Maskenzauber für Kurzentschlossene

Wer bei mir schon ein bisschen liest, der weiß, dass ich alle Jahre wieder in schöner Regelmäßigkeit Werbung für den Maskenzauber an der Alster mache. Den Traum vom Karneval in Venedig, einzigartig und wunderschön. Die Kostüme sind alles von venezianisch über historisch bis Fantasy oder einfach schlicht. Die Gewandeten sind zwischen sehr jung und alt, viele sind jedes Jahr dabei – die Fotografen übrigens auch ;-)
Es ist, mit einem Wort, ein Ereignis. Jedes Jahr aufs Neue. Kommendes Wochenende.

 

Die Termine für dieses Jahr sind:

Samstag, 16. Februar 2019
Flanierende Masken an den Colonnaden 11:00 bis 12:30 Uhr
Flanierende Masken an den Alsterarkaden 12:30 bis 14:00 Uhr
Höhepunkt Alsterarkaden ca. 13:30 Uhr

Sonntag, 17. Februar 2019
Flanierende Masken an den Alsterarkaden 15:00 bis 16:30 Uhr
Höhepunkt Alsterarkaden ca. 16:00 Uhr
Flanierende Masken an den Colonnaden 16:30 bis 17:30 Uhr
Gemeinsames Abschlußdefilée 17:30 Uhr

Startpunkt Colonnaden Mitte beim Bocksbeutel

 

Besagter Maskenzauber ist umsonst und draußen, bei jedem (!) Wetter (er war auch schon mal an einem Wochenende, als die Alster zugefroren und freigegeben war), und besteht aus einem Defilee zwischen den Colonnaden über den Jungfernstieg an der Alster entlang und durch die Alsterarkaden hindurch zum Rathausmarkt. Auf dem Rathausmarkt findet alle Jahre wieder der gleiche Tanz statt, dies ist der Höhepunkt der Veranstaltung.

Ich hatte mir überlegt, ob ich dieses Jahr dazu was auf den Blog stellen wollte oder nicht. Endgültig entschieden hat das ein Newsletter des ebenfalls von mir schon häufiger erwähnten Zaubertranks (hier und hier; yes! alive and kicking!), in dem Hans-Georg der Welt mitteilt, dass er doch dabei ist, was bisher in den Sternen stand. Es steht immer noch nicht auf der Zaubertrank-Homepage, ich hoffe also, dass ich, wenn ich Samstagmittag auf dem Rathausmarkt bin, dort die wohlbekannte mittelalterliche Bude des Zaubertranks sehe – denn Maskenzauber ohne Zaubertrank, das geht eigentlich gar nicht.

Wer noch ein bisschen in Bildern schwelgen will, findet Impressionen aus den letzten drei Jahren hier, hier und hier.

Die Wettervorhersage verspricht trockenes bis sonniges Wetter zwischen 8 °C und 11 °C für das Wochenende. Ich habe bisher vor, an beiden Tagen dort zu sein, und falls ihr Lust bekommen habt und vorbeischauen wollt, lasst es mich gern wissen, ich würde mich freuen.

 

Maskenzauber 2018 Teaser | 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

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Die Schwäne sind zurück!

Frühling, endlich und unwiderruflich, ist, wenn die Alsterschwäne wieder draußen sind. Hamburg hat, das wissen viele, nicht nur die Elbe, sondern auch diesen großen Teich in seiner Mitte, Hamburgs geliebte „gute Stube“: die Alster. Die Alster entspringt nördlich von Hamburg, verläuft durch das Hamburger Stadtgebiet und mündet dort in die Elbe. Seit 1190 ist in der Nähe des Rathauses der Flusslauf der Alster aufgestaut, er ist durch eine Brücke in in „Binnen-“ und „Außen“-alster unterteilt, der Fußweg um die weitaus größere Außenalster ist 7,4 km lang, gespickt mit Einkehrmöglichkeiten und beliebt bei Spaziergängern, Joggern und Gassigehern.

Die Schwäne sind in Hamburg eine amtliche Sache, gelten die Schwäne doch als Hamburgs lebende Wahrzeichen. Hamburg übernahm bei seiner Stadtwerdung auch das Privileg des eigenständigen Schwanenwesens und dokumentierte damit Freiheit und Unabhängigkeit. Noch heute heißt es, dass Hamburg den Status als Freie und Hansestadt nur so lange hält, wie es Schwäne auf der Alster gibt.

„Eine Abrechnung aus den Jahren 1591/1592 belegt, dass bereits seit mehr als 400 Jahren die Höckerschwäne auf der Alster auf öffentliche Kosten mit Getreidefutter versorgt wurden. 1664 stellte der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg die Vögel unter besonderen Schutz: es ist bei Strafe verboten, sie zu beleidigen, zu verletzen oder zu töten“ (Quelle: Wikipedia). Seit 1674 dokumentiert ist die Anstellung einer Person zur Betreuung der Schwäne, der sogenannte „Schwanenvater“. Spannender Job? Ja. Mehr ist nachzulesen auf der Webseite: alsterschwaene.de

Die Medien rücken meist im Herbst an, wenn die etwa 120 Schwäne eingefangen und in ihr Winterquartier im Eppendorfer Mühlenteich gebracht werden, oder eben im Frühling, wenn das Geschwader wieder die Alster bevölkern und im Alsterfleet Touristen glücklich machen darf. Und genau das ist Anfang der Woche passiert: Die Schwäne sind zurück. Jetzt kann das Jahr loslegen!

 

640px-Schwäne_auf_der_kleinen_Alster_in_HamburgQuelle: Wikipedia

 

Hamburger Hauptkirchen – Freitag, 19. September 2014

Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.

(Albert Schweitzer)

 

Wer „Auswärtige“ zu Besuch hat, findet sich in der Rolle des Stadtführers, das gehört irgendwie dazu und macht ja auch Spaß. Also ließen wir einen Abend an der Außenalster ausklingen, blickten bei Oktoberfestbier (ja, in Hamburg, man glaubt es kaum) sinnend über Hamburgs gute Stube und genossen die Aussicht, die aus Booten aller Art, Segeln und der höchst beachtenswerten Stadtsilhouette bestand. Man sieht nämlich die sogenannten 5 Hamburger Hauptkirchen, jedenfalls fast, siehe unten, und noch einiges mehr.
Und dann kam es, wie wohl kommen musste: rechts neben uns auf (vermutlich) Russisch, links auf Italienisch wurde diskutiert, welcher Kirchturm denn nun welcher sei. Ich hörte stumm zu, bis meine Freundin mir gestand, dass sie auch nicht alle benennen könnte. Also, dann, ich hab mal durchnummeriert, was man so sieht. (Bild anklicken zum Vergrößern!)

Hamburger Hauptkirchen - 365tageasatzaday

1   St. Jacobi

2   St. Katharinen (die mit dem Ring aus Störtebeker-Gold (angeblich) am Turm)

3   St. Petri (zwischen Mönckebergstraße und Rathausmarkt)

4   St. Nikolai (das Mahnmal in der Altstadt, der Turm ist eine Ruine, inzwischen eingerüstet, weil baufällig. Die Kirchengemeinde hat diesen Standort aufgegeben und 1962 die neue St.-Nikolai-Kirche in Harvestehude am Klosterstern erbaut. Der ist aber bei diesem Standort rechts hinter mir.)

5   Rathaus (Dieser Turm verwirrt die meisten, auch weil das Dach grün, also Kupfer, ist.)

6   Elbphilharmonie (inkl. Kräne, Hamburgs Millionengrab)

7   St. Michaelis (der „Michel“, das Wahrzeichen Hamburgs; und nein, ich weiß nicht, wessen Hochhaus da die Skyline versauen darf.)