19 Ein Buch mit mehr als 1000 Seiten

Ei, ei, ei. Das Erste, was mir diese Aufgabe beschert, ist die Einsicht, dass gewisse Teile meines Bücherregals definitiv unsortiert sind und der Entrümpelung sowie mehr Ordnung bedürfen. Zweitens, dass ich mich hierbei wiederum auf „schöne“ Literatur begrenze und die Sachbücher wie Lexika oder den/die Duden außen vor lasse.

Okay. Weil ich vermute, dass sie sonst eher wenige auf dem Zettel haben werden: Die Bibel. Ich habe zwei, das eine Exemplar ist eine Art Familienbibel (geerbt, aber nur von meinen Eltern), das andere ist meine aus spätestens Konfirmandenzeiten – die kommt schon aus Erinnerungsgründen nicht weg. (Kommt schon, das ist KEIN Sachbuch.)

Lyrikanthologien: Ich besitze tatsächlich eine Ausgabe des „Großen Conrady“ von 1977 (geerbt), und zwei Ausgaben, eine älter, eine neuer, von „Der ewige Brunnen“ von Reiners. Die neuere habe ich für 2 (in Worten: zwei!) Euro abgegriffen, eine tadellose Hardcover-Ausgabe, die ich nicht liegen lassen konnte.

Auf meinem SUB befindet sich der schon mal erwähnte „Distelfink“ (Donna Tartt) sowie „Fahlmann“ von Christoph Ecker (Link zur Rezension von schiefgelesen), letzterer hat auch noch einen Materialienband (ich liebe so was ja), der ist aber dünn.

In meinem Regal haben auf jeden Fall die Ausgaben von Fontane, Kafka, Kleist und C. F. Meyer (Dünndruck, ha, tückisch) mehr als 1000 Seiten.

Leider schwächelt meine TB-Ausgabe von Hanya Yanagihara „Ein wenig Leben“ bei 958 Seiten. „Sie werden darüber sprechen wollen“, warb der Hanser-Verlag bei Erscheinen. Stimmt. Will ich immer noch. Ein in jeder Hinsicht herausragendes Buch.

Auch mehr als 1000 Seiten hat mein 3-in-1-„Wächter“-TB von Sergej Lukianenko – „Wächter der Nacht“, „Wächter des Tages“, „Wächter des Zwielichts“ –, irgendwann mal geschossen, als ich beschloss, die „Wächter“ haben zu müssen.

Last but not least, sozusagen endlich: Ich bin ein bekennender Tolkien-Fan, ÜBERRASCHUNG! Als solcher besitze ich zwangsläufig sowohl ein mehr als 1000 Seiten starkes Exemplar einer englischen TB-Ausgabe des „Lord of the Rings“ von 1995 wie auch das „Rote Buch“, eine gebundene Ausgabe des HdR (meine im grünen Schuber zerfällt) von 1997, beide natürlich in der Übersetzung von Margaret Carroux. Wunderbar ist, dass fast jede*r den „Herrn der Ringe“ kennt (und natürlich eine Meinung dazu hat), und ich dazu nichts weiter erklären muss. Als mein Blog noch neu war, habe ich aus damals aktuellem Anlass was dazu geschrieben, ich verlinke euch das mal: HIER.

 

Tag 19 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Mein Dank verfolgt unverdrossen Ulrike von Blaupause7, von der die Aufgaben für diese Challenge stammen und die auch eine Teilnehmerliste führt.

 

Off topic: Adventüden (hier klicken): 6 bereits erhalten, 15 weitere Zusagen. Sehr schön! Weiter so!

 

Tag 18 | 30 Days Book Challenge

 

18 Einen Satz, den Du für zitierwürdig hältst

Das Problem mit zitierwürdigen Sätzen ist, dass die Dinger unter das Urheberrecht fallen, und man sie nur zitieren darf, wenn man den Text, aus dem sie stammen, bespricht. Ja, glaubt mir.

Über dieses Zitat bin ich gestolpert, als ich das zugehörige Buch aufschlug, um zu sehen, ob es zufällig auf Dünndruckpapier gedruckt ist und über 1000 Seiten dick ist, siehe Aufgabe von morgen. (Nein. 638 Seiten.) Und dann fiel mein Blick auf das Zitat, das ich euch nicht vorenthalten möchte, und da es mir zu lang zum Abtippen ist, habe ich es abfotografiert. Es ist der Schluss des Buches „Wo die Berge jung sind“ von Han Suyin (Wikipedia-Artikel zur Autorin).

 

Zitat Tag 18 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Han Suyin, Wo die Berge jung sind, Deutsche Hausbücherei Hamburg (o. J.), S. 637/38
Klicken macht groß!

 

Wenn ich ehrlich bin, habe ich ziemlich wenig Erinnerungen an die Handlung, aber ich weiß, dass ich es sehr mochte. Es spielt 1956 in Kathmandu und ist 1958 herausgekommen. Auf der Suche nach einer deutschen Inhaltsangabe habe ich nur Folgendes gefunden: „Eine junge Engländerin erlebt in Nepal eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die ihrem Leben einen ganz neuen Sinn gibt.“ Nun. Sie verliebt sich in einen Inder, es gibt diverse Mengen an Verwicklungen und sie lernt dabei eine Menge über sich selbst, über Land, Leute und Philosophie/Religion, den Sinn ihres Lebens und das Leben an sich. Die englische Wikipedia geht erfreulicherweise ein bisschen mehr ins Detail (hier klicken).

Ich war damals, als das Buch mir zufiel (ich habe eine gebundene Ausgabe, die so alt ist, dass noch nicht mal das Erscheinungsjahr drinsteht, also vermutlich 60er, 70er, was auch bedeutet, dass man es heute gebraucht nachgeschmissen bekommt), ziemlich sicher noch voll auf dem „Liebe zwischen den Kulturen“-Trip. Ganz sicher hat es mich deswegen so berührt, ich fand es nicht nur schön von der Sprache her, sondern ungewöhnlich einfühlsam und fremdartig gleichermaßen, getragen von einem tiefen Respekt für die Figuren und die Kultur. Ich vermute inzwischen, dass Han Suyin, die Chinesin war und sowohl mit einem Engländer als auch mit einem Inder verheiratet gewesen ist, sehr genau wusste, wovon sie schrieb.

Rilke wird (vermutlich falsch) der Ausspruch zugeschrieben: „Darin besteht die Liebe: Dass sich zwei Einsame beschützen und berühren und miteinander reden.“ Mir ist egal, von wem es stammt, ich finde es sehr wahr, und vermutlich hat mich deshalb das obige Zitat auch so sehr angezogen.

 

Tag 18 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Mein Dank verfolgt unverdrossen Ulrike von Blaupause7, von der die Aufgaben für diese Challenge stammen und die auch eine Teilnehmerliste führt.

 

Off topic: Adventüden (hier klicken): 6 bereits erhalten, 15 weitere Zusagen. Sehr schön! Weiter so!