Max hat | abc.etüden

 

»Er will einen Katamaran zum Geburtstag. Wörtlich.«

Sie sahen einander in die Augen, hielten Händchen und brauchten nichts weiter von der Welt. Fast. Wäre da nicht Finn gewesen, der in einer Woche 11 werden würde.

»Kann er nicht erst mal mit einem Segelboot anfangen?« Der Mann grinste. »Aber er hat Geschmack, dein Sohn, das muss man ihm lassen.«

»Ich fürchte, es ist wieder etwas, was Max hat.« Sie seufzte. Max war Finns Idol und bester Freund, er war ein Jahr älter und trat manchmal ein bisschen großspurig auf, was sie auf die beginnende Pubertät und seinen Vater schob. Schlimm war daran nur, dass besagter Vater Orthopäde mit eigener Praxis war und finanziell in einer anderen Liga spielte als sie. Seit Sebastians Tod gleich gar.

»Segelt Max’ Familie denn?«, unterbrach der neue Mann ihres Herzens ihre Gedanken. Auch er kannte Finns ewiges »Max hat« inzwischen zur Genüge. Sie hob die Schultern. »Ich hätte da vielleicht eine Idee …«

***

»Ihr seid so blöd! Das habe ich mir NICHT gewünscht! Auf gar keinen Fall!«

Eben hatten sie ihm sein Geschenk präsentiert. KKKK: Katamaran-Kurs für Koole Kids. Auf der Müritz, dort, wohin sie am Rande des Müritz-Nationalparks in den Sommerferien in ein Ferienhaus fahren würden. Ideal, um sich besser kennenzulernen. Ideal, weil sie sich ziemlich sicher war, dass sie Patrick auch in Zukunft in ihrem Leben haben wollte, und er den Kurs über irgendwelche Segelkumpels organisiert hatte, die dort den Zeitplan unter sich hatten. In dem jetzt auch Finns Name stand. Ideal, weil Finn ihnen dann nicht den ganzen Tag auf der Pelle hängen würde. Man musste Feste schließlich feiern, wie sie fielen.

Und jetzt das.

»Äh, was denn dann?«, fragte sie vorsichtig.

»Du hast ja mich ja nicht mal richtig gefragt!« Er rannte in sein Zimmer, kam zurück und knallte ihnen einen Prospekt auf den Tisch. Ein Konstruktionsbaukasten. Für ein Solarboot.

Patrick fasste sich schneller als sie.

»Ja, aber das ist doch für Kinder ab acht Jahren, und du bist jetzt elf! Und wenn ihr draußen damit spielen wollt, muss das Wetter verdammt gut sein, oder? Hat Max so eins?«

»Mhm.«

»Und?«

»Na ja, die Solarzelle ist schon bisschen schwach«, gab Finn zu. »Aber wir wollten mehrere koppeln und dann Rennen fahren.«

»Rennen.«

Achselzucken.

»Also, wenn du auf Geschwindigkeit stehst, dann würde ich segeln lernen. Du weißt ja schon, dass Katamarane schnell sind. Selbst im Wind zu hängen, macht viel mehr Spaß als mit so einem drögen Solarboot und ist echt spannend. Und wenn du gut bist, kannst du Regatten fahren, da geht es richtig ab, da kann man Pokale gewinnen und alles. Musst dich nur trauen und es ausprobieren.«

Zögerliches, verlegenes Nicken.
Klingeln.
Bestimmt Max.

»Bin zum Abendessen wieder da!«

Finn lief los. Sie hörten ihn im Treppenhaus.

»Stell dir vor, was ich zum Geburtstag bekommen habe! Einen echten Katamaran-Kurs in den Sommerferien! Mit Regatta und so!«
»Echt? Voll krass! Das würden meine Eltern mir nie erlauben!«

Hinter der Tür sahen sie einander an und lächelten. Es würde schon gut gehen.

 

Extraetüden 23.20 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Ausgabe Extraetüden, Woche 23.2020: 5 Begriffe (aus 6), maximal 500 Wörter. Die Worte stammten dieses Mal von Olpo Olponator und Gerhard, ich habe verwendet: Katamaran, großspurig, Zeitplan, schlimm, fallen.

Jaha, es gibt Katamaran-Einsteigerkurse für Kids. Auch an der Müritz, die zurzeit total angesagt ist. Und man muss keinen Jüngsten-Schein dafür haben, Schwimmen zu können ist allerdings mit Sicherheit zu empfehlen.

 

Schreibeinladung für die Textwoche 23.20 | Extraetüden

Der Frühling ist immer noch da und mit ihm die zweiten Extraetüden dieses Jahres, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen. Heute ist der fünfte Sonntag im Monat Mai, was Extraetüden bedeutet, bis es am nächsten (ersten) Sonntag des Monats Juni mit den regulären Wörtern weitergeht. Leute, wie die Zeit vergeht! Okay, wegen Corona ist eh noch mal nicht nur gefühlt alles anders, aber jetzt blicken wir doch schon in Richtung „längster Tag im Jahr“! Unglaublich.

Mein Pendel hat auf jeden Fall in den letzten beiden Wochen tüchtig nach beiden Seiten ausgeschlagen. Von himmelhoch jauchzend bis bis auf die Knochen müde war alles dabei. Ihr kennt das: Leben offline geht vor online. Manchmal bleibt bei alldem keine Zeit für den Blog. Also wundert euch nicht, wenn ich vielleicht erst verspätet bei euch vorbeischaue: Geht gerade nicht anders, keine böse Absicht, das hat nichts mit mangelnder Begeisterung für die Etüden zu tun, sondern mit einem übervollen Zeitplan bzw. anderen Prioritäten.

Coming up next: Statistik und Liste für alle, die vielleicht die eine oder andere Etüde verpasst haben und noch mal nachlesen wollen. Es wurden von 31 teilnehmenden Blogmenschen insgesamt 51 Etüden eingereicht, das ist sehr anständig, wenn man bedenkt, dass Veronika die Liste mit 4 Etüden anführt, danach folgen Ellen, Sabine, Werner und Elvira mit jeweils 3 Etüden.

Vielen Dank wie immer an alle, die mitgeschrieben, mitgelesen, gelikt und kommentiert haben! Vielen Dank an alle, die mit mir durch die teilnehmenden Blogs gegangen sind und kommentiert/diskutiert/gelikt haben.

Wie ebenfalls immer bitte ich euch, die Liste zu kontrollieren, ob jede eurer Etüden dort verzeichnet ist oder ob euch sonst was komisch vorkommt. Ich trage gerne nach, wenn irgendwas nicht stimmt.
Bereit für die Liste? Dann los.

Disclaimer: Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt.

Ulrike auf Blaupause7: hier und hier
Melina auf Innen-Reise-Wege: hier und hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier und hier
Jane auf Blood, Tears, Gold & Minds: hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
Donka auf onlybatscanhang: hier
Puzzleblume auf Puzzle: hier und hier
Tanja auf Stachelbeermond: hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier und hier
Ellen auf nellindreams: hier, hier und hier
Kain Schreiber auf Gedankenflut: hier und hier
Andrea im Hummelweb: hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier, hier und hier
Lea auf kommunikatz: hier und hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier und hier
Werner auf Werner Kastens: hier, hier und hier
Jule auf Jule’s Wortzauberei: hier
Judith von Mutiger leben: hier und hier
Anne auf Wortperlen: hier
Elvira vom Quilt-Traum: hier, hier und hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier
Bettina auf Wortgerinnsel: hier
Yvonne von umgeBUCHt: hier
Veronika auf vro jongliert: hier, hier, hier und hier
Ulli aus dem Café Weltenall: hier
Ela auf 365 Tage in Richtung 60: hier
Anja auf Annuschkas Northern Star: hier
René auf Ein Blog von einem Freund. Von Humor. Und Spass. Aus Berlin. Im Ernst!: hier
Natalie im Fundevogelnest: hier

Ihr wisst, wie das mit den Extraetüden geht?! Ihr nehmt die Begriffe des abgelaufenen Monats, das sind sechs, sucht euch davon fünf aus und verpackt die in einen Text von maximal 500 Wörtern. Zeit: eine Woche!
Den Rest kennt ihr.

Die Wörter im Monat Mai spendeten Olpo Olponator und Gerhard von Kopf und Gestalt. Sie lauteten:

Katamaran, großspurig, totschweigen
Zeitplan, schlimm, fallen.

 

Dieses Mal gilt wieder die Abwandlung des öden, blöden Etüden-Disclaimers: Die Headline für die Etüden heißt: 5 Begriffe in maximal 500 Wörtern.
Inhaltshinweise und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt nicht auf die nächste Liste, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die nächsten regulären Wörter gibt es schon am nächsten Sonntag, den 7. Juni 2020. Habt weiterhin ein schönes Wochenende, genießt die Pfingsfeiertage und bleibt/werdet gesund!

 

Extraetüden 23.20 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Extraetüden 23.20 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Vatertag und die Folgen | abc.etüden

 

EINE  NACHRICHT  AUF  DEM  KÜCHENTISCH

Hallo Schatz,

wie geht es dir, ist es sehr schlimm? Kopfwehtabletten hab ich dir im Bad hingelegt, falls du welche brauchst, und die Sauerei mit dem Katzenfutter in der Küche ist auch beseitigt. Dass sich Schüsseln aber auch so gemein in den Weg stellen! Da kann man ja nur stolpern und fallen! Ich hoffe, du hast dir nicht wehgetan.
Du solltest wissen, dass Moppels Frau angerufen und gedroht hat, dass sie, wenn du den Film von Moppel mit der Unterhose auf dem Kopf wie angekündigt bei YouTube hochladen würdest, rechtliche Schritte gegen uns einleitet – stell dir vor, die hat das wirklich so gesagt, unglaublich, was? Gefragt, wessen Unterhose Moppel da auf dem Kopf hat, hat sie dagegen nicht. Ohne Worte.

Außerdem hat dir x-mal eine Melli gewhatsappt. Beim ungefähr zwanzigsten Mal habe ich nachgesehen, weil mich das Gebimmel nervte, und habe sie informiert, dass ich nicht glaube, dass du heute nüchtern genug sein wirst, um dich zu melden. Hat sie aber nicht weiter gestört, also habe ich bei deinem Handy den Ton abgestellt. Weil Moppels Frau sich so aufgeregt hatte, habe ich mir die Bilder angesehen, die du gestern auf eurer Tour gemacht hast. Falls diese Melli also die wenig bekleidete Tussi mit der Pusteblume hinter dem Ohr ist, die mit Moppel knutscht, kannst du sie beruhigen: Ich sage es Moppels Frau nicht.

Ich bin erst gegen Abend zurück, ich gehe heute wie jede Woche mit deiner Mutter einkaufen. Mir wäre lieber gewesen, ich hätte warten können, bis du wach bist, aber du weißt, sie und ihr Zeitplan dulden keine Abweichungen. Eins noch: Keine Ahnung, wofür ihr den Käsehobel alles benutzt habt, ich glaube, ich will es besser auch gar nicht wissen, aber der ist endgültig hin.

Bis später, Kuss
Julia

 

abc.etüden 2020 21+22 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 21/22.2020: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Gerhard und lauten: Zeitplan, schlimm, fallen.

Ein paar von euch werden den Vorläufer dieser Etüde schon kennen. Ich habe das Original 2017 geschrieben, vermutlich ebenfalls zu Vatertag. Natürlich war das damals noch eine 10-Satz-Etüde, daher war es jetzt relativ leicht, sie umzubauen, die neuen Wörter zu integrieren und die Gegebenheiten upzudaten. Die ursprünglichen Wörter sind (fast) noch drin. Ich erinnere mich noch gut, wie viele Schwierigkeiten mir ursprünglich der verdammte Käsehobel gemacht hat :-)

Mein Recycling hat zwei Gründe: 1. Ich bin sehr in Zeitnot, das schließt ein, dass ich bis ca. Mitte nächster Woche eher wenig online sein werde – und ja, es sind erfreuliche Gründe, ich bekomme (unter anderem) morgen Besuch von einer Freundin. 2. Oh, Corona! Ich bin kein Fan von Sauftouren, aber ich hatte einen nostalgischen Anfall – ich vermute, dass dieses Jahr deutlich weniger derartige Züge mit dem Bollerwagen durch die Gemeinden stattfinden werden.
Ich freue mich über eure Beobachtungen und Kommentare auch diesbezüglich.

Update: Hier ist was zum deutschen Vatertag, der in D immer auf Christi Himmelfahrt fällt: (Link zur Wikipedia)

Der Wagen im ersten Bild (Link zur n-tv-Webseite) ist ein sogenannter Bollerwagen (Leiterwagen) und wird auf „Vatertagstouren“ meist dazu genutzt, die Getränke zu transportieren.

 

Schreibeinladung für die Textwochen 21.22.20 | Wortspende von Kopf und Gestalt

Unruhige Gewässer waren das in den letzten beiden Wochen, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, ich weiß nicht, ob es nur mir so ging, aber ich hatte das Gefühl, dass bezüglich Etüden selten so viel los war. Einen Extradank an Herrn Olpo, den Wortspender, ich habe es mit Höhen und Tiefen genossen. Unter anderem hatten wir zum ersten Mal eine Fortsetzungsetüde, wo wirklich jeden Tag ein neues Stückchen dazukam: (fast) natürlich von Alice.
Neues Spiel, neues Glück. Die neuen Wörter sind vielleicht unspektakulärer, bieten aber auch ganz schön viele Möglichkeiten in alle Richtungen.

Zur Statistik und der Liste: Es sind 59 Etüden von 33 teilnehmenden Blogs zusammengekommen, das ist, gemessen daran, dass Alice die Liste souverän mit 14(!!!) Etüden anführt (die sie hier noch mal zusammengefasst und illustriert hat – unbedingt lesen), gefolgt von Werner mit 4 und fraggle mit 3, noch steigerungsfähig, verglichen (z. B.) mit den Teppich-Etüden dank der Wortspende von Myriade. Aber wir dürfen eine Neue in der Runde begrüßen, nämlich Jule von Jule’s Wortzauberei: Herzlich willkommen nochmals bei den Etüdenverückten!

Vielen Dank wie immer an alle, die mitgeschrieben, mitgelesen, gelikt und kommentiert haben! Vielen Dank an Olpo, der mit mir durch die teilnehmenden Blogs gegangen ist und kommentiert/diskutiert hat; vielen Dank an euch, die ihr das auch getan habt.

Wie immer bitte ich euch, die Liste zu kontrollieren, ob jede eurer Etüden dort verzeichnet ist oder ob euch sonst was komisch vorkommt. Ich trage gerne nach, wenn irgendwas nicht stimmt.
Bereit für die Liste? Dann los.

Disclaimer: Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt.

Jane auf Blood, Tears, Gold & Minds: hier
Anja auf Annuschkas Northern Star: hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
Ulrike auf Blaupause7: hier und hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier und hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier
Alice auf Make a Choice Alice: Illustrationen (ohne Zählung) – hier und hier
Donka auf onlybatscanhang: hier und hier
Melina auf Innen-Reise-Wege: hier
Werner auf Werner Kastens: hier, hier, hier und hier
Kain Schreiber auf Gedankenflut: hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier
Veronika auf vro jongliert: hier
Elvira vom Quilt-Traum: hier
Olpo Olponator auf olpo run: hier und hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Judith von Mutiger leben: hier und hier
René auf „Wer lesen kann, liest hier. Über Berlin“ – Der BerlinAutor: hier und hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Die Scherbensammlerin auf Scherbensammlerin: hier
Jule auf Jule’s Wortzauberei: hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier
Bettina auf Wortgerinnsel: hier
Ellen auf nellindreams: hier
Yvonne von umgeBUCHt: hier
Ulli aus dem Café Weltenall: hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier und hier
Natalie im Fundevogelnest: hier
Martina auf Und sonst so?: hier
fraggle auf reisswolfblog: hier, hier und hier
Ela auf 365 Tage in Richtung 60: hier
Lea auf kommunikatz: hier
Puzzleblume auf Puzzle: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier

Die Wörter für die Textwochen 21/22 des Schreibjahres 2020 stiftete Gerhard mit seinem Blog Kopf und Gestalt. Sie lauten:

Zeitplan
schlimm
fallen.

 

Es gilt weiterhin der öde, blöde Etüden-Disclaimer. Die Headline für die Etüden heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.
Inhaltshinweise und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt nicht auf die nächste Liste, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die nächsten regulären Wörter gibt es am 7. Juni 2020. In zwei Wochen, am 31. Mai, spielen wir erneut eine Runde Extraetüden. Habt weiterhin ein schönes Wochenende und gebt acht, wem ihr zu nahe kommt … ihr wisst schon.

 

abc.etüden 2020 21+22 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

abc.etüden 2020 21+22 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

 

Froschkönig revisited | abc.etüden

Es war nicht so, dass er leicht in sein neues altes Leben zurückgefunden hätte.
Gar nicht.
Es war so verdammt still im Haus.
Offensichtlich waren die Einzigen, die etwas von ihm gewollt hatten, seine Tochter und einer seiner Auftraggeber gewesen.
Bisschen wenig für ein paar Monate.
Es nagte an ihm.

Er hatte beide noch nicht zurückgerufen. Was hätte er auch sagen sollen, wo er abgeblieben war? Ein harmonischer Urlaub war das jedenfalls nicht gewesen.

Leicht verloren saß er vor dem Computer und suchte den YouTube-Kanal, in dem er die Wetternachrichten gesprochen hatte. Und staunte nicht schlecht: Da saßen zwei ziemlich bedröppelt vor der Kamera, berichteten von einem Studiounfall und dass er, der geliebte Frosch, seitdem spurlos verschwunden sei. Sie hätten in, hinter und unter jedes Möbelstück und jeden Teppich geschaut, beteuerte Vanessa, und jetzt käme nur noch infrage, dass er vielleicht irgendwie durch den Spalt der Terrassentür ins Freie gelangt sei, obwohl sie sich das nicht vorstellen könnten. Man vermisse ihn jedenfalls total.

Huch? Geld konnte jedenfalls nicht der Grund für diese Gefühlsaufwallungen sein, dachte der gerührte Nicht-mehr-Frosch ziemlich nüchtern, denn sie hatten für ihn keins bekommen. Dumm gelaufen. Jetzt, im Nachhinein, hätte er es ihnen fast gewünscht. Denn er musste zugeben, Tobi war möglicherweise nicht der Hellste, aber sie hatten echt Spaß miteinander gehabt.

Tobi war es auch, der einen Appell an die Zuschauer richtete: „Leute, falls euch in den letzten Tagen ein sprechender Frosch zugehüpft ist, oder, Frosch, falls du mich hörst, ich weiß ja, dass du plietsch bist und immer irgendwie auf die Füße fällst – na ja, bis jetzt: Wir wohnen hinter dem Schwimmbad. Das blaue Haus. Erdgeschoss. Komm zurück! Ihr anderen: Wir zahlen Finderlohn!“

Der Nicht-mehr-Frosch stand auf und griff nach seinen Autoschlüsseln. Er würde gleich mal hinfahren. Auf ein Bier oder so. Warum denn nicht.

 

abc.etüden 2019 28+29 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 28/29.2019: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Gerhard und seinem Blog Kopf und Gestalt und lauten: Füße, harmonisch, wünschen.

Ich konnte es mir nicht verkneifen. Aber jetzt lasse ich ihn in sich gehen, jetzt ist gut … und Sommer sowieso. Wer die Vorläufer noch mal lesen will, weil er*sie nur Bahnhof versteht: hier.

 

Vier Miniaturen | abc.etüden

 

Bis bald, Uroma!

Sie stand in der Tür und sah dem kleinen Mädchen hinterher, das den Weg entlanglief und mit beiden Füßen in eine Pfütze sprang, dass es nur so platschte! Hach, das Leben, die Zuversicht, die Neugierde! Sie wünschte ihr von Herzen, dass alles immer so harmonisch bleiben könnte. Aber das Schicksal würde auch von ihr seinen Tribut fordern. Wie von jedem. Warum auch nicht, es gehörte dazu.

 

Bis bald, Oma!

Sie sah der Frau hinterher, die lachend ihrem kleinen Sonnenschein nacheilte. Ja, so war sie auch gewesen, diese Sicherheit, dass sie auf die Füße fallen würde, was immer auch die Zukunft bereithielte, die hatte sie von ihr. Ob harmonisch oder nicht, das war jetzt nicht so wichtig, alles wollte in vollen Zügen erlebt sein. Ihre Enkelin feierte das Leben, und sie, die Alte, wünschte ihr nichts anderes, als dass sie es auskosten konnte.

 

Bis bald, Mama!

Vom Auto her winkte die ältere Frau zu ihr herüber. Die Tochter war eine, die war schon fast so wie sie. Ihr war klar, dass es nur galt, auf den Füßen zu bleiben, sich nicht aufzugeben, dem, was vor ihr lag, die Stirn zu bieten. Die Waagschalen ihres Lebens waren oft schon in Schieflage geraten. Nun wusste sie sie harmonisch auszubalancieren, und man konnte ihr nur wünschen, dass die Winde des Schicksals sich nie mehr als tückisch erweisen würden, denn sie hatte hart dafür gearbeitet.

 

Bis bald, Schatz!

Er war nicht mehr bei ihr. Als er zum letzten Mal auf die Füße gekommen war, hatte er diese Welt verlassen und sein Schicksal freudig akzeptiert. Sie hatten einige turbulente und viele harmonische Jahre miteinander verbringen dürfen, bis seine Zeit abgelaufen gewesen war. Und sie wünschte sich, dass er sie erwarten möge, wenn sie sich dereinst auf den Weg über die Schwelle machen würde.

 

abc.etüden 2019 28+29 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 28/29.2019: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Gerhard und seinem Blog Kopf und Gestalt und lauten: Füße, harmonisch, wünschen.

Ich wollte schon lange mal was anderes ausprobieren und Gerhards Wortspende eignet sich optimal dazu. Bin gespannt auf eure Meinung.

 

Schreibeinladung für die Textwochen 28.29.19 | Wortspende von Kopf und Gestalt

Eine Runde noch, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, dann ist es da, das alljährliche Etüdensommerpausenintermezzo. Da es dafür ein bisschen Vorlauf braucht, möchte ich euch bitten, nächsten Sonntag wieder reinzuschauen, dann erfahrt ihr mehr. (Warum nicht jetzt? Weil ich dieses Wochenende Besuch habe und meinen Tag nicht am Rechner verbringen möchte, jedenfalls in einem so geringen Ausmaß wie möglich.)

Kommen wir zur Statistik. Ich danke jeder und jedem Einzelnen von euch, die*der Zeit und Lust und Inspiration hatte, in dieser Woche eine Extraetüde zu schreiben. Vielen Dank, dass ihr den Etüden so eisern die Treue haltet, ein Projekt wie dieses würde ohne euch nicht funktionieren.
Aber natürlich gibt es genauso gute Gründe, nicht online zu sein und nicht zu schreiben. Leben geht nun mal vor.

Es sind 17 Etüden von 17 teilnehmenden Blogs geworden. Ich freue mich sehr, dass sich doch viele dazu hinreißen ließen, die 500 Wörter auszunutzen. Zum ersten Mal gibt es keinen, der die Liste anführt, nach der Anzahl meine ich, es hat keine*r mehr als eine Etüde geschrieben.

dergl von Die Tintenkleckse sehen aus wie Vögel: hier
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Werner Kastens auf Mit Worten Gedanken horten: hier
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Gerda von GERDA KAZAKOU in meinen Kommentaren: hier
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Checkt wie immer bitte, ob alles mit euren Links okay ist, und meldet Fehler/Fehlendes oder ob sonst was falsch ist – wie immer, ihr kennt das Procedere ja inzwischen zu Genüge. Ebenfalls wie immer vielen Dank an alle, die geschrieben, gelesen, gelikt und kommentiert haben.

Die Wörter für die Textwochen 28/29 des Schreibjahres 2019 kommen zum ersten Mal von Gerhard und seinem Blog Kopf und Gestalt. Die neuen Begriffe lauten:

Füße
harmonisch
wünschen.

 

Zum guten Schluss wieder der öde blöde Etüden-Disclaimer: Die Headline heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.
Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt nicht auf die nächste Liste, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe, den Stress tu ich mir nicht an.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright, und glaubt mir, ich hatte echt Freude daran, sie dieses Mal zu illustrieren.
Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die Etüdensommerpausenintermezzo startet am 21. Juli 2019, den dazugehörigen Aufruf zwecks Vorlauf gibt es am nächsten Sonntag, am 14. Juli 2019. Regulär gehen die Etüden am 1. September 2019 weiter.
Euch viel Spaß und gute Ideen!

 

abc.etüden 2019 28+29 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

abc.etüden 2019 28+29 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir