Vom Frieden

Der deutsche Friede

Was kostet unser Fried? O, wie viel Zeit und Jahre!
Was kostet unser Fried? O, wie viel graue Haare!
Was kostet unser Fried? O, wie viel Ströme Blut!
Was kostet unser Fried? O, wie viel Tonnen Gut!
Ergetzt er auch dafür und lohnt so viel veröden?
Ja; wem? Frag Echo drumm; wem meint sie wohl? [Echo.] den Schweden.

(Friedrich von Logau, Der deutsche Friede, aus: Salomons von Golaw deutscher Sinn-Getichte andres Tausend, Desz andren Tausend andres Hundert, 87., entstanden 1650, Online-Quelle, Online-Quelle)

Ich möchte mich laut darüber ärgern, dass ich dieses Gedicht OHNE die beiden letzten Zeilen bei einer eigentlich seriösen Quelle im Netz gefunden habe. Passte wohl den Einreichenden nicht ganz zum gewünschten Tagesbezug, muss ja gar nicht auf die letzten Jahre zutreffen 😦

II.

Verlange nichts von irgendwem,
laß jedermann sein Wesen,
du bist von irgendwelcher Fehm
zum Richter nicht erlesen.

Tu still dein Werk und gib der Welt
allein von deinem Frieden,
und hab dein Sach auf nichts gestellt
und niemanden hienieden.

(Christian Morgenstern, Verlange nichts von irgendwem, aus: Wir fanden einen Pfad, 1914, Online-Quelle)

Es wird citiert hienieden …

Es wird citiert hienieden
Ein Bild zum Ueberdruß:
Von dem Faß der Danaiden
Und dem Stein des Sysiphus.

Schafft endlich Beiden Frieden
Durch freundlichen Beschluß:
Verstopft das Faß der Danaiden
Mit dem Stein des Sysiphus.

(Albert Roderich, 1846–1938, Schriftsteller und Aphoristiker, Es wird citiert hienieden, keine Quelle bekannt, möglicherweise aus den „Fliegenden Blättern“ oder „In Gedanken. Vers-Aphorismen“, Online-Quelle)

 

Quelle: Pixabay

 

Mein Wunsch an euch hat sich auch im neuen Jahr nicht verändert: Kommt gut (und gesund) und heiter in und durch die neue Woche!