Tag des Ohrwurms: Englishman in New York

Es gibt Lieder, die hört man und hört man und hört man … und hört sie sich über … und nach einer gewissen Zeit hört man sie wieder. Und wieder. Ich jedenfalls. Sting gehört für mich dazu, und einer seiner Klassiker ist Englishman in New York (Text hier, Übersetzung hier), dieses großartige Lied darüber, sich irgendwo fremd zu fühlen und Haltung zu bewahren.

Be yourself, no matter, what they say

(Sei du selbst, egal, was andere sagen) ist eindeutig eines meiner Lieblingsmusikzitate (Allgemeinplätze sind immer viel schöner, wenn sie jemand anders sagt), und

Manners maketh man

(Manieren machen den Menschen aus) musste ich erstmal nachschlagen (na schön, wer jemals in der Schule Shakespeare zu lesen hatte, dem dürfte „maketh“ nicht ganz fremd vorkommen), aber dass es noch älter ist und das Motto zweier Oxford-Colleges, nämlich des Winchester College und des New College, ist (deren Gründer der Zitaturheber, William of Wykeham (1324 – 1404), war), wusste ich auch nicht (mehr). Wobei man „Manners“ nicht mit „Tischmanieren“ gleichsetzen sollte, sondern eher mit „Kinderstube“, „Anstand“, (guten) „Umgangsformen“. Nachvollziehbar, gerade in England.

Für mich schlägt dieses Buch auch immer eine Brücke zu den von mir offen (und gar nicht verschämt ;-)) geliebten Lord-Peter-Wimsey-Krimis von Dorothy Sayers. Hach ja. Müsste ich auch mal wieder lesen, und sei es nur, um ein paar neue Zitate zu entdecken, mit denen Lord Peter seine Sentenzen immer spickt.