Ein Lied, im Dunkeln zu singen

Ich kannte „im Dunkeln singen“ als Redewendung in der Bedeutung „sich in einer als bedrohlich angesehenen Situation Mut machen“. (Wenns sonst schon keiner tut.) Die Suchmaschine patzt da erstaunlicherweise, bringt mich aber über Umwege zu dem Wikipedia-Eintrag zu „Pfeifen im Walde„, der mich mit der Erkenntnis erfreut, dass man nicht nur im dunklen Wald pfeift (oder singt), um sich Mut zu machen, sondern auch, um irgendwelche böse Tiere auf Distanz zu halten und somit einen Revieranspruch geltend zu machen. Jawohl! (Hrm.)
Was mir dagegen sehr gefallen hat, ist die Theorie, dass Musik die Tätigkeit der Amygdala hemmt, unserem „Angstzentrum“ des Gehirns.

Das „böse Menschen keine Lieder“ haben, ist ja nun leider gründlich widerlegt, dennoch wird es schon seinen Grund haben, dass Soldaten singend in die Schlacht ziehen. (Ob man dahingehend einen Bogen schlagen kann, dass so viele mit Stöpseln im Ohr durch ihren Alltag laufen?)

Eigentlich egal. Jeder hat seine Gründe, sich Mut zu machen. Wer will da richten?
Mein aktuelles Lied für das Dunkel stammt von Rea Garvey: It’s a good life.

 

Text läuft im Video mit, deutsche Übersetzung gibt es hier.