Von Tag und Nacht und Herbstwillkommen

 

Keine Wolke stille hält

Keine Wolke stille hält,
Wolken fliehn wie weiße Reiher;
keinen Weg kennt ihre Welt,
und der Wind, der ist ihr Freier.

Wind, der singt von fernen Meilen,
springt und kann die Lust nicht lassen,
einer Landstraß‘ nachzueilen,
Menschen um den Hals zu fassen.

Und das Herz singt auf zum Reigen,
schweigen kann nicht mehr die Brust;
Menschen werden wie die Geigen,
Geigen singen unbewusst.

(Max Dauthendey, Keine Wolke stille hält, aus: Der brennende Kalender, 1905, in: Gesammelte Gedichte und kleinere Versdichtungen, Albert Langen, München 1930, S. 226)

 

Manche Nacht

Wenn die Felder sich verdunkeln,
fühl ich, wird mein Auge heller;
schon versucht ein Stern zu funkeln,
und die Grillen wispern schneller.

Jeder Laut wird bilderreicher,
das Gewohnte sonderbarer,
hinterm Wald der Himmel bleicher,
jeder Wipfel hebt sich klarer.

Und du merkst es nicht im Schreiten,
wie das Licht verhundertfältigt
sich entringt den Dunkelheiten,
plötzlich stehst du überwältigt.

(Richard Dehmel, Manche Nacht, aus: Weib und Welt, Berlin 1896, S. 25–26, Online-Quelle)

 

Septembertag

Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit,
die dich befreit, zugleich sie dich bedrängt;
wenn das kristallene Gewand der Wahrheit
sein kühler Geist um Wald und Berge hängt.

Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit …

(Christian Morgenstern, Septembertag, aus: Und aber ründet sich ein Kranz, 1902, Online-Quelle)

 

Unterwegs am Teich | 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

Kommt gut in die neue Woche!

 

Advertisements

Regen und Sommer

 

Der Regen schlägt das Haus mit Ruten

Draußen die Regenwolken, die schwimmend großen,
Sind wie die Fische mit grauen Flossen,
Die Wasser aus den Kiemen stoßen.

Der Regen schlägt das Haus mit Ruten,
Laute Wasserfluten schwemmen vom Dach;
Ein früher Abend kommt zu uns ins Gemach.

Wir hören die langen Finger vom Regen,
Die fahrig sich am Fenster bewegen,
Als will der Regen sich zu uns auf die Kissen legen.

(Max Dauthendey, Der Regen schlägt das Haus mit Ruten, aus: Lusamgärtlein, in: Gesammelte Gedichte und kleinere Versdichtungen, Albert Langen, München 1930, S. 255/256)

 

Von den heimlichen Rosen

Oh, wer um alle Rosen wüsste,
die rings in stillen Gärten stehn –
oh, wer um alle wüsste, müsste
wie im Rausch durchs Leben gehn.

Du brichst hinein mit rauhen Sinnen,
als wie ein Wind in einen Wald –
und wie ein Duft wehst du von hinnen,
dir selbst verwandelte Gestalt.

Oh, wer um alle Rosen wüsste,
die rings in stillen Gärten stehn –
oh, wer um alle wüsste, müsste
wie im Rausch durchs Leben gehn.

(Christian Morgenstern, Von den heimlichen Rosen, aus: Ein Sommer. Verse. S. Fischer, Berlin, 1900, Online-Quelle)

 

Einsamkeit

Die Einsamkeit ist wie ein Regen.
Sie steigt vom Meer den Abenden entgegen;
von Ebenen, die fern sind und entlegen
geht sie zum Himmel der sie immer hat.
Und erst vom Himmel fällt sie auf die Stadt.

Regnet hernieder in den Zwitterstunden
wenn sich nach Morgen wenden alle Gassen
und wenn die Leiber welche nichts gefunden
enttäuscht und traurig von einander lassen;
und wenn die Menschen die einander hassen,
in einem Bett zusammen schlafen müssen:

dann geht die Einsamkeit mit den Flüssen …

(Rainer Maria Rilke, Einsamkeit, aus: Das Buch der Bilder, 1. Buch Teil 2, S. 47, 1906, Online-Quelle)

 

Wann immer ich dieses Gedicht lese, habe ich die Stimme von Katharina Franck im Ohr. Da sich das zu einem Dauerzustand auswächst (interessant!), möchte ich euch das dazugehörige Video ans Herz legen: Klickt bitte hier für den Link zu YouTube.

Draußen ist in den letzten beiden Tagen doch erfreulicherweise recht viel Regen gefallen, zum Glück ohne größere Flurschäden anzurichten. Daher habe ich die Abkühlung genossen und gern unter dem rauschenden Regen geschlafen … bis ein gewisser Herr Fellträger verkündete, ER sei jetzt nass und hungrig, ob ich wirklich gewillt sei, damit zu leben, dass er unglücklich sei … undsoweiter :-)

Kommt gut in die neue Woche!

 

Quelle: ichmeinerselbst; Klick macht groß!

 

Stille

 

Für Viele

Wieviel Schönheit ist auf Erden
unscheinbar verstreut;
möcht’ ich immer mehr des inne werden;
wieviel Schönheit, die den Taglärm scheut,
in bescheidnen alt und jungen Herzen!
Ist es auch ein Duft von Blumen nur,
macht es holder doch der Erde Flur,
wie ein Lächeln unter vielen Schmerzen.

(Christian Morgenstern, Für Viele, aus: Melancholie/Melencolia, Berlin 1906, Onlinequelle)

 

Mittag

Am Waldessaume träumt die Föhre,
Am Himmel weiße Wölkchen nur;
Es ist so still, daß ich sie höre
Die tiefe Stille der Natur.

Rings Sonnenschein auf Wies’ und Wegen,
Die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach,
Und doch, es klingt, als ström’ ein Regen
Leis tönend auf das Blätterdach.

(Theodor Fontane, Mittag, aus: Gedichte, 1905, Onlinequelle)

 

Ob auch die Stunden uns wieder entfernen

Ob auch die Stunden uns wieder entfernen:
wir sind immer beisammen im Traum
wie unter einem aufblühenden Baum.
Wir werden die Worte, die laut sind, verlernen
und von uns reden wie Sterne von Sternen, –
alle lauten Worte verlernen:
wie unter einem aufblühenden Baum.

(Rainer Maria Rilke, Ob auch die Stunden uns wieder entfernen, aus: Dir zur Feier, entstanden 1897/98, unveröffentlicht, Onlinequelle)

 

Mag auch die Spieglung im Teich
oft uns verschwimmen:
Wisse das Bild.
Erst in dem Doppelbereich
werden die Stimmen
ewig und mild.

(Rainer Maria Rilke, aus: IX. Sonett, aus: Die Sonette an Orpheus, Erster Teil, 1922, Onlinequelle)

 

Kommt gut in die neue Woche, so oder so!

 

Quelle: Ichmeinerselbst; Klicken macht groß!

 

Menschliches Elende

 

XI. Menschliches Elende.

Was sind wir Menschen doch? ein Wohnhaus grimmer Schmertzen.
Ein Ball deß falschen Glücks / ein Irrlicht dieser Zeit.
Ein Schauplatz herber Angst / besetzt mit scharffem Leid /
Ein bald verschmeltzter Schnee vnd abgebrante Kertzen.
Diß Leben fleucht davon wie ein Geschwätz vnd Schertzen.
Die vor vns abgelegt deß schwachen Leibes Kleid
Vnd in das todten-Buch der grossen Sterbligkeit
Längst eingeschrieben sind / sind vns auß Sinn vnd Hertzen.
Gleich wie ein eitel Traum leicht auß der acht hinfällt /
Vnd wie ein Strom verscheust / den keine Macht auffhält:
So muß auch vnser Nahm / Lob Ehr vnd Ruhm verschwinden /
Was itzund Athem holt / muß mit der Lufft entflihn /
Was nach vns kommen wird / wird vns ins Grab nach zihn
Was sag ich? wir vergehn wie Rauch von starcken Winden.

(Andreas Gryphius, Menschliches Elende, 1637, Quelle, Informationen)

 

Auf YouTube anhören, gesprochen von Katharina Thalbach
https://www.youtube-nocookie.com/embed/kTWQZZSQzQc?rel=0

(Also, mal im Ernst, noch mal Thema DSGVO: Findet ihr das schön, die Darstellungsform meine ich? Ich nicht.)

 

Nachts im Wald

Bist du nie des nachts durch Wald gegangen,
wo du deinen eignen Fuß nicht sahst?
Doch ein Wissen überwand dein Bangen:
Dich führt der Weg.

Hält dich Leid und Trübsal nie umfangen,
daß du zitterst, welchem Ziel du nahst?
Doch ein Wissen übermannt dein Bangen:
Dich führt dein Weg.

(Christian Morgenstern, Nachts im Wald, Quelle)

 

Ja, ich weiß, ein großer Bogen. Kommt gut in den Mai und habt eine gute Woche!

 

Friedhof, Steinmetzarbeit | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Winterkrankheiten

Es war einmal ein schlimmer Husten,
Der hörte gar nicht auf zu pusten.
Zwar kroch er hinter eine Hand,
Was jedermann manierlich fand.
Und doch hat ihn der Doktor Lieben
Mit Liebens Malzbonbon vertrieben.
Bemerkt sei noch: Für dies Gedicht
Bezahlte mich Herr Lieben nicht.

(Joachim Ringelnatz, Es war einmal ein schlimmer Husten, aus: Die Schnupftabaksdose, 1912, Quelle)

 

Der Einsame

Wer einsam ist, der hat es gut,
Weil keiner da, der ihm was tut.
Ihn stört in seinem Lustrevier
Kein Tier, kein Mensch und kein Klavier,
Und niemand gibt ihm weise Lehren,
Die gut gemeint und bös zu hören.
Der Welt entronnen, geht er still
In Filzpantoffeln, wann er will.
Sogar im Schlafrock wandelt er
Bequem den ganzen Tag umher.
Er kennt kein weibliches Verbot,
Drum raucht und dampft er wie ein Schlot.
Geschützt vor fremden Späherblicken,
Kann er sich selbst die Hose flicken.
Liebt er Musik, so darf er flöten,
Um angenehm die Zeit zu töten,
Und laut und kräftig darf er prusten,
Und ohne Rücksicht darf er husten,
Und allgemach vergißt man seiner.
Nur allerhöchstens fragt mal einer:
Was, lebt er noch? Ei, Schwerenot,
Ich dachte längst, er wäre tot.
Kurz, abgesehn vom Steuerzahlen,
Läßt sich das Glück nicht schöner malen.
Worauf denn auch der Satz beruht:
Wer einsam ist, der hat es gut.

(Wilhelm Busch, Der Einsame, aus: Zu guter Letzt, 1904, Quelle)

 

Wintergenesung | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Der eine oder die andere mag hier auch noch Christian Morgensterns Gedicht „Der Schnupfen“ („Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse, auf daß er sich ein Opfer fasse“) erwartet haben. Ich auch. Bloß leider, leider hat das Suchen nach einer belastbaren Quelle den Hinweis ergeben, dass dieses Gedicht, welches aus einem Brief stammt, nach wie vor dem Urheberrecht unterliegt (es spricht nicht für das Projekt Gutenberg, das nicht zu wissen). Daher danke ich für die Quellenangabe zu diesem Gedicht Reinhard Röhrs, der es in seinem Abendprogramm hat und vermutlich dafür Tantiemen bezahlt, es zu nutzen. Das YT-Video dazu darf man allerdings verlinken: verkehrte Welt.

 

 

Ach so: Ja, ich auch. Husten und nachts Fieber. Noch kein Schnupfen, noch hoffe ich, dass ich drumherum komme.

Kommt ihr dennoch gut in die neue Woche!

 

November

Graue Winde schütteln den Wald,
Winde rütteln am Haus,
In den Eichen Regengebraus,
Regen hämmert aufs Dach.
Mein leer Herz liegt wach,
Lauscht auf das Schütteln und Gießen.
Mein Herz kann nicht mehr weinen um mich,
Herz, die Himmel weinen für dich.

(Max Dauthendey, Graue Winde schütteln den Wald, aus: Reliquien, in: Gesammelte Gedichte und kleinere Versdichtungen, Albert Langen, München 1930, S. 115)

 

Novembertag

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
Drängt die Welt nach innen;
Ohne Not geht niemand aus;
Alles fällt in Sinnen.

Leiser wird die Hand, der Mund,
Stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund,
Träumen Mensch und Erde.

(Christian Morgenstern, Novembertag, Quelle)

 

Baum im Nebel | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Kommt gut in die neue Woche!  :-D

 

September, die Ersten

Septembertag

 

Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit,
die dich befreit, zugleich sie dich bedrängt;
wenn das kristallene Gewand der Wahrheit
sein kühler Geist um Wald und Berge hängt.

Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit …

Christian Morgenstern, Septembertag, aus: Und aber ründet sich ein Kranz (1. Auflage 1902), Quelle

 

Berge | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Herbst

 

Nun lass den Sommer gehen,
Lass Sturm und Winde wehen.
Bleibt diese Rose mein,
Wie könnt ich traurig sein?

Joseph von Eichendorff (Quelle)

 

Rose | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Kommt gut in die neue Woche!

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

An die Wolken

Und immer wieder,
wenn ich mich müde gesehn
an der Menschen Gesichtern,
so vielen Spiegeln
unendlicher Torheit,
hob ich das Aug
über die Häuser und Bäume
empor zu euch,
ihr ewigen Gedanken des Himmels.

Und eure Größe und Freiheit
erlöste mich immer wieder,
und ich dachte mit euch
über Länder und Meere hinweg
und hing mit euch
überm Abgrund Unendlichkeit
und zerging zuletzt
wie Dunst,
wenn ich ohn Maßen
den Samen der Sterne
fliegen sah
über die Acker
der unergründlichen Tiefen.

(Christian Morgenstern, An die Wolken, Quelle)

 

Wolkenhimmel im Mai | 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

Kommt gut in die neue Woche!

 

Die unmögliche Tatsache

Palmström, etwas schon an Jahren,
wird an einer Straßenbeuge
und von einem Kraftfahrzeuge
überfahren.

»Wie war« (spricht er, sich erhebend
und entschlossen weiterlebend)
»möglich, wie dies Unglück, ja –:
daß es überhaupt geschah?

Ist die Staatskunst anzuklagen
in bezug auf Kraftfahrwagen?
Gab die Polizeivorschrift
hier dem Fahrer freie Trift?

Oder war vielmehr verboten,
hier Lebendige zu Toten
umzuwandeln, – kurz und schlicht:
Durfte hier der Kutscher nicht –?«

Eingehüllt in feuchte Tücher,
prüft er die Gesetzesbücher
und ist alsobald im klaren:
Wagen durften dort nicht fahren!

Und er kommt zu dem Ergebnis:
»Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil«, so schließt er messerscharf,
»nicht sein kann, was nicht sein darf.«

(Christian Morgenstern, Die unmögliche Tatsache, Quelle)

oldtimer | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

Mein dieswöchiges Montagsgedicht gehört zu denen, die ich schon als Kind heiß und innig liebte, weil ich die Überspitzung ins Absurde so mochte. Da wird jemand überfahren, steht wieder auf und findet heraus, dass er gar nicht tot sein kann, weil Autos dort nicht fahren durften. Wie genial ist das denn bitte!
Ähnlichkeiten mit der Politik waren vermutlich damals wie heute selbstverständlich nicht gegeben …

Kommt gut in die neue Woche!

Merken

Merken

Der See hat eine Haut bekommen

Nein, liebe Kinder, DIESER See ist derzeit sicher nicht zum Draufrumlaufen, auch wenn die Vögel das tun. Die Alster in der Hamburger Innenstadt verfügt dazu über sehr malerische Eisschollen, da das Wetter ja wieder kälter werden soll, können wir gespannt sein, was sich daraus ergibt. Ich kann jedenfalls auf ein Millionen-auf-dem-Eis-Spektakel verzichten … aber hübsch sähe es sicher dennoch aus.

Trübe Tage sind das gerade. David Bowie ist an Leberkrebs gestorben (Quelle, englisch), die Anzahl der wg. Köln und Hamburg (Frankfurt/M. hatte Derartiges auch) erstatteten Anzeigen hat sich jedes Mal erhöht, wenn davon gesprochen wird und ich mag irgendwie nicht so tun, als ob alles wie immer wäre.

Nichtsdestotrotz das Gedicht zur Überschrift:

Der See hat eine Haut bekommen,
so daß man fast drauf gehen kann,
und kommt ein großer Fisch geschwommen,
so stößt er mit der Nase an.

Und nimmst du einen Kieselstein
und wirfst ihn drauf, so macht es klirr
und titscher – titscher – titscher – dirr …
Heißa, du lustiger Kieselstein!
Er zwitschert wie ein Vögelein
und tut als wie ein Schwälblein fliegen –
doch endlich bleibt mein Kieselstein
ganz weit, ganz weit auf dem See draußen liegen.

Da kommen die Fische haufenweis
und schaun durch das klare Fenster von Eis
und denken, der Stein wär etwas zum Essen;
doch sosehr sie die Nase ans Eis auch pressen,
das Eis ist zu dick, das Eis ist zu alt,
sie machen sich nur die Nasen kalt.

Aber bald, aber bald
werden wir selbst auf eignen Sohlen
hinausgehn können und den Stein wieder holen.

(Christian Morgenstern, Wenn es Winter wird, Quelle)

Wintersee – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

Von den heimlichen Rosen

Heute Morgen war mir mal nach Basteln, hatte ich doch neulich an einem Blumenstand eine so ungeheuerlich zauberhafte Rose entdeckt …

Es rost und rost in den Vorgärten und Hecken, wohin man schaut, und ähnlich wie das fliegende Volk taumele ich von einem Duft zum nächsten und schließe ab und an beseligt die Augen. Es ist einfach nur schön. Ich glaube, ich MUSS heute mit der Kamera raus, nachdem der Sommer sich anscheinend endlich entschieden hat, in den Norden zu kommen …

 

Von den heimlichen Rosen

Oh, wer um alle Rosen wüßte,
die rings in stillen Gärten stehn –
oh, wer um alle wüßte, müßte
wie im Rausch durchs Leben gehen.

Du brichst herein mit rauen Sinnen,
als wie ein Wind in einem Wald –
und wie ein Duft wehst du von hinnen,
dir selbst verwandelte Gestalt.

Oh, wer um alle Rosen wüßte,
die rings in stillen Gärten stehn –
oh, wer um alle wüßte, müßte
wie im Rausch durchs Leben gehen.

(Christian Morgenstern, Quelle)

 

Habt einen wunderschönen, geruhsamen Sonntag!

 

Rose Morgenstern – 365tageasatzaday

Quelle: ichmeinerselbst, siehe oben

 

Fotoaufruf: Landschaften der Seele

Jede Landschaft hat ihre eigene, besondere Seele, wie ein Mensch, dem du gegenüber lebst.

(Christian Morgenstern, Quelle)

Ich lebe, wie immer wieder mit wachsender Begeisterung breitgetreten, in Hamburg. Und ich kann nicht anders: ich gerate bei dieser platten Landschaft hier oben in Verzückung, selbst wenn ich es anderswo auch schön finde.

Daher wollte ich euch um Bilder eurer Landschaften bitten. Muss ja nicht so ein Streifenbild sein wie das meinige, dessen Bilder alle aus Nordfriesland stammen. Haltet einfach ein Handy aus dem Fenster … oder so. Und/oder schreibt mir, warum ihr das so schön findet, dort wo ihr lebt, falls ihr Worte dafür habt.

Ich freue mich.

Und selbstverständlich könnt ihr es auch so machen wie der hochgeschätzte Herr Ickemich mit eigenem Post (mit plattem ostfriesischem Land) und die zauberhafte Frau Cuervo von den TwoNovelists mit zwei Sonnen-und-Landschaftsfotos, die beide zu mir gelinkt haben: HIER. Und HIER. Und danke!

Neu verlinkt (19.06.2015) hat mich Ingrid mit Bildern aus der Eifel. Sehr sehr sehenswert! Danke!

Neu (19.06.2015) Bilder aus dem Garten von Anna-Lena. Wunderschön! Danke!

 

Fischkoppland – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst,  aber sowas von