Urwald im Taschenformat und ein Leuchttürmchen ;-)

Nächster Teil aus der »Heute mal keine Steigungen«-Reihe. Das Naturschutzgebiet Heuckenlock, unser erster Anlaufpunkt, ist »einer der letzten Tideauenwälder Europas. Es liegt im Süden der Hamburger Elbinsel Wilhelmsburg nahe der Bunthäuser Spitze außerhalb der Hochwasserschutzanlagen und wird daher ungefähr hundertmal pro Jahr durch Spring- oder Sturmfluten überspült.« (Wikipedia) Daher lohnt es sich unbedingt, den aktuellen Wasserstand im Blick zu haben (Pegel: Bunthaus, Elbe, hier), denn bei (Sturm-) Flut ist der Weg unpassierbar und bei normalem Hochwasser eventuell matschig. Immerhin übersteigt der tägliche Tidenhub 3,50 Meter! Trotzdem würde ich zu der Begehung kurz vor oder nach Hochwasser raten, ansonsten ist der große Priel, der von der Brücke überspannt wird, optisch eine recht traurige Angelegenheit.

Im Netz finden sich zu diesem überaus beeindruckenden Stück Land viele Infos und tolle Bilder, neben der Gesellschaft für ökologische Planung zum Beispiel bei Gerhard Brodowski und bei draussenlust.de, auch Maren von Von Orten und Menschen war schon dort.
Wir parkten am Moorwerder Hauptdeich kurz hinter der gleichnamigen Bushaltestelle, erklommen den Deich und waren auch schon fast drin.

Neben all den Vorschusslorbeeren möchte ich ein paar Dinge klarstellen, um eventuell falsche Erwartungen zu berichtigen:

  • Es gibt nur einen offiziellen Pfad Weg (danke, Olpo) durch das Heuckenlock, alles andere ist (zu Recht; Vogelschutz) gesperrt.
  • Der Pfad Weg ist von einem Ende zum anderen geschätzt ca. 500 Meter lang, vielleicht bisschen mehr, aber gefühlt echt kurz. Man kann außenherum zurück, vor und auf dem Deich.
  • Der Pfad Weg ist fast überall schmal (eine Person).
  • Es ist nicht empfehlenswert, vom Pfad Weg abzuweichen, erstens, weil der Boden unzuverlässig (tief, nass) ist, zweitens, weil alles total verwachsen ist (siehe: Urwald), drittens DARF MAN ES NICHT aus Naturschutzgründen.
  • Man darf auch nicht an die Elbe.
  • Es gibt keine Bänke, Picknick im Naturschutzgebiet fällt flach.
  • Hunde sind an der berühmten kurzen Leine zu führen, und ehrlich: Fahrräder bleiben besser komplett draußen (auch nicht geschoben, fahren kann und darf man eh nicht).
  • Ich liebe die Flatterulmen, alleine dafür komme und käme ich jederzeit wieder, aber fotografisch gesehen bin ich andernorts glücklicher.

Das vorausgeschickt: Warum sollte man sich trotzdem dafür unbedingt Zeit nehmen? Weil es großartig ist. Urwaldig. Verwunschen. Ganz anders als normal aufgeräumter, deutscher Wald. 😉

 

Quelle: ichmeinerselbst; Anklicken macht groß!

 

Wenn man aus dem Heuckenlock wieder heraustritt und auf den Deich krabbelt und sich nach rechts wendet, hat man das nächste Ziel schon fast vor Augen: die Bunthäuser Spitze (Wikipedia). Das ist die südöstlichste Spitze (Elbkilometer 609) der Elbinsel Wilhelmsburg, vor der sich die Elbe für ca. 17 Kilometer in Norder- und Süderelbe aufteilt (Ende: Köhlbrand, Elbkilometer 626). Bevor man dort ankommt, trifft man aber noch auf das Elbe-Tideauenzentrum (Info), wo man auch nur am Wochenende im Garten sitzen und Kuchen essen kann (was wir taten), und muss den Wohnmobilstellplatz passieren. Dann läuft man auf einem gut befestigten Weg durch eine wunderbare Allee auf die Bunthäuser Spitze und ihre Attraktion, das Leuchtfeuer Bunthaus, zu. Besagtes Leuchtfeuer ist ein knapp sieben Meter hohes Leuchttürmchen aus Holz, das 1914 erbaut wurde und die Schifffahrt darauf aufmerksam machte, dass sich an dieser Stelle die Elbe in Norder- und Süderelbe teilt. Das Leuchtfeuer wurde 1977 außer Dienst gestellt. Die Treppe, die nach oben auf die umlaufende Galerie führt, ist steil, aber stabil, das Türmchen selbst ist mit Graffiti übersät, aber gut in Schuss. Zumindest am Wochenende ist es ein ziemlich beliebtes Ausflugsziel. Man kann unten darum herumgehen (und dort auch sitzen), aber auch hier gilt: Keine Chance, direkt an die Elbe zu kommen, dort ist alles nass.

 

Quelle: ichmeinerselbst; Anklicken macht groß!

 

Dies ist vielleicht jetzt nicht die Mega-Sehenswürdigkeit, aber es ist einer der Orte, von denen noch nicht jeder Hamburger gehört hat, geschweige denn, dass man sie kennt – und erst recht nicht jeder Tourist. Ich finde das Leuchttürmchen ausgesprochen entzückend und in Verbindung mit dem Heuckenlock einen großartigen Sonntagnachmittagsausflug.

Dort auf der Bunthäuser Spitze angelangt konsultierte ich meine Schrittzähler. Ich bin nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, es waren knapp über 5.000 Schritte, die wir bisher spaziert waren – und wir hatten beide noch Bewegungsdrang, obwohl das vorgesehene »Programm« eigentlich erschöpft war. Also regte ich an, an der Norderelbe auf dem Deich Richtung Stadt zu laufen, und dabei noch ein bisschen den Gemüseanbau auf Moorwerder zu bewundern, bis wir ungefähr auf der Höhe des Autos waren, das hinter dem Deich an der Süderelbe parkte, und dann für einen guten Kilometer eine Straße quer über Land zu nehmen. Asphalt, ja, aber was solls.

 

Quelle: ichmeinerselbst; Anklicken macht groß!

 

Fazit: Meine beiden Schrittzähler einigten sich auf 13.026 Schritte, das sind im Mittel 8,6 Kilometer. Gebummelt bei strahlendem Sonnenschein und leichtem Wind, der die Sonne mehr als erträglich machte. Klarer Fall von Sonntagsspaziergang. Anschließend waren wir beide hungrig und fielen spontan bei unserem Lieblingsvietnamesen in Wilhelmsburg ein. Draußen sitzen, essen, trinken, »normal« fühlen. Ein Genuss. Jederzeit gerne wieder.

 

Latschen durch die Seeveniederung ;-)

Nachdem ich die letzten Male mehr oder weniger steile Wege über Stock und Stein erklommen hatte, wollte ich zur Abwechslung unbedingt mal wieder was Flaches, gerne am Wasser. Auf meine übliche Deichtreten-Runde hatte ich dann aber auch keine Lust. Warum nicht mal was Neues, zumindest halbwegs? Moment, war da nicht was?

Doch, da war was. Eine Runde durch die Untere Seeveniederung (Wikipedia), gefunden auf draussenlust.de (tolle Seite; hier klicken, da gibt es auch die Karte). Ich bin den Teil, der an der Seeve entlangführt, schon gegangen und hatte gar nicht registriert, dass es noch einen Parallelweg weiter östlich gibt. Kraft souveräner Willkür beschloss ich daher, an der Elbe bei Wuhlenburg zu starten und zuerst den unbekannten Teil zu erkunden.

Gesagt, getan. Joa. Ganz nett. Später Sonntagmittag, eigentlich bestes Ausflugswetter, sonnig, warm, in der Ferne aufziehende Wolken. Asphaltierte Straße, eigentlich klassisch für Fahrräder und autofahrende Anlieger (und Ortskundige). Ich hatte rechts Deich und links allerlei Häuser, Grünzeug und ab und an auch bisschen Teiche (Seerosen, Fische, Libellen, Wasserläufer etc., teilweise echt schön), später die Elbmarsch – und war nicht sonderlich erfreut, dass mich gefühlt ständig Radfahrer an den Rand klingelten. Also rauf auf den Deich – ein alter Deich, noch sehr steil – und nicht gemäht, aber dafür dann immerhin mit Aussicht (sehr plattes Land, merke: Niederung) nach beiden Seiten.
Ich war in einer leicht genervten Stimmung, ich gebe es zu, und stapfte leicht grimmig die ganze Zeit durch die Sonne vor mich hin. Immerhin wehte ein Lüftchen, sodass ich keine Probleme mit fliegendem bzw. beißendem Viehzeug hatte, anders als die Kühe, die ich linkerseits gelegentlich mit ihren natürlichen Fliegenklatschen wedeln sah.
Und natürlich entzückte mich der Hüpfer, der irgendwann auf meinem Arm landete und sich geduldig fotografieren ließ. Das nun wiederum ist etwas, was ich speziell am Sommer liebe und was die Begleitmusik beisteuerte: Die Konzerte von Heuschrecken und Grillen und was nicht noch allem, dieses unglaublich laute Zirpen in allen Tonlagen – und meist sind sie so klein, dass man keine Ahnung hat, wo sie sitzen, aber auf keinen Fall weit weg J
Was für eine Menge Geräusch von so einem vergleichsweise winzigen Tier!

 

Quelle: ichmeinerselbst, Anklicken macht groß!

 

Irgendwann fing die Sonne richtig an zu brennen, und ich war dankbar, dass ich vom Deich runter und abbiegen durfte, denn jetzt kam ein Teil, der ein bisschen Schatten versprach, und ich nutzte ihn gern. Ich bin dann am Rand von Stelle entlanggetrottet, was aber egal war, ich blieb diesseits der Bahnlinie, in diesem Fall die ICE-Trasse zwischen Hannover und Hamburg – sehr befahren, echt nah an der Straße. Muss man mögen. Ich frage mich, ob man das noch wahrnimmt, wenn man dort länger wohnt, denn die Häuser waren gepflegt und modern, es ist also keine unbeliebte Gegend. Vermutlich nicht.

Nicht so hübsch (ich war immer noch im Meckermodus) fand ich, dass meine Straße später wegen Bauarbeiten über ein ziemlich langes Stück aufgerissen und gesperrt war. Nun kommen Fußgänger überall durch, ich also auch, aber einen Abzug in der B-Note wegen Mühseligkeit gibt das schon. Snob, ich.

Schließlich aber näherte ich mich endlich dem, worauf ich nach der Beschreibung neugierig war: Seevengeti, ein Beweidungs-/Naturschutzprojekt (hier beim NABU mehr lesen). Gut gemacht, aber erst mal unspektakulär. Leider stellte ich beim Blick in den Himmel sehr schnell fest, dass ich mir besser nicht allzu viel Zeit nehmen sollte, um mich auf dem Aussichtsturm einzunisten und die Gegend sowie den Steller See zu bewundern: Der Wind hatte die Wolken inzwischen reichlich zusammengeschoben, wenn ich nicht nass werden wollte, war es ratsam, die Beine in die Hand zu nehmen und zu schauen, ob ich noch einigermaßen trocken am Auto ankommen könnte. Ich schätzte, dass ich ungefähr zwei Drittel der Strecke zurückgelegt hatte, und hastete voran.

Kurz hinter der Seevengeti überquerte ich die hier schnell fließende Seeve und war damit auf bekanntem Terrain. Die Wolkenwand sah inzwischen ziemlich amtlich dunkel aus (aber ohne Wetterleuchten), und ich fing an zu überlegen, ob ich da kein klassisches Eigentor geschossen hatte, denn wo war meine Regenjacke? Richtig, zu Hause, warm und trocken, wie sich das gehört. Aber mir blies der Wind ins Gesicht, und ich hoffte, dass er die Wolken über mir mitnehmen würde – und weiter vorne war es glücklicherweise hell. Sollte ich also eine Portion Wasser von oben abbekommen, würde das vermutlich nicht allzu lange andauern. Und wozu stehen an der Seeve Bäume?

Ich war schon ein gutes Stück vorwärtsgekommen, als mich die ersten dicken Tropfen trafen und ich einsah, dass es geboten war, mich in Erwartung von mehr sofort unterzustellen. Und jetzt erwies es sich als die beste Idee des Tages, trotz Wärme in den Wanderstiefeln losgelaufen zu sein, denn die dicken Sohlen erleichterten mir das Überqueren der überaus naturbelassenen und schafbefressenen Wiese deutlich.
Und so saß ich nach kurzer Zeit am Seeveufer auf einer Wurzel unter einer freundlichen Kopfweide, hörte den Regen auf das dichte Blätterdach fallen und spürte, wie die ganze Hektik des Tages und aller unterdrückter Ärger von mir abfielen, meine Lebensgeister neu erwachten und sich wie blöde freuten, einfach nur seelenruhig abzuwarten, bis die Wolken weitergezogen waren. Was übrigens verhältnismäßig bald war, von daher war meine Einschätzung völlig korrekt gewesen. Also bedankte ich mich bei dem Baum für seinen Schutz und brach wieder auf.
Es war nicht mehr weit, ich wanderte bester Laune vor mich hin und erreichte bei Elbkilometer 604,9 den Elbdeich und die Seevemündung. Von dort aus waren es nur noch ein paar Schritte bis zu meinem Auto.

 

Quelle: ichmeinerselbst, Anklicken macht groß!

 

Fazit: Angegeben ist eine Streckenlänge von 10,7 Kilometer. Meine Schrittzähler haben sich beide auf 15.605 Schritte eingeschossen, was im Mittel ca. 10,5 Kilometer sind, und dieses Mal glaube ich ihnen, da ich keine nennenswerten Steigungen überwunden habe.
Die Strecke ist flach und asphaltiert und bestimmt toll für Radfahrer (ohne die Baustelle). Aber ehrlich gesagt war das Aufregendste, was ich gesehen habe, ein Reh, das den Ashauser Mühlengraben durchwatete (und mich ignorierte). Oh, und das silberne »Alien« auf freiem Feld natürlich 😉 Sollte ich dort noch mal gehen, trabe ich wieder am Junkernfeldsee vorbei und mache einen Abstecher zur Seevengeti, der unbekannte, jetzt bekannte neue Teil hat mich nicht überzeugt. Aber vielleicht war das auch einfach nur die falsche Jahreszeit für die Strecke und ich bin im Sommerloch gelandet – oder ich müsste mehr botanisches Wissen haben. Im Frühling habe ich jedenfalls die Schachbrettblumenblüte verpasst.
Ich weiß nicht. Mein Favorit zum Deichtreten bleibt erst mal der Elbdeich.

 

Last but not least ist das ein Beitrag zum diesjährigen Etüdensommerpausenintermezzo, verwendete Wörter: Eigentor, Fliegenklatsche, Konzert, Lebensgeister, Regen, Sommerloch, Wasserläufer, Wetterleuchten, Willkür. Kein Similaungletscher in der norddeutschen Tiefebene, sorry, Olpo. Nein, das ist nicht die Geschichte, ich die eigentlich schreiben will, aber wenn ich meine Unterwegs-Berichte nicht schnell online stelle, dann sind sie überholt – und dies Gelatsche ist von Mitte Juli.

Wer wissen möchte, welche Intermezzos wo schon online sind, kann hier klicken.

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2021 – 7 aus 12 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

W5 – die Nordschleife ;-)

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die behaupten, etwas zu »kennen«, wenn sie einmal irgendwo lang getrampelt sind, das dürfte euch vielleicht schon aufgefallen sein, ebenso, dass die Harburger Berge es mir angetan haben. Irgendwann wird sich vor meinem inneren Auge das komplette Netz dieser Wanderwege entfalten und ich werde mir meine eigenen Runden zusammenstellen. Aber bis dahin erlaufe ich mir sozusagen die Materie auf vorgeschlagenen Wegen 😉 .

W5, einfach, Teil zwei steht noch aus (hier zu Teil eins, aufgeschoben ist nicht aufgehoben!), aber mir war beim Planen klar geworden, dass ich die von mir so bezeichnete »Nordschleife« von W5 (siehe Wegskizze) noch nie komplett gelaufen bin. Die führt nämlich über das Freilichtmuseum am Kiekeberg, und ich hatte mich beide Male, als ich am Wanderparkplatz Am Rosengarten aus dem Wald gekommen war, für die Abkürzung entschieden: quer durch Alvesen direkt zum Wildpark. Also beschloss ich letzten Sonntag (warm und trocken), mit dem Schwenk über den Kiekeberg anzufangen, über den Paul-Roth-Stein bis Schulenburgs Eiche zu wandern und dann zurück zum Wildpark Schwarze Berge, meinem Parkplatz.

 

Wegskizze Nordschleife, Wanderweg W5 Schwarze Berge | 365tageasatzaday
Wegskizze Nordschleife, Wanderweg W5 Schwarze Berge,
nach Material des Regionalpark Rosengarten, basierend auf OpenStreetMap

 

Also los. Am Gasthaus zum Kiekeberg vorbei (beschattete Parkmöglichkeiten!) und beim Hochseilgarten in das Wäldchen eingetaucht. Sehr angenehm zu gehen, schmale, naturbelassene Wege, gut beschildert mit den nämlichen Pfeilen (Richtung KA für Karlstein), über die ich mich ja auch schon diverse Male ausgelassen habe. Hin und wieder sogar ein kleines W5-Schild. Allerdings versagt die Beschilderung an dem Punkt, wo man auf die Straße kommt (Am Sandberg, eine Kreisstraße zwischen Alvesen und Vahrendorf, Punkt A auf der Wegskizze). Da muss man dann einfach WISSEN, dass man nach links abbiegen muss, nicht nach rechts bergab, denn es steht nirgendwo. Seufz. Gute 50 Meter weiter links (Punkt B auf der Wegskizze) zweigt der Pfad wieder in den Wald ab, der weiterhin echt idyllisch ist. Später überquerte ich die Kreisstraße Alvesen – Sottorf und bog auf den Wanderparkplatz Am Rosengarten ab.

 

Quelle: ichmeinerselbst, Klick macht groß!

 

Eigentlich ist W5 ja ein Weg, den ich im Sommer fast bedenkenlos allen weiterempfehlen würde, was die Wegqualität angeht. Die größere Ausnahme ist die Strecke, die ich jetzt in Angriff nahm und die an der Abzweigung zum Paul-Roth-Stein endet. Wenn also die Wegbeschreibung besagt (hier lesen): »Überwiegend naturbelassene, teils wurzelige Wege mit anspruchsvollem Relief (festes Schuhwerk erforderlich)«, dann meint sie speziell bei »anspruchsvoll« genau dieses Stück. Es geht ein paarmal sehr heftig auf und ab. Ich habe versucht, das fotografisch festzuhalten (siehe unten), aber es sieht nach nichts aus. Lasst euch also versichert sein, dass ich diese Strecke nicht freiwillig begehe, wenn es nass und rutschig ist, also keinesfalls im Winter, und dass ich, trotz furztrockenem Boden Halt suchend, schlagartig begriff, wofür Wanderstöcke nützlich sind. Was ich zudem nicht bedacht hatte, war, dass ich hier einen langen, insgesamt relativ steilen Anstieg vor mir hatte, denn ich war die beiden Male vorher klugerweise in der anderen Richtung unterwegs gewesen, wie es die Wegbeschreibung auch empfiehlt (ach was?!). Ich habe die (gefühlte) Bergziegeneinlage trotzdem genossen, gar keine Frage, so stelle ich mir »Wandern« vor, aber als ich an der Schulenburgs Eiche eine Pause einlegte, hatte ich mir mein mitgeschlepptes Wasser verdient.

 

Quelle: ichmeinerselbst, Klick macht groß!

 

Der Rest ist schnell erzählt und harmlos. Ich spazierwanderte den Highway W5 zurück ins »Tal« durch den wunderbaren Wald, hier etwas belebter, bog kurz vor dem Heidefriedhof nach rechts Richtung Wildpark Schwarze Berge ab (siehe Wegskizze) und erreichte nach mir sehr kurz vorkommenden und langsam wieder ansteigenden 1,8 Kilometern mein Auto. Die Schrittzähler attestierten mir 16.295 Schritte. Da ich mich entschieden habe, einen Mittelwert von 1.500 Schritte = 1 Kilometer anzunehmen, könnten das 10,86 Kilometer gewesen sein, wenn ich nicht glauben würde, dass ich »am Berg« so viele kürzere Schritte gemacht habe, dass diese Berechnung nicht mehr hinkommt. Die quasi offizielle Länge dieses W5-Teilstücks ist laut Beschilderung 10,1 Kilometer, und die schreibe ich mir gern auf meine Wanderfahne.

 

Quelle: ichmeinerselbst, Klick macht groß!

 

Einmal W5, einfach | abc.etüden

Wenn zwei Frauen miteinander unterwegs sind, kann das mehrere Vorteile haben: Gesellschaft; ausprobieren zu können, ob man auch miteinander schweigen kann; dass hoffentlich eine mitgenommen hat, was der anderen fehlt (alles zwischen Wasser, Pralinen und Blasenpflaster – o ja, Schokolade kann sehr wichtig sein) und, last but not least, wenn beide über einen fahrbaren Untersatz verfügen, kann man einen am Ende der Wanderstrecke deponieren und gemeinsam zum Anfang fahren.

So geschehen am letzten Sonntag, und wohin ging es? Na, erraten? Richtig: W5 und der Karlstein, die Gegend lässt mich nicht los. Dieser Rundweg W5 ist in Gänze laut Karte etwa 18 Kilometer lang und kann auch in zwei Schleifen erlaufen werden, ihr erinnert euch vielleicht. Was ich bisher noch nicht hatte, war die Variante mit den beiden Autos.

Ich war im kühlen März vermutlich zuletzt dort und sehr überrascht, wie verändert sich dieser Wald im Sommer präsentiert, wie grün, wie wohlriechend, wie anders das Licht, wie magisch. Man durchquert auf dieser Strecke sowohl Laubwälder, Mischwälder und Nadelwälder, und jeder transportiert seine spezifische Stimmung, wenn man das Herz öffnen kann. Unglaublich anrührend.

Als einzige unrühmliche Ausnahme erwies sich ein höchst aggressiver Mountainbiker, der meinte, uns vollpöbeln zu müssen, weil wir Dero Gnaden bei seinem Erscheinen nicht weitestmöglich Platz gemacht hatten (es war ein breiter, gut befestigter Wanderweg, er hätte vorbeigekonnt, wir waren höflich – er sah das anders), und der bei mir prompt kurzfristig den Wunsch erweckte, ihn von seinem Rad zu holen und herzhaft in den Waldboden … Ja, ich. Tatsächlich. Mea culpa.

Nun, nichts dergleichen ist passiert, wir wanderten kopfschüttelnd und eher amüsiert weiter und beendeten unseren Weg nach ca. 10 Kilometern am Wildpark Schwarze Berge. Da W5 ein Rundweg ist, könnten wir auch noch die andere Schleife erobern (die anstrengender ist, weil mit steileren Abhängen), und ich überlege, das vorzuschlagen.

 

abc.etüden 2021 25+26 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 25/26.2021: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Wortspende stammt dieses Mal von Monika mit ihrem Blog Allerlei Gedanken. Die Wörter lauten: Praline, herzhaft, wandern.

 

Ich möchte sicherheitshalber ein Wort zur Ehrenrettung der Mountainbiker verlieren: Dieser Wald ist von Pfaden aller Art durchzogen, Trails für Mountainbiker gehören dazu (wir waren auf keinem), und natürlich benutzen alle manche Wege gemeinsam. Ich habe ansonsten bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht, die meisten grüßen im Vorbeifahren, dieser Aggro-Typ hier war der Erste und ist absolut nicht repräsentativ.

Der Moisburger Stein ist ein alter Forstgrenzstein, davon stehen hier im Wald noch einige, ein Thema für sich, ich habe nicht nur für geschichtlich Interessierte dazu einen Blog entdeckt, auf den ich gern verlinken möchte: hier.

Und oh, Schokolade ist prima, auch unterwegs, aber niemals würde ich echte Pralinen auf eine Wanderung mitschleppen, sorry, Monika, hier habe ich deine wunderbare Wortspende passend gemacht 🙂

 

Quelle: ichmeinerselbst, Klicken macht groß!

 

On the Road Again ;-)

Es ist eine beklagenswerte Tatsache, dass ich momentan häufig zu lustlos bin, meine Runde um den Teich bzw. durch die Schrebergärten zu schaffen. Was mir jedoch nicht fehlt, ist die Motivation, am Wochenende glücklich grinsend durch die Gegend zu stapfen, auch gern länger, irgendwo, wo keine Maskenpflicht herrscht. Wenn ich die Tour aber schon mal hier dokumentiert habe, dann spare ich mir in der Regel den Bericht dazu, es sei denn, ich hätte was Neues entdeckt. Glaubt also nicht, dass ich nur auf dem Sofa sitze, auch wenn ich diesbezüglich nichts schreibe.

Vergangenes Wochenende bin ich endlich mal wieder auf unbekannten Pfaden gewandelt. Nachdem ich das Wochenende zuvor noch einmal von Undeloh zum Wilseder Berg spaziert war (Erstbesteigung: hier lesen), lautete der Plan dieses Mal, von Oberhaverbeck über den Wilseder Berg nach Wilsede und von dort über den Totengrund und Steingrund zurück nach Oberhaverbeck  lustzuwandeln. Dazu fand ich im Netz auch einen Routenvorschlag, aber im Grunde genommen gibt es in der Lüneburger Heide SO VIELE gut ausgeschilderte Wanderwege, dass man das eigentlich nicht braucht, wenn man einigermaßen die Orientierung (und Netz) hat.

Quelle: ichmeinerselbst unter Verwendung einer Karte von OpenStreetMap, Anklicken macht groß

 

Die Lüneburger Heide ist karg, aber echt schön, auch wenn sie nicht blüht. Außerhalb der Saison dort zu sein hat den Vorteil, dass relativ wenig Leute unterwegs sind, selbst bei strahlendem Sonnenschein – und ich weiß, siehe letztes Jahr, dass sich das sehr schnell ändern kann. Auch in Oberhaverbeck gibt es übrigens Pferdekutschenplätze (nicht besetzt), und am Parkplatz befindet sich ein großer Verkauf für Felle und Porzellan (offen am Wochenende!) und Verpflegung, momentan natürlich to go.

Was soll ich sagen, es war großartig. Der Weg durch die rostbraune Heidelandschaft (mehr Infos) Richtung Wilseder Berg katapultierte mich von einem Entzücken ins nächste. Hügel reihte sich an Hügel, es ging stetig unmerklich aufwärts, der Himmel war hoch, die Sonne war warm, der Wind war kühl, die Wege waren befestigt und knochentrocken – und die Birken blühten, und nicht nur die.

Der Wilseder Berg ist leicht zu erkennen, wenn man von Südwesten kommt, er ist nicht nur der höchste Hügel, sondern auf dem Plateau steht diese prägnante, ausladende (noch unbelaubte) Gipfelbuche, ihr könnt sie auf zwei Fotos bewundern. Oben angekommen habe ich die Gelegenheit genutzt, über die Ebene zu fotografieren, aus der wir kamen, schlechte Idee, weil gegen die Sonne, aber was solls, ich mag diesen Weg, der sich da wie ein Band windet.

Quelle: ichmeinerselbst, Anklicken macht groß

 

Nach einer Trinkpause war Wilsede das nächste Ziel. Der Heideort Wilsede liegt idyllisch und ist autofrei und eigentlich ein fürchterliches Touristenkaff (hier mehr dazu), aber tatsächlich klein und gut gemacht. Und da Touristen aus den bekannten Gründen gerade Mangelware sind, waren wir froh, immerhin an zwei Stellen geöffnete Gastronomie (und Toiletten) entdecken zu können. Gestärkt zogen wir von dannen Richtung Totengrund und begegneten zuerst allerdings zu meiner großen Freude einer Heidschnuckenherde (mit Schäfer, zwei Hunden und ein paar Ziegen). Mehr Heidekitsch geht ja kaum, es sei denn, die Heide blüht.

Quelle: ichmeinerselbst, Anklicken macht groß

 

Aber auch der Totengrund, dieser mysteriöse Talkessel, wäre schon allein einen Ausflug wert: Es heißt, dass man ihn umrunden könne, und ich glaube, das kommt auf meine Liste möglicher Ausflüge. Schaut mal hier rein, ist das nicht zum Niederknien schön? Ich habe jedenfalls die obligatorischen Fotos am Rand geschossen, mich fürs Erste ab- und auf reichlich schmalen Pfaden dem Steingrund zugewendet, was nichts weiter als der Talkessel nebenan ist. Laut Karte vermute ich, dass wir auch an dem nur entlanggewandert sind, was allerdings nichts machte, so langsam war es Zeit, intensiv an den Rückmarsch zu denken 😉

Quelle: ichmeinerselbst, Anklicken macht groß

 

Nachdem wir dank Google Maps und der Beschilderung im Wald gelandet waren, gerieten wir bei dessen Durchquerung  auf die schnurgerade Verbindungsstraße zwischen Wilsede und Oberhaverbeck. Doof zu laufen (altes Kopfsteinpflaster), aber vertrauenerweckend, und ab dem Waldrand hatte ich schon wieder das Gefühl zu wissen, wo ich war.

Trotzdem war ich froh, auf dem Parkplatz ins Auto fallen zu können und nicht mehr laufen zu müssen. Nein, keine Blasen, mir taten einfach nur die Füße weh, und später hab ich auch die Waden gemerkt. Die Statistik (meine beiden Schrittzähler) sagt, dass ich mit 18.123 Schritten zwischen 11,78 und 12,33 Kilometer gegangen sei, was prima ist und eine Hausnummer, bei der ich mich öfter bewegen möchte.

Fazit: Die Lüneburger Heide ist eine einladende Gegend, die auf mich sehr anziehend wirkt, ich hätte mich schier totknipsen können und möchte da wirklich gerne bald wieder hin.

Und oh: Werbung aus Begeisterung, NICHT gegen Bezahlung oder irgendwelche „geldwerten Vorteile“.

 

Elbspaziergang im Frühling (mit Fotos) | abc.etüden

Sie stand auf dem Deich und sah sich in alle Richtungen um. Blühende Landschaft? Na ja. Wenig mehr als haltlose Wünsche, bei aller Liebe. Okay, die Vorgärten, okay, in geschützten Ecken hatten wagemutige Magnolien tatsächlich schon Knospen angesetzt und die Forsythien blühten auch. Trotzdem: Die Hunde trugen zwar keine Mäntel mehr, Herrchen und Frauchen aber sehr wohl noch ihre Winterjacken, die Temperaturen hielten sich hartnäckig im einstelligen Bereich. Später sollte es regnen, der Wind schob jetzt schon graue Wolken heran, also war es höchste Zeit, jetzt loszustapfen. Wenn überhaupt.

Sie überlegte, ob es vielleicht ein bisschen zu viel verlangt war, sich zu wünschen, man würde im April schon einen Sonnenhut brauchen. Ganz sicher hätte es dann jemanden gegeben, der wegen eventueller Trockenheit gemeckert hätte.

Der alte Fischkutter lag wieder an seinem üblichen Platz vor Anker, sehr schön. Sie hielt die Nase in den Wind. Es war fast Flut, schätzte sie, selbst hier vor dem Hafen gab es noch mehrere Meter Tidenhub. Ha, Elbluft, dieser charakteristische Geruch, ihr Herz wurde weit. Wellen leckten an der Uferbefestigung, vor ihren Füßen blühte Huflattich, und drüben auf der anderen Flussseite, der weiße Fleck, das war mit Chance ein brütender Schwan. Fast ein Wunder, dass der durch die passierenden Radfahrer, von denen es dort bestimmt öfter welche gab, nicht gestört wurde. Sie folgte den vorbeifliegenden Gänsen – den Schreien nach waren es Graugänse gewesen – mit dem Blick stromaufwärts und sah die Fähre den Fluss überqueren. Der Anleger war ein Ort, wo sich Biker aller Couleur massiert trafen, auch weil die dort angesiedelten Imbissbuden inzwischen garantiert wieder geöffnet hatten.

Sie setzte sich Richtung Fähre in Bewegung. Wenn sie wieder an ihrem Auto eintreffen würde, hatte sie sich das Stück Torte aus dem Hofladen, das sie auf der Rückfahrt zu kaufen gedachte, redlich verdient. Sie lächelte zufrieden.

 

abc.etüden 2021 14+15 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 14/15.2021: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Ludwig Zeidler und von mir mit meinem Blog Irgendwas ist immer. Sie lauten: Sonnenhut, haltlos, massieren.

Das ist momentan so was wie meine Standardrunde, wenn ich zum Deichtreten gehe. Meistens bin ich dann dort irgendwo unterwegs, schätzungsweise zwischen Elbkilometer 599 und 604 😉

 

Quelle: ichmeinerselbst | Anklicken macht groß!

 

Im Winterwald unterwegs ;-)

Falls schon wer summt, muss ich euch enttäuschen: Im Winter ist der Wald in Norddeutschland alles, nur nicht weiß. Jedenfalls meistens, jedenfalls in der Vorweihnachtszeit, also jetzt. Wer im Dezember in den Wald geht, der bekommt vor allem eins mit: Baumfällarbeiten, speziell deren Auswirkungen – Markierungen an Bäumen, Holzstapel und Stämme sowie zerfahrene Wege.

Als ich mich also neulich in den Wald begab, um die unerforschten Stellen auf meiner Wegskizze (W5, hier nachlesen) abzulaufen, empfing mich schönstes Winterwaldwetter: hochneblig, feucht und ziemlich mild. Es hatte den Tag zuvor geregnet, also war ich gewappnet, dass die Wege vielleicht nasser sein könnten. Waren sie auch. Auf zum Karlstein, zum vorläufig letzten Mal 😉

 

Start an der Schulenburgseiche | Auf dem Wanderweg W5 Karlstein | 365tageasatzaday
Quelle: ichmeinerselbst, Klicken macht groß!

 

Nachdem ich erneut an der Großmoddereiche geparkt und zur Schulenburgseiche gelaufen war, ging es ab da dann richtig los. Ich schlug den Weg ein, von dem ich beim ersten Mal nach nicht allzu langer Zeit abgewichen war und dann diesen großen, entzückenden Umweg gemacht hatte und von dem ich inzwischen weiß, dass er mich an einer Freifläche, genannt „Lichtung Doppelheide“, vorbeigeführt hatte, und bog dieses Mal an der fraglichen Kreuzung (Punkt D auf der Wegskizze) richtig ab.

 

Punkt D (siehe Skizze) | Auf dem Wanderweg W5 Karlstein | 365tageasatzaday
Quelle: ichmeinerselbst, Klicken macht groß!

 

Da sieht jeder, dass da ein Pfeil nach links ist, oder? Jedenfalls befand ich mich nun auf dem für mich neuen Stück des Weges, und was soll ich sagen: Ich war begeistert. Der Wald ist einfach … großartig. Laubwald, Mischwald, Nadelwald, junge Bäume, alte Bäume. Wanderer. Spaziergänger. Mountainbiker. Alle freundlich grüßend, mal von den zwei, drei obligatorischen Nasen abgesehen, und Pulks. In Pulks grüßt meist nur einer, oft der Erste oder der Letzte.

 

Quelle: ichmeinerselbst, Klicken macht groß!

 

Kurz nach einer alten, bemoosten Eiche kam der von mir mit Spannung erwartete Punkt, wo ich nach links abbiegen musste (Punkt E auf der Wegskizze). Mal ernsthaft: Wenn ich mir irgendwo ein fettes W5-Schild gewünscht hätte, dann da. Denn der Weg ist ein Pfad, also schmal, und am anderen Ende steht ja auch ein Schild. Zumindest an jenem Sonntag war die Mountainbiker-Dichte jedoch hoch, und da ich (berechtigterweise) zu wissen glaubte, wo ich rauskommen würde, durchwanderte ich dieses zauberhafte Stückchen Wald staunend und fühlte mich verwunschen und nicht ganz von dieser Welt. Hätte auf dem Hochstand ein Elb gesessen, ich hätte mich nicht gewundert.

 

Quelle: ichmeinerselbst, Klicken macht groß!

 

Das Schild am Ende (Punkt A auf der Wegskizze) bestätigte mir, dass ich genau nach Plan gelaufen war. Nun war ich gespannt, wie es an Punkt B mit eventuellen Pfeilen aussehen würde, dass dort massiv Richtung Karlstein (nach links) ausgeschildert war, wusste ich ja bereits, und ging geradeaus.
Aber ja, auch dort kamen wieder Pfeile. Nicht sonderlich groß, und auch nach „N“ (Neugraben?) und nicht mehr nach „KA“ (Karlstein) weisend, aber was solls. Ich folgte frohgemut dem Weg … und traf endlich an einer Kreuzung (Punkt F auf der Wegskizze) auf den Heidschnuckenweg (Markierung „H“, von der Doppelheide kommend). Hurra! Der Heidschnuckenweg hat dort einen Wegweiser mit Kilometerangaben aufgestellt, ein kleines Hinweisschild, dass man sich auf W5 befindet, hätte gutgetan – schließlich teilen sich beide Wegmarkierungen kurz vor dem Karlstein ziemlich mühelos ebenfalls einen Wegweiser (siehe unten). Da sich ebenfalls eine Mountainbiker-Gruppe und zwei Familien (mit Bollerwagen) der Kreuzung näherten, hielt ich mich mit Fotos zurück, knipste nur schnell den Wegweiser-Findling und beeilte mich, dem Rummel zu entkommen.

 

Quelle: ichmeinerselbst, Klicken macht groß!

 

Memo: Dies ist die bessere Laufrichtung, die Steigungen sind als Abstiege vermutlich leichter zu gehen als als Anstiege. Wenn man diesen Wegweiser erreicht hat (der rechts zum Parkplatz Karlstein zeigt), dann muss man nur noch ca. 500 Meter mit einer beeindruckenden Schilderdichte überstehen, und dann …

 

Quelle: ichmeinerselbst, Klicken macht groß!

 

… taucht der Karlstein wie ein hingekauertes, runzliges Tier zwischen den Bäumen auf. Der Regen hatte fast alle Spuren der bunten Bemalung abgewaschen. Ich trottete nach einer kurzen Pause langsam weiter.

 

Quelle: ichmeinerselbst, Klicken macht groß!

 

Irgendwo zwischen dem Karlstein und Punkt B kommt man durch dieses Stück Fichtenwald, wo ich immer das Gefühl habe, dass hinter den Bäumen jemand unsichtbar wacht und schaut, wer da so durchgeht. Ich fühle mich da klein … aber zeigen wollte ich euch auch, wie stark die Wege teilweise aufgefahren sind. Waldarbeiten, jetzt ist die Jahreszeit dafür. Die Pilzfamilie stand ein Stückchen zuvor und wollte ebenfalls unbedingt aufs Bild, keine Ahnung, warum.
Der Rest des Weges war altbekannt und daher nicht mehr sonderlich spannend, was die Orientierung betraf, aber ich kann mir die Spitze nicht so ganz verkneifen: Es sieht jeder, dass hier (Punkt C auf der Wegskizze) der Weg nach links abgeht , oder? Ja, klar, man gewöhnt sich dran, und ich lächle ja auch über mich. Trotzdem: Der Heidschnuckenweg pinselt sein „H“ gefühlt auf jeden dicken dritten Baum. Da ist noch Luft nach oben, liebe Schnitzeljagdpräparierer!

 

Ergänzte Skizze | Auf dem Wanderweg W5 Karlstein | 365tageasatzaday
Quelle: ichmeinerselbst, Klicken macht groß!

 

Fazit: Der von mir so bezeichnete südliche Teil von W5 ist damit endgültig durch. Ich habe natürlich überlegt, ob ich jetzt nicht noch mal den nördlichen Teil laufen müsste, vor allem die Schleife über den Kiekeberg, aber ich habe keine Lust. Ich glaube, ich will was mit Aussicht, und ich habe da inzwischen auch schon was im Auge …

Gemacht habe ich 14.175 Schritte, meine beiden Schrittzähler behaupten, das seien zwischen 9,2 und 9,6 Kilometer gewesen, und meine Wanderschuhe sind immer noch der Garant für trockene und warme Füße, ich kann sie gar nicht genug loben. Ich jedenfalls bin völlig zufrieden.

 

Herbstimpression | Auf dem Wanderweg W5 Karlstein | 365tageasatzaday

Immer Ärger mit W5 ;-)

Ihr werdet euch möglicherweise noch an meinen wunderbaren Roundtrip zum Karlstein erinnern, und an die Tatsache, dass ich trotz meines kreativen Umgangs mit dem Weg und seinen Beschilderungen nicht restlos glücklich war, weil ja ich erstens eigentlich W5 erkunden wollte und zweitens auf dem Rückweg vom Weg abgekommen bin und fast bei Dunkelheit im Wald stand. (Nein? Hier nachlesen.)

Da ich gerade nichts Besseres zum Rumlaufen in der Fast-Nähe finde (wenn ich keine Lust habe „deichzutreten“), und jemand bin, dem so was keine Ruhe lässt, hatte ich mir vorgenommen, ein paar offene Fragen zu klären.

  1. Wo/was ist die Großmoddereiche, auch „Groß Modder Eiche“ geschrieben?
  2. Wo/was ist die Schulenburgseiche/Schulenburgs Eiche?
  3. Auch der südliche Teil von W5 überschneidet sich für ein kleines Stück (siehe Skizze unten), ich muss da schon entlanggelatscht sein, wo ist es?
  4. Wo zum Henker bin ich auf dem Rückweg vom Karlstein zum Parkplatz vom Weg abgekommen – und warum?

Gesagt, getan. Es war Sonntag, und nachdem es am Samstag bei uns geregnet hatte, hielt mich nichts mehr zu Hause, nachdem die Sonne rauskam. Ich packte die Freundin ins Auto, die ich schon über W2 geschleift hatte, fuhr zum gleichen Ort wie neulich und sah mich um.

1) Die „Gross Modder Eiche“ ist eine alte Eiche, die tatsächlich neben dem Parkplatz (Brandheide/Diebeskuhlen) steht, wo wir geparkt hatten. Der Name steht auf einem derart riesigen Findling zu ihren Füßen, dass man das eigentlich nicht übersehen kann. Ohne Worte.
Ja, da wächst Moos am Stamm (und sind die Farben nicht toll?). In Richtung Westen.

 

Quelle: ichmeinerselbst, Klick macht groß!

 

2) Jetzt habe ich auch den „offiziellen“ Weg (W5) genommen, den ich beim letzten Mal ebenfalls großzügig ignoriert hatte (W5 verläuft über den Parkplatz). War kaum länger. Der Wegweiser auf dem Foto weist nach links zum Paul-Roth-Stein (die Strecke, wo es steil und mühselig wird), nach rechts zum Parkplatz und hinter mir zu der großen Kreuzung. Geradeaus geht es nicht so hügelig ebenfalls zum Kiekeberg, wie mir zwei Damen berichteten, allerdings ohne Beschilderung und OHNE NETZ. Sie klangen nur mäßig glücklich 😉
Die „Schulenburgs Eiche“ befindet sich nach allen Karten, die ich zurate gezogen habe, und das waren einige, an besagter Kreuzung, die ich schon das letzte Mal freudig begrüßt hatte. Ich habe keine Ahnung, ob sie das auf den Bildern tatsächlich ist, da stand kein Schild. Aber vielleicht habe ich ja Tomaten auf den Augen – und ja, das ist eine Eiche.

 

Quelle: ichmeinerselbst, Klick macht groß!

 

3) Dieses Waldgebiet ist von vielerlei Wegen durchzogen, und ursprünglich hatten wir gar keine größere Wegstrecke vor und wollten uns bloß bisschen bewegen. Also sind wir dann von der Schulenburgseiche aus den asphaltierten Weg nach Süden gelaufen, in dem sicheren Wissen, dort irgendwann irgendwo auf W5 zu stoßen und somit ein neues Teilstück zu entdecken ;-). Das war auch der Fall, und ich schlug vor, dem Weg erst mal Richtung Karlstein zu folgen und orientierte mich an den gelben Pfeilen (frau lernt). Irgendwann musste mir der Weg doch bekannt vorkommen.

So weit, so korrekt. Der Wegweiser steht auf der Skizze an Punkt A, und dieser Wegweiser, dessen sämtliche Arme mit W5 beschriftet sind, hatte mich schon beim letzten Mal auf dem Rückweg irritiert. Wir tappten dann weiter, bogen an Punkt B korrekt nach Süden (links) ab und ich erkannte den Weg durch den wunderschönen Nadelwald wieder, den ich bereits schon in die andere Richtung gelaufen war und sehr magisch gefunden hatte. Es war sonnig, der Boden war tief und teilweise matschig, es roch unglaublich grün und alle, alle Spaziergänger waren freundlich, rücksichtsvoll und grüßten. Auch die Mountainbiker.

Als wir am Karlstein ankamen (mit bunter Kreide bemalt und von Parteien mit Kindern belagert, kein Foto), drehten wir um und gingen einigermaßen gemütlich denselben Weg zurück. Dass wir dabei zwangsläufig auch das Stückchen zwischen B und A zurücklegten, wurde mir erst zu Hause so richtig klar, als ich auf die Karte starrte, versuchte, meine „innere Karte“ mit Bildern zu bestücken, und mir als Ergebnis ein Kronleuchter aufging und ich die Skizze erstellte. Beim nächsten Mal, denn es wird natürlich ein nächstes Mal geben, werde ich an Punkt B einfach nicht abbiegen. Dass ein Weg weiterführte, habe ich gesehen, klar, aber nicht, dass dort ein Wegweiser stünde geschweige denn ein Pfeil geradeaus, aber diverse nach links/Süden. (Vermutlich erscheinen die beim nächsten Mal auf mysteriöse Art.) Ach ja, es ist so schön. Ich hatte übrigens erwogen, den Beitrag „Irrungen, Wirrungen“ zu nennen …

 

Quelle: ichmeinerselbst, Klick macht groß!

 

4) Und dann passierte es doch tatsächlich: Links tauchte eine Sitzgruppe auf, an die ich mich erinnerte. Vor zwei Wochen hatten dort kichernde Pubertiere gesessen, und ich war stramm mit Dämmerungsfurcht daran vorbeigehastet und irgendwann auf besagter Landstraße gelandet. Dieses Mal entdeckte ich einen winzigen gelben Pfeil an einem Baum. NICHT ETWA EIN FETTES SCHILD: HALLO, W5, HIER BITTE LINKS! Nein, ein Pfeilchen! Und dann noch eins an den Bänken (Foto). Wir bogen nach links ab, fanden uns auf dem Weg wieder, den wir vorhin gekommen waren, dann ein paar hundert Meter später wieder rechts (mit deutlichem Pfeil) ging es einen langen, geraden Abhang hinunter und wir waren auf dem Parkplatz beim Auto. Himmel. So einfach kanns sein.

 

Quelle: ichmeinerselbst, Klick macht groß!

 

Fazit: Ich beschreibe all das in einer derart epischen Breite, weil ich mich in einem Jahr oder so auch noch dran erinnern will. Außerdem ist das die Wahrheit und mein Blog kein glatt gebügelter Wanderführer.
Es klingt ja für euch vielleicht albern, aber die auf der Skizze blau eingezeichneten Teile des Weges fehlen mir noch, und ich werde sie mir erlaufen und beim nächsten Mal vielleicht die Schleife komplett schaffen, man weiß ja nie. Warum? Weil ich es kann. Weil ich möchte. Weil es Spaß macht.  Weil ich einen Narren an der Gegend gefressen habe, auch wenn sie keine nennenswerten Aussichtspunkte bietet, und ich mich in ein glückliches Waldkind verwandele.
Ich bin 14.157 Schritte gegangen, was je nach Schrittzähler 9,2 bis 9,6 Kilometer sind, und bin nach wie vor irrsinnig happy über die Tatsache, dass meine Wanderschuhe bis über den Knöchel reichen, denn dieses Mal war wegen des teilweise ätzend matschigen Bodens Trittsicherheit der anderen Art gefragt. Und jetzt sehen/sahen sie endlich auch benutzt aus … 😉

 

Der frühe Abend fängt den Vogel

Samstagmittag. Ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch, November hin oder her. Sogar der innere Schweinehund erhob keine Einwände. Nichts wie raus! Das Ziel hatte ich schon länger angepeilt: Mein neues Lieblingsgebiet in Sachen Wald, die Harburger Berge, von denen ich euch schon mehrmals vorgeschwärmt habe. Da gibt es den Wanderweg W5, Gesamtlänge 18,8 km, circa in der Hälfte teilbar (offizielle Beschreibung) – an der nördlicheren Hälfte liegt auch der Hasselbrack, ich habe berichtet (hier lesen). 20 Kilometer sind mir noch zu viel auf einmal, also hatte ich beschlossen, ich würde mir diesmal die südlichere Hälfte des Wegs antun und den Karlstein (be-)suchen (Wikipedia). Ein passender Parkplatz (Brandheide) war schnell angepeilt gewesen, es konnte zügig losgehen.

Parkplatz und Wald erwiesen sich als … recht voll. Ich stiefelte los und erreichte tatsächlich nach kurzer Zeit die von mir angepeilte große Kreuzung, an der ich zuvor den Weg halbiert hatte (siehe Bild 1). Wiedererkennungswert: grandios. Here we go – südwestwärts, der Sonne entgegen. Der Wald war herrlich, ich beschloss in einem Anfall von Übermut, nicht den anderen zu folgen, die in recht lauten kleinen und größeren Trupps möglicherweise ebenfalls Richtung Karlstein liefen, und war bald recht allein, von gelegentlichen Pärchen und Mountainbikern abgesehen. Interessant: 4 von 5 haben gegrüßt. Ich schritt dahin, sah ab und an Pilze, ließ sie stehen und fühlte mich wie ein Hobbit, was meine Laune erheblich steigerte. Ich mag Hobbits.

Die Markierungen an den Bäumen bestanden aus allem, nur nicht aus W5 oder gelben Pfeilen. (Die mitgeführte Wanderkarte, die ich inzwischen erstanden habe, ist scheiße, da erkennt man mitnichten genau, wo man ist.) Irgendwann beschloss ich, mich bei Weggabelungen einfach Richtung Sonne zu halten: Irgendwo da würde der Karlstein sein, und irgendwann vorher würde ich auf einen Weg kommen, der mich zu ihm bringt, er ist zu bekannt.

Richtige Annahme. Als ich später an einem großen Feld aus dem Wald trat (ich wüsste gern, ob das einen Namen hat), befand ich mich zur besten Kaffeezeit auf einer viel begangenen »Wanderweg-Schnellstraße«. Wie ich dann mitbekam, war das sowohl der Heidschnuckenweg wie auch der Europäische Wanderweg 1, deren Zeichen überall an den Bäumen prangten. Und an einer Abzweigung stand auch wieder ein wichtigtuender Wegweiser mit W5. Ach, ja, hallo, lange nicht mehr gesehen.

Das nächste Stückchen Weg lief ich mit einer älteren Dame, die am Karlstein geparkt hatte und sich wirklich gut auskannte. Sie machte sich einen Spaß daraus, mir alles Mögliche zu erzählen, und stimmte mit mir darin überein, dass die Beschilderung nicht das Gelbe vom Ei sei – ich meine, ich kenne mich eh nicht aus, weder konkret vor Ort noch in dem, was beim Wandern Usus ist, aber das war bei ihr definitiv anders und somit fühlte ich mich bestärkt.

Der Karlstein, ein großer eiszeitlicher Findling aus Granit bot eine Überraschung. Er war nämlich überaus belebt. DREI Grüppchen, eines feierte Geburtstag mit Happy-Birthday-Girlande und belegte die Bank, eindeutig eine Familie mit mehreren Generationen. Einem war ich unterwegs schon begegnet, vier Pärchen mit diversen Alkoholvorräten und Hund (etwa mein Alter, bitte, ich kann nichts gegen die sagen, die waren total nett, schmissen nichts in die Gegend und boten mir Schokolade an), eines mit einem Bollerwagen, in dem dann aber wohl doch nur Kinder und Gedöns Platz hatten. Und dazwischen ich. Ich setzte mich an den Rand, trank meinen Wasservorrat leer und war nach wie vor bester Laune, bis mir auffiel, was ich schon viel früher auf dem Schirm hätte haben müssen: dass ich erheblich länger durch den Wald getappt war als gedacht, nämlich knapp zwei Stunden. Schön, ich hatte mich nicht beeilt, was solls, der Weg ist das Ziel.

Der Punkt war nur: In einer guten Stunde würde Sonnenuntergang sein. Und ich hatte null Ahnung, wie lange ich zurück brauchen würde, geschweige denn, ob ich mich bei der bekannt exzellenten Beschilderung des Wanderwegs nicht verlaufen würde. In der beginnenden Dämmerung, sprich Nacht. Im Wald. Ohne Ortskenntnisse. Ich bin nicht übermäßig ängstlich, aber ich amüsiere mich gern anders. Zur Not hat das Handy eine Taschenlampenfunktion.

Mein Aufbruch war dann etwas eiliger.

Der Wald war immer noch toll und inzwischen deutlich leerer. Die Markierungen waren ebenfalls deutlich sichtbar. Dachte ich und stürmte fröhlich vorwärts … Ich schwöre, ich habe keine Ahnung, wo genau ich von dem verdammten W5 abgekommen bin, aber jedenfalls stand ich irgendwann auf einer Landstraße (ja, eine für Autos), und wusste, dass das NICHT mein ausgeschilderter Wanderweg war. Und es wurde inzwischen sichtbar dämmriger.

Okay, Straße ist nie schlecht, Plan B wäre gewesen, ihr bis ins nächste Kaff zu folgen und mich von dort aus irgendwie zu meinem Parkplatz durchzuschlagen, wir reden hier von Wegen von maximal zwei, drei Kilometern. Aber ich beschloss, dass es jetzt an der Zeit für Plan A war: Google Maps, hilf! Und, o Wunder: Nicht nur, dass ich schnelles Internet hatte, Google Maps sagte mir auch, dass ich eine Viertelstunde von meinem Parkplatz entfernt sei, und wies mir den (Wald-)Weg. Da lang, bitte!

Ziemlich genau (ich habe es später nachgesehen) als ich mein Auto aufschloss, ging die Sonne unter. Was das angeht, war es vermutlich mein Glück, den Weg zurück verloren zu haben. Ich habe vom Karlstein bis zu meinem Auto eine Stunde gebraucht, was mir beweist, dass ich auf dem Hinweg ganz schöne Umwege gegangen sein muss. Egal, ich hatte Spaß und würde/werde es wiederholen. Ich mag die Gegend.

Fazit: Ich habe meine Herbstfaulheit in Sachen Bewegung etwas in die Schranken gewiesen – und eine neue Rechnung offen, denn den Wanderweg habe ich auf jeden Fall nur in Teilen belaufen. Wo bzw. wo nicht gedenke ich noch herauszufinden. Meine Muskeln haben sich bemerkbar gemacht, auch am Tag danach, und ich bin an diesem Tag 17.394 Schritte gegangen, was je nach Schrittzähler 11,3 bis 11,8 Kilometern entspricht, und möchte mich last but not least immer noch wie blöd über meine Wanderschuhe freuen: Blasen? Bisher Fehlanzeige. Dieses Jahr war bisher ja echt … vielfältig, und die Schuhe sind ein Megagewinn.

 

W2 – Ehrenrettung ;-) | abc.etüden

Ihr erinnert euch: der scheinbar unbeschilderte Wanderweg? Ich musste da ein zweites Mal hin und der Sache auf den Grund gehen. Und, Überraschung: Es war mein Fehler! 😉

Nein, es ist nicht so, dass wir Tomaten auf den Augen gehabt hätten. Die Tücke liegt im Detail. Die Tourbeschreibung behauptet: „Tour ist vollständig beschildert/markiert.“ Aha?! Wer lesen kann, hat Vorteile! Wenn man die häufig auftauchenden und durchaus auch mit verschiedenen Buchstabenkombinationen versehenen (keine davon „W2“-ähnlich) handgepinselten gelben Pfeile als besagte Markierung begreift, dann kommt man anhand dieser Pfeile hervorragend durch den Wald und fühlt sich mitnichten in der Wildnis ausgesetzt. Wir sind also beim ersten Mal schlicht zu früh nach Osten abgebogen, was ich im Nachhinein vermutet hatte. Beim zweiten Mal bin ich die Schleifen des Weges alle fröhlich entlanggetrottet und entdeckte nicht nur (vereinzelt) Schilder, sondern stellte auch fest, dass wir den Weg sogar wiedergefunden und begangen, dem Frieden jedoch nicht getraut hatten und schließlich kurz vor knapp endgültig falsch abgebogen waren, um aus dem Wald zu gelangen. Okay, was solls, alles gut.

Das Einzige, was mich ernsthaft wundert, ist die Routeneinstufung als „familienfreundlich“, die Unbedarfte (wie mich) zu falschen Schlüssen verleiten könnte. Ich habe ein junges Paar am Hang getroffen: Er schleppte ein Kleinstkind, sie schob in ultimativer Körperschräglage den dazugehörigen Buggy über Wurzel und Stein nach oben und wirkte nicht wirklich glücklich. Ein undankbarer Job, freundlich formuliert.
Zudem (weit weniger witzig) hatte ich zuvor dabei geholfen, eine Krankenwagenbesatzung in den Wald zu lotsen*, wo eine Elektrorollstuhlfahrerin (mit Mann) unterwegs gewesen und umgekippt war. WTF? Rollstuhl? Hier? Und ich als Wandereinsteiger halte (teilweise) Wanderstiefel für nicht unangebracht? Hm. Ich nenne das Diskrepanz.

Ein Blick auf die Tourbeschreibung offenbart: „Keine Höhenangaben verfügbar.“ Nun. Endmoränengebiet, ich hatte es bereits erwähnt. Ob die noch Landvermesser brauchen? Ich kenne mich jedenfalls jetzt aus.

 

abc.etüden 2020 41+42 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Sachetüde für die abc.etüden, Wochen 41/42.2020: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Werner mit seinem Blog Mit Worten Gedanken horten. Sie lauten: Landvermesser, undankbar, aussetzen.

 

* Die Geschichte ist zu lang für die Etüde, daher hier die Ergänzung/Erklärung: Ich wurde in der Nähe des Heidefriedhofs von einem Mountainbiker aufgehalten, der auf ein Paar getroffen war, von dem die Frau im Elektrorollstuhl saß und mit diesem auf dem Weg aufgrund einer Wurzel umgekippt war. Er sagte, dass sie zwar wieder im Rollstuhl säße und sich in unsere Richtung bewege, jedoch aber schlimme Schmerzen habe und wohl ins Krankenhaus müsse. Er sei dabei, einen Krankenwagen hierher zu lotsen, ob ich helfen würde? Ich war dabei, als er mit der Leitstelle telefonierte und ihnen beschrieb, was er wusste und wohin sie kommen sollten, und er bat mich, zur Straße zurückzugehen und die anrückenden Rettungskräfte zur richtigen Stelle zu schicken.

(Ich kann nicht beurteilen, wie jenes Paar mit dem Elektrorollstuhl auf diesen Weg geraten ist, ich habe nicht mit ihnen gesprochen. Vom Weg abgekommen? Kräfte und Wegbeschaffenheit falsch eingeschätzt? Einfach blauäugig gewesen? Ich weiß es nicht, aber ich habe festgestellt, dass jeder Weg dieser W-Reihe, auf dem ich bisher mehr als ein paar Hundert Meter gegangen bin, sowohl eine sehr einfache wie auch eine anspruchsvolle Bodenbeschaffenheit aufwies, die ich niemandem zumuten würde, der auf fremde Hilfe angewiesen ist.)

Als die Rettungskräfte dann mit voller Kavallerie anrückten, waren glücklicherweise die Verunfallte plus Mann plus Mountainbiker bereits fast auf festem Boden. Er bedankte sich bei mir, dass ich geblieben sei. Ich sagte: Kein Problem, ist doch selbstverständlich, würde mir was passieren, würde ich auch wollen, dass mir jemand hilft. Er nickte, und wir gingen/radelten unserer Wege, jetzt dann wirklich.

Mir geht das nach. Ich fahre an den Straßenrand, wenn ich die Sirene eines Krankenwagens höre, denn schließlich könnte auch ich es sein, die drinliegt, oder jemand, der*die mir nahesteht. Und dann höre oder lese ich von Fällen, wo bei abgestellten Notarztwagen die Radmuttern gelockert werden etc. Von Notärzten und Sanitätern, die angegriffen werden, wenn sie ihrem Job nachgehen und zu helfen versuchen. Keine Einzelfälle.
Und dann … verstehe ich die Welt nicht mehr.

 

 

 

Lost in the woods ;-)

Rund um den Wildpark Schwarze Berge verläuft der Wanderweg W2, laut Homepage beschrieben als: „Die kurze und waldreiche Tour mit zwei längeren aber mäßigen Steigungen ist besonders für Familien geeignet, die als Ergänzung zu einem Besuch im Wildpark Schwarze Berge oder im Freilichtmuseum am Kiekeberg eine kleine Wanderung unternehmen möchten.“ Länge: sechs Kilometer, „überwiegend gut begehbare naturbelassene und befestigte Wege“, „Tour ist vollständig beschildert/markiert“. Zumindest Letzteres wage ich zu bezweifeln.

Ich hatte eine Freundin zu Besuch, wir wollten uns nicht abstrampeln. Sechs Kilometer klang nett. Wir ließen also das Auto am Wildpark und liefen fröhlich in den Wald. Fehlten nur noch das rote Käppchen und der Korb. Und die Großmutter. Anfangs war alles gut ausgeschildert, abgesehen davon, dass ich das allererste Teilstück eh kannte. Dann bogen wir rechts ab und liefen in Richtung Heidefriedhof. Sehr nett. Mehr als kinderwagentauglich. Komplizierter wurde es erst, als wir die Pampa betraten, die unmittelbar nach dem Friedhof begann. Plötzlich waren wir (vermutlich) auf einem Nordic-Walking-Trail, und W2 ging irgendwann davon ab, ja, hurra, mit Schild. Von wegen, befestigt. Von wegen, bequem zu zweit nebeneinander gehen und quatschen. Jetzt wurde „mäßig“ steigend bergauf gewandert! Hintereinander! Als wir oben waren, zweigte ein Weg nach rechts ab und unser Trampelpfad führte geradeaus weiter. Bergab.
Da die inzwischen angeschaffte Wanderkarte von einem scharfen Knick nach rechts sprach und geradeaus auch nicht näher beschildert war, bogen wir ab. Weiter bergauf. Vermutlich war das der Fehler, denn binnen kürzester Zeit standen wir in zwar sehr hübschem Wald, SEHR, SEHR HÜBSCH, und waren auch auf irgendwelchen unbefestigten (pardon, naturbelassenen), aber ausgetretenen Wegen unterwegs (ich hatte neulich erwähnt, dass die Harburger Berge von Wander-, Rad-, Nordic-Walking- und Reitwegen durchzogen sind?), aber W2 hieß keiner davon, wie uns ein gelegentliches Schild feststellen ließ.

Was also tun? Das Ganze war keineswegs ein Anlass zu größerer Sorge; die Sonne schien, und sowohl laut Karte als auch meiner Orientierung lag der Wildpark südlich von uns. Würden wir also strikt nach Süden (hallo, Sonne!) gehen, würden wir irgendwann mit der Nase am Zaun des Parks enden. Easy? Easy.

Blöd nur, dass meine Freundin wirklich schon mal „lost in the woods“ gewesen war, und zwar im Harz, mit Gepäck auf dem Rücken und von mitwandernden Idioten verlassen. Eine Erfahrung, die eher Albtraumcharakter gehabt hatte, und von der sie immer noch zehrte: SIE sah die Tatsache, dass ich nicht genau wusste, wo unser Weg verlief und wie wir aus diesem wunderschönen Wald wieder hinauskommen würden, lange nicht so entspannt wie ich, die ich überzeugt war, dass wir schon bald irgendwo ankommen würden, vermutlich nur nicht genau da, wo wir eigentlich geplant hatten.
Nachdem auch mir dann endlich klar geworden war, dass sie glücklicher sein würde, wenn sie sich orientieren könnte, bemühte ich mich darum, den Waldrand zu finden.

Das ging dann erfreulicherweise auch ganz gut. Wir krabbelten eine nicht sonderlich familientaugliche Böschung nach oben (auf einem Trampelpfad) und sahen am Horizont Hausdächer auftauchen. Die Hausdächer gehörten zu einem Dorf (Ehestorf), wir stießen auf eine Straße, die wir schon mit dem Auto entlanggekommen waren, und tappten (nun wieder) entspannt in Richtung Wildpark, vorbei an „Land-Art“, sieben Kreisen aus Stein, und einem abgeernteten Sonnenblumenfeld. Ästhetik des Verfalls.

Fazit: Keine Ahnung, wo genau im Wald wir rumgelaufen sind, W2 war es jedenfalls nur zum Teil. Aber sechs Kilometer waren es laut Schrittzählern dennoch, eher sogar knapp sieben (10.405 Schritte). Ich werde da noch mal hinmüssen, aber dann vielleicht doch lieber allein.
Ob besagte Freundin das Mini-Abenteuer gut überstanden hat? Sie spricht jedenfalls noch mit mir 😉 – und sollten wir sonnige und trockene Oktoberwochenenden bekommen, wollen wir vielleicht zusammen bisschen in der Lüneburger Heide herumrennen. Aber noch ist nichts fix.

 

Quelle: ichmeinerselbst, Anklicken macht wie üblich groß

 

Sollte der Titel dieses Beitrags jemanden an etwas erinnern … jaaaaaa, mich auch.
Let me bring you songs from the wood … 😉

 

 

Und hier hatte ich ein Interview mit Ian Anderson verlinkt.

 

Der zweite Hunderter ;-)

Hamburg hat, wie ich schon gelegentlich erwähnt habe, nur ein paar Abhänge, die den Namen auch wirklich verdienen. Hamburgs höchste Erhebung, der Hasselbrack, liegt aber in den Harburger Bergen, interessanterweise nur ein paar Meter neben der Landesgrenze zu Niedersachsen. Nun ist der Hasselbrack in Hamburg sensationell unbekannt, was nicht nur an seiner sagenhaften Höhe von 116,2 Metern liegt, sondern auch an der Tatsache, dass man von dort aus keinerlei Aussicht hat, er zudem mitten in einem Naturschutzgebiet liegt und zwar auf Karten eingezeichnet ist, aber deswegen kein Wegweiser dorthin verweist (Brutgebiet, bla). Keiner. Null. Ein Ding für Insider. Ferner sind schließlich die Harburger Berge (Wikipedia) auf der anderen Seite der Landesgrenze durchaus höher 😉
Wenn ich zusammenfassen darf: Der Hasselbrack ist eine völlig unauffällige, nicht weiter ausgeschilderte Erhebung in den Harburger Bergen (die, selbstverständlich, auch keine „Berge“ sind).
Für Wanderanfänger wie mich ist aber dies aufgrund der Tatsache, dass sie ein Endmoränengebiet sind und „für norddeutsche Verhältnisse recht zerklüftet“, ein herrliches Gebiet, um über Stock und Stein zu krabbeln und mich müde zu laufen. Dort gibt es nämlich nicht nur eine Handvoll gut beschilderter Wanderwege, sondern auch rauhe Unmengen an Trampelpfaden, steilen Mountainbike-Trails und Reitwegen.

Meine Wahl fiel (zum zweiten Mal) auf einen Teil des Wanderwegs W5 (Wander-Tour Schwarze Berge, klickst du) und zwar auf den nördlicheren. Denn der führt, wie mir beim Blick auf die Karte klar geworden war, ziemlich dicht am Hasselbrack vorbei, und ich hatte auch schon so eine Vermutung, wo ich abbiegen müsste. Außerdem hatte ich mit dem Weg, zumindest dem zweiten Teil, noch ein Hühnchen zu rupfen. Und ich wollte zum Hasselbrack. Einfach just for fun.

Geparkt habe ich am Wildpark Schwarze Berge, der viel Spaß machen kann, wenn man reingeht, besonders mit Kindern (Hängebauchschweine, Ziegen zum Streicheln), und ich mag speziell die Flugshow (Greifvögel). Mein Weg führt aber südlich dran vorbei, und nach relativ kurzer Zeit stand ich entzückt am Moisburger Stein, einem alten Grenzstein. Nun lief ich der Markierung W5 folgend weiter in den Wald hinein, wo der Weg die ganze Zeit sanft anstieg und ich in größeren Abständen anderen Wanderern begegnete, die allesamt grüßten – ich war raus aus der Stadt. Nicht zu überhören waren Geräusche im Wald, die von Mountainbikern stammten, nicht zu übersehen waren Hinterlassenschaften, die von Pferden stammten. Alles bestens. Als ich gefühlt relativ weit „oben“ war, dachte ich, dass ich jetzt eigentlich in der Nähe des Hasselbracks sein müsste, und zückte die Geheimwaffe: mein Handy. Klar hätte ich eine Wanderkarte bevorzugt, wenn ich eine gehabt hätte (was ich ändern werde), aber ich dachte, das Handy tut es auch, und wenn nicht, dann eben nicht. Und, o Wunder, ich hatte Empfang UND recht. Hier irgendwo in der Nähe sollte er sein, der Hasselbrack.

Also bog ich mutig von meinem Weg ab und wagte mich auf den Trail-Dschungel. Das Handy bestätigte mir von Zeit zu Zeit wenigstens, dass ich mich meinem Ziel näherte, denn selbstverständlich kannte es keine Trampelpfade. Irgendwann grüßte ich eine Reiterin und fragte sie, ob der Hasselbrack hinter ihr liege, und sie lächelte und antwortete freundlich: „Ja, immer geradeaus.“ Und tatsächlich, es stimmte. Dauerte nur noch ein paar Minuten …

Um die Infos zum Thema Hasselbrack auf den neuesten Stand zu bringen: Es gibt dort den Stein. Sonst nichts. Keine Bank, kein Gipfelkreuz. In den Waldboden daneben (auf meinem Bild nicht zu sehen) ist eine Kiste aus Blech verbuddelt, in der sich ein MNS und ein Geocache befanden (jedenfalls vermute ich, dass das einer war). KEIN Gipfelbuch, von dem ich schon verschiedentlich gelesen habe, und der Deckel der Kiste ist echt verbeult.

Ich hockte mich für eine kleine Weile auf einen Baumstumpf und genoss den Wald. Dann trottete ich gemächlich wieder zurück zu meinem Wanderweg. Vor mir lag, wie ich wusste, der anstrengendere Teil der Tour.

Wenn man auf der Karte (siehe Link oben) nachsieht, entdeckt man, dass W5 ein langer Rundweg ist, der teilbar ist. Und ab dem Punkt, wo man abzweigt, wird der Weg, äh, immer trailartiger. War das vorher ein Weg, den man mit Oma und Kinderwagen gut gehen konnte, kommt jetzt mehr und mehr zum Tragen, was die Wegbeschreibung als „überwiegend naturbelassene, teils wurzelige Wege mit anspruchsvollem Relief (festes Schuhwerk erforderlich)“ beschreibt. Und die hinauf und hinab zu überwindenden Abhänge werden immer steiler und die Pfade immer ausgewaschener. Mir ist schon klar, dass sich Kenner von alpinen und voralpinen Wegen vermutlich vor Lachen auf dem Boden rollen, aber ich war SEHR, SEHR dankbar für meine Wanderschuhe (meine Erstbegehung dieses Weges war der Grund, weshalb ich mir anständige Wanderschuhe zugelegt habe, denn solche Wege sind zurzeit meine Messlatte) und ich habe, als ich leichtfüßig über diverse Baumwurzeln stiefelte, schaudernd begriffen, was ich meinen Schutzengeln (Plural!) mit meinen Sandalen beim letzten Mal eigentlich zugemutet habe. Schließlich kann man auch in einer Pfütze ersaufen, wenn man Pech hat. Gute Wahl. Sehr gute Wahl. (Immer noch keine Blase gelaufen. Scheint so, dass ebenfalls meine Billig-Wandersocken nicht die schlechtesten sind – zumindest sind sie für meine bisherigen Wege geeignet. Ich weiß inzwischen immerhin, dass auch Socken ein großes Thema sind.)
Sind das übrigens Schopftintlinge, die Pilze?

Der Pfad rund um den Paul-Roth-Stein (laut Internetangaben 131 Meter über NHN; der so aussieht, als ob der Zahn der Zeit kräftig an ihm nagt und es keinen interessiert, siehe Bild) ist für Mountainbiker gesperrt. Wie ich feststellte, gibt es aber einige, die das nicht stört, denn als ich gerade dieses Baumwurzelteil (siehe Bild) erklomm, standen oben welche mit ihren Rädern und unterhielten sich (und grüßten). Weiß nicht, ob sie dann da runter sind, überholt haben sie mich jedenfalls nicht mehr.
Die Treppen, die sich ebenfalls auf diesem Teil des Weges befinden, sind robuster, als sie aussehen.

W5 führt dann noch über den Kiekeberg, wo sich ein sehr bekanntes Freiluftmuseum befindet, ein Schlenker, den ich mir schon zum zweiten Mal gespart habe, ich bin einfach über Alvesen zum Wildpark zurückgelaufen. Ich war müde genug für den Tag.
Leider musste ich dann auch feststellen, dass sich irgendwann mein Handy und damit meine Schrittzähler verabschiedet hatten. Ich kann also nicht sagen, wie weit ich gelaufen bin, was mich doppelt ärgert, da ich sogar mit der Pause in der Zählung bei dem Schrittzähler, der weniger anzeigt (der andere war komplett im Nirwana), auf über 10 Kilometer gekommen bin – und mir geschätzt eine halbe Stunde bis 45 Minuten fehlen, in denen ich mich bewegt habe. Nun. Sieht so aus, als müsste ich da noch ein drittes Mal längs. Vielleicht tappe ich dann doch noch über den Kiekeberg. Zeit ist ja genug, wenn das Wetter hält.

Sollte (wirklich?) noch jemand rätseln: Der „zweite Hunderter“ ist mein zweiter erklommener Gipfel *hust* 😉

Ebenfalls auf dem Hasselbrack war Maren von „Von Orten und Menschen“, und zwar vor knapp vier Jahren. Ihre sehr vergnügliche Schilderung, wie sie ihn fand (und Maren hat im Gegensatz zu mir Ahnung von dem, was sie tut), könnt ihr HIER lesen.

 

Ja, klar, die Fotos sind alle von mir. Klicken macht groß!