Etüdensommerpausenintermezzo 2020 – Hinter den Kulissen

Ich hoffe, ihr seid mit Kaffee und Kuchen am Start, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, dies hier wird etwas länger. Denn ich möchte nicht nur die letzte Etüdenrunde abfeiern, sondern auch die Adventüden 2020 und das eigentliche Etüdensommerpausenintermezzo einläuten.

Also, starten wir kurz und schmerzlos mit Statistik und Liste. Es wurden von 23 teilnehmenden Blogs 34 Etüden eingereicht. Das ist verdammt wenig, verglichen mit sonst, andererseits verstehe ich gut, dass man neben dem sommerlichen Offline-Leben vielleicht auch eher Lust auf zeitaufwendige Challenges oder Awards hat. Ging mir ja selbst nicht anders, ich war die letzten zwei, drei Wochen zudem so selten wie fast noch nie online, und ich denke, die Etüdenbetreuung hat darunter schon gelitten.
Die Liste führt mit 4 Etüden Judith an, gefolgt von mit jeweils 3 Etüden Katharina und Werner, herzlichen Dank dafür!

Vielen Dank wie immer an alle, die mitgeschrieben, mitgelesen, gelikt und kommentiert haben! Vielen Dank an alle, die auch durch die teilnehmenden Blogs gegangen sind und kommentiert/diskutiert/gelikt haben.

Wie ebenfalls immer bitte ich euch, die Liste zu kontrollieren, ob jede eurer Etüden dort verzeichnet ist oder ob euch sonst was komisch vorkommt. Ich trage gerne nach, wenn irgendwas nicht stimmt, speziell jetzt habe ich das Gefühl, dass sich vielleicht nicht alle verlinkt hatten oder so.
Bereit für die Liste? Dann los.

Disclaimer: Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt.

Melina auf Innen-Reise-Wege: hier
Tanja auf Stachelbeermond: hier
Jane auf Blood, Tears, Gold & Minds: hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
Werner auf Werner Kastens: hier, hier und hier
Lea auf kommunikatz: hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier
Kain Schreiber auf Gedankenflut: hier
Ulrike auf Blaupause7: hier
Ellen auf nellindreams: hier und hier
Judith auf Mutiger leben: hier, hier, hier und hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier und hier
fraggle auf reisswolfblog: hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier, hier und hier
Anja auf Annuschkas Northern Star: hier
Donka auf onlybatscanhang: hier
Yvonne von umgeBUCHt: hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier und hier
Stepnwolf auf Weltall. Erde. Mensch … und Ich.: hier und hier
Puzzleblume auf Puzzle: hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier und hier

Veronika auf vro jongliert: hier

ZUM VORMERKEN: Die nächsten regulären Wörter gibt es am 6. September 2020.

 

Etüdensommerpausenintermezzo goes Adventskalender 2020 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Auf vielfachen Wunsch wird es im Dezember wieder Adventüden (hier klicken) geben, also einen Adventskalender mit Etüden, die ihr schreibt und die ich im Dezember (ab dem 1. Advent, das ist der 29.11.) veröffentliche. Mehr zum Prozedere nächsten Sonntag, oder ihr lest bei mir im Blog nach.
In guter Etüdensommerpausentradition erbitte ich dazu jetzt erst mal Wortspenden von euch: Es geht um eine Etüde für einen Adventskalender! Ich möchte die Begriffe nicht unbedingt streng auf den Weihnachtskontext limitieren, ich würde aber schon vorschlagen, dass eure Etüde im vierten Vierteljahr angesiedelt ist (Oktober bis Dezember). Und es müssen auch nicht zwangsläufig Naturbeschreibungen sein, ich nehme auch so was wie „Nikolausstiefel“, „Scheißkälte“ oder „Rutschpartie“.
Ach ja, ich hätte bitte gern nur Hauptwörter/Substantive: Jede*r darf drei, ich lasse später auslosen. Jede*r, der*die bei den abc.etüden schon mal mitgeschrieben hat, ist spendenberechtigt. Ihr verpflichtet euch damit NICHT, eine Adventüde zu schreiben, aber es wäre schon fein, wenn ihr eine Absichtserklärung abgeben würdet, falls ihr wollt. Umgekehrt können natürlich auch alle Etüdenschreiber*innen mitschreiben, die keine Wörter gespendet haben.
Bitte keine Wörter, die wir schon hatten, maßgeblich sind die Listen, die ihr hier findet (alphabetisch und chronologisch), ansonsten streiche ich die einfach. Schreibt eure Spende offen in die Kommentare, ich hole sie dann raus und liste sie unter dem Bild.

Die Wörterannahme schließt am Freitag, den 10.07., um 20:00 Uhr CEST.
Das Ergebnis lest ihr nächsten Sonntag, dann gibt es alle restlichen Erklärungen und den offiziellen Startschuss.

Im Lostopf sind bisher:

Amaryllis
Baby-Mammut
Backwahn
Empathie
Etikett
Festtagstrubel
Flaschenpost
Flugverkehr
Griffigkeit
Grünkohl
Heimlichkeit
Hosenträger
Käsekuchen
Kamin
Katzenhaare
Keksteller
Kindheitserinnerung
Kordel
Lachkrampf
Lametta
Lebkuchen
Legosteine
Lichterfest
Lichtermeer
List
Märchenbuch
Mandarinenschale
Minnesang
Mogelpackung
Monarchie
Nebelschwaden
Niesreiz
Parkuhr
Rabauke
Quasselstrippe
Regenwolken
Schlaflosigkeit
Schlittenfahrt
Schneeflucht
Schneefrau
Schneegestöber
Sehnsucht
Semmelknödel
Smoking
Spekulatius
Straßenmusiker
Streicheleinheiten
Strickzeug
Stromausfall
Ugly-Sweater
Vanillekipferl
Vitaminbombe
Vorabend
Weihnachtsembargo
Weihnachtsgurke
Wichtel
Winterschlaf
Wunschpunsch
Zimtplätzchen
Zugvogel

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2020 Wortspende gesucht | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Wie jetzt, noch eine? Ja, noch eine. Für das eigentliche Etüdensommerpausenintermezzo, das, zumindest das erste, wir haben ja Zeit, wieder aus „Schreibt eine Geschichte beliebiger Länge und bringt xx Wörter darin unter“ bestehen soll. Und diese xx Wörter suche ich jetzt von euch. Bitte nur ein Substantiv/Hauptwort, bitte keine Wörter, die wir schon hatten (Liste: hier und hier), ansonsten streiche ich die einfach, und ja, es wird eine #stayathome-Zusatzaufgabe geben. Dies nur vorweggeschickt. Dafür gilt ebenfalls, dass die Wörterannahme am Freitag, den 10.07., um 20:00 Uhr CEST schließt und dass ich auslosen lasse. Schreibt eure Spende offen in die Kommentare, ich hole sie dann raus und liste sie unter dem Bild.
Das Ergebnis lest ihr ebenfalls nächsten Sonntag, dann gibt es auch alle weiteren Infos zu Zeiten etc.

Im Lostopf sind bisher:

Aquamarin
Blaupause
Dampfmaschine
Diätwahn
Festspiele
Fracksausen
Geisterfahrer
Herzschmerz
Himbeeren
Kantine
Kommentar
Kugelbahn
Ohrenkneifer
Pustekuchen
Sahnewölkchen
Schwebfliege
Stadion
Stoppelfeld
Strandkorb
Stressgas
Windjammer
Wolkenflug
Zeltplatz
Zwischentöne

 

So, uff. Euch weiterhin ein schönes Wochenende!

 

Adventüden 2019. Ein Fazit.

Schön war’s, oder?! Als Allererstes möchte ich mich bei euch bedanken, die ihr mitgeschrieben habt, ohne euch wäre eh nichts gegangen, dann bei der Gruppe unermüdlich Lesender, Likender und Kommentierender – es ist so eine Freude, dass ihr immer wieder bei mir auftaucht!
Na klar, als Gruppe der Schreibenden sind wir ziemlich unterschiedlich und decken eine große Bandbreite ab. Diese Vielfalt wurde immer wieder genannt und hat mich, ehrlich gesagt, auch ein bisschen gewundert – ich kann doch nicht die Einzige sein, die überall liest, wo Etüden auftauchen? Zudem habe ich immer wieder darauf hingewiesen, dass jede*r weiß, dass die Vorweihnachtszeit und speziell Weihnachten für viele eine schlimme Belastung darstellen und dass sich das ruhig in den Adventüden niederschlagen darf.

Wirklich total geflasht haben mich aber dann die vielen Wortmeldungen, die alle in die Richtung gingen, dass ihr euch morgens beeilen / euch darauf freuen / extra früh in den Blog schauen würdet, um das aktuelle Türchen des Adventüden-Adventskalenders zu lesen. HERZLICHEN DANK!!! Das ist natürlich genau das, was ich hören will und auch brauche und geht runter wie, äh, Lebkuchen.

Ihr habt vielleicht schon im Sommer mitbekommen, dass ich zumindest gelegentlich gern in meine Statistiken schaue. Ich dachte, dass es euch vielleicht interessieren könnte, wie denn die Adventüden so „performt“ haben. Erwartet habe ich, dass die frühen Adventüden viele Klicks haben und die späten wenige, auch, weil es ja auf Weihnachten zuging und alle gefühlt in Hektik waren. Das bestätigte sich höchstens grob als Trend. Seht selbst, hier sind die Top 5 mit der Anzahl Aufrufe.

 

TOP 5 Adventüden 2019 | 365tageasatzadayScreenshot; anklicken macht groß!

 

TOP 1: Myriade, 13. Dezember
TOP 2: Veronika, 20. Dezember
TOP 3: Bettina, 3. Dezember
TOP 4: Petra, 5. Dezember
TOP 5: Tanja, 1. Dezember

 

Was lernen wir daraus? 😉

  1. Nachdenkliche Etüden sind ganz vorne mit dabei (TOP 2 und 3)
  2. Austria rules! (TOP 1 und 2)
  3. Kein Mann unter den TOP 5 (ja, schon gut, die Plätze 6 und 9 gehen an Herren, ja, schon gut, ich wollte unbedingt einen dritten Punkt).

Myriades Etüde ist die einzige mit über 200 Aufrufen, TOP 6 ist knapp unter 150, und nur eine einzige Adventüde ist unter 100 Aufrufen geblieben. Wenn jemand von euch Mitschreibenden seine Platzierung wissen will, gebe ich gern Auskunft.

 

Danke für das immer wiederkehrende Lob, ich würde mir „so eine Mühe machen“. Na ja. Entweder man macht so was ganz oder gar nicht, das ist jedenfalls meine Meinung. Mit ein bisschen Organisation lässt sich der wirklich nicht geringe Zeitaufwand ganz schön verteilen, so waren zum Beispiel ALLE Adventüden-Beiträge vor dem Erscheinen der ersten bereits vorgeplant, wozu auch gehörte, dass die Grafik mit den sich öffnenden Türchen fertig gebastelt und eingebunden war – ich zeige euch das unten als GIF, ich hoffe, auf euren Bildschirmen bewegt sich was.

Die öfter erwähnte Tatsache, dass ich alles, was nicht niet- und nagelfest war, kommentiert habe, berührt eines meiner ehernen Blogprinzipien: Wer hier was schreibt, bekommt eine Antwort. Besonders, wenn der Kommentar ein (sinnvoller) Satz ist und nicht das dritte, fünfte, zehnte Herzchen, Blümchen, Sternchen, Kätzchen auf die längst schon von mir beantwortete Frage, wie es mir denn geht, den Wunsch nach einem guten Tag etc.
Manche finden allerdings den Punkt zum Aufhören nicht, habe ich den Eindruck, wenn sie immer eine Antwort bekommen. Sehr simpel: Es ist mein Blog, daher habe ich hier das letzte Wort, ihr könnt also aufhören, ohne unhöflich zu sein 😉

Warum mache ich das? Wenn ich auf einem Blog bin und eine Anmerkung schreibe, dann freue ich mich, wenn der Bloginhaber mir persönlich antwortet, sei es auch noch so klein und mein Kommentar noch so bescheuert, denn dann fühle ich mich gesehen. Und wo ich mich gesehen fühle, da komme ich gern wieder. Logisch, oder? Das ist also eine Frage von Höflichkeit, klar, aber auch eine Frage von so was Abstraktem wie „Leserbindung“. Und ja, ich betrachte meinen Blog inzwischen zu einem großen Teil als den „Etüden-Blog“, dass ich mich dem Projekt verpflichtet fühle, sollte jedem*jeder inzwischen aufgefallen sein 😉
Ich war/bin wirklich happy, wenn/dass ihr euch in meiner Kommentarspalte zum Beitrag unterhalten habt/unterhaltet, konkret jetzt bei den Adventüden, weil ich dann endlich auch mal nur mitlesen konnte. Kommentieren frisst viel Zeit, ihr wisst das selbst. Ich freue mich sehr über die Diskussionen, die in meinen Kommentaren zustande kommen, und versuche auch, mich rauszuhalten, wenn ich definitiv nicht gemeint bin, wobei ich das im Eifer des Gefechts manchmal erst zu spät mitbekomme/mitbekommen habe, das gebe ich zu.

Was die meisten interessiert zu haben scheint ist die Frage, ob wir so was noch mal machen. Ja, gern. Ich möchte das Ganze erneut als Teil des Etüdensommerpausenintermezzos starten, denn damit habe ich dann tatsächlich genug Vorlaufzeit, dass es nicht allzusehr in Stress ausartet. Wir können die näheren Umstände gern im Sommer im Vorfeld diskutieren: Zeitrahmen (was ist, wenn jemand gern mitmachen will, aber z. B. aus Krankheitsgründen nicht kann), Anzahl bzw. möglicherweise Auswahl/Losen/Laufzeit verlängern (was machen wir, wenn jetzt zum Beispiel 30 Leute mitmachen? Der klassische Adventskalender läuft vom 1. Dezember bis zum 24., und danach brechen auch bei mir die Aufrufe ein, weil auch ich zu Weihnachten und zwischen den Jahren eigentlich null Lust auf Blog habe. Ich freue mich auf eure Gedanken zum Thema).

 

Coming up next: Am Sonntag geht es mit den regulären Etüden wieder los.

 

Adventskalender-GIF | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

01 – Fräulein Honigohr und der Adventskalender | Adventüden

Zum Thema Inhaltshinweise/CN/Triggerwarnungen in den Adventüden bitte hier lesen.

 

Fräulein Honigohr und der Adventskalender (Tanja, Stachelbeermond)

 

Fräulein Honigohr schlägt die Bettdecke zurück, wirft ihre Strickjacke über und läuft auf nackten Sohlen zum Adventskalender. Die Dielenbretter sind eisig, aber für Socken hatte sie nun wirklich keine Zeit, der Adventskalender hat Priorität! Voller Vorfreude sucht sie nach dem Päckchen für heute, und da ist es auch schon: Klein, rund und in weißes Papier eingewickelt. Unspektakulär. Fräulein Honigohr betrachtet es neugierig. Auf dem Papier steht mit Bleistift geschrieben: »Was du nicht erwartest.« Aha?

Fräulein Honigohr tippt sich mit dem Finger an die Nase, dann wickelt sie das Papier auf. Zum Vorschein kommt ein rotes Bonbon, das nach Erdbeere duftet. Fräulein Honigohr probiert vorsichtig. Es schmeckt nach Kakao. Mit einem Hauch Zimt, wie früher.

Sie lutscht vor sich hin, während sie sich anzieht, in die Küche geht und Tee kocht. Ein guter Tagesbeginn, denkt sie, und hält versonnen die Teekanne über ihre Tasse. Es kommt allerdings kein Tee heraus. Zartes, weit entferntes Hundegebell fließt aus dem weißen Porzellan. Fräulein Honigohr starrt in ihre Tasse. Mit jeder vergehenden Sekunde wird das Gebell leiser und verstummt schließlich. Sie schenkt nach, lauscht den Hunden hinterher, verfolgt ihren wilden Lauf im Schneegestöber, während sie mit anderen Kindern zusammen über die frostigen Ebenen rennt, wild lachend, mit kalter, roter Nase und wippender Pudelmütze, glücklich bis in die Fingerspitzen, die Steinwüste bedeckt mit glitzerndem Eis, auf dem sie schneller als der Wind gleitet.

Fräulein Honigohr öffnet die Augen. Das Gebell ist verstummt. Versuchsweise hält sie die Teekanne noch einmal schräg, und dieses Mal schweben Schneeflocken heraus und wirbeln wie kleine nasse Küsse in ihrer Küche umher.

Fräulein Honigohr ist gerührt. Wintererinnerungen in ihrem Adventskalender. Herr Brummeck hat sich selbst übertroffen. Manchmal ist er grantiger als ein Bärenfell, aber tief drinnen hat er ein Herz aus Zimtkakao. Morgen ist sie dran. Sie wird sich ins Zeug legen.

 

Adventüden 2019 01 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Diese Etüde stammt von Tanja und ihrem Blog Stachelbeermond. Tanja wurde von mir nachnominiert, nachdem der Etüdenerfinder leider seine Teilnahme abgesagt hatte. Sie schreibt seit Herbst regelmäßig mit, und ich bin völlig von Fräulein Honigohr verzaubert.

 

Coming up next: Adventskalender! | Adventüden

Ich blogge ja nun schon seit ein paar Jahren, und eigentlich fand ich die Sache mit den Adventskalendern und dem ganzen Bohei drumherum immer spannend und ein bisschen aufwendig und nervig. Aber selber einen veranstalten? Womit? Kurz vor Weihnachten? Wo keiner so richtig Zeit hat?

Das war der Stand bis dieses Jahr, als dergl im Frühling vorschlug, man könnte ja vielleicht IN DER SOMMERPAUSE als Teil des Etüdensommerpausenintermezzos die Schreibaufgabe stellen, zu vorher zusammengesammelten Wörtern Etüden zu schreiben und die NICHT direkt zu veröffentlichen, sondern an mich zu schicken, auf dass ich sie als Adventskalender unter die Leute bringe. Die Konditionen: drei Wörter aus der Liste (einige haben mehr genommen, manche alle) in maximal 300 Wörtern. Das wurde dann begeistert aufgegriffen, was mich ziemlich erstaunte. Hier könnt ihr den Aufruf dazu noch mal lesen, nur dergl schreibt leider nicht mehr mit und hat mich gebeten, auch ihre sämtlichen Kommentare zu löschen, daher laufen alle Links diesbezüglich ins Leere. Ich sags nur.

O Wunder, die Etüden trudelten ein, die meisten sogar innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens. Der Witz ist, dass im Sommer die Zahl der Etüdenmitschreibenden signifikant sinkt, was kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass vermutlich die meisten einen Garten oder Ähnliches haben und jedenfalls keine Lust, so viel vor dem Rechner zu hängen.

Also hat dieser Adventskalender zwei Funktionen: Er soll Lust auf die regulären Etüden machen und er soll all die Schreibenden belohnen, die auch im Sommer bloggen.

Bedingung war von meiner Seite lediglich, dass der*die Beitragende bereits eine veröffentlichte Etüde hatte, und das Konzept ist insofern aufgegangen, als dass ich nur EINE Etüde von einem bekommen habe, der zu den sehr sporadisch Mitschreibenden gehört und EINE Etüde von einer, die in größeren Abständen mitschreibt – beide Etüden sind in meinem persönlichen Ranking weit oben und ich würde mich freuen, mehr und öfter von beiden zu lesen. Ansonsten finden sich hier die „üblichen Verdächtigen“: HERZLICHEN DANK an euch, die Etüden leben von/durch euch und eure Schreiblust.

Nun hätte es natürlich auch sein können, dass ich den ganzen Dezember komplett mit Etüden hätte füllen können. Hätte ich den Aufruf im Herbst gestartet, wo die Beteiligung wieder nach oben schnellt, wäre das vermutlich auch so gewesen. Aber, zweites „o Wunder“, wären alle gekommen, die sich angekündigt hatten, hätte ich für einen regulären Adventskalender nur eine Etüde zu viel gehabt. Nach dem Ausscheiden von dergl zog jedoch einige Wochen später leider auch noch der Etüdenerfinder seine Zusage zurück, sodass ich mit 23 Etüden dastand. Ich hatte zwar für einen derartigen Fall durchaus Zweit-Etüden in petto, aber eigentlich wollte ich, dass jede*r nur mit einer Etüde vertreten ist. Also habe ich nachnominiert und eine Schreiberin um eine Etüde gebeten, die nach der Sommerpause erst eingestiegen ist und in deren Protagonistin ich mich spontan verguckt habe. Ende Gelände.

Für alle, die jetzt immer noch fragen: Nein, ihr könnt nicht mehr mitmachen. Jedenfalls nicht in diesem Jahr. Und jedem, dem jetzt noch mit den Wörtern eine sooooo tolle Etüde einfällt (und ich bin sicher, das wird einigen von euch so gehen): Ich würde sie gerne lesen, aber erst, wenn dieser Adventskalender durch ist. Also zwischen Weihnachten und Neujahr. Weil – ihr hättet ja auch im Sommer mal in eure Reader schauen können, es ist ja nicht das erste Mal, dass es Etüdensommerpausenintermezzos gab.
Oh, nein, eine Liste, wer wann drankommt, gibt es nicht, die Türcheninhaber wissen ihr Datum aber. Mein Gedanke dazu war, dass man das bei einem normalen Adventskalender ja auch nicht weiß, was/wer drin ist. Hättet ihr es gern anders gehabt?

Morgen früh also starten die Adventüden (eine Wortschöpfung von René, die ich gern aufgegriffen habe). Jeden Tag öffnet sich ein Türchen mehr, die Etüden sind für kurz vor 6:00 Uhr in der Pipeline. Reblogs sind ab morgen offen, ihr könnt eure eigene Etüde also gern bei euch rebloggen, und ich/wir freuen uns wie immer herzlich über Kommentare.
Die „regulären“ Etüden verabschieden sich morgen früh in die Weihnachtspause und starten Anfang Januar wieder durch.
Nur entschieden, ob es auf diesem Blogtheme dieses Jahr schneien wird, habe ich noch nicht, aber im Radio habe ich schon zum ersten Mal das Theme von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gehört. Ja, es gibt Alternativen zu „Last Christmas“! Habt eine fröhliche, helle Zeit!

 

Adventüden 2019 Start | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2019-I: Die Sache mit dem Adventskalender

Ich hoffe, ihr habt Kaffee und Kuchen parat, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, dies hier wird etwas länger. Denn es gilt nicht nur, die letzte Etüdenrunde zu beleuchten, es gilt auch, zwei Teile des Etüdensommerpausenintermezzos einzuläuten. Dies ist der erste Teil, warum es geteilt ist, dazu später mehr.

Statistik first: Nachdem Gerhard uns zum ersten Mal seine Wörter zum Spielen überließ, hatte ich zwar gehofft, dass diese mehr Mitschreiber auf den Plan rufen würden, der Plan ging aber leider nicht auf. Die Statistik belegt, dass in den letzten beiden Wochen 31 Etüden von 20 teilnehmenden Blogs (Stand ohne Nachzügler) gemeldet wurden. An den Wörtern lag es sicher nicht, da bin ich sicher, wenn ich mir meine eigene Müdigkeit anschaue, dann hat es mich die beiden letzten Wochen überallhin gezogen, nur nicht zum Schreiben an den Rechner. Aber wir haben seit längerer Zeit mal wieder eine Neue: Begrüßt die Hoffende von ihrem Blog „ICH & MEHR“ in unserer Runde!
Die Spitzenplätze der Liste belegen die üblichen Verdächtigen: Werner Kastens mit fünf sowie dergl und Anna-Lena mit jeweils drei Etüden.

dergl von Die Tintenkleckse sehen aus wie Vögel: hier, hier und hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier und hier
Anna-Lena auf Meine literarische Visitenkarte: hier, hier und hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
LadyAngeli auf Mein Leben ist bunt: hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier
Werner Kastens auf Mit Worten Gedanken horten: hier, hier, hier, hier und hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier
Viola auf viola-et-cetera: hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier
Bernd auf Red Skies over Paradise: hier und hier
Die Hummel im Hummelweb: hier
Veronika auf vro jongliert: hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Jacqueline auf Jacquelines Lebenstagebuch: hier
Die Hoffende auf ICH & MEHR: hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Natalie im Fundevogelnest: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier

Checkt wie immer bitte, ob alles mit euren Links okay ist, und meldet Fehler/Fehlendes oder ob sonst was falsch ist – wie immer, ihr kennt das Prozedere ja inzwischen zu Genüge. Ebenfalls wie immer vielen Dank an alle, die geschrieben, gelesen, gelikt und kommentiert haben – und an Gerhard fürs Vorbeischauen.

Die regulären Etüden starten wieder am 1. September, der passenderweise ein Sonntag ist.

 

Und nun zum *lufthol* Etüdensommerpausenintermezzo (wie ich dieses Wort liebe)!

In 157 Tagen ist Weihnachten, ohne jetzt irgendwen erschrecken zu wollen, und wenn die Etüden wieder losgehen, liegen auch schon wieder Lebkuchen in den Läden … In der Vorweihnachtszeit haben die meisten den Kopf voll mit allem Möglichen, und häufig hat das nicht sehr viel mit Schreiben zu tun. Wenn doch, denke ich nur an die ganzen Jahresrückblicke und diverse Mengen an Grußkarten mit allerherzlichsten Weihnachts- und Neujahrswünschen, die neben dem ganzen familiären Kram, der auch noch koordiniert werden will, zu erstellen sind.

Außerdem wollte ich schon immer mal einen Adventskalender auf meinem Blog … 🙂

Die Idee (hier noch mal die ursprüngliche Idee von dergl nachlesen) ist also, dass ihr jetzt während der Etüdensommerpause eine Etüde schreibt und (NICHT öffentlich!!!) an mich schickt (für die, die meine Mailadresse nicht haben: Ich habe ganz neu ein Kontaktformular), die ich im Dezember im Advent dann veröffentliche. Jeden Tag eine, irgendwann früh am Morgen auf meinem Blog, selbstverständlich mit der genauen Angabe, von wem/welchem Blog sie ist. Ihr kennt das. Und selbstverständlich dürft und sollt ihr rebloggen, ich habe dann die Reblogs auf (danke, Sabine!).
Online stellen möchte ich eure Etüden vom 01.12. bis zum 24.12. bzw., wenn genug Leute mitgemacht haben, bis Silvester. Das kommt dieses Jahr optimal hin, da der 1. Dezember gleichzeitig auch der erste Sonntag des Monats ist. (Das heißt auch, dass es im Dezember keine Extraetüden geben wird.)

Auch wenn in der letzten Zeit eher weniger Leute als zwanzig mitgeschrieben haben, sind wir trotzdem doch viel, viel mehr, und alle, die schon mal eine Etüde veröffentlicht haben, sind teilnahmeberechtigt. Daher geht ein Aufruf auch an die, die nicht regelmäßig dabei sind/sein können: JA, DU AUCH! GERN! (Und sollte irgendwer von euch bei „Etüden-Abtrünnigen“ lesen oder kommentieren: Erinnert sie! 🙂)

Sucht euch von den unten stehenden Wörtern drei aus und schreibt damit in bewährter Manier eine Etüde, soll heißen, mit nicht mehr als 300 Wörtern. Sie soll im Herbst/Winter spielen, und mir ist völlig egal, wo (und wann) der stattfindet, auf Alpha Centauri, in der Südsee, in Hamburg-Altona, in Hintertupfingen oder … Weihnachten kann drin vorkommen, muss aber nicht, es darf geliebt, gehasst und gelebt werden wie immer … eine normale Etüde eben.

Zeitrahmen: Ihr habt dafür Zeit vom (So) 21.07. bis (Sa) 31.08.2019, denn am 01.09. starten die regulären Etüden wieder. Sollten mich bis dahin nicht genügend Etüden erreicht haben, denke ich mir noch was aus bzw. komme zum Jammern rum. Sollten mich mehr Etüden erreichen, als der Dezember Tage hat, kann ich entweder a) losen oder b) frei nach Schnauze aussuchen. Sagt mir unbedingt, was euch lieber wäre. (Update: Nein, vergesst das, war hirnrissig. Keine Einsendung wird irgendwie unter den Tisch fallen. Wenn ich weiß, wie viele ich bekommen habe (also nach dem 1. September), dann sehen wir weiter.)

Ich bin ziemlich happy mit dem Ergebnis der Ziehung, weil es sowohl die „Nussallergie“ als auch die „Jungratte“ geschafft haben 🙂. Eigentlich wollte ich uns nur 15 Begriffe anbieten, uns hier ist aber beim Ziehen entgangen, dass sich zwei Zettel ineinander verhakt hatten. Daraufhin habe ich das als ein Zeichen genommen; sie sind jetzt beide drin. Ich glaube, es waren die beiden Herbst-Begriffe.

Für die, die Grafiken nicht aktiviert haben, dies sind die Wörter:

Armut, Bärenfell, Glatteis, Herbstdepression, Herbststurm, Hundegebell, Hunger, Jungratte, Kuscheltier, Nussallergie, Pudelmütze, Schneeflocken, Steinwüste, Teekanne, Weihnachtszauber, Wintersonnenwende

Hab ich noch was vergessen? Gibt es Kritik, gibt es Anmerkungen? „Mag ich / mag ich gar nicht, weil …“? Her damit! Ansonsten, wie immer: Viel Spaß und gute Ideen! Ich freue mich auf eure Geschichten.

So viel zum ersten Teil des Etüdensommerpausenintermezzos, der „Langläufer“. Ich habe euch ja mehrere Teile versprochen. Hier ist der nächste, der erste „Kurzläufer“! Etüdensommerpausenintermezzo 2019-II: Herzen.

 

Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir