Tag 18 | 30 Days Book Challenge

 

18 Einen Satz, den Du für zitierwürdig hältst

Das Problem mit zitierwürdigen Sätzen ist, dass die Dinger unter das Urheberrecht fallen, und man sie nur zitieren darf, wenn man den Text, aus dem sie stammen, bespricht. Ja, glaubt mir.

Über dieses Zitat bin ich gestolpert, als ich das zugehörige Buch aufschlug, um zu sehen, ob es zufällig auf Dünndruckpapier gedruckt ist und über 1000 Seiten dick ist, siehe Aufgabe von morgen. (Nein. 638 Seiten.) Und dann fiel mein Blick auf das Zitat, das ich euch nicht vorenthalten möchte, und da es mir zu lang zum Abtippen ist, habe ich es abfotografiert. Es ist der Schluss des Buches „Wo die Berge jung sind“ von Han Suyin (Wikipedia-Artikel zur Autorin).

 

Zitat Tag 18 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Han Suyin, Wo die Berge jung sind, Deutsche Hausbücherei Hamburg (o. J.), S. 637/38
Klicken macht groß!

 

Wenn ich ehrlich bin, habe ich ziemlich wenig Erinnerungen an die Handlung, aber ich weiß, dass ich es sehr mochte. Es spielt 1956 in Kathmandu und ist 1958 herausgekommen. Auf der Suche nach einer deutschen Inhaltsangabe habe ich nur Folgendes gefunden: „Eine junge Engländerin erlebt in Nepal eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die ihrem Leben einen ganz neuen Sinn gibt.“ Nun. Sie verliebt sich in einen Inder, es gibt diverse Mengen an Verwicklungen und sie lernt dabei eine Menge über sich selbst, über Land, Leute und Philosophie/Religion, den Sinn ihres Lebens und das Leben an sich. Die englische Wikipedia geht erfreulicherweise ein bisschen mehr ins Detail (hier klicken).

Ich war damals, als das Buch mir zufiel (ich habe eine gebundene Ausgabe, die so alt ist, dass noch nicht mal das Erscheinungsjahr drinsteht, also vermutlich 60er, 70er, was auch bedeutet, dass man es heute gebraucht nachgeschmissen bekommt), ziemlich sicher noch voll auf dem „Liebe zwischen den Kulturen“-Trip. Ganz sicher hat es mich deswegen so berührt, ich fand es nicht nur schön von der Sprache her, sondern ungewöhnlich einfühlsam und fremdartig gleichermaßen, getragen von einem tiefen Respekt für die Figuren und die Kultur. Ich vermute inzwischen, dass Han Suyin, die Chinesin war und sowohl mit einem Engländer als auch mit einem Inder verheiratet gewesen ist, sehr genau wusste, wovon sie schrieb.

Rilke wird (vermutlich falsch) der Ausspruch zugeschrieben: „Darin besteht die Liebe: Dass sich zwei Einsame beschützen und berühren und miteinander reden.“ Mir ist egal, von wem es stammt, ich finde es sehr wahr, und vermutlich hat mich deshalb das obige Zitat auch so sehr angezogen.

 

Tag 18 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

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Tag 17 | 30 Days Book Challenge

 

17 Ein Buch von Deinem Lieblingsschriftsteller bzw. -schriftstellerin

Seufz. Ich weigere mich, irgendeinen absoluten „Liebling“ zu benennen. Weder Schriftsteller noch Genre. Bei Myriade in den Kommentaren las ich heute den Vorschlag, jemanden zu wählen, von dem man „richtig viele Bücher“ besäße. Und was ist, wenn besagter Liebling es in seinem Leben nur auf fünf Bücher gebracht hat? Da ist doch fast jede Fantasyreihe länger!

Da ich aber nicht schon wieder das Handtuch werfen wollte, habe ich mir eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen ausgesucht, von der ich tatsächlich eine Menge Bücher besitze: die bereits schon mehrfach erwähnte Patricia A. McKillip (Wikipedia-Eintrag, weder in der deutschen noch in der englischen Wikipedia sind die Veröffentlichungen auf dem neuesten Stand), eine Fantasyautorin, die Romane und (meist längere) Kurzgeschichten schreibt, sehr zurückgezogen lebt und in schöner Unregelmäßigkeit Preise sowie Nominierungen abräumt.

Hierzulande ist sie am ehesten noch für die „Riddlemaster“-Trilogie (dt.: „Erdzauber“, im Original 1976–1979 erschienen) bekannt. Feine, leise Coming-of-Age-Fantasy, wo zwar reichlich viel passiert, aber Action-Fans dennoch nicht auf ihre Kosten kommen. High Fantasy halt. Auch wenn sie zuvor schon den World Fantasy Award gewonnen hatte, ist es ein frühes Werk, sie schreibt inzwischen anders, besser, wie ich finde. Leider gibt es auch hier Unschönheiten bei der Übersetzung: Die Ausgabe/Neuübersetzung von 2004 verändert willkürlich die Namen der Protagonisten und wird dem poetischen Schreibstil der Autorin weniger gerecht. Wenn ihr könnt (und mögt), greift auf die alten Goldmann-TBs (Übersetzerin: Mechthild Sandberg) zurück.

Aber sowieso ist es am besten, ihre Bücher im Original zu lesen, daher möchte ich euch eins nennen, das ich sehr liebe: „The Bards of Bone Plain“.

„Eager to graduate from the school on the hill, Phelan Cle chose Bone Plain for his final paper because he thought it would be an easy topic. Immortalized by poets and debated by scholars, it was commonly accepted-even at a school steeped in bardic tradition-that Bone Plain, with its three trials, three terrors, and three treasures, was nothing more than a legend, a metaphor. But as his research leads him to the life of Nairn, the Wandering Bard, the Unforgiven, Phelan starts to wonder if there are any easy answers…“ (Quelle: PenguinRandomHouse, hier klicken, dort gibt es auch eine Leseprobe)

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Auf der einen begegnen wir Phelan, der eine Bardenschule besucht und seine Abschlussarbeit schreiben muss. Er wählt die Geschichte von Nairn, dem berühmten Barden, und von Bone Plain. Angeblich ein leichtes Thema, an dem sich vor ihm schon Hunderte Schüler die Finger wundgeschrieben haben.
Die andere Zeitebene erzählt die Geschichte von Nairn, wie es dazu kam, dass er der wurde, der er war, und wie es zu dem Versagen kam, durch das er in die Geschichte einging („The Unforgiven“) und mit ewigem Leben gestraft wurde.
Im Laufe des Buches nähern sich die beiden komplexen Ebenen aneinander an, mensch bemerkt parallele Entwicklungen … und es endet mit einem großen, überraschenden Finale, ganz so, wie sich das gehört. Na ja, vielleicht nur so halb überraschend, schließlich spekuliert mensch ja schon die ganze Zeit, ob und wie – oder doch nicht.

Ich mag das Buch sehr und habe es schon ein paarmal gelesen, nicht zuletzt auch deswegen, weil mir die Übung im Englischen guttut – es ist nicht übersetzt. Wem Preise etwas bedeuten: Es war einer der fünf Finalisten des Mythopoetic Fantasy Award, den Patricia McKillip mit ihrem nächsten Roman „Kingfisher“ 2017 dann schließlich gewonnen hat. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte … 😉

 

Tag 17 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

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Tag 16 | 30 Days Book Challenge

 

16 Ein Buch, das Du nicht magst, obwohl es aus deinem Lieblingsgenre ist

Schon wieder eine dieser Aufgaben, bei denen ich ins Schlingern komme. Ich HABE kein Lieblingsgenre, auch wenn ich „Entwicklungsromane“ irgendwo als Lieblingsgenre bezeichnet habe. Damit ich ein Buch gut finde, muss ich die Entwicklung der Protagonisten glaubhaft finden und die Story einigermaßen spannend. Manchmal reicht es auch schon, wenn sie mich nicht langweilen …

Denke ich darüber nach, ob ich euch irgendwas aus dem Bereich Fantasy nennen kann, bekomme ich den nächsten Anfall. Wenn ich ehrlich bin, mag ich das meiste nicht, was mit ein Grund ist, weshalb ich Blogs folge, die auch Fantasy besprechen. Das mag daran liegen, dass ich einfach aus dem Alter raus bin, wo ich (zum Beispiel) auf Liebe und Sex im Fantasygewand stehe. Ja, es gibt sicher Ausnahmen, auch bei mir, aus diesen und jenen Gründen. Aber spätestens beim zweiten Buch kenne ich das Strickmuster, und dann ödet es mich meist an, mehr oder weniger vehement, mögen die Protagonisten noch so aufreizend sein. Ähhhh.
High Fantasy ist aber meist auch nicht wirklich besser: Manches ist mir zu Tolkien (alles, was Tolkien in meinen Augen besser gemacht hat, lese ich nicht weiter), manches ist mir zu dilettantisch/unglaubwürdig, vieles ist mir zu blutig (ihr erinnert euch an die Reihen, die ich nicht fertig gelesen habe).

Und, ganz wichtiger Punkt: Bei sehr vielen Büchern mag ich den Umgang mit bzw. die Schilderung von Magie nicht. Überall, wo Magie nur funktioniert, weil mensch die richtigen Wörter weiß, die richtigen Handbewegungen kann, die richtigen Eltern hatte, was mensch dann selbstverständlich durch eine lange und harte Ausbildung zum Supermagier werden ließ, überall dort, wo Magie keine Kraft ist, sondern ein Mittel zum Zweck, das beherrscht werden muss, wo der Respekt fehlt und so weiter – da bin ich raus. Wen ich hier als positives Beispiel nennen kann, sind zum Beispiel Patricia McKillip und Juliet Marillier („Sevenwaters“, ich kenne nur die Trilogie, Lu Finbar, weißt du da mehr?) – und natürlich Terry Pratchett. Und wenn man hinter die Kinderspiele schaut, auch Harry Potter.

Mit einem Satz: Ich hab nix. Kein Buch. Nur eine längere Begründung.

 

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Tag 15 | 30 Days Book Challenge

 

15 Eine Buchreihe, die mehr als drei Bände hat

Buchreihen, die mehr als drei Bände haben, kenne bzw. besitze/besaß ich einige. Ein paar habe ich gestern schon genannt, aber gestern ging es ja um die, die ich auch komplett gelesen habe. Also habe ich beschlossen, doch bei Fantasy zu bleiben und möchte heute ein paar aufführen, die ich NICHT komplett gelesen habe.

George R. R. Martin: Game of Thrones/Das Lied von Eis und Feuer (Wikipedia). Rosenkriege in Fantasy. Ich glaube, ich habe das gelesen, was bisher draußen ist, aber das war, bevor die erste Staffel der Filme rauskam (kann das sein?), und es kann sein, dass mir das letzte fehlt. Die ganzen Ergänzungen kenne ich definitiv nicht. Ich WEISS es einfach nicht mehr. Aber „Game of Thrones“ wäre wohl das, was ich noch mal lesen würde. Irgendwann. Wenn Zeit ist. Und ein paar Staffeln sehen müsste ich auch noch.

Robert Jordan: Das Rad der Zeit (Wikipedia). Klassiker. Sorry, mein Atem war irgendwann einfach nicht mehr lang genug. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich mich zu Tode gelangweilt habe, denn so war es nicht, aber irgendwann war es einfach gut.

Terry Goodkind: Das Schwert der Wahrheit/Die Legende von Richard und Kahlan (Wikipedia). Ich habe vom „Schwert der Wahrheit“ bestimmt  die ersten 6 bis 8 Bände gelesen, und dann irgendwann verärgert aufgegeben, ich weiß bloß nicht mehr warum. Ich glaube, die Protagonisten wurden mir immer unsympathischer.

Steven Erikson: Das Spiel der Götter (Wikipedia). Das ist vermutlich die komplexeste, düsterste Fantasy, die ich kenne, und sie ist verdammt gut geschrieben, aber in diesem Universum herrscht immer Krieg. Ich habs irgendwann einfach nicht mehr ausgehalten.

Joe Abercrombie: -klingen (Wikipedia). Für mich gehört alles, was in diesem Universum spielt, zu einer Reihe, auch wenn „The First Law“ nur drei Bände umfasst. Es ist eine Freude, die Dinger zu lesen, sie haben echt einen grimmigen Humor, aber man sollte keine Probleme damit haben, in Blut zu waten.

Terry Pratchett: Die Scheibenwelt (Wikipedia). Ich liebe sie, speziell die Hexen, ich finde Oma Wetterwachs ziemlich genial und stehe auf TOD, so wie sich das gehört. Trotzdem habe ich nicht alles von Terry Pratchett gelesen, ich habe nämlich irgendwann festgestellt, dass mir sein Humor manchmal zu britisch ist – und dass er manche Ideen auswalzt, die ich einfach nur blöde finde.

Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis (Wikipedia). Irgendeins davon fehlt mir, ich glaube, das letzte. Begründung wie bei Terry Pratchett. Ich kann Monty Python auch nicht immer ab.

Unter „Ferner liefen„: Bernhard Hennen (Elfen), Markus Heitz (Zwerge, Albae, keine Orks), Peter V. Brett, Patrick Rothfuss und Brandon Sanderson (Liste mit Sicherheit aber so was von unvollständig). Fragt mich nicht, was ich da gelesen habe, auch wenn es mit Sicherheit mehr als eins war.

 

Und zum Abschluss eine Frage an die Fantasy-Leser unter euch: Kennt irgendwer von Daniel Hanover den „Dolch und Münze“-Zyklus? Ich hab ihn hier, das ist nicht die Frage, die Frage ist, ob irgendwer von euch die nicht übersetzten Teile gelesen hat und mir erzählen kann, ob es sich lohnt.

 

Tag 15 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

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Tag 14 | 30 Days Book Challenge

 

14 Eine Buchreihe, die Du komplett gelesen hast

Oh. Ich glaube, dies ist eine Frage, wo Fantasy- und Sci-Fi-Fans eindeutig im Vorteil sind. Und Krimi- und Thriller-Fans natürlich auch. Reihe ist … ab zwei Büchern? Ab drei? Sei’s drum.

Patricia McKillip: Cygnet (zwei Bände, weiß gerade nicht, wie das auf Deutsch heißt), die Erdzauber-Trilogie
J. R. R. Tolkien: Herr der Ringe (logisch, darf nicht fehlen)
Ursula K. LeGuin: Erdsee (nicht nur die ersten drei Bände, die ganzen Nachzügler auch)
J. K. Rowling: Harry Potter (auch klar)
Anne Bishop: Die schwarzen Juwelen
Richard Schwartz: Askir, Götterkriege (wer das eine liest, liest auch das andere)
Terry Pratchett: Tiffany Weh (für Fans der Scheibenwelt und der Hexen)

Becky Chambers: Wayfarer (siehe auch Tag 06)
Lukianenko: Wächter

Dorothy L. Sayers: Die Wimsey-Romane

Ich bin mir relativ sicher, dass ich die ganzen „Darkover“-Bücher von Marion Zimmer Bradley komplett gelesen habe, aber es ist lange her, und das Gleiche gilt für Anne McCaffrey „Die Drachenreiter von Pern“.

Von vielen Reihen kenne ich ein paar Bände, aber nicht alle, ich weiß aber zum Beispiel inzwischen nicht mehr, ob ich alle „Game of Thrones“-Bände gelesen habe, die schon draußen sind.

Und über alles, was nicht Fantasy/Sci-Fi ist, denke ich heute nicht mehr nach. Bin mal gespannt, was ich bei euch alles entdecke, was ich eigentlich nicht hätte vergessen dürfen …

Morgen vielleicht mehr, schließlich kommt noch eine Buchreihen-Aufgabe.

 

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Tag 13 | 30 Days Book Challenge

 

13 Ein Buch, das Du magst, obwohl Du das Genre sonst nicht so gerne liest

Es steht in Stein gemeißelt, und zwar so ziemlich überall, wo ich was über meine Lesegewohnheiten erzähle: Ich lese nichts aus dem Horror-Bereich. Never ever, niemals, höchstens aus Versehen, bis es mir klar wird. Denn, natürlich, wenn man mir nicht sagt (oder es aufs Buch schreibt), dass etwas unter „Horror“ fällt – ich wüsste es nicht. Ich lese auch keinen Stephen King, obwohl ich sein Buch über das Schreiben („Das Lesen und das Schreiben“) jederzeit empfehlen würde.

Was ich aber durchaus lese/gelesen habe (wenn auch eher selten), ist „Gruselkram“. Und da möchte ich euch an einen erinnern, der zu den Vätern des Genres gehört: Edgar Allan Poe.
Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht mehr, was ich alles von ihm kenne/gekannt habe. Natürlich „The Raven“ (Themenseite, dt., Wikipedia) (Link zur Sammelseite der Texte und Übersetzungen bei Wikipedia), natürlich „Tell Tale Heart“ (Themenseite „Das verräterische Herz“, dt. Wikipedia) (Originaltext, Wikisource), aber in welchem Setting? Ich habe mit Sicherheit über die Schullektüre hinausgelesen, auch später noch, da bin ich sicher.
Es ist lange her.

Was ich euch aber nicht vorenthalten will, ist etwas, was ihr vielleicht (nicht) kennt und woran ihr euch gern erinnert: Musik. Alan Parsons Project startete 1976 mit dem Konzeptalbum „Tales of Mystery and Imagination“. „Tales of Mystery and Imagination basiert auf ausgewählten Werken des Autors Edgar Allan Poe und vertont diese in einer Mischung aus Rocksongs und sinfonischer Musik, versetzt mit Zitaten aus seinen Texten“, beschreibt die Wikipedia (hier klicken).

Ich finde es heute noch einfach gut. Hört mal rein!

 

 

Tag 13 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

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Tag 12 | 30 Days Book Challenge

 

12 Ein Buch aus einem anderen Kulturkreis als dem eigenen

Eigentlich wäre meinem Gefühl nach hier der richtige Platz für ein asiatisches Buch. Ist nicht so, dass ich dazu gar nichts in meinen Regalen finden würde, aber reizen tut es mich nicht. Also präsentiere ich euch viel lieber ein Buch, das ich sehr mochte und eigentlich dringend mal wieder lesen müsste, um herauszufinden, ob ich es immer noch so toll finde, und nehme euch mit nach Neuseeland: „Unter dem Tagmond“ von Keri Hulme. (Nein, die Rezension ist nicht von heute, die schlummert schon länger auf meiner Platte.)

Neuseeland, Ende des zwanzigsten Jahrhunderts. Es ist eine merkwürdige, schicksalhafte Freundschaft, die sich da fast wider Willen zwischen Joe, dem vereinsamten Fabrikarbeiter, Simon, dem höchstens achtjährigen Stummen und Kerewin, der Einsiedlerin im selbst gebauten Turm, entwickelt. Sie alle verbindet, dass sie von ihren Wurzeln abgeschnitten sind. Simon wurde schiffbrüchig von Joe entdeckt und als Sohn angenommen. Er schwänzt die Schule, klaut und zerstört: kein einfaches Kind. Seine Herkunft ist unbekannt, sein Leben ist gezeichnet durch alte Narben, die auf frühe Misshandlungen hindeuten, Ängste, Alpträume und einen überaus wachen Verstand. Joe, Halb-Maori, nach Maori-Art von seiner Großmutter aufgezogen, lebt inzwischen wie einer der verachteten Weißen. Nachdem seine Frau und sein Sohn starben, blieb ihm nichts mehr, was wirklich etwas bedeutet. Er liebt Simon innig und prügelt ihn brutal, weil er mit ihm – und mit sich – nicht fertig wird. Ebenfalls von Maori-Abstammung ist Kerewin, Malerin, Intellektuelle. Sie, die Außenseiterin, hat durch einen bösen Streit ihre Familie verloren. Bewusst einsam lebend, eröffnen sich ihrem schweifenden Geist Welten und Dimensionen – aber sie kann ihr Innerstes nicht mehr ausdrücken und ertränkt die Verzweiflung vorwiegend in Whisky.

Alles beginnt mit Simon, der sich in Kerewins Turm einschleicht. Was am Anfang nach einem behutsamen, freundschaftlichen Annähern und Umeinander-Werben der drei so unterschiedlichen Charaktere aussieht, entwickelt sich zur Katastrophe. Joe verletzt Simon schwer und muss ins Gefängnis, Kerewin droht an einem Geschwür im Magen zu sterben. Alles bricht zusammen. Kerewin hat ihren Turm abgerissen und wartet an einem stillen Ort auf den Tod, der entlassene Joe trifft umherwandernd einen sterbenden Maori-Weisen, Simon überlebt fast taub und wird trotz seines erbitterten Widerstandes in ein Heim eingewiesen.

Aber die Umwälzungen setzen den Heilungsprozess in Gang: Die unsichtbare Welt nimmt sich ihrer an. Joe wird zum Wächter einer Maori-Gottheit und erhält eine neue Aufgabe im Leben, Kerewin bekennt sich zu ihrer Verbundenheit mit Joe und Simon und knüpft die Verbindungen zu ihrem Maoritum neu. Sogar für Simon, der mit aller Kraft zu Kerewin und Joe zurückwill, findet sich ein Weg. Mit einem großen Fest in dem rund um die Ruinen von Kerewins Turm neu erbauten Muschelhaus endet die Spirale im Kreis: „Das Ende – oder der Anfang.“

„Aotearoa“, das „leuchtend helle Land“ heißt Neuseeland in der Sprache der Maori, deren Kultur von den Weißen, den „Pakeha“, im modernen Neuseeland längst an den Rand gedrängt wurde. Trotzdem ist dieser Roman keine Klage über ein dahingegangenes Paradies. Keri Hulme beschreibt Entfremdung und Entwurzelung, aber auch die Möglichkeit, wieder ganz zu werden, heil zu werden: Das eigene Erbe anzunehmen und im Alltag zu tun, was getan werden muss, sei es auch noch so unbedeutend.

Nach den Angaben Keri Hulmes erwuchs ihr Erstling, „Unter dem Tagmond“, innerhalb von zwölf Jahren aus einer nicht zu bändigenden Kurzgeschichte. Dieses 1985 mit dem Booker-Preis ausgezeichnete Werk mag sperrig, wuchernd, fremd, anstrengend sein – aber es ist, wie ich finde, unendlich faszinierend. Nicht zuletzt wegen der eindringlichen Landschaftsschilderungen, die die Inseln Neuseelands nicht als austauschbare Kulisse für eine aufgesetzte Handlung präsentieren, sondern als tief empfundene Heimat. Also nicht unbedingt ein Schmöker, den man in einem Rutsch durchliest, sondern ein anspruchsvolles, durchkomponiertes Buch, dessen Verästelungen öfter mal eine Pause fordern, bevor der Brocken, den man zu schlucken hat, zu groß wird. Und last but not least ist „Unter dem Tagmond“ auch ein Roman voller Magie und Mystik und Hintergründigkeit vom anderen Ende der Welt.

 

Tag 12 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

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Tag 11 | 30 Days Book Challenge

 

11 Ein Buch, das Du gerne anderen empfehlen möchtest

Ach herrje. Das Problem bei mir und dieser Challenge ist, dass ich bisher noch kein Buch hatte, das ich NICHT hätte empfehlen wollen. Klar mögen nicht alle alles lesen, das ist ja auch okay, aber speziell ein Buch empfehlen? Weia. Als ich also versuchte, kreativ auf dieser Frage herumzudenken, kam ich zu dem Schluss, dass das ein Buch sein sollte, das von den anderen Aufgaben nicht abgedeckt wird – wenn ich die Flinte nicht ins Korn werfen wollte, und glaubt mir, ich war versucht.
Aber dann ist mir etwas eingefallen: Womit beschäftige ich mich seit ca. Beginn dieses Jahres relativ intensiv? Nein, nicht mit Corona, echt nicht. Ich esse seitdem (mit einer Pause von ca. 3 Wochen) Low Carb.

Low Carb bedeutet „wenig Kohlenhydrate“ (nicht KEINE Kohlenhydrate), und Low Carb ist NICHT AUTOMATISCH gleichzusetzen mit ketogener Ernährung (das ist eine strenge Sonderform). Ich bin drauf gestoßen, weil ich eigentlich ein proteinreiches Brot selber backen wollte (ich überspringe jetzt mal die Suada zu Industriebrot) und dann darauf kam, dass ich der Typ dafür bin, der speziell Kohlenhydrate eher weglassen sollte (Brot/Brötchen/Kuchen, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Süßkram, Getränke wie Limonade, aber auch Säfte, ZUCKER in allen Varianten halt). Der Typ? Ja, der Typ. Low Carb ist nämlich nicht für jede*n gleich gut geeignet. Je höher der Körperfettanteil, je weniger man sich bewegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass man auf eine LC-Ernährung gut anspricht und dabei auch ziemlich viel abnehmen kann. Das trifft auf Leute mit hohem BMI zu, aber auch auf Leute, die eine schlechte Insulinsensitivität aufweisen. Ich verlinke euch dazu zwei Seiten der Fitness-Experts (Low Carb Diät und Insulinsensitivität (mit Test)), wo man mehr darüber erfahren kann. Okay, FE richtet sich NICHT primär an diese Zielgruppe, aber das macht die Infos nicht schlechter. Sie irren sich nur in dem Punkt, dass LC keine Diät ist. Ernst gemeint steht eine Ernährungsumstellung dahinter.

Ich erweiterte meine Suche nach Brotrezepten also um das Schlagwort „Low Carb“. Heidenei. Da gibt es eine Menge, und mit Sicherheit auch echt wohlschmeckend, aber man kann auch bei LC-Ernährung prima zunehmen, wenn man zu viel isst.

Schließlich landete ich auf einer Webseite/Blog namens „Happy Carb“ (Achtung, hier beginnt die Werbung. Unverlangt, unbezahlt.). Nicht nur, dass es hier raue Mengen an Infos gibt, es gibt auch Unmengen an Rezepten, alle natürlich von Happy-Carb-Betreiberin Bettina Meiselbach entwickelt/getestet und bei Bedarf kommentiert, es gibt die Geschichte ihres persönlichen Leidens- und Erfahrungsweges (bei einem Gewicht von 130 kg Diabetes 2 diagnostiziert, lebt mithilfe konsequenter LC-Ernährung inzwischen ohne blutzuckersenkende Medikamente und hat dabei ca. 60 kg Gewicht verloren), es gibt eine spezielle Diabetes-2-Rubrik sowie Einkaufstipps und Bücher.

Bücher? Da war doch was? 😉

Bettina investiert nicht nur wirklich viiiiel Zeit in ihren Blog, sie lebt auch davon. Daher bewirbt sie natürlich ihre Bücher wie der Teufel und ist Kooperationen mit diversen Partnern eingegangen (was manche ihr übel zu nehmen scheinen, daher erwähne ich das sofort: Ja, das ist eine kommerzielle Seite, aber dafür ist sie echt dezent).

Bücher also. Ich glaube, ich habe inzwischen in die meisten reingeschaut (Bücherhallen, ich liebe euch), und könnte sie alle empfehlen. Da ich aber mit Brot angefangen habe, höre ich auch mit Brot auf. Sie hat mit „Mein liebstes Low-Carb-Backbuch“ ein Backbuch herausgebracht, das wirklich happy macht.
Außerdem gibt es auch in vielen anderen Büchern Backrezepte. Eins davon backe ich regelmäßig: die Easy-Low-Carb-Brötchen. Ich bin wirklich begeistert. Und mit dem Apfel-Walnuss-Hüttenkäsebrot habe ich auch (vorläufig 😉) (m)ein Brot gefunden.

 

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Tag 10 | 30 Days Book Challenge

 

10 Ein Buch aus Deinem Lieblingsgenre

Wieder so eine Ansage, die mich ins Grübeln bringt. Lieblingsgenre. Also, DAS war früher leichter, ich hatte Zeiten, in denen ich wirklich überwiegend Fantasy oder Krimis gelesen habe, ab und an auch Thriller, wobei es mir so vorkommt, als würde sich heute fast alles „Thriller“ schimpfen – na gut, bestimmt nicht Agatha Christie …

WAS also lese ich bevorzugt, wonach greife ich immer wieder gern? Das sind „Entwicklungsromane“, glaube ich, also Bücher, in denen im Mittelpunkt der Geschichte die geistig-seelische Entwicklung eines Menschen steht, wo es um die Auseinandersetzungen der Hauptfigur mit sich selbst und der Umwelt geht. Ob das jedoch in einem Fantasy-Setting passiert, in ein Sci-Fi-Setting (aber in KEIN Horror-Setting) oder in eine Krimi- oder Thrillerhandlung eingebettet oder schlicht „nur“ ein Roman ist, ist mir dabei wirklich egal, sofern ich es nicht zu platt oder zu abgehoben finde.

Dies vorausgeschickt, möchte ich euch ein Buch vorstellen, von dem ich (auch) schon nicht mehr weiß, wie oft ich es bereits gelesen habe: „Aufruhr in Oxford“ von Dorothy L. Sayers. Ich habe dazu in den Anfängen dieses Blogs eine Rezension geschrieben, die ich euch empfehlen möchte, ihr könnt sie hier nachlesen (HIER KLICKEN), ich möchte einen Text dieser Länge nicht kopieren.

Wer Dorothy Sayers liest, der stolpert über Literaturzitate in rauhen Mengen, das ist die Form, in der ihr Detektiv, Lord Peter Wimsey, geistreiche Konversation pflegt, und Harriet, seine Liebste, tut es ihm gleich. Ohne jeden Zweifel ein Gesellschaftsspiel der gebildeten Schicht Großbritanniens Anfang des 20. Jahrhunderts.
Selbstredend sind die Bücher auch im Original sprachlich eine Freude, wer aber wirklich wissen möchte, wen die beiden da zitieren und worauf sie anspielen, für den habe ich die (englischsprachige) Webseite von Bill Peschel, eines amerikanischen Journalisten und Autors. „Bill Peschel is a former journalist who shares a Pulitzer Prize with the staff of The Patriot-News in Harrisburg, Pa. He also is a mystery fan who has run the Wimsey Annotations at Planet Peschel for nearly two decades.
Und genau dahin möchte ich euch schicken, so ihr Interesse habt: Zu den „Wimsey Annotations“, genauer gesagt zu denen von diesem Buch, das im Original „Gaudy Night“ heißt: HIER KLICKEN. Wärmstens empfohlen, nicht nur für Regentage. Beides.

Eine Anmerkung noch zu Jill Paton Walsh: Das in meiner Rezension erwähnte „In feiner Gesellschaft“ fand ich gut und passend. Später erschien von ihr „Mord in mageren Zeiten“ zu den Wimseys, das mich enttäuscht hat (seeehr dünn irgendwie), sowie „The Attenbury Emeralds“ und „The Late Scholar“ (beide nicht übersetzt). Ich habe euch (deutschsprachige) Rezensionen dazu verlinkt, aber kennen tue ich beide nicht.

 

Tag 10 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

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Tag 09 | 30 Days Book Challenge

 

09 Ein Buch, bei dem Du Dich über die Zeitverschwendung geärgert hast

Äh. Erwischt. Dies ist meiner Meinung nach die typische Formulierung von jemandem, der*die Bücher IMMER zu Ende liest – mensch könnte ja was verpassen, weil xyz gesagt hat, dass das Buch soooo toll ist. Oder weil es so teuer war. Oder mensch muss das Buch zu Ende lesen, weil mensch es versprochen hat oder eine Rezension darüber zu schreiben hat, es in der Schule oder der Uni durchnimmt oder, oder oder.

Ich bin aus alldem schon ziemlich lange raus. Wenn ich meinem Lesestapel ein Buch hinzugefügt habe, und zwar selten, ohne vorher eine Leseprobe gelesen (online) oder gründlich darin herumgelesen zu haben (offline), passiert in der Regel Folgendes: Ich greife mir das Buch und fange zu lesen an. Wenn ich daraus wieder auftauche, habe ich in der Regel etwas zwischen einem Viertel und einem Drittel gelesen (ja, das kommt auf die Dicke des Buches, den Autor und die verfügbare Zeit an), und dann muss ich aus irgendwelchen Gründen das Buch meist erst mal hinlegen und ein bisschen Zeit vergehen lassen. Will ich danach das Buch sofort weiterlesen, hat es gewonnen. Will ich das Buch weiterlesen, aber vielleicht nicht gleich, hat es immer noch eine Chance, auf meine Habenwollen-Liste zu kommen – so geschehen mit Herrn Wohlleben, herzlichen Dank, Ulrike! Bei manchen Büchern stelle ich fest, dass sie zwar völlig okay sein mögen, aber mein derzeitiger Gemütszustand doch keine Lust verspürt, sich auf sie einzulassen – das betrifft oft sogenannte „Literatur“ aus den Feuilletons. Kommentar: Ist grad nicht mein Ding. Ich bin auch schon über Büchern eingeschlafen, und das ist bei neuen Büchern nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal.

Ich quäle mich nicht ohne Grund durch Bücher, die ich bescheuert finde, auch wenn ein renommierter Name sie verzapft hat. Wenn mich ein Buch nervt, dann breche ich es ab. Fertig. Aber in der Regel ist die darangesetzte Zeit derart kurz, dass ich nicht von „Zeitverschwendung“ spreche. Beispiel? Also … ich habe die „Biss“-Romane abgebrochen. Das erste habe ich weggelesen wie Fast Food. Okay. Kann man mal machen, schließlich mag ich Fantasy. Aber entweder im zweiten oder spätestens im dritten hatte ich so ein übles Völlegefühl … noch ein Vampir, noch ein Werwolf … bäh. Zeitverschwendung? Nein, ich hatte es ja bis dahin durchaus genossen. Nur in der erwähnten Pause, da wurde mir dann halt schlecht, bildlich gesprochen, da hatte ich mich dann überfressen. Die Filme hab ich auch nicht gesehen.
Ich sollte schließlich erwähnen, dass ich die meisten Bücher nicht besitze, sondern erst mal leihe. Schließlich gibt es hier die hervorragenden Hamburger Öffentlichen Bücherhallen, deren Loblied ich nicht müde werde zu singen. Kaufen kann ich immer noch.

Also, tut mir leid: Passe. Keine Antwort von mir.

 

Tag 09 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

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Tag 08 | 30 Days Book Challenge

 

08 Ein Buch, das in einer vergangenen Epoche spielt

Ladies und Gentlemen, ich präsentiere euch ein Buch, das für mich die Mutter aller historischen (Liebes-)Romane darstellt: „Désirée“ von Annemarie Selinko. Ja, genau, wurde mit Jean Simmons als Désirée und Marlon Brando als Napoleon verfilmt (und hatte zwei Oscarnominierungen); sollte ich den Film jemals gesehen haben, hat er aber keinen nachdrücklichen Eindruck hinterlassen.

Das Buch aber sehr wohl. Ich besitze davon eine Buchgemeinschaftsausgabe (also Hardcover) mit einem blauen Rücken, möglicherweise Bertelsmann Lesering. Das Buch ist im Original 1951 erschienen, ich habe online gesehen, dass meins von 1957 sein könnte. Es war auf jeden Fall schon alt, als es mir zum ersten Mal in die Hände fiel, und da war ich noch jung. Und ganz ehrlich: Es lässt sich erfreulicherweise immer noch gut lesen. Sollte es euch also z. B. auf dem Grabbeltisch begegnen und ihr historische Romane mögen, dann macht ihr nichts falsch.

„Désirée“ ist die Geschichte des französischen Bürgermädchens Bernardine Eugénie Désirée Clary aus guter (Vater ist Händler), aber nicht adliger Familie, das 1794 in der Französischen Revolution den noch unbekannten Korsen Napoleon Bonaparte kennenlernt, sich mit ihm verlobt, später von ihm verlassen wird und daraufhin den französischen General Jean Baptiste Bernadotte heiratet. (Ihre Schwester heiratet Napoleons Bruder.) Aus Napoleon wird der bekannte Kaiser, Bernadotte wechselt die politischen Seiten und wird schließlich zum schwedischen König gewählt – und ist somit eigentlich Feind. Désirée bleibt dennoch überwiegend in Paris, unterhält Verbindungen zu beiden Seiten und menschelt kräftig mit. Bezogen auf das Buch könnte man sagen, dass sie mit ihren Aufgaben wächst – damit es nicht zu politisch wird, lässt Selinko ihre Désirée relativ naiv und uninteressiert daherkommen, was aber historische Angaben über sie wohl zu stützen scheinen. Nebenbei erzählt Désirée ihrem Tagebuch – denn dies ist ausschließlich ein Tagebuchroman – was sich gerade menschlich und politisch in ihrem Umfeld so abspielt. Genug los ist ja schließlich.
1823 übersiedelt sie gemeinsam mit ihrem Sohn nach Schweden, 1829 wird sie dort zur Königin gekrönt. Damit endet das Buch.
Und das Schönste ist: Es hat sie wirklich gegeben!

Okay, wie stark Annemarie Selinko die historische Wirklichkeit frisiert hat, war damals natürlich nicht bekannt, vielleicht wusste sie einiges selbst nicht, ich habe keine Ahnung, wie gut damals die Quellenlage war. Mich hat damals ungeheuer stark beeindruckt, dass ihr Roman als Quelle im (heiligen! 😉) Brockhaus (es gab ja noch kein Internet) aufgeführt wurde. Ich weiß nicht, wie oft ich das Buch gelesen habe, aber gefühlt oft, es gehörte zu den angenehmen „Schinken“ in meiner Mutter Bücherschrank, und ich erinnere mich, dass es mir im Geschichtsunterricht nützlich war. Das schwedische Königshaus heißt auch immer noch Bernadotte 😉.

Rezensionen sind außerhalb von Portalen relativ dünn gesät, weil das Buch schon so alt ist. Ich verlinke euch stellvertretend Histo-Couch.de: HIER.

Zur historischen Désirée Clary verlinke ich euch mal die deutsche Wikipedia, besser als nichts, obwohl ich den Artikel sehr dünn finde: HIER.
Erheblich besser und ausführlicher ist die englische Wikipedia, wer der Sprache mächtig ist, findet hier viele Informationen: HIER.
Last but not least ein SPIEGEL-Artikel von 1961 zum Buch und den historischen Ereignissen: HIER.

 

Tag 08 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Mein Dank geht unverdrossen an Ulrike von Blaupause7, von der die Aufgaben für diese Challenge stammen.

 

Tag 07 | 30 Days Book Challenge

 

07 Eine Biografie

Ist ja nicht so, als hätte ich gar keine hier im Regal, auch wenn ich längst nicht bei allen Schriftstellern das Bedürfnis habe, deren Biografie zu kennen. Aber manchmal versteht man eben mehr, wenn es ein Buch gibt, das einem hilft, den Finger, den Gedanken auf die richtige Stelle zu legen.

Als ich zum ersten Mal Gedichte von Hilde Domin las, war mir sehr schnell klar, dass ich mehr über diese ungewöhnliche Frau erfahren wollte. Ich bemühte mich um Materialien und hatte Glück: Es gibt eine hervorragende Biografie, geschrieben von einer Frau, die mit Domin wirklich engen Umgang über Jahre hinweg hatte UND die ihr Handwerk versteht – sowohl das Schreiben wie auch das Recherchieren.

Ich spreche von Marion Tauschwitz und ihrer Biografie „Hilde Domin – Dass ich sein kann, wie ich bin“, von der ich damals die zweite, überarbeitete Auflage vorliegen hatte. Tauschwitz, die in vielen Situationen einen persönlichen Eindruck von dieser besonderen Frau gewinnen konnte und die diesen Eindruck, der komplex und wohlwollend, aber durchaus auch kritisch war, in ihrem Buch mit Daten, Fakten und Briefen, d. h. mit einer unendlichen Fülle an Details belegt.
Und es liest sich gut, was bei Biografien auch nicht unbedingt die Regel sein muss.

Hier ist noch eine fremde Stimme dazu: Natalia Blum-Barth auf literaturkritik.de

Ich hatte jene Hilde-Domin-Phase, als mein Blog noch recht neu war, daher verweise ich auf ein paar meiner Erkenntnisse zu Hilde Domin von damals: hier, hier und hier. Und übrigens, laut Statistik habe ich immer noch konstant Zugriffe darauf, und das freut mich.

 

Tag 07 | 30 Days Book Challenge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

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