Dienstag, 9. September 2014

Im Leben geht es darum, die richtigen Fragen zu stellen und nicht dauernd Antworten zu geben.
(Martina Gedeck)

 

Eine Reisegruppe, in der ich mehrere Leute kannte, war eine Woche in Taizé. Heute Morgen fand ich mich im Verteiler einer Rundmail, in der sich eine (auf die Frage, was sie von Taizé mit nach Hause nähme) über das Essen beschwert hat (unter anderem, aber sehr massiv). Zugegeben, das kann man. Taizé hat eine Großküche, die mit einfachsten Mitteln arbeitet. „Naturbelassen“ ist dort höchstens Obst, der Rest wird mehr oder weniger zu Pampe verarbeitet (siehe Bild).

 

Der kleine Taizé-Gourmet-Führer - 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROß

 

Was mich aber dennoch umtreibt, ist eine andere Frage. Taizé ist gut dokumentiert (offizielle Seite), was man dort erwarten kann (und was nicht), ist leicht herauszufinden (Erlebnisbericht eines nicht-jugendlichen Taizé-Fahrers), ich war vor ein paar Jahren selbst dort. Schlicht gesagt, man fährt nicht für das Essen nach Taizé.
Besagte Reisende ist also an eine persönliche Grenze gestoßen. So was passiert. Aber was hat sie vom Zauber von Taizé begriffen, wenn das Essen für sie so ein Thema war?