Computerprobleme | abc.etüden

TELEFONGESPRÄCH. ZWEI FREUNDINNEN.

Huhu, meine Liebe, wie geht es dir, ist bei dir alles gut? Hör mal, was ich dir sagen wollte, ich hab da ein Problem mit der Textdatei, die du mir geschickt hast.

Was ist denn los?

Na ja, ich habe sie aufgemacht und gelesen, was du geschrieben hast, hast du ganz toll gemacht, wirklich, danke und so, aber dann wollte ich noch ein paar Kleinigkeiten ändern, und da ging das nicht.

Kann nicht sein.

Wenn ich es dir doch sage! War ganz komisch, ich bin überhaupt nicht richtig mit dem Cursor reingekommen! Ich hab mir doch jetzt erst das neue Update geholt, glaubst du, dass der dann deine Dateien nicht mehr lesen kann?

Eigentlich nicht. Inzwischen sind Textprogramme so gut, dass unterschiedliche Betriebssysteme und Versionen egal sein sollten. Dateiformate sind standardisiert, und ich hab alles wie immer gemacht. Kriegst du denn irgendwelche Meldungen?

Ja, kriege ich.

Dann lies doch mal vor.

Kann ich nicht, ich seh das so schlecht, das reflektiert so, die Schrift ist so klein. Ich sitze hier hübsch gemütlich in der Sonne mit Sonnenhut und einem Drink auf der Terrasse und warte auf die Fußpflege, du weißt doch, heute ist wieder Pediküre und Massieren angesagt. Und da dachte ich, ich erledige das mal eben vorher. Du kannst gerne rüberkommen, wenn du magst, dann machen wir uns einen lustigen Abend.

Neee, Schatzi, lieber nicht, ich muss morgen fit sein. Jetzt sag mal: Du sitzt also mit deinem Laptop auf der Terrasse und machst die Datei auf. Und wenn du was verändern willst oder speichern, kommt eine Meldung?

Laptop, wieso Laptop? Ich bin auf dem Handy!

Äh … Dir ist schon klar, dass du dein Schreibprogramm auf dem Laptop hast? Nur da?

 

KLACK. AUFGELEGT.

Bestimmt die Fußpflege.

Sie lehnt sich zurück und beginnt, haltlos zu lachen.

 

abc.etüden 2021 14+15 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 14/15.2021: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Ludwig Zeidler und von mir mit meinem Blog Irgendwas ist immer. Sie lauten: Sonnenhut, haltlos, massieren.

Nein, auch wenn man es vielleicht annehmen könnte, ich war NICHT die eine Frau. Ich hab die Geschichte erzählt bekommen und die Gegebenheiten den Etüdenwörtern angepasst 😉

 

Elbspaziergang im Frühling (mit Fotos) | abc.etüden

Sie stand auf dem Deich und sah sich in alle Richtungen um. Blühende Landschaft? Na ja. Wenig mehr als haltlose Wünsche, bei aller Liebe. Okay, die Vorgärten, okay, in geschützten Ecken hatten wagemutige Magnolien tatsächlich schon Knospen angesetzt und die Forsythien blühten auch. Trotzdem: Die Hunde trugen zwar keine Mäntel mehr, Herrchen und Frauchen aber sehr wohl noch ihre Winterjacken, die Temperaturen hielten sich hartnäckig im einstelligen Bereich. Später sollte es regnen, der Wind schob jetzt schon graue Wolken heran, also war es höchste Zeit, jetzt loszustapfen. Wenn überhaupt.

Sie überlegte, ob es vielleicht ein bisschen zu viel verlangt war, sich zu wünschen, man würde im April schon einen Sonnenhut brauchen. Ganz sicher hätte es dann jemanden gegeben, der wegen eventueller Trockenheit gemeckert hätte.

Der alte Fischkutter lag wieder an seinem üblichen Platz vor Anker, sehr schön. Sie hielt die Nase in den Wind. Es war fast Flut, schätzte sie, selbst hier vor dem Hafen gab es noch mehrere Meter Tidenhub. Ha, Elbluft, dieser charakteristische Geruch, ihr Herz wurde weit. Wellen leckten an der Uferbefestigung, vor ihren Füßen blühte Huflattich, und drüben auf der anderen Flussseite, der weiße Fleck, das war mit Chance ein brütender Schwan. Fast ein Wunder, dass der durch die passierenden Radfahrer, von denen es dort bestimmt öfter welche gab, nicht gestört wurde. Sie folgte den vorbeifliegenden Gänsen – den Schreien nach waren es Graugänse gewesen – mit dem Blick stromaufwärts und sah die Fähre den Fluss überqueren. Der Anleger war ein Ort, wo sich Biker aller Couleur massiert trafen, auch weil die dort angesiedelten Imbissbuden inzwischen garantiert wieder geöffnet hatten.

Sie setzte sich Richtung Fähre in Bewegung. Wenn sie wieder an ihrem Auto eintreffen würde, hatte sie sich das Stück Torte aus dem Hofladen, das sie auf der Rückfahrt zu kaufen gedachte, redlich verdient. Sie lächelte zufrieden.

 

abc.etüden 2021 14+15 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 14/15.2021: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Ludwig Zeidler und von mir mit meinem Blog Irgendwas ist immer. Sie lauten: Sonnenhut, haltlos, massieren.

Das ist momentan so was wie meine Standardrunde, wenn ich zum Deichtreten gehe. Meistens bin ich dann dort irgendwo unterwegs, schätzungsweise zwischen Elbkilometer 599 und 604 😉

 

Quelle: ichmeinerselbst | Anklicken macht groß!

 

Schreibeinladung für die Textwochen 14.15.21 | Wortspende von Ludwig Zeidler und Irgendwas ist immer

Willkommen zu einer neuen Runde Etüden, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen. Ich hoffe, euer Ostern ist oder war eierreich, fröhlich, friedlich und freundlich, und ihr habt Lust (und Zeit), euch mehr oder weniger fröhliche, friedliche und freundliche Geschichten zu der neuen Wortspende auszudenken.

Ich brauche wieder neue Wortspender, daher meine Frage an die neu Mitschreibenden, die mehr als eine Etüde in den letzten drei Monaten geschrieben haben: Möchtet ihr in den Topf, aus dem ich die Wortspender ziehe? Falls ja, dann hinterlasst mir bitte möglichst zügig einen entsprechenden Kommentar. Entschuldigung für den Umstand, aber erstens wollen nicht alle spenden und zweitens hat das Datenschutzgründe: Dann, und nur dann, darf ich mir eure Mailadressen wegspeichern und euch anschreiben, falls ihr ausgelost worden seid.

Interessanterweise waren es in den letzten beiden Wochen NICHT signifikant mehr Mitschreibende/Etüden als in den beiden Wochen vorher, die „Klassenkeile“ (hallo, René) kann es also scheinbar doch nicht gewesen sein. Allerdings ist meine Laune nicht viel besser geworden und mein Reader hatte gefühlt nach wie vor weniger Beiträge als sonst – wie geht es euch?
Weiß inzwischen jede*r, die*der möchte, wie sie*er den alten/klassischen Editor und die Verwaltungsfunktionen im Blog zurückbekommt?

Zu Statistik und Liste: Ich verzeichne diesmal 53 Etüden von 32 Blogs, und mein Dank gebührt den Männern, denen scheinbar einfach mehr einfällt – ich weiß nicht, ob mich das frustriert oder nicht. 😉 Und ich erhoffe mir mehr Ping-Pong-Etüden, was Myriade und Werner begonnen hatten (Stichwort „Alex“ bei Myriade), bevor sie sich um anderes kümmern musste. 😀
Die Liste führen jedenfalls sehr souverän Gerhard mit 6 und Christian mit 5 Etüden an. Danke euch sehr! ❤

Vielen Dank wie immer an alle, die mitgeschrieben, mitgelesen, gelikt und kommentiert haben! Mein herzliches Danke schön an Puzzleblume, die ebenfalls kommentierend durch die mitschreibenden Blogs gezogen ist, und an jede*n, den ich in den teilnehmenden Blogs getroffen habe und der*die dort kommentiert/mitdiskutiert hat.

Wie immer bitte ich euch, die Liste zu kontrollieren, ob jede eurer Etüden dort verzeichnet ist oder ob euch sonst was komisch vorkommt. Ich trage gerne nach, wenn irgendwas nicht stimmt, ihr wisst, es ist keine böse Absicht, manchmal habe ich einfach Tomaten auf den Augen und manchmal geht auch was mit den Pings/Verlinkungen schief …
Kaffee und Keks Osterei zur Hand? Hier kommt die Liste.

Disclaimer: Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt.

Anja auf Annuschkas Northern Star: hier
Jane auf Blood, Tears, Gold & Minds: hier
Heidi auf heidimariaskleinewelt: hier
Heidi auf Erinnerungswerkstatt: hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier, hier, hier, hier, hier und hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
Ellen auf nellindreams: hier
Puzzleblume auf Puzzle❀: hier, hier und hier
Melina auf Innen-Reise-Wege: hier
Kain Schreiber auf Gedankenflut: hier, hier und hier
Ulrike auf Blaupause7: hier und hier
Christian auf Wortverdreher: hier, hier, hier, hier und hier
Resi Stenz auf Gschichtldruckerei Resi Stenz: hier
Werner auf Werner Kastens: hier, hier und hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier
Maren auf Ich lache mich gesund: hier
Judith auf Mutiger leben: hier und hier
Lea auf Kommunikatz: hier
Bernd von Red Skies over Paradise: hier, hier und hier
Torsten auf Wortman: hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier und hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier
Natalie im Fundevogelnest: hier
Emma auf Emma Escamilla: hier
Donka auf onlybatscanhang: hier
Yvonne auf umgeBUCHt: hier
Monika auf Allerlei Gedanken: hier
Doro auf DORO|ART: hier
Veronika auf vro jongliert: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier

Nach guter Tradition werden die Wörter im Break immer von dem Etüdenerfinder oder von mir gespendet. Für die Textwochen 14/15 des Schreibjahres 2021 haben wir uns zusammengetan. Die Wörter stammen also von Ludwig Zeidler (bloggt nicht mehr), und Irgendwas ist immer. Sie lauten:

Sonnenhut (ist übrigens auch eine (Heil-)pflanze, Echinacea)
haltlos
massieren.

Wie immer an dieser Stelle der Verweis auf den Etüden-Disclaimer. Die Headline für die Etüden heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.
Eventuelle Inhaltshinweise (Triggerwarnungen) und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der zugehörigen Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt (höchstwahrscheinlich) nicht auf die nächste Liste bzw. muss meckern, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig. Wer sich die Illustrationen herunterladen möchte, sollte sie vorher großklicken, danach kann man sie in der Regel downloaden und bei sich wieder hochladen.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die nächsten regulären Wörter gibt es am 18. April 2021.
Habt weiterhin ein schönes Wochenende und gute Einfälle – und genießt, was es zu genießen gibt!

Ja, es gibt 3 Illustrationen, ich konnte mich nicht entscheiden.

 

abc.etüden 2021 14+15 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

abc.etüden 2021 14+15 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

abc.etüden 2021 14+15 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Adventüden 2020 20-12 | 365tageasatzaday

20.12. – Unverhofft kommt oft | Adventüden

 

»Was soll das heißen, du hast einen Wegwerf-Kater?«, fragt sie ihre Freundin ungläubig, als sie im Wohnzimmer bei Kaffee und adventlichen Lebkuchen beisammensitzen.
»Oh, seine Besitzerin wollte ihn einschläfern lassen, weil er sich eine Pfote gebrochen hat. Stell dir das vor! EINSCHLÄFERN! Sie meinte, sie holt sich dann lieber einen neuen. Klein, stark, schwarz und noch kein Jahr alt. Wir haben ihn ihr weggenommen und verarztet.«
»Und was macht die mit ihren Kindern, wenn die krank sind? Ins Heim geben?«
»Ich hoffe, sie hat keine.« Miri, Herz und Kopf einer Tierarztpraxis, seufzt. »Viele Leute drehen dieses Jahr am Rad, aber derart krasse Fälle sind zum Glück selten. Ich suche jetzt eine Pflegestelle, sonst muss er ins Tierheim. Hättest du nicht Lust?«

Sie überlegt. Platz genug wäre. Nüchtern betrachtet wird sie zu Weihnachten allein sein. Zur Tochterfamilie gehören nämlich nicht nur zwei wilde Enkeljungs im Kindergartenalter, sondern auch ein ungeplantes Corona-Kind, vor wenigen Tagen auf die Welt gekommen. Zum Glück alles okay.
»Viele Frauen nehmen vom Käsekuchen zu, ich hatte andere Gründe. Na ja, was soll man auch sonst machen, wenn man den ganzen Tag zusammen ist. Außer essen«, hatte ihre Tochter gesagt und gezwinkert, als sie das Enkelmädchen angekündigt hatte. Sie hat darauf lieber nichts geantwortet.
Vorsorglich haben sie Weihnachten mit Oma auf einen kurzen Weihnachtskaffee mit Geschenkeaustausch reduziert, sie ist nicht mehr die Jüngste und sowieso Risikogruppe und so.

Nun. Sie betrachtet nachdenklich ihre bunte Kuscheldecke. Logisch, die Tochterfamilie ist nicht aus der Welt, aber ihr ist bewusst, dass jemand fehlt, der ihre Einsamkeit teilt und ihre Streicheleinheiten zu würdigen weiß. Ob sie sich die Verantwortung aufladen soll?

»Ach, bring ihn her«, hört sie sich sagen. »Erst mal über Weihnachten, und im neuen Jahr sehen wir weiter.«
Aus dem Augenwinkel sieht sie Miri lächeln, als habe sie es gewusst.

Autor*in: Christiane     Blog: Irgendwas ist immer

 

Adventüden 2020 20-12 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Eins noch: Die Geschichte mit dem Kater ist wahr. Seine Besitzerin brachte ihn in eine Tierarztpraxis zum Einschläfern, weil er sich die Pfote gebrochen hatte. Man nahm ihn ihr weg, das ist auch wahr, und entweder die Tierärztin selbst oder eine Helferin regte sich (bei Twitter) tierisch (zu Recht) darüber auf. Das war irgendwann 2019.
Dass er bei mir gelandet ist, stimmt natürlich nicht, da hätte ein gewisser Herr Fellträger einen gewissen Unmut geäußert – genauso, wie der Rest der Geschichte frei erfunden ist.

 

Zum Thema Inhaltshinweise/CN/Triggerwarnungen in den Adventüden bitte hier lesen.

Nachdem viele Teilnehmer*innen und Leser*innen das Fetten der vorgegebenen Wörter als störend empfunden haben, wurde darauf verzichtet. In einem Text, der maximal 300 Wörter umfassen durfte, waren (mindestens) drei der folgenden fünfzehn Begriffe zu verwenden:

Etikett, Gin, Käsekuchen, Kuscheldecke, Lebkuchen, Lichtermeer, Märchenbuch, Minnesang, Nebelschwaden, Schlittenfahrt, Semmelknödel, Streicheleinheiten, Wichtel, Wunschpunsch, Zugvogel

Dieser Text erschien zuerst im Rahmen der Adventüden 2020, einem Projekt von »Irgendwas ist immer«.

 

Schreibeinladung für die Textwochen 02.03.20 | Wortspende von Irgendwas ist immer

Frohes Neues, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht, seid aus den Ferien wieder da und seid vom neuen Jahr bisher sanft in den Armen gewiegt worden.

Wer es noch nicht gelesen hat, findet mein Adventüden-Fazit hier.

Eine Entschuldigung vorweg: Ich bin nicht dazu gekommen, euch wegen Wortspenden anzuschreiben, also spielen wir in den ersten beiden Wochen meine eigene – was auch nicht weiter ungewöhnlich ist, diese Ehre teilen sich der Etüdenerfinder und ich ja oft. Wozu ich aber auch nicht gekommen bin, ist, die Neueinsteiger bei den Etüden zu fragen, ob sie denn überhaupt auf die Wortspenderliste WOLLEN. Da wären also: Puzzleblume (Puzzle❀„-Blog), die Findevogelfrau (Findevogelblog), die Fledermaus (OnlyBatsCanHang), Tanja (Stachelbeermond), Martina (Und sonst so?) und Sofie (Sofies viele Welten). Wenn ihr auf die Liste potenzieller Wortspender wollt (die Wortspender werden ausgelost, siehe Kleingedrucktes), dann äußert bitte ein fröhliches „Ja, ich will“ in den Kommentaren, und zwar bitte innerhalb der nächsten 4 Tage, damit ich dann ziehen (und euch anschreiben) kann.
(Du denkst, du bist längst qualizifiziert und ich habe dich noch nie gefragt? Bitte melden, dann schau ich gern noch mal – ich bin gerade bisschen raus.)

Okay, kann es losgehen? Das letzte Fazit vom alten Jahr findet sich hier, falls jemand noch mal reinschauen will.

Die Wörter für die Textwochen 02/03 des Schreibjahres 2020 kommen von mir, Christiane, Blog Irgendwas ist immer. Die neuen Begriffe lauten:

Skiurlaub
mickrig
kommandieren.

 

Auch im neuen Jahr darf der öde, blöde Etüden-Disclaimer nicht fehlen: Die Headline für die Etüden heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.
Inhaltshinweise und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt nicht auf die nächste Liste, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die nächsten regulären Wörter gibt es am 19. Januar 2020. Habt weiterhin ein schönes Wochenende!

 

abc.etüden 2020 02+03 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay (hier und hier), bearbeitet von mir

 

abc.etüden 2020 02+03 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

24 – Die Cookie-Oma | Adventüden

Zum Thema Inhaltshinweise/CN/Triggerwarnungen in den Adventüden bitte hier lesen.

 

Die Cookie-Oma (Christiane, Irgendwas ist immer)

 

»Und vergiss nicht, Oma Anne zu sagen, wie toll du ihre selbst gebackenen Plätzchen findest!«

Melanie verabscheute die obligatorischen Verwandtenbesuche über Weihnachten. Von wegen Weihnachtszauber: Am ersten Feiertag kamen ihre Eltern von weit, das war ehernes Gesetz. Mit einem Berg Geschenke (nun ja, danke) und Plätzchen, die selbstverständlich bei ihnen blieben. Als ob sie, Melanie, nicht backen könnte! Als ob über Weihnachten in dieser Familie jemals jemand Hunger gelitten hätte!

Ihr Sohn maß sie im Vorbeilaufen mit dem eisigen Blick des Spätpubertierenden. »Wenn ich entscheiden müsste, was ich den Vögeln im Garten hinstreue, dann wäre das ganz sicher nicht Oma Annes Gebäck«, tönte er.

Ach, wo war die Zeit geblieben, als dieses Kind mit einem Kuscheltier zufriedenzustellen gewesen war? Da werkelte sie Stunde um Stunde in der Küche, um ihre Lieben mit Naschereien verwöhnen zu können, und was tat dieser Banause? Erzählte ihr was von vegan und Nussallergie.
»Wenn überhaupt, dann hast du eine Nussunverträglichkeit«, hatte sie gekontert, »wäre ja auch kein Wunder, wenn man sich die Menge Nutella anschaut, die du so in dich hineinschaufelst!«

Okay.

So unflexibel wollte sie nicht sein, obwohl Großmutters Lebkuchen immer die besten bleiben würden. Online hatte sie bei einer COOKIE-OMA angesagte Plätzchenrezepte gefunden. Aber Bananen-Tonka-Plätzchen, Früchtetaler und Schokoladen-Orangen-Riegel? Himbeer-Kokos-Herzen? War das wirklich die Alternative?
Sie hatte diesem gehypten Zeug dann doch nicht getraut, frustriert ihren ewig gleichen Zimtsternen, Vanillekipferl und Spitzbuben den Vorzug gegeben und sich ein wenig für ihre Feigheit geschämt.

Draußen hupte es. Bestimmt die Eltern.

Zwanzig Minuten später starrte sie fassungslos auf die mitgebrachten Weihnachtsplätzchen.

»Ich habe ein neues Projekt«, verkündete ihre Mutter fröhlich. »Seit Carl im Ruhestand ist, beschäftigen wir uns nämlich mit gesunder Ernährung! Vor Weihnachten fand ich Backen passend. Auf Instagram heiße ich übrigens ›Cookie-Oma‹, toll, nicht? Kind? Du sagst ja gar nichts? Ist dir nicht gut?«

 

Adventüden 2019 24 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Ich möchte mich bei euch bedanken. Bei den Schreibenden der Adventüden natürlich zuerst, aber ebenso bei allen, die jeden (oder fast jeden) Tag vorbeigekommen sind, die gelesen, gelikt und vor allem kommentiert und sich eingebracht haben, und die mir damit gezeigt haben, dass ihnen die Etüden etwas bedeuten – und die Arbeit, die ich hineinstecke. Das bedeutet mir etwas.
Mir ist schon klar, dass einige von euch bereits in der Weihnachtspause sind, aber vielleicht lest ihr es ja trotzdem. Danke.

 

FROHE TAGE EUCH ALLEN, ob ihr feiert oder nicht!

 

Dieser Blog geht heute irgendwann ebenfalls in den Feiertagsmodus: Er schließt nicht, aber ich lasse ihn liegen, bis ich Lust habe, mich darum zu kümmern … Habt eine gute Zeit und passt auf euch auf!

Oh, und wenn ihr morgen Zeit habt: Elke hat mir eine Nachzügler-Etüde versprochen, und ich freue mich schon darauf. Also schaut rein!

Coming up next: Auf jeden Fall ein Adventüden-Resümee, aber wann ist noch nicht sicher.

 

UPDATE: Elke hat eine Nachzügler-Etüde eingereicht und auf mein Bitten erst heute (25.12.) veröffentlicht. Wer also noch nicht genug „Adventüden“ gelesen hat, der findet sie hier:

https://transsilabia.wordpress.com/2019/12/25/nachhaltigkeitsmarkt/

Es lohnt sich!

 

Falls wen die Lust packen sollte … die Rezepte. Achtung, ich habe keins davon selbst ausprobiert! Und nein, das ist keine (unbezahlte) Werbung für die Zeitschrift, die hatten nur die schönsten Fotos.

 

Bananen-Tonka-Plätzchen (vegan)

Früchtetaler (vegan)

Himbeer-Kokos-Herzen (vegan)

Schokoladen-Orangen-Riegel (vegan)

 

Spitzbuben

Vanillekipferl

Zimtsterne

 

Flötentöne | abc.etüden

Bitteschön, die Fortsetzung von Selbst dran schuld von letzter Woche.

***

Er würde ihr schon noch die Flötentöne beibringen, hatte er am Telefon großmäulig gedroht, das ließe er sich nicht gefallen, was sie denn glaube, wer sie denn schon sei, wenn sie sich da mal nicht verrechnet hätte. Nun, sie war erst mal aus der Schusslinie, mit einem guten Arzt war es kein Problem, für ein paar Wochen mit einer Burn-out-Diagnose abzutauchen.
Und nach allem, was ihr ihre Kollegin vorhin brühwarm am Telefon berichtet hatte, würde auch er bald einen guten Arzt brauchen – so oder so. Denn nicht nur, dass er immer öfter brüllend mit einer bedenklich hochroten Birne durch die Firma raste; nachdem er heute die Schnepfe vom Empfang angeschrien hatte, war die zusammengeklappt und hatte angeblich was von „schwanger“ geschluchzt.

Ein Schuss, ein Treffer? Das wusste keiner, leider, noch nicht, aber auch das Geheimnis um diese Vaterschaft würde sich schon noch lüften lassen, sie konnte warten, in der Firma blieb auf Dauer nicht allzu viel geheim.
Ach, wie ärgerlich für ihn. Wie gut er wohl damit klarkam, wenn noch eine den Aufstand trainierte? Sie hatte da so ihre Zweifel.

Man würde sehen, wie das mit den angekündigten Flötentönen ausgehen würde, aber das dazugehörige Notenblatt hielt momentan eindeutig sie in den Händen, so viel stand mal fest.

 

2018_16_1_eins lz | 365tageasatzadayVisuals: ludwigzeidler.de

 

Für die abc.etüden, Woche 16.2018: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Worte stammen in dieser Woche von mir und lauten: Notenblatt, schwanger, trainieren.

 

Schreibeinladung für die Textwoche 16.18 | Wortspende von Irgendwas ist immer

Es ist irgendwie blöd, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, sich selbst anzukündigen, das denke ich jedenfalls immer, wenn ich mal wieder dran bin. Noch dazu, wo ich mich quasi schon die Bredouille geritten habe, meine angefangene Etüde weiterzuschreiben (in den Kommentaren zur Etüde). Tja, nun. Selbst dran schuld, ich sags ja.  😉

Die Wörter für die Textwoche 16.18 stammen also dieses Mal von mir (Irgendwas ist immer) und lauten:

Notenblatt
schwanger
trainieren.

Wie immer (1) bin ich megamäßig gespannt, was euch dazu einfällt. Wie immer (2), ihr wisst: Diese 3 Wörter bitte in maximal! 10! Sätzen unterbringen! Wie immer (3) stammen die Illustrationen (die so richtig nach meinem Geschmack sind) von dem werten Herrn lz., vielen Dank, Ludwig!
Euren Beitrag verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder (am besten „und“) postet den Link unten in einen Kommentar (oder gleich die ganze Etüde, wenn ihr keinen Blog habt oder es bei euch nicht passt), damit eure Etüde auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gefunden werden kann.

 

2018_16_1_eins lz | 365tageasatzaday

 

2018_16_2_zwei lz | 365tageasatzaday

 

Verweigerung | abc.etüden

Das Leben war nur noch eine Bürde, er hasste den Alltag, eine Spirale abwärts. Sein Leib uferte aus, weil es ihm egal war, was er ihm antat, er lebte nur noch in seinem Kopf.
Als es schließlich sogar zu schwierig für ihn wurde, sich ohne fremde Hilfe sauber zu halten, sah er draußen die Blicke von „Friss nicht so viel“ zu „Schau dir mal den Penner an“ wechseln. Dass seine Hosen speckig glänzten, kümmerte ihn nicht, aber hin und wieder fiel selbst ihm auf, dass er stank, die anderen machten längst einen Bogen um ihn. Er hatte sich anfangs gegen einen Rollator gewehrt, mit so einem Ding durch den Supermarkt zu schieben, war ihm als der Gipfel der Erniedrigung vorgekommen, jetzt lernte er, dass es noch schlimmer ging: Er schaffte es gerade mal über den Hof.

Die Seele ignorieren, den Körper nicht beachten. So leicht, die Tage mit Computerspielen, Fernsehen und Essen zu füllen, immerhin trank er nicht, nie; wozu gab es Lieferdienste? Er besaß weder einen Spiegel noch eine Waage, wenn er sich jedoch mal auf den Hof in die Sonne traute, bemerkte er, dass die Blicke von Verachtung zu Betroffenheit gewechselt hatten. Das machte ihm Angst, die er nicht zugeben und nicht empfinden wollte, daher ging er immer seltener hinaus … bis es zu spät war.

Wir alle sehen von außen, wo es hinführt, aber wann fängt es an und warum, was läuft schief?

 

2018_02.18_2_zwei_lz | 365tageasatzadayVisuals: ludwigzeidler.de

 

Für die abc.etüden, Woche 02.2018: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Worte stammen in dieser Woche von mir und lauten: Bürde, speckig, schieben.

Keine schöne Geschichte, schon klar, wollte aber geschrieben werden.

 

Schreibeinladung für die Textwoche 02.18 | Wortspende von Irgendwas ist immer

Hurra, hurra, hurra, liebe Etüdenfans, -leser/innen und -schreiber/innen, die fetten (physisch, psychisch, beides, manche nennen jene Tage bezogen auf letzteres ja auch eher mager) Tage sind vorbei, wir haben uns alle erfolgreich irgendwie ins neue Jahr gemogelt und die „normalen“ Etüden nehmen wieder Fahrt auf. Wem die Tage physisch zu fett waren, der/die wird jetzt bombadiert mit allen möglichen Diäten und Aufrufen, doch mehr Sport zu treiben, denn wer jetzt anfängt, der schafft ja vielleicht noch die Traumfigur für den Sommer *haarerauf*.
Sei dem, wie es wolle, hier sind erst mal die neuen Wörter für die Textwoche 02.18, gestiftet von mir, wie immer in Szene gesetzt von dem freundlichen Herrn lz. (danke, Ludwig!), wobei ich mir diesen Text zu den Wörtern ausgedacht habe und nicht etwa umgekehrt:

Bürde
speckig
schieben.

Wie ihr wisst, gilt es, diese 3 Wörter in maximal! 10! Sätzen unterzubringen. Wobei es in der letzten Zeit eine lustige Diskussion gab, wie da gezählt wird. Da mir bewusst ist, dass sämtliche (ernst gemeinten, von Profis, also nicht ich hier jetzt) Definitionsversuche eines Satzes Lücken aufweisen (Wikipedia), versuche ich es mal damit, dass für mich normalerweise ein Satz mit Punkt, Ausrufezeichen oder Fragezeichen endet (und jetzt komm mir keiner mit Einschüben, die mit einem Ausrufezeichen abgeschlossen werden!) und nach einem Doppelpunkt weitergeht: Letzteres speziell ist diskutabel, ja, bietet aber die Möglichkeit, mehr Text unterzubringen, wenn benötigt. Ob das stilistisch schön ist, steht sowieso auf einem anderen Blatt.

Wo war ich? Ach ja. Euren Beitrag verlinkt ihr dann bitte hierhin und/oder (am besten „und“) postet den Link unten in einen Kommentar (oder gleich die ganze Etüde, wenn ihr keinen Blog habt oder es bei euch nicht passt), damit eure Etüde auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gefunden werden kann.

Na? Alle wach, alle dabei? Fein. Dann los.

 

2018_02.18_1_eins_lz | 365tageasatzaday

 

2018_02.18_2_zwei_lz | 365tageasatzaday

 

Glück, ein unglückloser Zustand

Irgendwas ist immer. Diesen Stoßseufzer, den ich mir eigentlich als positives und nur maximal leicht resigniertes Blogmotto und Schreibaufforderung (an mich) auserkoren habe, kann man natürlich auch als Aufforderung zum Bruddeln (wie die Schwaben das nennen, wenn ich das richtig verstanden habe, hier nachlesen, großartig) nehmen: Irgendwas passt schließlich immer nicht.

Nun bin ich ganz sicher nicht die Richtige, irgendwas Endgültiges darüber zu sagen, wie Schwaben etwas meinen. Und dass mit Fremden anders gesprochen wird als mit Einheimischen ist eh klar, das handhabt jeder Landstrich so. Noch dazu bin ich mentalitätsmäßig eindeutig norddeutsch und nicht mal „reigschmeckt“.
Wenn aber die einzige erlaubte Äußerung eine Form von Kritik ist, da man nämlich nicht laut lobt („Nix gschwäddzd isch gnuag globd“ = „Kein Kommentar ist Lob genug“), dann zerbreche ich mir über die dahinterstehende Mentalität allerdings den Kopf. Im Ländle soll das ein überaus verbreiteter Ausspruch sein! Wie soll mensch aber dann Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten oder sogar Stolz auf eigenes Können entwickeln, wenn der Standard (!) ist, dass an allem mehr oder weniger ausführlich herumgekrittelt wird? Jeder, der das während seiner Erziehung verinnerlicht hat, muss doch quasi bei jedem „Hey, toll!“ denken, dass der andere ihn zuschleimt, oder sehe ich da was falsch?

Bescheidenheit ist ganz sicher eine Zier. Aber wenn man nie ein Gefühl dafür entwickeln durfte, was das, was man tut, wert ist, dann hat man keine innere Basis für Bescheidenheit, dann ist man einfach nur abhängig davon, dass jemand nichts sagt und gnädig nickt. Muss ich ausformulieren, dass ich finde, dass sich das scheiße (Adjektiv laut Duden, man lernt nie aus) anfühlt? Und jetzt habe ich solche Reizworte wie „Motivation“ oder „Managementtechnik“ noch nicht mal gebraucht. Wenn man also nicht lobt, dann ist es kein Wunder, dass der Schwabe (außerhalb Schwabens selbstverständlich  😉 ) in dem Ruf steht, gern sein Missfallen kundzutun („bruddeln“).

Kurt Tucholsky war alles, aber kein Schwabe. Interessanterweise sind aber auch die Berliner dafür bekannt, an allem etwas auszusetzen zu haben. Und auch wenn das eine sehr wackelige Brücke ist, über die ich da gehe, möchte ich doch zum Anfang zurück: „Etwas ist immer.
Diesen Ausspruch hat nämlich Tucholsky feinsinnig und spitzzüngig bekannt gemacht. „Arthur Schopenhauer hat ja das Glück als den unglücklosen Zustand definiert und damit das Malheur als das Primäre angesehen. […] Unser Apparat ist viel zu groß. Kein Wunder, wenn immer irgendein Rad zerbrochen ist, eine Kette schleift, eine Schraube quietscht. Mit dem Aufwand, den wir heute treiben, eine lange Reise zu tun, haben die Griechen früher ihre kleinen Kriege absolviert, und Ruhe geben wir nie. […] Etwas ist immer. Es hat nie eine treffendere Redensart gegeben“ (aus: Die Redensart. Peter Panter, Die Weltbühne, 14.06.1923, Nr. 24, S. 701. Ganzen Text lesen.).

Das Ganze in Gedichtform (ebenfalls von Herrn Tucholsky) gefällig? Bitteschön.

 

Ja, das möchste!

 

Aber, wie das so ist hienieden:

manchmal scheints so, als sei es beschieden

nur pöapö, das irdische Glück.

Immer fehlt dir irgendein Stück.

Hast du Geld, dann hast du nicht Käten;

hast du die Frau, dann fehln dir Moneten –

hast du die Geisha, dann stört dich der Fächer:

bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der Becher.

 

Etwas ist immer.

 

(aus: Das Ideal. Theobald Tiger, Berliner Illustrirte Zeitung, 31.07.1927, Nr. 31, S. 1256. Ganzes Gedicht lesen.)

 

Wer das nun alles nicht möchte, dem sei obiges Gedicht zum Anhören wärmstens ans Herz gelegt, in einer Aufnahme mit dem unvergleichlichen Harry Rowohlt, gegen den nun wirklich aber auch gar nichts gesagt werden kann, außer, dass er leider schon tot ist.
Irgendwas ist eben immer.

 

 

 

Kartenhaus – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay