Holzhacken II – Donnerstag, 18. September 2014

Vor der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.

(Ikkyū Sōjun) (Gedanken/Erklärung)

 

Ich mag diese lakonischen Zen-Sprüche und das Grübeln, zu dem sie mich verleiten – und den Humor, auf den man dann ab und an stößt. Mich bringt dieser Spruch jedes Mal zum Schmunzeln, er ist so praktisch.

Der Garten ist übrigens fertig, die Abfälle sind entsorgt und wir fußwund und glücklich aus Hagenbecks Tierpark zurück. Elefanten machen ein Geräusch wie ein Staubsauger, wenn sie einem das Automaten-Trockenfutter aus der Hand saugen und sabbern nur ein bisschen. Und Walrosse  sind so urviechartig hässlich, dass sie schon wieder hübsch sind. Löwen können lächeln 🙂 und Eisbären haben es echt drauf, wie Plüschbären auszusehen. Finde ich.

Morgen kümmere ich mich wieder um den Holznachschub.

Mittwoch, 17. September 2014

Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht.

(Albert Einstein)

 

Eine Freundin kommt zu Besuch, wir werkeln gemeinsam im Garten. Um ehrlich zu sein, sie werkelt, ich assistiere – es ist nicht mein Ding. Staunend stehe ich danach vor einem großen Berg Herbstblätter und toter Äste, und freue mich, wie viel mehr Licht und Luft es jetzt plötzlich gibt. Später, als wir uns beide dem angenehmeren Teil (jedenfalls für mich) des Tages widmen, sind wir beide der Meinung, wie toll es doch ist, das Ergebnis der Arbeit zur Abwechslung mal sofort zu sehen.
Ich bin irgendwie irritiert und amüsiert über die Erkenntnis, dass ich ein so derartig ausgeprägter Kopfarbeiter bin, dass mich Gartenarbeit so zufrieden machen kann. (Nein, wir/ich komme/n trotzdem nicht bei euch vorbei … :-)) Und dann frage ich mich, ob ich bei meiner normalen Arbeit nicht das Gefühl habe, sofort (oder zumindest schnell) Erfolg zu sehen, und stelle fest: Doch, schon, aber dasselbe ist es nicht. Hm.

 

holzhacken – 365tageasatzaday