Erwachsen. Aha.

Maturity is learning to walk away from people & situations that threaten your peace of mind, self-respect, values, morals or self worth. (Facebook, keine Quelle genannt)

Übersetzt heißt das: „Erwachsen zu sein bedeutet, zu lernen, Menschen und Situationen zu verlassen, die deinen Seelenfrieden, Selbstachtung, Werte, Moral oder Selbstwert bedrohen.“ Eigentlich bedeutet „maturity“ „Reife“, ältere Frauen (also ich) werden ebenfalls als „mature“ bezeichnet, für mich winkt bei diesem Begriff immer bisschen das Verfallsdatum, ich mag ihn demnach nicht wirklich.

Kluger Spruch? Kluger Spruch. Niemand will in einer Situation steckenbleiben, die offenkundig schlimm ist.
Was mich daran stört, setzt an einem anderen Punkt an. Wer sagt mir denn, dass das, was da meinen Seelenfrieden stört, nicht eine (Achtung, Hasswort) Lernaufgabe ist? Der Aufruf, mal wieder über den Tellerrand zu schauen, die eigene/n Werte/Moral zu überprüfen, von außen einen kritischen Blick auf sich zu werfen und nicht selbstzufrieden im eigenen Nest zu hocken und auf den eigenen Bauchnabel zu starren? Die Zahl der Sprüche zum Thema „per aspera ad astra“ („durch das Dunkel zu den Sternen“) geht nämlich ebenfalls ins Ungezählte.

Vielleicht kommt man aus dem Dilemma raus, wenn man das Ganze als Prozess begreift. Als etwas, was immer neu gesucht/getan/geändert werden muss. Ich für meinen Teil finde und fände es nämlich grässlich, nie mehr in Situationen oder an neue Menschen zu geraten, wo ich Obengenanntes entscheiden muss. Auch wenn ich das in jenem Moment hasse wie die Pest.
Oder aber, wie ich ebenfalls heute gelesen habe: Jede/r ringt auf seine Art um Fassung. Sehr passend.

Ein paar Spätherbstspaziergangsbilder gefällig? Das Grüne auf dem Teich ist Entengrütze, jawohl, Naturschutzgebiet, der Teich hat Ab- und Zulauf, alles okay damit.

 

Quelle: ichmeinerselbst