Lieblingsplatz

Rausfahren.
Tief durchatmen.
Vorbeiziehende Schiffe gucken.
Salzigen Wind und Haare im Gesicht haben.
Spatzen füttern.
Kopf frei werden lassen
und den Rest des Innenlebens anschauen.

Ach herrje.

Na, dann.

Das alles bei einem Pott Kaffee und einem mehr oder weniger großen Stück Altländer Butterkuchen, wahlweise auch jede Art Wurst/Fisch und/oder Pommes auf die Faust.

Und wem (von den Hamburg-Kundigen) das jetzt zur Verortung nichts sagt, der möge sich auf die südliche Elbseite denken. Ach, bei dem Bild mit dem abgeschnittenen Containerschiff kann man gaaaaaanz hinten in der Mitte die Kräne des Hamburger Hafens ausmachen …

 

 

Unterwegs an der Elbe

Jeder kennt den Hamburger Hafen. Jeder? Na gut – aber es ist einer der Plätze, an die sowohl der Einheimische als auch der Tourist leicht kommt. Genauso wie flussabwärts, wo die ausgebaggerte und vertiefte und verbreiterte Elbe sich noch eine Stunde Richtung Nordsee wälzt und schon ganz schön maritim tut (siehe letztes Bild, die weißen Flecken in der Mitte im Dunst ganz hinten, das ist der Hamburger Hafen, allerdings stammt es nicht von diesem Jahr).

Wohin man normalerweise eher selten kommt, ist flussaufwärts, also hinter den Elbbrücken ins Land hinein Richtung Osten. Ich hatte in den Vier- und Marschlanden (alles noch Hamburger Stadtgebiet, wir sind nicht umsonst ein Bundesland) ein bisschen Zeit totzuschlagen und fuhr die Elbe mit der Kamera auf und ab. Unglaublich, wie ländlich der Fluss dort ist. Ich kenne den Rhein von früher, das fühlte sich plötzlich erheblich vergleichbarer an. Erinnert sich noch jemand an meinen Post mit den Anglern? Genau. Die Tour. Und ich habe noch längst nicht alles gesehen.

Hier also ein paar Ferienbilder aus meiner Stadt. (Anklicken macht größer.)

 

 

 

Angeln? Angeln?

Angeln ist die einzige Philosophie, von der man satt wird.

(Peter Bamm, Quelle)

Dieser Ausspruch fasst sehr schön zusammen, was ich über Angeln weiß: fast nichts. Geht mir übrigens mit Bogenschießen ähnlich, was ja auch eine sehr meditative Tätigkeit sein soll (ja, es gibt Sport-Bogenschützen, da steht das nicht so im Vordergrund). Mir kam es immer so vor, als sei Angeln eine Möglichkeit, sich still irgendwo hinzusetzen, über die Dinge des Lebens nachzudenken, dabei gemütlich ein Bier zu trinken (oder auch nicht) und beschäftigt auszusehen. Letzteres ist in unser hektischen Zeit sicherlich sehr wichtig, wo man über Stunden hinweg nicht einfach faul sein darf, sondern immer irgendwie „aktiv genießen“ muss.

Klar weiß ich, dass es Angelscheine und damit verbundenes Grundwissen gibt, damit man weiß, was man aus dem Fluss zieht, was drin bleiben muss und was man besser damit anfangen sollte. Wir sind in Deutschland, hier hat alles seine Ordnung *seufz*, und bestimmte Regeln machen für ein Zusammenleben ja auch einen gewissen Sinn.

Alles in allem habe ich vom Angeln keine Ahnung, ich sagte es bereits. Also meine Frage an euch: Kennt ihr Bücher, in denen geangelt wird (und ich meine nicht „Der alte Mann und das Meer“ und nicht „Moby Dick“)? Mich interessiert die mit dem Angeln verbundene Lebens-/Denkweise auch mehr als die Bestimmung der einzelnen Fische.

Das Bild ist gestern Abend entstanden, bevor der Regen kam. Die drei Herren angelten in der Elbe, dort, wo sie noch bedeutend ländlicher aussieht, nämlich in den Hamburger Vier- und Marschlanden, bevor die Elbe den Hafen erreicht. Die Vier- und Marschlande sind quasi der Gemüsegarten Hamburgs, ein Besuch dort lohnt sich überaus.

 

Angeln an der Elbe – 365tageasatzaday

Quelle: ichmeinerselbst